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Geschäfte mit der Krise: Seelsorge für gestresste Mitarbeiter

Die Krise drückt auf die Stimmung und damit machen manche ein ungewöhnliches Geschäft: Unternehmen wie Carpediem24 bieten Konzernen externe Problemberatung für deren Mitarbeiter an. Die können dort anonym ihre Sorgen und Nöte loswerden - und das zum Teil sogar rund um die Uhr.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635449,00.html
  1. #10

    Mit mir kann man nur ideologiefrei diskutieren!

    Zitat von Konfuzius2000 Beitrag anzeigen
    Da es sich dabei um ein Benefiz händelt, steht solche Leistung natürlich auf dem Prüfstand in einer Krise wie dieser, auch in Amerika.

    Als ich sagte, das ist ein benefiz, habe ich nicht versucht, damit den Arbeitgeber zu loben, habe nun aber das Gefühl, so von Ihnen misverstanden zu sein. Können wir ideologiefrei darüber diskutieren?
    Um das hier zum Abschluß zu bringen: Als der "Laden" brummte, da wäre psychologischer Beistand auf meinen Deckel gegangen, in Ausnahmefällen konnte die Krankenkasse in Anspruch genommen werden.

    Und sehen Sie, erst in dem Moment, wo ich den desolaten amerikanischen Arbeitsmarkt zur Sprache bringe, teilen Sie mit, dass das auch in den USA auf dem Prüfstand steht.

    Haaaaallllooooo - es geht darum, dass man diesen Dumpfsinn gerade hier einführen will, um bis auf die Knochen demoralisierte Arbeitnehmer bei "Laune" zu halten. Wenn die Arbeit gerecht verteilt wäre und der "Arbeismann/frau" keine Angst vor dem Verlust jedweder Perspektive hätte, wäre hier keiner auf die Idee gekommen, das einzuführen.

    Also nochmal verkürzt: Der "Arbeitgeber" hat geschliffen und ökonomisiert, dass es eine Art hat, dann wundert er sich über den Fatalismus der Untergebenen und läßt sie kostenfrei und anonym beim "Seelsorger" anrufen, damit der Übergang in die Hoffnungslosigkeit abgemildert wird!

    Tolle Aussichten, für alles was hier noch so "kommen" wird!
  2. #11

    Lesen Sie mal das Buch "Unterm Rad" von Hermann Hesse

    Da beschreibt der Autor die Depression bzw. das Burnout Syndrom auf grandiose Weise.
    Ich bin unendlich enttäuscht, dass das Buch schon so alt ist, und es hat noch keinen Wachgerüttelt.
    Es handelt sich um einen Schüler der in das Burout Syndrom getrieben wir, und anschließend, man kann es nicht genau sagen, ist es das Saufen, oder nimmt er sich dann selbst das Leben.

    Das Einzige was Chef für seine gereizten Mitarbeiter machen kann ist sie in Ruhe lassen. Das reden hilft nicht, vor allem können die keine Perspektiven bieten.

    Der Chef muss zum Psychotherapeuten und nicht die Mitarbeiter.
    Wenn einer ein Pferd zu sehr treibt, dann ist der Reiter das Problem und nicht das Pferd.

    Schlaflosigkeit ist ein Aspekt der Depression. Der Mitarbeiter hat das Problem so in seinem Kopf, dass er nicht schlafen kann. Wenn jetzt einer darüber mit Ihm redet, dann ändert es nichts.

    Der Mitarbeiter sollte sich lieber kündigen lassen, bevor er endgültig arbeitsunfähig wird. Ich finde Manager, die Menschen krank machen, sollten eine Strafe bekommen.

    Ich spreche aus Erfahrung, ich habe die gleichen Symptome wie der Schüler gehabt.

    Die einzige Therapie ist dann, was man ihm auch im Buch empfohlen hat, spazieren gehen.
    Tennisspielen denke ich ist auch gut, damit der Mensch an etwas anderes denkt. Ich konnte am Ende keine
    800 Meter mehr laufen.


    Also lieber Betroffener, schick deinen Chef zum Teufel, und steig aus der Tretmühle aus.


    Hesses Held, und es ist wohl auch die Erfahrung des Autors, weil sonst hätte er es nicht beschreiben können, hat nur in der Natur Ausgleich gefunden. Es war auch meine Hilfe, und die Schriften unseres geliebten Papstes Benedikt sowie tägliches Lesen des Schottschen Messbuchs im Internet.

    Ich bete, wenn ich viel Angst habe, den Rosenkranz, er hilft mir mich wieder zu sammeln.

    Peinlich in Hesses Buch ist, dass der junge Schüler ausgerechnet auf einem Seminar zur Ausbildung evangelischer Pfarrer des Landes aufgerieben wurde.

    Grund für sein Problem ist, wie ausgezeichnet beschrieben, der Ehrgeiz den man dem Schüler eingeredet hat und die Lieblosigkeit seiner Mitmenschen.

    Also lieber Betroffener, Du kannst auch ohne den Job leben, nicht so aufwändig, aber es geht. Jeder Mensch wird von Gott geliebt, so wie er ist, also lass Dich nicht hetzen. Es verdirbt die Lust am Leben. Das Leben ist schön, kostenlos, das Meer, der Wald, sie machen so glücklich.
    Kann mich an eine Fahrt mit dem Segelschiff auf der Nordsee erinnern, es war so schon, dass ich vor Rührung geweint hatte. Das hatte ich bei keinem beruflichen Erfolg je gespürt.

    Glück hat mit Leistung nichts zu tun. Denken Sie mal nach, was macht Sie glücklicher, wenn Sie etwas geschenkt bekommen, oder wenn Sie dafür viel zahlen muessen?
    Man hat Sie verlblödet, man hat Ihnen erzählt, dass Sie nur etwas wert sind, wenn Sie etwas haben, wenn Sie reich sind, wenn Sie viel Leisten.

    Hören Sie nicht auf die Psychologen, sie hätten schon seit hundert Jahren die Wahrheit nennen können, so sie in der Lage wären sie zu finden und zu verstehen.

    Nur der Priester kann helfen, aber es gibt so wenig davon.

    Zu den Fähigkeiten der Pfarrer die die Auferstehung leugnen, kann ich nur Hesse zitieren:

    "Was er geben konnte, die Wissenschaft oder wenigstens das Suchen nach ihr, hatte der dem Jungen seinerzeit nicht vorenthalten, und mehr hatte er eben nicht."

    Dieses Buch sollte jeder lesen.


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