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Geschäfte mit der Krise: Seelsorge für gestresste Mitarbeiter

Die Krise drückt auf die Stimmung und damit machen manche ein ungewöhnliches Geschäft: Unternehmen wie Carpediem24 bieten Konzernen externe Problemberatung für deren Mitarbeiter an. Die können dort anonym ihre Sorgen und Nöte loswerden - und das zum Teil sogar rund um die Uhr.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635449,00.html
  1. #1

    rückständiges Deutschland

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise drückt auf die Stimmung und damit machen manche ein ungewöhnliches Geschäft: Unternehmen wie Carpediem24 bieten Konzernen externe Problemberatung für deren Mitarbeiter an. Die können dort anonym ihre Sorgen und Nöte loswerden - und das zum Teil sogar rund um die Uhr.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635449,00.html
    Da ist Deutschland recht rückständig. In den U.S.A. ist ein Service namens E.A.P. jedem HR-Manager geläufig. E.A.P. steht für Employee Assistant Program, also, Mitarbeiterunterstützungsprogram. Jeder Firmenangehörige kann z. B. 5 Male im Jahr einen Psychotherapeuten aufsuchen.
  2. #2

    Aha!

    Zitat von Konfuzius2000 Beitrag anzeigen
    ...E.A.P. steht für Employee Assistant Program, also, Mitarbeiterunterstützungsprogram. Jeder Firmenangehörige kann z. B. 5 Male im Jahr einen Psychotherapeuten aufsuchen.
    Bin nun seit fast 30 Jahren berufstätig. Bisher habe ich solch einen Mumpitz nicht gebraucht. Wieso fragt eigentlich keiner, ob nicht eher der Arbeitgeber psychologische Unterstützung braucht, bei der Rücknahme aller "ökonomisch" scheinbar erzwungenen Maßnahmen, die die hier beschriebene Situation doch erst möglich gemacht haben.

    Ein Witz! Sitzt die Karre im Dreck, dann soll auch noch der geprügelte Esel für das Flottmachen sorgen!!!
  3. #3

    Hilfe???

    Nichts auf der Welt kann schöner sein,
    als wenn man hilft, dem der allein,
    sich plagt und schindet unter Schmerzen
    und man ihm hilft von ganzen Herzen.
    Doch eine Frage drängt mich sehr,
    denn helfen selbst, das reicht nicht mehr:
    Welche der Hilfen ist hier richtig
    und welche ist gar gänzlich nichtig?
    Wie gibt man das, was auch gebraucht,
    damit’s nicht wirkungslos verraucht?
    Das ist ein entscheidendes Problem,
    selbst wenn das vielen nicht genehm,
    dass Hilfe oft nicht unterstützt,
    was dem, der Hilfe brauchet, nützt.
    Denn wie man es auch dreht und wendet,
    so wird ne Menge Hilf’ verschwendet,
    die richtig eingesetzt ja nützte,
    dem, den man mit der Hilfe stützte.
    So ist es wie in vielen Fällen,
    man muss sich dem Problem nur stellen.
    Dann ist die Lösung des Problems nicht weit
    und kommt so auch zur rechten Zeit.
    Wenn du mal wieder klar erkennst,
    du dies Problem beim Namen nennst
    und einfach fragst: „Wie helfe ich am besten?“,
    dann wird dies nicht Probleme mästen.
    Sondern der, der dies’ Frage hört,
    wird von dem ganzen Geist betört,
    das hier wer wirklich helfen will.
    Gott sei’s gedankt! Jetzt bin ich still!

    www.high-co.info
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise drückt auf die Stimmung und damit machen manche ein ungewöhnliches Geschäft: Unternehmen wie Carpediem24 bieten Konzernen externe Problemberatung für deren Mitarbeiter an. Die können dort anonym ihre Sorgen und Nöte loswerden - und das zum Teil sogar rund um die Uhr.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635449,00.html
    Die Krise ist wohl eher ein auslösendes Agens. Immerhin ist bekannt, dass seit Jahren die Anzahl seelischer Erkrankungen signifikant zunimmt. Die Krankenkassen können ein Lied davon singen! Das hat allerdings mehrere Gründe. Hinzu kommt, dass es leider immer noch Unternehmen gibt, in denen der einfachen physikalischen Zusammenhang zwischen Druck und Gegendruck noch nicht begriffen wurde. Daher ist man gut beraten, Unternehmen davon abzuraten, den Druck zu erhöhen, weil man sich einbildet, dass es schon Hilfe für die Probanden geben wird! Insofern professionelle zu gewähren, sollte selbstverständlich sein. Dann aber von " Seelsorge" zu sprechen halte ich für Überzogen!
  5. #5

    das müssen Sie nicht!

    Zitat von BardinoNino Beitrag anzeigen
    Bin nun seit fast 30 Jahren berufstätig. Bisher habe ich solch einen Mumpitz nicht gebraucht. Wieso fragt eigentlich keiner, ob nicht eher der Arbeitgeber psychologische Unterstützung braucht, bei der Rücknahme aller "ökonomisch" scheinbar erzwungenen Maßnahmen, die die hier beschriebene Situation doch erst möglich gemacht haben.

    Ein Witz! Sitzt die Karre im Dreck, dann soll auch noch der geprügelte Esel für das Flottmachen sorgen!!!
    Sie müssen es nicht, definitiv nicht. Sie sollten es vielleicht auch nicht. Aber Sie können. Das ist ein Benefiz, von dem Arbeitgeber an den Arbeitnehmer. Und ob ein Arbeitgeber, in Deutschland meist der Top-Manager, diese Leistung in Anspruch nimmt, steht ihm frei.

    Der Psychotherapeut kann erst dann jemandem helfen, wenn er das Gefühl hat, so sehr unter Druck zu stehen, dass er sich gerne von einem Experten helfen lassen will. Sie wollen diese Hilfe offensichtlich nicht in Anspruch nehmen. Das ist ja Ihr gutes Recht. Aber Sie können auch keinen Arbeitgeber zu so einem Therapeut schicken. Denn das steht Ihnen auch nicht zu.
  6. #6

    Die hier diskutierte "Seelsorge" ,,,

    Zitat von Konfuzius2000 Beitrag anzeigen
    ...ist ein Benefiz, von dem Arbeitgeber an den Arbeitnehmer...Der Psychotherapeut kann erst dann jemandem helfen, wenn er das Gefühl hat, so sehr unter Druck zu stehen, dass er sich gerne von einem Experten helfen lassen will. Sie wollen diese Hilfe offensichtlich nicht in Anspruch nehmen. Das ist ja Ihr gutes Recht. Aber Sie können auch keinen Arbeitgeber zu so einem Therapeut schicken. Denn das steht Ihnen auch nicht zu.
    Und ich bin ja sowas von Dankbar und Demütig. Ich glaube, da wäre sogar der echte Konfuzius vom Höckerchen geplumpst.

    Aber nu´ wieder zur Realität:
    Die von Ihnen zum "Benefiz" verklärte Wiklichkeit kommt ja gerade richtig, wo man dem Arbeitnehmer bereits alle "Zugaben" - mit denen er wirklich etwas anfangen kann - bis auf Marginalien gestrichen hat.

    Kurz und klein: Sie haben meinen Beitrag nicht gelesen. Und wenn Sie ihn gelesen haben, dann fehlt Ihnen das Verständnis.
  7. #7

    ich verstehe Ihre Wut

    Zitat von BardinoNino Beitrag anzeigen
    Und ich bin ja sowas von Dankbar und Demütig. Ich glaube, da wäre sogar der echte Konfuzius vom Höckerchen geplumpst.

    Aber nu´ wieder zur Realität:
    Die von Ihnen zum "Benefiz" verklärte Wiklichkeit kommt ja gerade richtig, wo man dem Arbeitnehmer bereits alle "Zugaben" - mit denen er wirklich etwas anfangen kann - bis auf Marginalien gestrichen hat.

    Kurz und klein: Sie haben meinen Beitrag nicht gelesen. Und wenn Sie ihn gelesen haben, dann fehlt Ihnen das Verständnis.
    Ich verstehe Ihre Wut gegen Mismanagement und dessen Verursacher. Die habe ich auch. Aber in meinem Beitrag geht es nicht darum, den Arbeitnehmer zu so einer Therapie zu schicken. Ich wollte nur sagen, dass solche Leistung vom Arbeitgeber an Arbeitnehmer in vielen anderen Ländern längst praktiziert ist. Und ich finde, das ist eine gute Sache.
  8. #8

    Jau,...

    Zitat von Konfuzius2000 Beitrag anzeigen
    ...Ich wollte nur sagen, dass solche Leistung vom Arbeitgeber an Arbeitnehmer in vielen anderen Ländern längst praktiziert ist. Und ich finde, das ist eine gute Sache.
    ...wie z.B. in den von Ihnen bemühten USA. Sie wissen, dass der Arbeitsmarkt da gerade implodiert?

    Sorry...ich bin nicht "wütend"! Aber ich finde eine Dienstleistung á la "Du-wirst-zwar-demnächst-Deinen-Job-verlieren-aber-wir-lassen-dich-auf-unsere-Kosten-mal-ein-bisschen-auf-den-Arm-nehmen!" einfach nur erbärmlich.
  9. #9

    Ideologiefrei?

    Zitat von BardinoNino Beitrag anzeigen
    ...wie z.B. in den von Ihnen bemühten USA. Sie wissen, dass der Arbeitsmarkt da gerade implodiert?

    Sorry...ich bin nicht "wütend"! Aber ich finde eine Dienstleistung á la "Du-wirst-zwar-demnächst-Deinen-Job-verlieren-aber-wir-lassen-dich-auf-unsere-Kosten-mal-ein-bisschen-auf-den-Arm-nehmen!" einfach nur erbärmlich.
    Da es sich dabei um ein Benefiz händelt, steht solche Leistung natürlich auf dem Prüfstand in einer Krise wie dieser, auch in Amerika.

    Als ich sagte, das ist ein benefiz, habe ich nicht versucht, damit den Arbeitgeber zu loben, habe nun aber das Gefühl, so von Ihnen misverstanden zu sein. Können wir ideologiefrei darüber diskutieren?








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