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Gescheiterte Börsenfusion: Francionis Fiasko

Die EU-Kommission lässt die Deutsche Börse auflaufen und untersagt die Mega-Fusion mit der New York Stock Exchange. Dies ist vor allem für Unternehmenschef Reto Francioni eine Desaster: Der Manager gerät in Erklärungsnot, der Betriebsrat hingegen atmet auf.*

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...812739,00.html
  1. #10

    Über die Börse erhalten Firmen und Staaten Zugang zu Kapital

    Zitat von rettungsschirm Beitrag anzeigen
    Kann mir jemand die Vorteile der nun geplatzten Übernahme benennen? Bzw. die Vorteile überhaupt eine starke und wichtige Börse im Land zu haben? Meine die Frage ehrlich-also bitte nicht viel Agitation.
    Dort sind viel grössere Geldmengen erhältlich als von Banken und auch zu wesentlich günstigeren Konditionen.

    Die Börse versorgt also einen Grossteil der Volkswirtschaft mit Kapital.

    Eine weitere Funktion der Börse ist die Pflege des Zinsgefüges, Investoren machen sich Gedanken ob Firmen bzw. Staaten wirtschaftlich handeln und belohnen diejenigen die es nach ihrer Auffassung tun mit niedrigen Zinsen.

    Also versorgt eine Börse die Volkswirtschaft mit Kapital und steuert diese wodurch auch zusätzliche Arbeitsplätze in der Realwirtschaft entstehen.
    Die Börse ist eine Schlüsselindustrie die unzertrennlich mit nationalen Interessen verbunden ist.
  2. #11

    Kaum anzunehmen

    Zitat von DMenakker Beitrag anzeigen
    Oh mein Gott. Ein paar Provinzpolitiker, die es in der Heimat noch nicht mal mehr zum Bürgermeister bringen würden, meinen sie müssten wirtschaftliche Weltgeschichte schreiben.

    Natürlich hat Francioni in weiten TEilen der Vorverhandlungen Mist gebaut. Aber haben die Bauerntrampel in Brüssel schon mal etwas davon gehört, dass man.....
    daß jemand der krumme Geschäfte tätigt dies unter Auflagen tun möchte. Dann müßte er ja bekennen, wie er die Leute abzockt.
    Bezüglich der Risiken gäbe es auch keine Bedenken, solange diese Brüder die Risiken anschließend nicht auf dem Rücken der Bürger austragen würden. Mittlerweile kennt man aber die Vorgehensweise von solchen Gangstern und versucht natürlich mit allen Mitteln Mißbrauch zu verhindern. Was sollte daran falsch sein?
  3. #12

    Danke!

    Zitat von peterhausdoerfer Beitrag anzeigen
    Dort sind viel grössere Geldmengen erhältlich als von Banken und auch zu wesentlich günstigeren Konditionen.

    Die Börse versorgt also einen Grossteil der Volkswirtschaft mit Kapital.

    Eine weitere Funktion der Börse ist die Pflege des Zinsgefüges, Investoren machen sich Gedanken ob Firmen bzw. Staaten wirtschaftlich handeln und belohnen diejenigen die es nach ihrer Auffassung tun mit niedrigen Zinsen.
    Also versorgt eine Börse die Volkswirtschaft mit Kapital und steuert diese wodurch auch zusätzliche Arbeitsplätze in der Realwirtschaft entstehen.
    Die Börse ist eine Schlüsselindustrie die unzertrennlich mit nationalen Interessen verbunden ist.
    ...wäre aber dann der Meinung, dass eine starke nationale Börse diese Aufgaben besser erfüllen kann, als eine internationale...
  4. #13

    Zitat von systemmirror Beitrag anzeigen
    daß jemand der krumme Geschäfte tätigt dies unter Auflagen tun möchte. Dann müßte er ja bekennen, wie er die Leute abzockt.
    Bezüglich der Risiken gäbe es auch keine Bedenken, solange diese Brüder die Risiken anschließend nicht auf dem Rücken der Bürger austragen würden. Mittlerweile kennt man aber die Vorgehensweise von solchen Gangstern und versucht natürlich mit allen Mitteln Mißbrauch zu verhindern. Was sollte daran falsch sein?
    Sie meinen Banken und kloppen auf die Börse. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Aber eines Tages werden Sie wohl auch Rewe wegen Ihrer Wampe verklagen, weil dort Tiefkühlpizza gehandelt wird.

    Eine Börse ist ein Handelsplatz. Es ist vollkommen irrelevant, ob Sie dort Gummibärchen, Schweinehälften oder CDS handeln. Die Technik ist das gleiche. Und eine deutsche Börse samt ihrer Töchter unterliegt deutschem Recht. ( wenn man sich traut, es durchzusetzen ). Und wenn in D ( nur mal als Beispiel ) der Handel mit CDS verboten wird, ist der auch für eine deutsche Unternehmung im Ausland verboten ( wenn man sich traut ). Nur so als Beispiel. So schnell, wie die Amis dumm gucken würden, wenn die deutschen die Finger in der NYSE hätten, so schnell können sie keinen neuen Handelsplatz aufbauen. Und ausgerechnet die Europäer sind so dämlich, die Fusion zu verbieten. Bei den Amis hätte ich es ja noch verstanden...
  5. #14

    Meinen Sie....

    Zitat von DMenakker Beitrag anzeigen
    (...)Natürlich hat Francioni in weiten TEilen der Vorverhandlungen Mist gebaut. Aber haben die Bauerntrampel in Brüssel schon mal etwas davon gehört, dass man Fusionen auch unter Auflagen genehmien kann? Eine excellente Möglichkeit der SEC in ihrem Allmachtsbestreben ganz kräftig auf die Finger zu klopfen wurde vertan.(...)
    Wenn Sie meinen,die SEC und die Amerikaner generell würden sich von den Deutschen auf die Finger klopfen lassen,dann täuschen Sie sich m.E. ganz gewaltig.Bislang kann die USA fast keiner darin stoppen,beispielsweise ihre Rechtsvorstellungen weltweit durchzudrücken.Beispiel etwa sind Copyrightbestimmungen,bei denen es dann lapidar heißt:"Gilt in den USA,Kanada und anderen Ländern",wie der Rest der Welt bescheiden genannt wird.Anderes Beispiel: Derzeit verlangen die USA von der Schweiz,dass diese Daten von Schwarzgeldkunden mitsamt den kleinsten Details herausrückt.Ich finde auch,dass es besser ist,selbstständig zu bleiben anstatt zum Befehlsempfänger der New Yorker Stock Exchange zu werden.
  6. #15

    .

    [QUOTE=David Steinberg;9553139Die Aussage vom dem Betriebsrat ist einfach nur micro-ökonomisch gedacht und verfehlt meines Erachtens die positive Grundlage aus dt. Sicht.[/QUOTE]

    Der Fairness halber: genau das ist die Perspektive, die ein Betriebsrat auch einzunehmen hat. Seine Aufgabe ist es, die Interessen der Arbeitnehmer des jeweiligen Betriebs wahrzunehmen. Wenn er der Ansicht ist, diese Fusion würde diesen Interessen zuwiderlaufen, dann muss er diese Fusion ablehnen. Ganz unabhängig davon, ob diese jetzt für den Wirtschaftsstandort Deutschland als Ganzes vorteilhaft wäre oder nicht. Er hat schlichtweg kein Mandat, die Interessen der Arbeitnehmer dieses konkreten Unternehmens gegenüber irgendwelchen volkswirtschaftlichen oder wirtschaftspolitischen Erwägen hintan zu stellen.
  7. #16

    Fehlende Transparenz

    Eine Börse ist ein Handelsplatz. Es ist vollkommen irrelevant, ob Sie dort Gummibärchen, Schweinehälften oder CDS handeln. Die Technik ist das gleiche. Und eine deutsche Börse samt ihrer Töchter unterliegt deutschem Recht. ( wenn man sich traut, es durchzusetzen ). Und wenn in D ( nur mal als Beispiel ) der Handel mit CDS verboten wird, ist der auch für eine deutsche Unternehmung im Ausland verboten ( wenn man sich traut ). Nur so als Beispiel. So schnell, wie die Amis dumm gucken würden, wenn die deutschen die Finger in der NYSE hätten, so schnell können sie keinen neuen Handelsplatz aufbauen. Und ausgerechnet die Europäer sind so dämlich, die Fusion zu verbieten. Bei den Amis hätte ich es ja noch verstanden...[/QUOTE]

    Sie meinen, dass die Deutschen nach einer Börsen-Fusion das Sagen gehabt hätten. Dies ist vollkommen unrealistisch, auch angesichts der Vorgehensweise bei der Fusion mit der Pariser Börse. Aus persönlichem Interesse habe ich mal wochenlang recherchiert. Glauben Sie bitte nicht, dass die Absichten transparent gemacht werden. Die Folgen der Übernahme der Pariser Börse von NYSE Euronext sind gravierend und dürften als abschreckendes Beispiel dienen. Die ursprünglich vereinbarte Fusion unter Gleichen endete zielsicher in US-amerikanischer Dominanz.

    Die NYSE Euronext, die als amerikanisch-europäisches Unternehmen 2006 entstand, befindet sich fest in US-amerikanischer Hand. Der Umstand, dass sich die Deutsche Börse schon heute zu mehr als 30 Prozent in US-amerikanischer Hand befindet, führt dazu, dass die künftige Gesellschaft tatsächlich zu beinahe 60 Prozent von Amerikanern beherrscht wird. Quelle: Dax-Geflüster: Scheitert*Francioni, gewinnt Frankfurt - manager-magazin.de - Unternehmen (11-12-18)

    Bei der geplanten Fusion wäre die Machtstruktur eindeutig auf den Seiten der US-Amerikaner gewesen. Diese für Deutschland ungünstigen Machtverhältnisse wären bei einer Fusion unwiderruflich zementiert worden. Die Einflussnahme einer fremden Gruppe über den Kapitalmarkt in Deutschland ist nun verhindert. Diese Konzentration der Machtverhältnisse lag nicht im Interesse der deutschen Unternehmer, der Mitarbeiter der Börse, der Realwirtschaft und schon gar nicht im Interesse aller zukünftigen Generationen.
  8. #17

    Gott sei Dank

    Dann hätten die Amerikaner bald auch die Frankfurter Börde kontrolliert und die Gewinne nach USA gebracht.
    Alle Großfusionen der letzten 20 Jahre sind gescheitert.
    - BMW Rover
    - Daimler - Chrysler
    oder die "Partner" wurden billig weiterverhökert
    - Jaguar
    - Volvo
  9. #18

    Glück gehabt,

    die Pfeife vor Francionis wollte doch alles bis auf den Neuen Markt
    nach London verlagern..
  10. #19

    Danke

    Zitat von inver Beitrag anzeigen
    Sie meinen, dass die Deutschen nach einer Börsen-Fusion das Sagen gehabt hätten. Dies ist vollkommen unrealistisch, auch angesichts der Vorgehensweise bei der Fusion mit der Pariser Börse. Aus persönlichem Interesse habe ich mal wochenlang recherchiert. Glauben Sie bitte nicht, dass die Absichten transparent gemacht werden. Die Folgen der Übernahme der Pariser Börse von NYSE Euronext sind gravierend und dürften als abschreckendes Beispiel dienen. Die ursprünglich vereinbarte Fusion unter Gleichen endete zielsicher in US-amerikanischer Dominanz.

    Die NYSE Euronext, die als amerikanisch-europäisches Unternehmen 2006 entstand, befindet sich fest in US-amerikanischer Hand. Der Umstand, dass sich die Deutsche Börse schon heute zu mehr als 30 Prozent in US-amerikanischer Hand befindet, führt dazu, dass die künftige Gesellschaft tatsächlich zu beinahe 60 Prozent von Amerikanern beherrscht wird. Quelle: Dax-Geflüster: Scheitert*Francioni, gewinnt Frankfurt - manager-magazin.de - Unternehmen (11-12-18)

    Bei der geplanten Fusion wäre die Machtstruktur eindeutig auf den Seiten der US-Amerikaner gewesen. Diese für Deutschland ungünstigen Machtverhältnisse wären bei einer Fusion unwiderruflich zementiert worden. Die Einflussnahme einer fremden Gruppe über den Kapitalmarkt in Deutschland ist nun verhindert. Diese Konzentration der Machtverhältnisse lag nicht im Interesse der deutschen Unternehmer, der Mitarbeiter der Börse, der Realwirtschaft und schon gar nicht im Interesse aller zukünftigen Generationen.
    Ich darf noch ergänzen, dass Francioni ein trojanisches Pferd der NYSE ist, dass die Verträge so "ausgehandelt" hat, dass binnen kürze die deutsche Börse im Off verschwunden wäre.
    So war es geplant, den gesamten Computerhandel nach NY und den Parketthandel nach FFM zu verlegen. Das Problem dabei, der Parketthandel verschwindet in windeseile zu Gunsten des Computerhandels.
    Dazu wäre die Geschäftsführung in NY gewesen, der europäische Sitz der Gesellschaft nicht in FFM sondern in Amsterdam. Eigentlich müsste die Generalstaatsanwaltschaft Francioni wegen des Versuches wesentliche Teile der deutschen Infrastruktur in betrügerischer Absicht unter fremde Aufsicht zu stellen, anklagen.
    Das war ein Versuch dem deutschen Staat erheblichen Schaden zuzufügen.








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