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Gescheiterte Fusion: Seehofer attackiert Berlin wegen geplatzten EADS-Deals

dapdSorge um die Zukunft von EADS: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat die Regierung scharf dafür kritisiert, dass sie die Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE scheitern ließ. Die Politik habe sich aus dem Geschäft von Unternehmen herauszuhalten, sagte er dem SPIEGEL.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-861156.html
  1. #1

    Abseits allem peripheren Genörgels,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sorge um die Zukunft von EADS: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat die Regierung scharf dafür kritisiert, dass sie die Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE scheitern ließ. Die Politik habe sich aus dem Geschäft von Unternehmen herauszuhalten, sagte er dem SPIEGEL.

    EADS und BAE: Seehofer kritisiert Regierung - SPIEGEL ONLINE
    sieht man sich die Geschichte der Megafusionen an, findet man kaum eine Erfolgsgeschichte darunter.
    Werden nicht homogene Großunternehmen verschmolzen, wurden ihre Entscheidungen in der Zukunft aus den verschiedensten Gründen langsamer.
    Es kam u. a. zu heftigen Eifersüchteleien unter den Alpha-Tierchen, von denen es nunmehr für jeden Job gleich zwei gab, unter denen das ganze Unternehmen
    zu leiden hatte.
    Offensichtlich sieht das der Aktienmarkt ähnlich.
    Vieleicht wurde durch den Abbruch der Fusion Europa ein weiterer Zankapfel erspart. Noch einen brauchen wir nun wirklich nicht!
  2. #2

    Ich kämpfe seit 30 Jahren für eine Gesellschaft mit einem sozialen Gesicht (Seehofer)

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat die Regierung scharf
    dafür kritisiert, dass sie die Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern
    BAE scheitern ließ.
    Ist das wahr?
    ... Einen übergroßen Rüstungskonzern brauchen wir nicht....

    Das Größenargument des Tom Enders überzeugt nicht. Schon jetzt
    ist EADS zu groß. Airbus verschiebt erneut die A400M-Auslieferung.
    Die Sparte Eurocopter tat sich schwer mit Hubschrauber
    Entwicklungen. Bundeswehr hält den Kampfhubschrauber Tiger
    für Afghanistan ungeeignet ... diese Leistungsschwächen überzeugen
    nicht.

    Wir, "die 99%" können nur eines tun: Ein Bewusstsein für die
    Ausbeutung und Verheizung des Volkes aufbauen. Wir wollen das
    Beste für unsere Mitmenschen machen, denn vieles können
    die Eliten uns rauben, nicht jedoch unsere Menschlichkeit.

    Diese Rüstungsindustrie ist menschenfeindlich. Außerdem müsste
    man dieses Geschäft auch besser können als andere, um
    wettbewerbsfähig zu sein. Die Strategie einer "economics of scale"
    hilft wegen Qualitätsproblemen in diesem Fall nicht weiter.
  3. #3

    Gut so

    Seehofer sollte froh sein, dass die EADS nicht an die Briten verhökert wurde. Die Deutschen hätten kein Mitspracherecht gehabt und die Arbeitsplätze aus Ottobrunn wären schnell weg gewesen. Die Börse sah es genauso, nur so ist es zu verstehen, dass nach Platzen des Deals die Aktienkurse von EADS stiegen. Herr Enders wollte auch mal Schrempp spielen und sein Gehalt verdoppeln, Pech gehabt.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sorge um die Zukunft von EADS: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat die Regierung scharf dafür kritisiert, dass sie die Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE scheitern ließ. Die Politik habe sich aus dem Geschäft von Unternehmen herauszuhalten, sagte er dem SPIEGEL.

    EADS und BAE: Seehofer kritisiert Regierung - SPIEGEL ONLINE
    "Die Politik habe sich aus dem Geschäft von Unternehmen herauszuhalten",

    Falsch, wenn politisch protegierte Unternehmen für sich beanspruchen "too big to fail" zu sein - und EADS hat diesen Anspruch - müssen sie sich das auf jeden Fall gefallen lassen.

    Außerdem, das große Geschäft bei Fusionen machen in der Regel nicht die shareholder, sondern die Beraterfirmen und Manager, die dies Ganze eingerührt haben. Und bei Thomas Enders vermute ich auch ein übergroßes Ego, welches in die Geschichtsbücher drängt.

    Wenn man schon die Streitereien bei Airbus kennt, dann kann man sich leicht vorstellen, wo diese Fusion hingeführt hätte. BAe und EADS repräsentieren total verschiedene Unternehmenskulturen - da kann Horst noch so zetern, wie er will.
  5. #5

    Seehofer,

    alter Rumpler, mal geschaut, wer die Regierung in Berlin eigentlich ist?
    Oder hält sich die CSU neuerdings aus dem Tagesgeschäft heraus? Finde ich gut, denn eine Regionalpartei, die nur ihr eigenes provinzielles Süpple kocht, hat im deutschen Parlament eigentlich nix zu suchen.
  6. #6

    Bei Hochtief wäre man froh gewesen, die Politik hätte sich eingemischt

    aber das war ja nur ein Unternehmen aus dem Ruhrgebiet. Wenn es um ein Unternehmen aus München geht, gelten natürlich andere Spielregeln. Da soll noch mal einer sagen, wir hätten eine Kanzlerin, die ganz Deutschland repräsentiert.
  7. #7

    Zitat von spiegelwatcher Beitrag anzeigen
    aber das war ja nur ein Unternehmen aus dem Ruhrgebiet. Wenn es um ein Unternehmen aus München geht, gelten natürlich andere Spielregeln. Da soll noch mal einer sagen, wir hätten eine Kanzlerin, die ganz Deutschland repräsentiert.
    Die Sachlage ist hier etwas anders, Hochtief ist eine Baufirma, die zwar bzgl. ihrer Größenordnung bei etwa 50% des Umsatzes von EADS liegt, aber eben nur eine Baufirma im erweiterten Sinne ist, sorry.

    EADS ist u.a. ein Rüstungskonzern, wo viel Europäische Sicherheits- und Militärtechnik entwickelt und unterhalten wird.

    Man redet nicht gern darüber, aber Kontinentaleuropa und die USA/GB sind auf nicht wenigen Gebieten Kontrahenten, so wird z.B. die europäische Hochtechnologiewelt durch das von den Angelsachsen betriebene ECHELON System ausspioniert. BAE ist eher dem Block GB/USA zuzurechnen und das sieht man auch bei der Auftragsverabe für das Militär in den USA und GB.

    Wirft man diese Konzerne zusammen, schafft man ein "drainage-System", wo man bald keine Kontrolle mehr hat, wer welche Informationen bekommt. Dies wollen übrigens auch die US-Militärs nicht. Nein, Herr Enders hätte das wissen müssen, dass das nichts wird.

    Und die CSU sitzt selbst in der Bundesregierung - es ist billig, sich vor der blauweißen Alpenkulisse jetzt künstlich aufzuregen.
  8. #8

    Uk no !!

    Wir brauchen keinen Zusammenschluss zwischen EADS und BAE. Die industriepolitischen Interessen sind zu unterschiedlich. Die Briten sollen ihrem Weltreich nachtrauern. Die deutsch-französische Firma liegt im Europa-Trend.
    David Cameron soll erst einmal seine europäischen Hausaufgaben machen.
  9. #9

    mal wieder gegifte von seehofer

    das was die welt ganz dringend gebraucht hat, ist ein riesiger rüstungskonzern, der neben seinem anrüchigem geschäft, dann weltweit auch noch die preise diktieren kann. denk dieser populist aus dem süden eingentlich auch mal nach, bevor er vor die kamera stürzt?








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