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Gescheiterte Schlecker-Verhandlung: FDP ist pleite

REUTERS11.000 Schlecker-Mitarbeiter stehen bald auf der Straße - und die FDP feiert das als ihren Erfolg. Die Liberalen haben mit der harten Haltung die Verhandlungen über eine Transfergesellschaft platzen lassen. Doch die taumelnde Rösler-Partei spielt mit dem kalten Manöver ein heikles Spiel.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824676,00.html
  1. #690

    Och Joh!

    Zitat von smartfor2 Beitrag anzeigen
    Ich nehme mal Ihren von völliger Unwissenheit geprägten Posts um so einfach wie möglich zu erklären was eine Transfergesellschaft u.a. so macht.
    Die Aufgabe von Transfergesellschaften ist es die entlassenen Mitarbeiter, die jetzt bei der Transfergesellschaft angestellt sind, so schnell und professionell wie möglich wieder in ein neues Beschäftigungsverhätnis zu überführen.

    Transfergesellschaften steht dazu ein ganzes Bündel an Qualifizierungs-u. Unterstützungsmaßnahmen zur Verfügung um grade Mitarbeiter die keine Chance haben z.B. von der Arbeitsagentur vermittelt zu werden dabei zu helfen. Transfergesellschaften sparen damit der Arbeitsagentur und somit den Beitragszahlern Geld.

    Als vor 6 Jahern meine Firma in die Insolvenz ging und ich nach 20 Jahren mein Job verlor war es z.B. für mich das Beste was mir passieren konnte von der Transfergesellschaft übernommen und professionell beraten zu werden.

    U.a.durch die sehr kompetente Hilfe (Bewerbungstraining, Weiterbildung, sehr gute Kontakte in die Wirtschaft usw.) konnte ich mich innerhalb kürzester Zeit wieder in Lohn und Brot bringen.

    Solche Maßnahmen aus wahltaktischen und ideologischen Gründen zu verhindern ist nicht entschuldbar. Transfergesellschaften werden nicht über den Steuerzahler finanziert, es geht hier ja auch um Bürgschaften, sie greifen selbstverständlich nicht in das Marktgeschehen ein.

    Was für ein überflüssiger, ja gradezu schädlicher, ideologiegesteuerter Verein die FDP in den letzten Jahren geworden ist zeigt sich mustergültig am Beispiel Schlecker.
    Das was Sie beschrieben haben, ist originär eine der Aufgaben der Bundesanstalt für Arbeit!

    Transfergesellschaften werden selbstverständlich, im Falle einer fruchtlosen Insolvenz, durch den Steuerzahler bezahlt. Wenn kein Geld aus der Insolvenzmasse fließt, wird die Bürgschaft gezogen!

    Im Fall Schlecker kommt erheblich gefährdend für das Ziel einer Transfergesellschaft, der Vermittlung in ein neues Arbeitsverhältnis, hinzu, das Schlecker-Mitarbeiter überwiegend in ländlichen Gebieten vertreten sind und es dort keinen nennenswerten überlebenden Einzelhandel mehr gibt!
  2. #691

    Müsste Rössler jetzt nicht hochgeschrieben werden

    zum neuen Guttenberg? Oder warum ist das jetzt so viel anders als die Opel-Rettung damals?
    Ach stimmt, jetzt fällts mir wieder ein: Im Gegesatz zu Karl Theodor konnte man sich durchsetzen und musste entgegen der eigenen Androhung zurückzutreten dann nicht noch am Sessel kleben bleiben.

    Das natürlich macht Rösler deutlich unsymphatischer als den adretten Herrn aus Bayern...
  3. #692

    Zitat von hbonn Beitrag anzeigen
    Wenn in einigen Tausend Gemeinden jeweisl ein Dutzend Mitarbeiter arbeitslos werden, ist das natürlich bedauerlich, aber letztlich einfacher zu verkraften, als wenn an einem einzigen Standort direkt 10.000 Arbeitsstellen verloren gehen.

    Warum also eine Beschäftigungsgesellschaft gründen, für Menschen, die über tausende von Standorten verstreut sind ....
    Und interessant ist auch, wo diese Qualifizierungsmaßnahmen dieser Transfergesellschaft stattgefunden hätten.
    Wären da die Dozenten ins Haus gekommen, oder wohin hätten die Beschäftigten dazu fahren müssen?
    Frau Künast kennt sicher die Antwort.
  4. #693

    Na dann versuchen Sie mal ...

    Zitat von munkelt Beitrag anzeigen
    Zumal doch immer gesagt wurde, die Schleckerläden wären gerade für kleine Ortschaften sooo wichtig.

    Ob Rossmann oder DM die Läden beliefern würden?
    .. einen kleinen Laden auf dem Lande mit 10,50 EUR Mindestlohn zu führen. Es geht nicht. Rossmann und DM haben das kapiert. Es ist Schade für viele Ortschaften, aber selbst mit geringen Löhnen hat sich es nicht rentiert und mit dem Mindestlohn von 8 oder 10,00 EUR, der ab 2013 kommt, wären die Läden sowieso zu und werden weitere zumachen. Die Bürger meckern aber in die Schleckerläden ist keiner gegangen. Bei uns im Ort war bis vor kurzem einer kleiner Supermarkt. Keiner hat groß eingekauft, aber alle haben auf den Inhaber geschimpft als er zu gemacht hat.
  5. #694

    Endlich bekennt die FDP sich zu ihren Werten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    11.000 Schlecker-Mitarbeiter stehen bald auf der Straße - und die FDP feiert das als ihren Erfolg. Die Liberalen haben mit der harten Haltung die Verhandlungen über eine Transfergesellschaft platzen lassen. Doch die taumelnde Rösler-Partei spielt mit dem kalten Manöver ein heikles Spiel.

    Gescheiterte*Schlecker-Verhandlung: FDP ist pleite - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Na endlich! Herr Beck braucht nicht sauer zu sein über die FDP, die sich als im Wirtschaftsministerium sitzende Partei. Es kann nicht sein, dass Unternehmer auf Kosten der Beschäftigten und des Steuerzahlers ein Unternehmen in den Ruin wirtschaften und das dann der Steuerzahler dies ausbügelt. Die Schlecker-Mitarbeiter haben bereits mit erheblichen Lohnkürzungen bezahlt.

    Die SPD kann sich leicht mit Steuergeldern brüsten, dafür sind die ja da. Ist der Wählerschaft da draußen mal aufgefallen, dass in der Hauptsache SPD geführte Länder große Gelder anbieten die sie nicht haben.

    Ich finde der Herr Beck sollte mal lieber den Pleite-Nürburgring retten, aber bitte nicht schon wieder mit Steuergeldern.

    Die FDP hat das einzig Richtige gemacht und steht hinter der Entscheidung...
  6. #695

    Der FDP...

    Zitat von klappermaus Beitrag anzeigen
    Die FDP mag die Verantwortung für das langjährige fehlerhafte Management von Schlecker nicht dem Steuerzahler aufbürden. Auch dann nicht, wenn es sich lediglich um einigen wenigen Millionen Euro an Unterstützungskosten handelt. Für so was könne man nicht die Gesetze des freien Marktes außer Kraft setzen. Recht hat sie, die FDP. So was gehört sich wirklich nicht.
    geht es nicht um die Gesetze des freien Marktes!
    Sonst hätte der zuständige bayerische FDP-Minister lt. SZ nicht eine halbe Stunde vor der Absage an Schlecker der bayerischer Bäckerei Müller-Brot Hilfe zugesichert.

    Man muss eher den Eindruck gewinnen, dass sie sich verfällt wie ein wildes Tier das in der Falle sitzt.
  7. #696

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    11.000 Schlecker-Mitarbeiter stehen bald auf der Straße - und die FDP feiert das als ihren Erfolg. Die Liberalen haben mit der harten Haltung die Verhandlungen über eine Transfergesellschaft platzen lassen. Doch die taumelnde Rösler-Partei spielt mit dem kalten Manöver ein heikles Spiel.

    Gescheiterte*Schlecker-Verhandlung: FDP ist pleite - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Der FDP ist in den letzten Jahren einfach der Realitätssinn abhanden gekommen (sofern er einmal da war) - wahrscheinlich bei der selben Gelegenheit, als diese Partei ihren moralischen Kompass verlor.
    Iirc steht in unserer Verfassung, dass Deutschland eine System der "sozialen Marktwirtschaft" hat. Dieser Begriff in seiner Gänze kam bei den Gelb-blauen anscheinend nicht an, das erste Wort ignoriert diese Partei offensichtlich tunlichst und beständig. Wäre das nicht ein Grund, diese Partei mal durch den Verfassungsschutz besser zu beobachten?
    Mal im Ernst: die FDP hätte sich durch diese Transfergesellschafft bei 11.000 Schleckerfrauen lieb Kind machen können - das sind immerhin ungefähr genau doppelt so viele potentielle FDP-Wähler, als es reale FDP-Wähler im Saarland gab. Aber die FDP macht es dem wahlmündigen Bürger nun mal nicht einfach, sie wählbar zu finden, mir deucht, sie legt es fast bewußt auf ihre immer wieder aufeinanderfolgenden Moralbankrotterklärungen und Imagedekonstruktionen an - das ist kein Wahlkampf, das ist politisches SVV!
    Otto Normalwähler wird sicher nicht nachvollziehen können, warum zwar die handvoll (eh überbezahlter) Bänker mit Milliarden gerettet werden, um sich direkt im Krisenjahr dreist noch höhere Boni auszahlen zu können, aber die netten Schleckerfrauen von nebenan im Regen stehen gelassen werden. Hat wohl was mit Parteiklüngel oder Lobbyarbeit zu tun, kA, zu hoch für mich.
    Ich segle nach meinen 2 ct denn mal weiter und bin gespannt auf die nächste Wahl, 'Arr!
  8. #697

    Zitat von Eutighofer Beitrag anzeigen
    Da hat eine Partei endlich mal den Mut, die Wahrheit zu sagen, nämlich die, dass Transfergesellschaften teuer und nutzlos sind - und im SPIEGEL wird auch das kritisiert.

    Hätte die FDP der Transfergesellschaft zugestimmt, wäre ihr das als "anbiedernder Populismus" ausgelegt worden.
    Naja, die Transfergesellschaft hätte nur eine Staatliche Bürgschaft verlangt -> Es hätte Chancen gegeben, dass die Veranstaltung für den Steuerzahler im Bestfall sogar kostenneutral gewesen wäre. Bei der sofortigen Arbeitslosigkeit, wer zahlt dann da die "Zeche"? Ach ja richtig, da zahlt ja der Steuerzahler das Arbeitslosengeld. Und uups, der Steuerzahler zahlt ja dann auch die Qualifizierungsmaßnahmen für die Arbeitssuchenden Menschen. Somit war es absolut richtig, dass die Transfergesellschaft abgelehnt wurde. Somit wurde sicher gestellt, dass der Staat und nicht das Restunternehmen zahlen muss. Danke FDP, dass versteckt jetzt das passiert ist wofür viele der FDP danken. Denn jetzt zahlt sicher der Steuerzahlter für die Menschen. Und nicht die Transfergesellschaft, die ja Geld vom Insolvenzverwalter bekommen hätte...
  9. #698

    ...

    Zitat von herr_baer Beitrag anzeigen
    Es ist zu vermuten, dass das Scheitern der Transfergesellschaft die Möglichkeit der Sanierung von Schlecker deutlich reduziert, da das Gebilde Schlecker nun mit den enormen, von den potentiellen Investoren zu übernehmenden Ansprüchen der betroffenen Arbeitnehmer belastet bleibt.
    Und deswegen sollen die Arbeitnehmer jetzt auf ihre Ansprüche verzichten, damit ein Investor günstiger zuschlagen kann?
    Da müssten doch die selbsternannten Arbeiterparteien und die Gewerkschaften laut aufschreien.
  10. #699

    Einfache Entscheidung für die FDP

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    11.000 Schlecker-Mitarbeiter stehen bald auf der Straße - und die FDP feiert das als ihren Erfolg. Die Liberalen haben mit der harten Haltung die Verhandlungen über eine Transfergesellschaft platzen lassen. Doch die taumelnde Rösler-Partei spielt mit dem kalten Manöver ein heikles Spiel.

    Gescheiterte*Schlecker-Verhandlung: FDP ist pleite - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die Schlecker-Transfergesellschaft platzen zu lassen, war eine einfache Entscheidung für die FDP-Politiker: Schlecker-Verkäuferinnen gehören nicht zur Klientel der FDP. Die FDP wird keine Wahlstimmen durch diese Entscheidung verlieren.

    Aufgrund Ihrer prekären Situation wird die FDP noch weitere Entscheidungen dieser Art bis zur nächsten Bundestagswahl folgen lassen. Allerdings wird es keine unpopulären Entscheidungen gegen ihre Klientel geben.








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