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Gescheiterte Schlecker-Verhandlung: FDP ist pleite

REUTERS11.000 Schlecker-Mitarbeiter stehen bald auf der Straße - und die FDP feiert das als ihren Erfolg. Die Liberalen haben mit der harten Haltung die Verhandlungen über eine Transfergesellschaft platzen lassen. Doch die taumelnde Rösler-Partei spielt mit dem kalten Manöver ein heikles Spiel.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824676,00.html
  1. #700

    Die reine Lehre

    Die FDP "sieht in ihrer Haltung die reine wirtschaftspolitische Lehre." Tja, die reine Lehre: was haben da die Menschen zu suchen? Und schon gar in einer Lehre, bei der dieselben eh´ nur als Räder im Getriebe vorkommen. Außer bei den Obermackern natürlich. Die dürfen ihre "menschlichen Bedürfnisse" im Übermaß ausleben, und deren Gier darf auch Antriebsfeder für detjanze sein.
    Alle anderen sind eh´ bestenfalls "Anschlussverwendungen". Bestenfalls.

    Für die Krone der Schöpfung der Marktradikalen allerdings, die Finanz-"Wirtschaft", können sich die Werte, die man plötzlich "übrig" hat, gar nicht genug den BILLIONEN annähern.

    Das hat irgendwas mit einer "Lehre" zu tun, oder war´s eine Leere...
  2. #701

    Zitat von fuenfringe Beitrag anzeigen
    Das ist doch genau, was die fdp will. Deswegen nenne ich sie Staatsfeinde oder auch Terroristen.
    Mit denen zu diskutieren lohnt nicht.
    hier wollte eine kleine Gruppe von Sozialromantikern ohne jegliche gesetzliche Grundlage einer ebenfalls kleinen Gruppe nur aufgrund deren GEschlecht und ansonsten zum puren Eigennutz ( vorgezogener Wahlkampf ) 72 Mio veruntreute Staatsmitel zukommen zu lassen.

    Wenn überhaupt, sind hier ja wohl die Roten ein Fall für den Staatsschutz!
  3. #702

    Fr.Kraft hätte sich für die bevorstehende Wahl am 13.Mai wohl kaum eine bessere Nachricht wünschen können, um die durch Hr.Lindners überraschende Kandidatur wieder an positivem Schub gewinnende FDP in NRW wieder zurück auf ihre - bedeutungslosen - Plätze zu verweisen. In der Kommunikation einer zwar sozial harten, wirtschaftlich aber richtigen Politik macht die FDP einen absolut katastrophalen Job. Das dürfte sie in NRW wohl kaum überleben.
  4. #703

    Verfassung?

    Zitat von lunatic Beitrag anzeigen
    Iirc steht in unserer Verfassung, dass Deutschland eine System der "sozialen Marktwirtschaft" hat.
    Nein, tut es nicht. Das Grundgesetz enthält (mit Absicht) keine Aussage zur Wirtschaftsverfassung. Jede Wirtschaftsordnung, die nicht gegen Grundrechte verstößt, ist verfassungsgemäß.
  5. #704

    Zitat von #2011-0001 Beitrag anzeigen
    Erklären Sie's mir bitte: Warum hat eine Mitarbeiterin einer Buxtehuder Schleckerfilale Ihrer Ansicht nach eher eine Hilfsleistung verdient als eine griechische Rentnerin?
    Ganz einfach.
    Die Schlecker-Mitarbeiterin wehrend ihrer Arbeitszeit an den Staat Einkommensteuer bezahlt hat. Der Staat hat durch diese auch von Schlecker-Mitarbeiter bezahlten Steuern mit 100er Milliarden Euro griechische Rentnerin finanziert. Nun sind diese Steuerzahler im Not und der Staat sieht kein Anlass einen Cent für die im Not geratenen Steuerzahlerin abzugeben. Das ist nicht hinnehmbar für jede Steuerzahler in diesem Land.

    Die griechische Rentnerin hat 20 Jahre über ihre Verhältnissen auf Pump gelebt. Sie dürfte mit 37 Jahren Rente beziehen von der jede Steuerzahler in diesem Land nicht mal träumen kann. Der griechischen Rentnerin mit dem Geld der Schlecker-Mitarbeiterin Filetsteak servieren, aber ihr selbst eine verdünste Suppe verweigern. Wer wird denn in diesem Land noch freiwillig Steuern bezahlen wollen?

    Nun kommen Sie mir nicht mit, dass die Schlecker-Mitarbeiterin Arbeitslosengeld bekommen wird. Das ist eine Versicherungsanstalt, an die jede jeden Monat Beiträge bezahlt. Also ein Arbeitslosengeld ist kein staatliche Hilfe, sondern ein verdienter Versicherungsschutz.
  6. #705

    Danke FDP

    Jeder mit etwas wirtschaftlichem Verstand kann die Haltung der FDP verstehen. Schlecker hat Dank zahlreicher negativer Presseberichte das Aus selbst verschuldet. Es wurde immer wieder von der Ausbeute der Mitarbeiter besprochen - und DAS sollen wir retten und uns dann noch scheinheilig als "sozial" darstellen, weil wir unsoziale Arbeitsplätze sichern?? Das ist doch heuchlerisch. Außerdem waren wir die Konsumenten nicht bei Schlecker einkaufen. Und nach einer Rettung? Gehen wir alle brav dahin? Ich denke nicht. Persönlich mochte ich noch nie den Laden und werde ihn auch nicht vermissen. Daher bin ich auch nicht bereit, für so eine widerliche Firmenpolitik Steuergelder auszugeben.

    Alle entrüsteten Kommentatoren (waren die jemals dort einkaufen??) und Politiker reden bevor sie nachdenken. Mit einmal hinsetzen und nachdenken kämen die auch zum Entschluß, dass der Karren von Schlecker im Dreck längst versunken ist. Dann wäre es hirnrissig, auch noch Geld hinterher zu werfen. Als privater Anleger würde ich aus sozialen Gründen auch nicht mehr privates Geld in so ein Unternehmen stecken.
    Wir sprechen hier von landesweit 11.000 Beschäftigten. Die Verkäuferinnen sind also deutschlandweit auf Jobsuche als Verkäuferin (und ich denke mal da ist man flexibel, ob man nun in einer Drogerie oder bei einem Bäcker etwas verkauft). Außerdem haben andere Filialen weniger Konkurrenz (hat mich schon immer verwundert, dass an einem Fleck ca. 3 Drogerien sind - Schlecker sah dabei immer wie ein Geisterhaus aus und war auch immer leer) und somit Bedarf an mehr Mitarbeitern. Einige Filialen haben bereits die Übernahme von Mitarbeitern angekündigt (siehe Budnikowski).

    Bravo FDP
  7. #706

    Zitat von KarlWalser Beitrag anzeigen
    Ich sehe das ganz leidenschaftslos. Das war es denn für die 1,x% Partei.
    Wie kommen Sie zu diesem Urteil?
    Kein Mensch kann sagen, wie die Wahlen in einem Jahr ausgehen. Fakt ist, die FDP hat eine Position bezogen, der man zustimmen kann oder eben nicht.
    Schauen Sie mal auf die Beiträge im Forum: Für mich sieht es keinesfalls so aus, dass weniger als 10% der Foristen eine staatliche Beteiligung ablehnen. Warum sollten die dann enttäuscht von dem Kurs der FDP sein?

    Ich würde wetten, Sie persönlich hätten vor dem Fall Schlecker ohnehin nicht Ihr Kreuzchen bei den Liberalen gemacht, stimmt's?
  8. #707

    ---

    Zitat von davincione Beitrag anzeigen
    Die FDP "sieht in ihrer Haltung die reine wirtschaftspolitische Lehre."
    Dann ist es ja an der Zeit, dass die FDP die "Reine Lehre" auch für sich in Anspruch nimmt und die Parteienfinanzierung via Steuergelder ablehnt. Mal sehen, wo sie dann bleibt.
  9. #708

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    Ganz einfach, dieses Land würde ohne diese Partei der Besserverdienenden menschlicher aussehen. Und es würde in diesem Land etwas gerechter und sozialer zugehen.
    Nein, wenn jedes Grüppchen die Chance bekommt, wenn es nur laut genug schreit die Extras in den Hintern geblasen zu bekommen, wäre dieses Land naturgemäß ungerechter und unsozialer. Denn wenn man Sozialstaatlichkeit und Gerechtigkeit als Maßstab nimmt, müssen vor dem Gesetz auch alle gleich sein, und nicht die Verkäuferin bei Schlecker mehr wert sein, als der Malocher in der kleinen Druckerei die gerade die Tore schliessen muss.
    Dann würden natürlich alle Abzocker, Gierigen und selbsternennte Leistungsträger aufheulen, aber dieses Aufheulen könnte man locker verkraften. Denn wir hätten ein besseres Land.
    Sie meinen, dann könnten sich all die Abzocker und Staatsgeldveruntreuer endlich wieder mal so richtig "sozial" austoben, damit das dämliche Wahlvolk auch schön brav den Stimmenkauf belohnt und sich die Korruptis im eigenen Sozialglanz sonnen können?
  10. #709

    Um was es wirklich geh

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    11.000 Schlecker-Mitarbeiter stehen bald auf der Straße - und die FDP feiert das als ihren Erfolg. Die Liberalen haben mit der harten Haltung die Verhandlungen über eine Transfergesellschaft platzen lassen. Doch die taumelnde Rösler-Partei spielt mit dem kalten Manöver ein heikles Spiel.
    Gescheiterte*Schlecker-Verhandlung: FDP ist pleite - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das Problem bei dieser Debatte ist: Unkenntnis! Totale Unkenntnis! Sowohl von der FDP wie auch von vielen Forumsteilnehmern. Kaum Detailkenntnisse. Zur Erhellung hier der Link zum heutigen Kommentar in der Frankfurter Rundschau. Da steht sehr genau drin, um was es geht.
    Kommentar zu Schlecker: Die Schlecker-Pleite wird teuer für die Steuerzahler | Schlecker-Insolvenz*- Frankfurter Rundschau
    Es geht eben nicht um "Staatsknete" für ein marodes Unternehmen. Es geht ganz schlicht und ergreifend um eine kleine Bürgschaft.
    Eine kleine Geschichte am Rande: vor einigen Jahren grundete der EX-Generalsekretär der FDP, Christian Lindner, mit einem Eigenkapital von 30.000 Euo und mit 1,2 Millionen Euro "Staatsknete" eine Firma, die inzwischen pleite ist. Lindner hat keinen Cent zurückgezhlt. Noch Fragen?
    Bei Schlecker geht es um das Schicksal von 11.000 Menschen. Aus ideologischen Grübden läßt die FDP diese Menschen im Regen stehen.
    Herr Seehofer beklagt sich über seinen Wirtschaftminister. Warum hat er ihn nicht Weisung erteilt? Der Ministerpräsident bestimmt doch die Richtlinien der Landespolitik.- Warum läßt sich Herr Seehofer vom FDP-Minister auf dem Kopf herumtanzen?
    Und heute morgen lese ich,"die Politik" überlge sich eine gesetzliche Begrnzung des Benzinpreises. Ja geht's noch? Wo bleibt da der Freie Markt, der es richten wird?
    11.000 Menschen werden gedemütigt, der gesetzliche Mindestlohn ist ein Werk des Teufels aber beim Benzinpreis will die Politik eingreifen. Klar, hier ruft der Stammtisch der Nation. Das ist purer Populismus und totale Verarsche der Menschen. Pfui, Politik!


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