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Gescheiterte Börsenfusion: Francionis Fiasko

Die EU-Kommission lässt die Deutsche Börse auflaufen und untersagt die Mega-Fusion mit der New York Stock Exchange. Dies ist vor allem für Unternehmenschef Reto Francioni eine Desaster: Der Manager gerät in Erklärungsnot, der Betriebsrat hingegen atmet auf.*

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...812739,00.html
  1. #1

    Deutschland will keinen Einfluss in USA

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU-Kommission lässt die Deutsche Börse auflaufen und untersagt die Mega-Fusion mit der New York Stock Exchange. Dies ist vor allem für Unternehmenschef Reto Francioni eine Desaster: Der Manager gerät in Erklärungsnot, der Betriebsrat hingegen atmet auf.*

    Gescheiterte Börsenfusion: Francionis Fiasko - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Es ist schon recht merkwürdig, dass die Europäer den Deutschen diesen wichtigen und strategisch einleuchtenden Kauf der NYSE verwehren. Deutschland hätte mehr Druck auf den amerikanischen Devisen Handel sowie Politik gehabt. Verstehe auch das dt. Management nicht, denn mit Hilfe von hohen Politikern auf Europäischer Ebene, wie hier in USA, wäre größerer Druck auf die Kommission. Der Kauf wäre auch für den Europäischen Devisenhandel besser. Aktien wären viel günstiger aus USA.
    Die Aussage vom dem Betriebsrat ist einfach nur micro-ökonomisch gedacht und verfehlt meines Erachtens die positive Grundlage aus dt. Sicht.

    Schade. Es war eine grosse Chance zum "Big Player".Den Amis wars schon recht mulmig von Deutschen gekauft zu werden. :)
  2. #2

    noch ein Schweizer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU-Kommission lässt die Deutsche Börse auflaufen und untersagt die Mega-Fusion mit der New York Stock Exchange. Dies ist vor allem für Unternehmenschef Reto Francioni eine Desaster: Der Manager gerät in Erklärungsnot, der Betriebsrat hingegen atmet auf.*

    Gescheiterte Börsenfusion: Francionis Fiasko - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    auflösen den ganzen Verein und es mit ehrlicher Arbeit versuchen!
  3. #3

    Wenn Europa mehr Einfluss in Amerika haben will

    Zitat von David Steinberg Beitrag anzeigen
    Es ist schon recht merkwürdig, dass die Europäer den Deutschen diesen wichtigen und strategisch einleuchtenden Kauf der NYSE verwehren. Deutschland hätte mehr Druck auf den amerikanischen Devisen Handel sowie Politik gehabt. Verstehe auch das dt. Management nicht, denn mit Hilfe von hohen Politikern auf Europäischer Ebene, wie hier in USA, wäre größerer Druck auf die Kommission. Der Kauf wäre auch für den Europäischen Devisenhandel besser. Aktien wären viel günstiger aus USA.
    Die Aussage vom dem Betriebsrat ist einfach nur micro-ökonomisch gedacht und verfehlt meines Erachtens die positive Grundlage aus dt. Sicht.

    Schade. Es war eine grosse Chance zum "Big Player".Den Amis wars schon recht mulmig von Deutschen gekauft zu werden. :)
    so wie Sie es schreiben, sollte es einen Clon der SEC in Europa einrichten und amerikanischen Konzernen mit fadenscheinigen Argumenten Milliarden abpressen so wie es bei der SEC gang und gebe ist.
    Würden wir hingegen einer Übernahme der Deutschen Börse AG durch die Amerikaner zulassen würde das dem Missbrauch Tür und Tor öffnen.

    Derzeit wird eine eropäische Rating Agentur ins Leben gerufen um den Missbrauch einen Riegel vorzuschieben, es macht wenig Sinn zur selben Zeit einer Monopolisierung von Schlüsselindustrien der Finanzwirtschaft an andere Stelle vorschub zu leisten.
  4. #4

    Nicht überraschend

    Sie (die Entscheidung) basiere auf einer "realitätsfremd verengten Marktdefinition", schimpfte Reto Francioni. Damit verhindere die EU-Kommission eine global führende Börse mit Sitz in Europa.
    Hatte jemand von einer EU Kommission etwas anderes erwartet?
    Die Chinesen lachen sich schon ins Fäustchen und planen die Übernahme... man wird sehen.
  5. #5

    Traeumen Sie weiter

    Zitat von David Steinberg Beitrag anzeigen
    Es ist schon recht merkwürdig, dass die Europäer den Deutschen diesen wichtigen und strategisch einleuchtenden Kauf der NYSE verwehren. Deutschland hätte mehr Druck auf den amerikanischen Devisen Handel sowie Politik gehabt. Verstehe auch das dt. Management nicht, denn mit Hilfe von hohen Politikern auf Europäischer Ebene, wie hier in USA, wäre größerer Druck auf die Kommission. Der Kauf wäre auch für den Europäischen Devisenhandel besser. Aktien wären viel günstiger aus USA.
    Die Aussage vom dem Betriebsrat ist einfach nur micro-ökonomisch gedacht und verfehlt meines Erachtens die positive Grundlage aus dt. Sicht.

    Schade. Es war eine grosse Chance zum "Big Player".Den Amis wars schon recht mulmig von Deutschen gekauft zu werden. :)
    Das ganze waere genauso ausgegangen wie T-Mobile/VoiceStream, Daimler/Chrysler, Deutsche Post /DHL und so weiter. Americanische Firmen wollen das Geld, aber auch die Macht (sprich Geschaeftsfuehrung). Der americanische Markt ist total unterscheidlich zum Europaeischen. Hier kann man practisch mit Europaischen Geschaeftsgebaren ncht bestehen.
  6. #6

    richtig

    Zitat von wehwehwehdievernunft Beitrag anzeigen
    auflösen den ganzen Verein und es mit ehrlicher Arbeit versuchen!
    sehe ich auch so. Diese Halunken wollen sich nur einen schönen Lenz machen, mit geliehenem oder anvertrautem Geld spielen, und dann, wenn es in die Hose geht, vom Staat gerettet werden. Verbietet diese Neurotiker und lasst sie nie mehr in der Wirtschaft unterkommen. Die Börse brachte uns nur Verderben, hohe Preise und Erpressung. Nichts gegen Aktionäre, aber diese Art mit designten Konstrukten Geld zu machen ist nicht im Sinne der Aktionäre. Diese würden solchen unredlichen Zockern nie ihr Geld anvertrauen.
  7. #7

    Oh mein Gott. Ein paar Provinzpolitiker, die es in der Heimat noch nicht mal mehr zum Bürgermeister bringen würden, meinen sie müssten wirtschaftliche Weltgeschichte schreiben.

    Natürlich hat Francioni in weiten TEilen der Vorverhandlungen Mist gebaut. Aber haben die Bauerntrampel in Brüssel schon mal etwas davon gehört, dass man Fusionen auch unter Auflagen genehmien kann? Eine excellente Möglichkeit der SEC in ihrem Allmachtsbestreben ganz kräftig auf die Finger zu klopfen wurde vertan. Die Möglichkeiten auf die weltweiten Finazmärkte significanten Einfluss auszuüben wurde vertan. Die Abhängigkeit der Europäer von den ungeliebten Engländern auf den Finanzmärkten wurde zementiert.

    Aber das ist halt der Unterschied zwischen good old Europe und USA. Hier werden die Bedenken gesehen, und Chancen gelten nur, wenn sie zu 120 % abgesichert sind. Drüben sieht man die Chancen und versucht mit den Risiken fertig zu werden.

    Penn weiter Deutschland / Europa!
  8. #8

    Was sind die Vorteile?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU-Kommission lässt die Deutsche Börse auflaufen und untersagt die Mega-Fusion mit der New York Stock Exchange. Dies ist vor allem für Unternehmenschef Reto Francioni eine Desaster: Der Manager gerät in Erklärungsnot, der Betriebsrat hingegen atmet auf.*

    Gescheiterte Börsenfusion: Francionis Fiasko - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Kann mir jemand die Vorteile der nun geplatzten Übernahme benennen? Bzw. die Vorteile überhaupt eine starke und wichtige Börse im Land zu haben? Meine die Frage ehrlich-also bitte nicht viel Agitation.
  9. #9

    Francionis Fiasko, Francofortes Rettung

    Mir ist völlig egal, ob ein Spitzenmanager, der in 10 Jahren vergessen sein wird, ein Fiasko erlebt. Wichtig ist, dass dieser Verräter damit gescheitert ist, die 400 Jahre alte und auch fürs 21.Jh. gut aufgestellte Frankfurter Börse der Konkurrenz auf dem Silbertablett zu servieren.

    Welchen Posten Francioni in 5 Jahren innehat, ist irrelevant. Wichtig für ganz Deutschland ist, dass Frankfurt eine unserer wirtschaftlichen Bedeutung entsprechende Rolle als globaler Finanzplatz einnimmt. Bei einer Fusion wäre Frankfurt genau wie Paris vor ein paar Jahren zu einer Regionalverwaltung des NYSE-Imperiums degradiert worden. Jetzt bleibt unsere Finanzhauptstadt zwar immer noch in der zweiten Reihe hinter London, aber eigenständig handlungsfähig. Frankfurt ist der größte Finanzplatz der Eurozone, und das ist gut für uns.

    Das ist im Interesse aller politischer Lager. Sowohl für die unter uns, die möglichst viel Geld machen wollen, ist es wichtig, bei globalen Geschäften Heimspiele zu haben, als auch für die, die einen Einfluss der Gesamtgesellschaft auf die Finanzmärkte schaffen wollen, was nur im eigenen Land geht.
    Ich würde mir wünschen, dass die Verteidigung unseres Finanzplatzes Frankfurt (und damit auch unserer nicht-angelsächsischen finanzpolitischen Kultur) auf der Agenda der Bundesregierung steht und nicht nur auf der der hessischen Provinzbehörden.


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