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Gescheiterte Rettung: Insolvenzverwalter gibt FDP Mitschuld an Schleckers Zerschlagun

dapdSchlecker wird zerschlagen, Insolvenzverwalter Geiwitz zieht im SPIEGEL eine bittere Bilanz: Das Management der Drogeriekette sei überfordert gewesen, die Gründerfamilie habe keinen finanziellen Beitrag geleistet. Das Nein der FDP zu einer Auffanglösung war laut Geiwitz eine "Farce für die Betroffenen".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...836642,00.html
  1. #70

    Zitat von Medianet Beitrag anzeigen
    Liebe Mitforisten:
    Scheinbar hat es sich noch nicht herumgesprochen dass auch die Agentur für Arbeit durch die Allgemeinheit der Steuerzahler finanziert wird, oder?
    Glauben Sie etwa insgesamt 25 000 arbeitslose Schleckermitarbeiter kosten die ARGE und damit "uns" nichts ? Wenn man mal davon ausgeht dass die einige Zeit nicht vermittelt werden können sind immerhin rund 25 Mio Euro / Monat + KKV etc., fehlende Umsatzsteuer auf die Lohndiffernez etc....weitere Folgekosten nicht eingerechnet....
    Natürlich kostet das auch Geld, aber es kostet weniger. Die Argen sind republikweit gut vertreten, genauso wie die Schleckerfilialen. Bei der Transfergesellschaft war die Rede von 11 einzelnen Standorten. Viele Schleckerfrauen hätten weit pendeln müssen. Ineffizienter geht es doch kaum. Und möglich wäre es für viele auch nicht gewesen, weiß man doch, dass viele Frauen der unteren Einkommensschichten und gerade in dieser Schleckerfrauenaltersklasse keinen Führerschein haben. Die Arge ist für die meisten um die Ecke. Dort arbeiten Leute, die sich wenigstens auskennen und schnell weiterhelfen können. Und das effizient, weil die Strukturen bestehen.

    Ich weiß wovon ich schreibe. Meine Lebensgefährtin ist zufälligerweise damit beschäftigt Menschen wieder in Lohn in Brot zu verhelfen (Bewerbungstraining etc...ARGE-bezahlt). Und schon seit Monaten schlagen da immer mehr "Schlecker Frauen auf". Vermittlungsaussichten katastrophal !
    Und glauben Sie etwa, die Schleckerfrauen hätten es in der Transfergesellschaft leichter?

    Was soll also das ganze Gesabbere bezüglich der Kosten...wir zahlen doch so oder so...eine Transfergesellschaft hätte den Steuerzahler rund 70 Millionen gekostet/Jahr....so zahlen wir 75 Mio in drei Monaten...
    Wie kommen Sie denn darauf? Mit der Schleckerrettung ist ja wie mit der Griechenlandrettung. Gibt man einmal Geld, dann wird noch nach mehr verlangt. Denn wenn die 70 Millionen erstmal gezahlt worden wären und es hätte nicht gereicht, dann stellt sich kein Politiker hin und erklärt, dass keine zusätzlichen 30 Millionen bewilligt werden. Man wird 30 Millionen € nachschießen, um die 70 Millionen € nicht ganz zu verlieren. Dieser Mechanismus greift auch bei Griechenland, nur um den Faktor tausend größer.
  2. #71

    Wer immer nur das "Große Ganze" sieht

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Ein Ja der FDP zu einer Auffanglösung hätte die Pleite nur verschoben und hohe Kosten für den Steuerzahler verursacht. Da eine Drogeriekette mehr oder weniger keine gesamtwirtschaftlichen Folgen hat, war es völlig richtig, hier keine Steuergeld einzusetzen.
    der stolpert irgendwann über ein kleines Kieselsteinchen.

    Ich halte es für beschämend, wie sich so mancher selbst ernannte Wirtschafts- und/oder Gesellschaftsexperte hier äußert. Was wären die paar Millionen zur Rettung tausender Arbeitsplätze gewesen gegen die Milliarden, die den Banken seit Jahren hinterher geworfen werden? An dieser Stelle sei nur daran erinnert, dass Commerzbank-Blessings erste Maßnahme nach Rückzahlung der Staatsstütze - ohne die der Ramschladen umgegangen wäre - die stattliche Erhöhung seines Salärs war. Davon dürfen seine Angestellten noch ein paar Jahre träumen und sein Aktienkurs ist im Tiefflug. Das ist "FDP".
  3. #72

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Erinnert mich an die Euro-Rettung


    Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken, dass es nicht um die Rettung von Unternehmen geht, sondern um das Schicksal von Verkäuferinnen.
    Ich hoffe, die FDP wird für ihre skrupellose Klientelpolitik die Rechnung vom Wähler bekommen
    Das wird Sie. Zumindest für mich ist das klare und sofortige 'Nein' der FDP ein Grund, weshalb man diese Partei braucht. Alle anderen Parteien wollten mit populismus auf Wählerfang gehen und Steuergelder für nichts verschwenden!

    Die 11.000 Schleckermitarbeiter sind ca. 3 pro Filliale und damit ca. 3 pro Stadt. Bei unserer Wirtschaftslage ist es absolut kein Problem da für jeden der 11.000 einen neuen Job zu finden.

    Ein aufrichtiges DANKE an die FDP für eine vernünftige Entscheidung!
  4. #73

    Zitat von ...: Beitrag anzeigen
    Tja, so gesehen hätte es die FDP doch auch bei den 19% MwSt für Hotelübernachtungen lassen können, richtig?

    Wie bewerten Sie staatliche Subventionen im Allgemeinen?
    Die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen ist in erster Linie für Bayern wichtig gewesen. Auch in Österreich gilt für Hotelübernachtungen eine niedrigere Mehrwertsteuer. Damit Hotels in Bayern mit denen in Österreicht konkurrieren können, müssen zumindest ähnliche Bedingungen geschaffen werden.

    Die Hotels profitieren höchstens dadurch davon, dass mehr Touristen nach Deutschland kommen. Die Touristen die dadurch mehr nach Deutschland kommen konsumieren auch außerhalb des Hotels und zahlen Mehrwertsteuer. Ob Deutschland dadurch also wirklich weniger Steuern einnimmt lässt sich pauschal garnicht sagen. Dagegen lässt sich sehr wohl sagen, dass es die komplette Tourismusbranche in Deutschland voranbringt.

    Insofern halte ich das für eine sehr vernünftige Maßnahme.
  5. #74

    Sollen Arbeitsplätze im sozialen Bereich vernichtet werden sollen?

    Der Herr Insolvenzverwalter soll sagen, woher das Geld für die Rettung kommen soll. Sollen wir bei den Kindergartenplätzen, bei Schulen sparen? Dann entstehen eben weniger Arbeitplätze in Kindergärten, Altenheimen und Schulen!

    Immer wenn öffentliche Gelder zur Rettung vom Unternehmen herangezogen werden gehen Arbeitsplätze im sozialen Bereich verloren!

    Die FDP denkt also weit sozialer als der Herr Insolvenzverwalter.
    Der macht ja auch ca$h mit der Schlecker-Rettung.
    Wir haben doch eine überalternde Bevölkerung. Wir brauchen mehr Pflegekräfte - nicht mehr Drogeriemarktverkäufer.

    Wenn Geld zum Erhalt oder Aufbau von Arbeitsplätzen fliessen soll - dann bitteschön in den sozialen Bereich!
  6. #75

    Besserverdiener-Stammtisch

    Zitat von genlok Beitrag anzeigen
    Nur so funktioniert Marktwirtschaft. Ich bin froh dass das Kapitel mit der Planwirtschaft vorüber ist. Wenn Schlecker jetzt dicht macht, übernehmen andere Drogerien die Kunden. Die werden dann expandieren und neu einstellen. Natürlich nicht alle von Schlecker, da Schlecker halt aufgeblasen war. Wer bei Schlecker arbeitet sollte gleich mal bei der Konkurrenz ein Lebenslauf einschicken (Hoffe die haben schon daran gedacht, anstatt auf der Strasse gegen die Realität zu protestieren).
    (...)
    Sie scheinen Mitglied im Besserverdiener-Stammtisch zu sein,werter Herr.Auch wenn Sie die reine Lehre der Marktwirtschaft zu vertreten vorgeben,ein rechter Haudegen des Kapitalismus sind:Offenbar scheinen Sie die Realität auszublenden,sonst wäre Ihnen bei der Zeitungslektüre nicht entgangen,dass beispielsweise Rossmann den Ex-Schlecker-Beschäftigten schon mal klargemacht hat,sie könnten sich keine Hoffnungen auf Einstellung machen.Aber was stört Sie die Wirklichkeit,solange Sie (noch) nicht betroffen sind,nicht wahr?!
  7. #76

    Gutes Geld, schlechtes Geld

    Man soll schlechtem Geld kein gutes Geld hinterher werfen.
    Die Fehler, die Schlecker begangen hat, wurden vom Markt bestraft. Das ist bitter für die Mitarbeiter, jedoch kein Grund unsere Steuergelder dort zu verpulvern. Nicht die FDP hat Mist gebaut, sondern die Schlecker-Führung.

    Der Macker äh Macher Gerhard Schröder hat 1999 ebenso mackerhaft Holzmann "gerettet". 2 Jahre später ging der Baukonzern dann doch pleite. Wer durfte damals die Zeche zahlen? Wer durfte die Sterbehilfe/verlängerung finanzieren? Richtig, wir die Steuerzahler.

    Ich finde hier hat die FDP klare Kante gezeigt. Die Entscheidung ist schlichtweg richtig. Außerdem sind extrem viele Stellen auf dem Arbeitsmarkt für Verkäuferinnen offen. Wozu also das Sterben eines schlecht geführten Untenrehmens verlängern und dabei noch mehr Geld verbrennen? Die Verkäuferinnen jedenfalls werden nicht lange arbeitslos bleiben. Daher gibt es im Prinzip keinen Grund, die Marktmechanismen außer Kraft zu setzen und hier Steuergeld zu versenken.

    Manche Leute werden nun argumentieren, dass man die Banken und danach Griechenland ja auch gestützt hat. Die großen Bonzen schützt man und die kleine Verkäuferin hängt man. Oberflächlich mag sich dieses Scheinargument korrekt anhören. Realistisch betrachtet weiß man jedoch spätestens seit der Lehman-Pleite, dass manche eben zu groß sind, um sie urplötzlich scheitern zu lassen. Fair ist es sicherlich nicht. Wenn jedoch jemand nachweisen kann, dass eine Schlecker-Pleite einen ähnlichen Dominoeffekt auslösen kann, dann kann er meinetwegen für eine Rettung dieser Drogeriekette plädieren. Bis dahin jedoch gilt der Grundsatz, wonach man manchmal eben moralisch schräge Entschiedungen treffen muß, damit nicht alle absaufen. Schlecker hingegen rechtfertigt eine solche schräge Entscheidung nicht.
  8. #77

    ein ja zu was??

    klar hat die fdp alles richtig gemacht...
    20.000 arbeitsplätze abgeschafft
    eine firma die nicht systemimanent war den bach runter gehn lassen
    DAS WAREN KEINE LEUTE DIE FDP WÄHLEN
    das waren keine banker, keine manager, oder hotellies, meinetwegen auch so kleine wie apotheker oder ärzte
    es waren nur frauen mit kindern und DAS is das bittere an der sache

    bei der frau mit arbeitsplatz und kindern hängen keine arbeitsplätze
    nur kosten
    die politik hat sich in diesem fall so erbärmlich verhalten, das kriegen all jene doppelt un dreifach zurück, die da nicht helfen wollten, oder sich ausserstande sahen, da gegen ihr parteibuch zu votieren

    FDP hat alles richtig gemacht. Wir haben nunmal eine freie Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage!
    zitat von lucanus

    dann regelt aber auch bei der nächsten kriesenbank mal der markt, mein freund
    und dann will ich mal dein geheule hören, wenns deine bank erwischt, un du nich schneller wie licht gewesen bist um dein geld in sicherheit zu bringen!!

    un komm mir ja nich mit so blöden sprüchen, der markt regelt
    ich als handwerker kenne zur zeit nur eine regel...
    ich mach die arbeit un dann kohle raus
    denn ich trau nicht mal mehr den schlipsträgern...selbst wenn die über 5htd im jahr verdienen

    der frau von nebenan, wenn ich für die was mache trau ich eher zu, das ich von der mein geld bekomme

    armani, schnabelschuhe, das sich die spitzen schon nach oben biegen, un blöde sprüche aufm bau labern kenn ich zu genüge
    die typen brechen sich ja schon beim anspitzen vonnem bleistift einen ab

    aber lassen wir das... die schleckerfrauen sind jetzt ohne job, weil ein mieses managment n konzern an die wand gefahren hat....
    klasse job der politik
    natürlich is nicht die politik schuld....
    auch nicht der käufer oder sonstwer
    herr schlecker trägt die schuld...wer sonst

    aber das ausgesande signal an all solche firmen mit zigtausend angestellten, die einfach mal so abgeschrieben werden, und wir uns rettungsschirme für "notleidende" banken und staaten leisten ist mehr als verheerend

    und das kommt uns teurer zu stehn als uns lieb sein wird
  9. #78

    Falsch

    Zitat von ehrlich Beitrag anzeigen
    Wenn die FDP für Ihre Hotelies Steuergeschenke verteilt, scheind das OK zu sein, aber den Schleckerfrauen beim wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu helfen, da heißt es vollmundig, wir dürfen uns nicht in die Marktwirtschaft einmischen. Wäre es um ein Steuergeschenk für Herrn Schlecker gegangen, hätte die FDP sicher nichts dagegen.
    Die FDP hat für die angeblichen Hotelsteuergeschenke nur die Prügel bezogen, dafür waren auch fast alle anderen Parteien und es war nichts Anderes, als eine Angleichung an die Hotelsteuern, die im umliegenden Ausland bezahlt werden, Es wäre nett, wenn die FDP
    Basher das endlich mal zur Kenntnis nehmen würden.
    Die Lage der "Schlecker Frauen hat ausschließlich die Firmenleitung
    mit und um die Familie Schlecker zu vertreten und sonst niemand.
    Wer sich in einer monumentalen Firmenzentrale ein Zeichen des Größenwahns setzt, aber da wo das Geld verdient werden soll in
    dunklen Ramschläden verkauft, braucht sich nicht zu wundern,
    wenn das in die Hose geht. Den Angestellten steht Hilfe in Form
    von Arbeitslosengeld zu, eine Auffanggesellschaft ist marktpolitischer
    Blödsinn. Dies würde nur Sinn machen, wenn zigtausend Arbeitnehmer
    an einem Standort beschäftigt wären und selbst da wäre es von zweilelhaftem Erfolg, siehe Holzmann. Ein Nicht FDP Wähler.
  10. #79

    Nach Geiwitz Meinung ist also die böse FDP Schuld

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Ein Ja der FDP zu einer Auffanglösung hätte die Pleite nur verschoben und hohe Kosten für den Steuerzahler verursacht. Da eine Drogeriekette mehr oder weniger keine gesamtwirtschaftlichen Folgen hat, war es völlig richtig, hier keine Steuergeld einzusetzen.
    Eine Transfergesellschaft wäre nur eine Insolvenzverschleppung gewesen und hätte Steuergelder verbrannt. Danke FDP! Hier hat die Vernunft gesiegt.

    Mitverantwortlich am Fiasko ist nach Geiwitz' Meinung auch die FDP, die eine Bürgschaft für eine Transfergesellschaft abgelehnt hatte. Es gäbe "eine gewisse Nähe zwischen parteipolitischen Problemen und den Äußerungen von Herrn Rösler", so Geiwitz. Die FDP könne eine Transfergesellschaft aus ordnungspolitischen Gründen ablehnen, so der Jurist. "Dann muss sie aber auch die Konsequenzen klar benennen und nicht nur auf die Vermittler der Arbeitsagentur verweisen.
    Das ist kein "Fiasko", das ist Marktwirtschaft!

    Zitat von storchenfreund Beitrag anzeigen
    Ich bin wahrhaftig kein Anhänger der FDP, aber in diesem Fall war ihre Position richtig. Eine Auffanggesellschaft hätte lediglich die Pleite verzögert, nur eben zu noch höheren Kosten für die Allgemeinheit.

    Die Medien und die Gewerkschaften haben über Jahre die Firma Schlecker als einen ausbeuterischen Spitzelladen dargestellt. Der Erfolg war dann, dass die Kunden dieser Kampagne gefolgt und aus den Läden weggeblieben sind.

    Und jetzt, da der Laden wegen der "Abstimmung mit den Füssen" pleite ist, rollen überall die Krokodilstränen.

    Was für eine Doppelmoral!
    Ganz meiner Meinung. Gerade Ver.di hatte diese Kampagne gefahren und Kunden offen aufgefordert, Schlecker zu boykottieren.

    Handeln müsse Baden-Württembergs grün-rote Landesregierung, sagte der stellvertretende CDA-Bundesvorsitzende Christian Bäumler am Samstag in Stuttgart. „Die Politik darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen und der Bundesagentur für Arbeit den Schwarzen Peter zuschieben.“
    Quelle: Handelsblatt
    Roßmann macht Schlecker-Frauen wenig Hoffnung

    Wer Geld für Windmühlen und PV verschwendet, muß auch Geld für die Schlecker-Frauen haben.
    Oder sie (auf eigene Kosten natürlich) in den "Vorruhestand" schicken.
    Grün-rot kann auch gerne in BW eine "Transfergesellschaft" gründen, aber nicht von unsereren Steuergeldern.
    Wir retten schon "Gierbankster", den "(T)Euro", "Griechenland" und andere "Pleitestaaten", da diese nach Merkels Meinung systemrelevant sind.








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