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Gescheiterte Schlecker-Verhandlung: FDP ist pleite

REUTERS11.000 Schlecker-Mitarbeiter stehen bald auf der Straße - und die FDP feiert das als ihren Erfolg. Die Liberalen haben mit der harten Haltung die Verhandlungen über eine Transfergesellschaft platzen lassen. Doch die taumelnde Rösler-Partei spielt mit dem kalten Manöver ein heikles Spiel.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824676,00.html
  1. #760

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    11.000 Schlecker-Mitarbeiter stehen bald auf der Straße - und die FDP feiert das als ihren Erfolg. Die Liberalen haben mit der harten Haltung die Verhandlungen über eine Transfergesellschaft platzen lassen. Doch die taumelnde Rösler-Partei spielt mit dem kalten Manöver ein heikles Spiel.

    Gescheiterte*Schlecker-Verhandlung: FDP ist pleite - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    So wird Steuergeld verschwendet .... Steuergeld, weil die Schleckerfrauen zum großen Teil am unteren Ende der Lohnskala arbeiten. Das ALG I wird für viele mit Steuergeldern aufgestockt werden müssen. Das wäre erst mal durch die Transfergesellschaft ausgeblieben. Viele scheinen auch nicht zu verstehen, das die Bürgschaft nicht für Schlecker selbst war, sondern für die ehemaligen Angestellten ... die FDP wird es hoffentlich bald nicht mehr geben ...
  2. #761

    Eine weit verbreitete Zustimmung

    [QUOTE=Eutighofer;9913177]Da hat eine Partei endlich mal den Mut, die Wahrheit zu sagen, nämlich die, dass Transfergesellschaften teuer und nutzlos sind - und im SPIEGEL wird auch das kritisiert.
    zum Verhalten der FDP ist erkennbar. Das nutzt der Partei aber nichts,wenn die Leute, die jetzt zustimmen, sie dann nicht wählen. Die FDP steckt in einer seltenen Zwickmühle. Populistische Aussagen helfen ihr leider nicht mehr.
  3. #762

    Och Joh!

    Zitat von fuzuli Beitrag anzeigen
    Bundesamt für Arbeit ist ein Versicherungsanstalt, an die jede jeden Monat Beiträge bezahlt. Die Versicherung muss beim Schadenfall bezahlen. War insolventer Griechenland in Deutschland versichert, so Deutschland der Schaden mit dem Steuergeld der Schlecker-Mitarbeiter regulieren muss/musste?
    Die Bundeanstalt für Arbeit hat rein gar nichts mit den Verpflichtungen der EU Mitglieder zu tun.

    Abgesehen davon ist allein der Versuch eines Vergleichs, zwischen der Griechenlandhilfe und Schlecker ziemlich dümmlich und gehört zum Kneipengesabber!
  4. #763

    Zitat von Karl2009 Beitrag anzeigen
    Also alle die jetzt schreien, dass die F.D.P. jetzt endlich Profil gezeigt habe - totaler Nonsens. Transfergesellschaften sind was ganz normales, KfW-Kredite auch. Unternehmenswerte als Sicherheit wären auch genug vorhanden gewesen - Risiko lag bei ca. 0 %!
    Dieser reine Populismus der F.D.P. wird die Fortführung des Unternehmens sehr erschweren wenn nicht gar unmöglich machen.
    Liebe F.D.P. - das war nachtreten in der übelsten Form. Ihr seid nicht gesellschaftsfähig ab mit euch in der Versenkung!
    Würden Ihre Ausführungen stimmen, dann bräuchte man keine Staatshilfe! Wäre das Risiko tatsächlich gleich Null, dann könnte der Insolvenzverwalter ohne Probleme auch im freien Markt von einer Bank entsprechende Kredite bekommen.
    Oder glauben Sie, dass Banken sich derartige Geschäfte entgehen lassen würden, wenn Ihr Vortrag mit dem Nullrisiko stimmen würde?

    Offenbar ist der freie Markt nicht bereit, das Risiko einzugehen, da die Gefahr zu hoch ist.
    Es handelt daher nicht die FDP populistisch, sondern diejenigen, die etwas von Nullrisiko erzählen.
    Warum sollte also der Staat einspringen?

    In der Tat ist es richtig, dass es schwer ist, insolvente Gesellschaften zu verkaufen, da in der Regel immer Anpassungen bei den Mitarbeitern vorgenommen werden müssen und diese aufgrund der Arbeitnehmerrechte oft heikel sind. Aufgrund der vorzunehmenden Sozialauswahl können oft gerade die teuren Mitarbeiter (langjährige Angestellte) nicht gekündigt werden.
    Da es somit faktisch nicht anders, duldet die Rechtsprechung unter Magenschmerzen und engen Bedingungen den "Trick" mit der Transfergesellschaft. Erst werden alle Arbeitnehmer in die Transfergesellschaft abgeschoben, so dass dann nur noch ein Betrieb (Schlecker) ohne Angestellte zurückbleibt. Dieser Betrieb kann dann verkauft werden, da der Käufer keine Probleme mit Arbeitnehmern mehr hat. Der Käufer sucht sich dann aus der Transfergesellschaft die Arbeitnehmer aus, die ihm genehm sind.

    Eigentlich müsste jeder Sozialpolitiker Transfergesellschaften ablehnen, da deren eigentliche Zweck ist, die Arbeitnehmerschutzrechte nahezu komplett auszuhebeln. Es ist daher schon erstaunlich, wenn gerade linke Politiker für Staatshilfen für eine Transfergesellschaft plädieren. Man hilft daher nur dem Käufer der Gesellschaft, die Arbeitnehmerrechte auszuhöhlen.

    Üblicherweise werden die Transfergesellschaften in Insolvenzverfahren daher auch über einen erhöhten Kaufpreis für das Unternehmen mitfinanziert, da ja der Käufer sich die Ausschaltung der Arbeitnehmerschutzgesetze letztlich erkaufen will. Wieso sollte der Staat jetzt dem Käufer dabei auch noch helfen?
  5. #764

    Bitte beobachten Sie

    Zitat von Karl2009 Beitrag anzeigen
    Diesen Sachverhalt haben wohl alle Beteiligten - also auch die F.D.P. - sehr wohl gekannt. Laut Insolvenzverwalter Geiwitz sind die nicht von der Insolvenz betroffenen ausländischen Unternehmen rund 220 Millionen € wert - wären also als Sicherheit für die mehr als 70 Millionen € mehr als ausreichend. Als Nils Schmid am Ende noch den Versuch eines Alleingangs wagen möchte, wird er von den Grünen gestoppt.
    Im Endeffekt ist damit dem Profi Geiwitz ein wichtiges Instrument aus der Hand geschlagen worden. s.auch Handel - Drogerien: Chronologie: Vom Insolvenzantrag zur Restrukturierung - Newsticker - sueddeutsche.de

    Zitat: "Einige potenzielle Investoren hätten ihr Interesse davon abhängig gemacht, dass es eine Transfergesellschaft für die 11 000 entlassenen Beschäftigten gebe.

    Das sagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Freitag im ARD-Morgenmagazin. «Wir werden jetzt sehen, in wieweit diese Investoren das zur Bedingung machen, in dem Prozess zu bleiben.»
    Ohne die Transfergesellschaft könnten nun tausende ehemalige Schlecker-Angestellte gegen ihre Entlassung klagen. Sollten sie Erfolg haben, würde das zur finanziellen Belastung für den zukünftigen Schlecker-Eigentümer."
    Also alle die jetzt schreien, dass die F.D.P. jetzt endlich Profil gezeigt habe - totaler Nonsens. Transfergesellschaften sind was ganz normales, KfW-Kredite auch. Unternehmenswerte als Sicherheit wären auch genug vorhanden gewesen - Risiko lag bei ca. 0 %!

    Dieser reine Populismus der F.D.P. wird die Fortführung des Unternehmens sehr erschweren wenn nicht gar unmöglich machen.

    Liebe F.D.P. - das war nachtreten in der übelsten Form. Ihr seid nicht gesellschaftsfähig ab mit euch in der Versenkung!
    die Spendenabsender der FDP, falls da Rossmann auftaucht, war es mehr als Populismus.

    Hier der ARD-Stream mit A. Geiwitz:
    ARD Mediathek: Morgenmagazin - Schlecker: Geiwitz kritisiert FDP - Freitag, 30.03.2012 | Das Erste
  6. #765

    Auch ich würde...

    Zitat von entspannt Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie zu diesem Urteil?
    Kein Mensch kann sagen, wie die Wahlen in einem Jahr ausgehen. Fakt ist, die FDP hat eine Position bezogen, der man zustimmen kann oder eben nicht.
    Schauen Sie mal auf die Beiträge im Forum: Für mich sieht es keinesfalls so aus, dass weniger als 10% der Foristen eine staatliche Beteiligung ablehnen. Warum sollten die dann enttäuscht von dem Kurs der FDP sein?

    Ich würde wetten, Sie persönlich hätten vor dem Fall Schlecker ohnehin nicht Ihr Kreuzchen bei den Liberalen gemacht, stimmt's?
    sicher kein Kreuz bei der FDP machen, kann aber die 1,x % nachvollziehen. Denn
    1. die Teilnehmer der Forumsdiskussion repräsentieren mit nichten den Bevölkerungschnitt
    2. auch wenn der eine oder andere hinsichtlich einer Transfergesellschaft Vorbehalte hat, lässt sich dies nicht im Allgemeinen zu Gunsten der FDP auslegen
    3. nur dagegen zu sein schafft kein Wählervertrauen, auch nicht bei der eigenen Klientel
    4. dass einzige, was sich aus der Kenngröße "10% der Foristen" ableiten lässt ist, dass 10% der Foristen eine staatliche Beteiligung ablehnen und MEHR NICHT!

    Dies war ein kleiner Ausflug in die Statistik.

    Aber: in den repräsentativen Umfragen liegt die FDP auf Bundesebene derzeit nun mal bei ca 3 % Tendenz fallend. Da sind durchaus auch 1,x % möglich.
  7. #766

    Ideologie killt Demokratie

    Zitat von ArnoNuem Beitrag anzeigen
    Also noch ein parteitaktisches Manöver auf dem Rücken von 11.000 Menschen. Verdammt noch Mal, wer stoppt diese grausame und schäbige Politik?
    Niemand, einfach niemand. Dieses ganz Land ist doch zur Geisel von Populisten geworden, wenn man die Blickrichtung der einzelnen Pareien betrachtet: Alles tun für die eigene politische Peergroup, der Rest, pfff, sch... drauf. Berufspolitiker fallen weich. Ich habe Angst davor, dass irghendwann der große Riss ideologische Riss auch durch unsere Gesellschaft gehen wird und es keinerlei Kompromisse mehr geben wird. Der Kompromiss ist der Humus, auf dem die demokratische Gesellschaft wächts. Derzeit gibt es nur Kompromisse zugusten des relativ gesichts- und absolut gewissenlosen Kapitals. Was aus den realen Menschen hinter denm Statistiken wird, ist doch mittlerweile jedem völlig wurscht, so lange es ihn selbst nicht betrifft.
    Diese Christsozialen, die ihr Christentum schon lange vergessen haben und munter auf dem Ideologie-Trip wandeln und ihre Wirtschaftsradikalen Partner sind Totengräber der Demokratie. Denn für die wahrhaft drängenden Probleme, Energiewende, Umweltschutz, Überalterung der Gesellschaft, Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, fehlende Integration ganzer Bevölkerungsschichten etc etc haben diese Luschen nicht einmal Ideen, geschweige denn Antworten.
    Denk ich an Deutschland in der Nacht .....
  8. #767

    Zitat von ArnoNuem Beitrag anzeigen
    ...
    Bei Schlecker geht es um das Schicksal von 11.000 Menschen...
    Geht's auch 'ne Nummer kleiner? Es geht nicht um das Schicksal, sondern um die Jobs von 11.000 Menschen.
    Oder erhalten die etwas kein Arbeitslolengeld und sind jetzt alle am verhungern?

    Übrigens, die Jobs bei Schlecker, waren das nicht diese mies bezahlten Jobs von Ausbeutern? Da sollten die Verkäuferinnen doch schnell etwas besseres finden.
  9. #768

    Einen

    Zitat von fuenfringe Beitrag anzeigen
    Foristi aufgepasst! Mit fdplern diskutieren lohnt sich nicht! Die sind vernagelt und verbohrt, und wenn's eng wird stampfen sie mit den kleinen Füsschen auf und rufen "Das ist aber nicht marktwirtschaftlich!" Als ob das das Mass aller Dinge wäre.

    Ich glaube, die fdp-Parteizentrale hat gerade die letzten Heinzis ausgeschickt, die SPON-Foren zu kapern. (Lernt man so von den Piraten?)
    Redet nicht mit den Schmuddelkindern! Es ist Zeitverschwendung!
    fdp schreibt man jetzt übrigens klein - mit einer 1,2 Punkte-Schrift ;)
    Text einfach aus dem Zusammenhang zu reissen ist sehr unfair. Aber so kennt man halt die linken Socken, das war nun wirklich link. ;-)

    Im Übrigen bin ich kein FDP-Wähler, war ich noch nie und werde ich niemals sein. Aber eine richtig war die Entscheidung trotzdem, egal wie motiviert sie auch ist.
  10. #769

    Die Heuchler der anderen Parteien

    Im Jahre 2011 sind 10.200 Unternehmen in Deutschland in die Insolvenz gegangen. Geht man im Schnitt von nur 10 Mitarbeitern (!) aus, sind dadurch über 100.000 Menschen arbeitslos geworden.

    Wo waren Sie da, Frau Nahles? Wo Sie, Her Özdemir? Herr Seehofer?
    Entweder Sie sind für Transfergesellschaften - dann bitte für alle. Oder Sie sind es nicht. dann aber auch für Schlecker nicht.

    Bei Schlecker weinen Sie im öffentlichen Fernsehen... bei anderen nicht. Wer macht hier also Klientelpolitik?? Steht SPD für Schleckerfrauenpartei?

    Alle anderen gehen zur Transfergesellschaft Jobcenter. Nur Schleckerfrauen nicht.
    In diesem Fall hat nur eine einzige Partei Größe bewiesen und steht für eine Sachpolitik: und das ist die FDP!


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