Gescheiterte Schlecker-Verhandlung: FDP ist pleite

REUTERS11.000 Schlecker-Mitarbeiter stehen bald auf der Straße - und die FDP feiert das als ihren Erfolg. Die Liberalen haben mit der harten Haltung die Verhandlungen über eine Transfergesellschaft platzen lassen. Doch die taumelnde Rösler-Partei spielt mit dem kalten Manöver ein heikles Spiel.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824676,00.html
  1. #550

    Prima - jetzt ham wirs; die FDP ist an allem Schuld - auch am Ozonloch, Fukushima, Haushaltsdefizit in Oberhausen und natürlich dem Klimawandel (den es gar nicht gibt).
    Liebe Schlecker Mitarbeiter, hört nicht auf falsche Freunde, die sich jetzt um euch scharren und einen vermeintlich Schuldigen suchen, hinter dem man sich verstecken kann. Hört auf zu jammern und sucht euch einfach einen neuen Job. Jeder ist für sich selbst verantwortlich!
  2. #551

    Selbstzerstörungstrieb

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    (...)
    Doch die taumelnde Rösler-Partei
    spielt mit dem kalten Manöver ein heikles Spiel.

    (...)
    Über Freud und seine Psyco-Theorie
    kann man verschiedener Meinung sein.

    Was aber die FDP angeht,
    so scheint sie seit langem
    vom Freudschen Selbstzerstörungstrieb
    geritten zu sein!
  3. #552

    @Methados

    Zitat von Methados Beitrag anzeigen
    Die FDP hats richtig gemacht !
    wieso soll die allgemeinheit eine firma retten, die offensichtlich auf dem markt keinen bestand hat ?
    eben.

    und so hart das klingt: die mitarbeiterinnen werden mit hartzIV wohl mehr verdienen als bei schlecker - zumal sie meist über 0.00 ausbildung verfügen und sich offensichtlich auch nie drum geschert haben. ich kenne ein paar mädels bei schlecker, sind nicht grad die hellsten und ihr werdegang war ihnen immer schon egal. das ausgerechnet die nun schreien ist blanker hohn !
  4. #553

    Ich erwarte auch mehr!

    Zitat von brendan.may@gmx.de Beitrag anzeigen
    Stimme ich zu. Vielleicht noch besser eine balancierten Bericht über die Vorteile und Nachteile...

    Es ist nun keine Überraschung dass der FDP dagegen sind. Das ist nichts Neues. Daraus einen FDP Bashing Bericht zu machen verrät einiges...

    Wenn ich Bild Niveau wollte, würde ich Bild lesen. Ich erwarte mehr von SPON.
    Es ist nun keine Überraschung, dass SPON polarisierende Artikel veröffentlicht. Das ist nichts Neues. Daraus einen SPON Bashing-Beitrag zu machen, verrät einiges...

    Wenn ich sehr gut recherchierte Informationen haben möchte, würde ich für diese Informationen bezahlen. Ich erwarte mehr von Ihnen.
  5. #554

    Zitat von Methados Beitrag anzeigen
    Die FDP hats richtig gemacht !
    wieso soll die allgemeinheit eine firma retten, die offensichtlich auf dem markt keinen bestand hat ?
    eben.

    und so hart das klingt: die mitarbeiterinnen werden mit hartzIV wohl mehr verdienen als bei schlecker - zumal sie meist über 0.00 ausbildung verfügen und sich offensichtlich auch nie drum geschert haben. ich kenne ein paar mädels bei schlecker, sind nicht grad die hellsten und ihr werdegang war ihnen immer schon egal. das ausgerechnet die nun schreien ist blanker hohn !
  6. #555

    Abwicklung

    Hoffentlich wird jetzt eine Auffanggesellschaft für arbeitslose FDP-Mitglieder gegründet. Diese "Partei ist auf dem besten Weg, sich selbst abzuwickeln. Und Solche Bubis wie Rösler will doch keine anständige Partei haben.
  7. #556

    Neidgesellschaft

    An den Kommentaren sieht man sehr schön, welche Folgen die neoliberale Politik der letzten Jahre hat: Neid, Egoismus und Missgunst überall.

    "Wenn ich nicht gerettet werde, sollen die auch nicht gerettet werden!" Die Argumentation kulminiert dann in dem absurden Vergleich eines Konzerns mit dem Frisörlädchen nebenan. Es besteht ein Unterschied, ob ein Geschäft mit drei bis vier Angestellten schließen muss oder ob 10.000 Menschen in die Arbeitslosigkeit geschickt werden.

    "Die finden schnell wieder Arbeit." - Jemand, der solchen Unsinn erzählt, war ganz sicher noch nie in einer Schlecker-Filiale und sollte sich deshalb wegen Unwissenheit aus der Diskussion raushalten. Dort arbeitet unqualifiziertes Personal, Leute, die auf jeden Cent angewiesen sind und deshalb auch unter den miesen Bedingungen bei Schlecker arbeiten, ältere Frauen, deren Chancen auf dem wahrlich blühenden Arbeitsmarkt (noch so ein neoliberaler Märchen, das einige für bare Münze halten) miserabel sind.

    Da sind sich die Kommentatoren hier nicht einmal zu schade, tatsächlich auf die Agentur für Arbeit zu verweisen, deren Nutzlosigkeit bisher genug dokumentiert wurde. Es ist einfach nur erschreckend, wie wenig Empathie dieses Volk noch für seine Schlechtergestellten aufbringt. Hauptsache, das eigene Geld liegt trocken.

    Die FDP kann ihr wahres Gesicht überhaupt nicht mehr verbergen. Stimmenmäßig ist sie jetzt genau da, wo sie hingehört: zwischen den "Sonstigen" und Radikalen.
  8. #557

    Turbokapitalismus

    Zitat von aufgewacht Beitrag anzeigen
    Gut gemeinter Rat, vom der den DDR-Untergang live erlebt hat, passen Sie auf, dass Ihnen ihr Egomanendenken nicht sehr plötzlich sehr schmerzlich auf die Füße fällt. Wir hatten schon öfter welche die in diesem Land, die glaubten ihr System wäre für die Ewigkeit. Schlecker ist nur ein Beisspiel für das gescheiterte Modell Turbokapitalismus. Mal drüber nachdenken wäre vieleicht sinnvoll.
    Sie meinen das mit dem Turbokapitalismus trotz 46% Staatsquote vermutlich so, wie Sie das schreiben. Naja, dann ist Ihnen nicht zu helfen...

    Und den Vorwurf des "Egomanendenkens" verstehe ich nicht. Ich zahle in die Sozialversicherungssysteme ein, und das gerne, denn ich finde das System im Prinzip richtig. Und die Ex-Schlecker-Angestellen werden nun genau von diesem System aufgefangen.
  9. #558

    Zitat von shezana Beitrag anzeigen
    begreifen die FDPler nicht, dass das Risiko für die bürgschaft begrenzt
    war.
    1. Geld dafür wäre von Schlecker gekommen
    2. Bei der Übernahme in die Transfergesellschaft hätten die Mitarbeiter unterschreiben müssen - sie werden nicht klagen...die
    Situation wäre so für Insolvenzverwalter überschauber.

    3. Der Rest der Firma und somit die restlichen 11.000 Mitarbeiter hätten mit grossen Wahrscheinlichkeit ihre Arbeitsplätze behalten.
    4. Niemand wird nun Schlecker kaufen, da das Risiko für sie wegen möglichen Klagen zu gross ist.
    FDP hat wieder mal gegen das Volk gehandelt, mit sozialen Marktwirtschaft hat das nichts zu tun. Das Ganze wird für den Steuerzahler nur viel teuerer werden.
    Danke dafür der Mövenpickpartei...
    Das Geld wäre nicht von Schlecker gekommen. Der Insolvenzverwalten hat klar gemacht, dass er das Geld nicht auftreiben kann. Mitarbeiter werden nun evtl. klagen, heraus wird dabei jedoch nur etwas kommen, wenn grobe Fehler in der Sozialauswahl gemacht wurden. Da diese Klagen in sehr engen zeitlichen Fristen eingereicht werden müssen, wird schon in 6 - 8 Wochen das tasächliche Risiko überschaubar sein, mögliche Investoren werden davon also nicht betroffen sein. Und die restlichen 11000 MA dürften sowieso relativ sicher sein.

    Also wäre die TRansfergesellschaft höchstens baldrian für Sozialdummies gewesen und damit unnötig wie ein Kropf. Danke FDP, mal wieder alles richtig gemacht.
  10. #559

    Zitat von michl78 Beitrag anzeigen
    Das Arbeitslosengeld bemisst sich nach dem Verdienst des letzten Jahres. Der Verdienst in der Transfergesellschaft spielt dabei keine Rolle da er wie Kurzarbeitergeld behandelt wird.-> Schlecker Mitarbeiter hätten für die Zeit in der Transfergesellschaft 80% ihres Arbeitsentgeldes bekommen und anschließend auf das volle Arbeitsentgeld ALG I also 60% von 100%.
    Und ohne Transfergesellschaft gibt es noch die Möglichkeit von Abfindungen, die nicht auf das ALG I angerechnet werden und auf die keine Sozialabgaben gezahlt werden müssen.