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Geschäfte mit Agrarrohstoffen: "Ackermann bricht sein Versprechen"

Keine Zockerei mehr mit Lebensmitteln? Die Deutsche Bank hatte Erwartungen geweckt,*sie könne kurzfristig aus dem umstrittenen Geschäft mit Agarrohstoffen aussteigen. Jetzt will sie davon nichts mehr wissen. Foodwatch-Chef Bode wirft Chefbanker Ackermann Foulspiel vor.

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  1. #80

    Jau.....

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    In Europa herrscht auf dem Agrarsektor Überproduktion.
    ...und was passiert dann mit den Überschüssen?
    Können Sie sich die Zusammenhänge vorstellen.....länger als in einem Satz?
  2. #81

    Zitat von w.r.weiß Beitrag anzeigen
    ...und was passiert dann mit den Überschüssen?
    Daraus wird Biosprit oder es wird entsorgt.

    Nach Afrika exportieren wollen Sie doch sicher nicht. Das zerstört ja die lokalen Märkte, schon vergessen. Das ist ganz böse.
  3. #82

    Deutschland/EU sind selber Schuld

    Wenn Sie nicht mehr fähig sind ein grösserer Teil der Nahrungsmittel als Selbstversorger zu produzieren oder Sie kein Geld zum Kauf von Ländereien in Afrika,Südamerika oder Russland mehr haben.

    Kaufen oder sich selber darum sorgen heisst es.
  4. #83

    Ackermann bricht...

    Einem Menschen wie Ackermann unmoralisches Verhalten vorzuwerfen, ist in etwa so, als unterstelle man einem Zuhälter sexistisches Gebahren, wenn er eine Prostituierte beschimpft. Gewinnmaximierung liegt eben in der Natur des kapitalistischen Systems - ein Ackermann ist da nur ausführendes Organ; denn solange der Geldwert vom Warenwert abgekoppelt ist, solange also der Tauschwert des Geldes exorbitant über dem Wert der Ware liegt, ja solange es Geld überhaupt gibt, so lange wird es die Ackermanns, die Fulds, die Blankfeins und Flöttls geben und die bunkern nunmal eben auch gerne mal ein, zwei Schalen Reis, in der Hoffnung - wie gesagt: es liegt in der Natur des Systems - diese wieder gewinnbringend zu verticken.

    Lieber Herr Bode, mein Dank jedenfalls, gilt all den „schamlosen“ Bankern, die sich – vollkommen zurecht, übrigens – mit Millionen-Prämien die Taschen vollstopfen, weil sie uns durch eben dieses Handeln, mit nahezu gnadenlos chirurgischer Präzision das Funktionieren des Systems aufzeigen, dem wir immanent sind.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Keine Zockerei mehr mit Lebensmitteln? Die Deutsche Bank hatte Erwartungen geweckt,*sie könne kurzfristig aus dem umstrittenen Geschäft mit Agarrohstoffen aussteigen. Jetzt will sie davon nichts mehr wissen. Foodwatch-Chef Bode wirft Chefbanker Ackermann Foulspiel vor.

    Geschäfte mit Agrarrohstoffen: "Ackermann bricht sein Versprechen" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
  5. #84

    Was für ein...

    Zitat von heldenmut Beitrag anzeigen
    ... Übrigens gibt es Termingeschäfte auf Getreide/Nahrungsmittel seit dem Mittelalter und trotzdem hat sich die Weltbevölkerung vervielfacht. Auswirkungen der Termingeschäfte auf Nahrungsmittelpreise sind sehr umstritten...
    ... "Argument" pro Termingeschäfte mit Agrarprodukten soll das denn bitte sein? Weil sich im Mittelalter die ersten christlichen Bänker und Pfeffersäcke im wahrsten Sinne des Wortes den Teufel um das Zinsverbot scherten, ist das nun eine Art Naturgesetz und muss ewig so weitergehen?
    Dann aber doch bitte konsequent: die Sklaverei gibt es noch viel länger, seit der Antike, aber trotzdem hat sich die Zahl der bezahlten Arbeitsplätze vervielfacht. Ergo kann die Sklaverei ruhig wieder erlaubt werden (sofern nicht ohnehin bereits geschehen), denn Auswirkungen auf die Tarifabschlüsse sind nicht erkennbar (jedenfalls für manche nicht).

    Oder nehmen wir die Folter - auch schon weit früher als im Mittelalter angewandt, so ist doch die Zahl der Freisprüche seither stetig gestiegen. Demzufolge ist ein Einfluss der Folter auf die Frage nach der Gerechtigkeit eines Justiz- und Herrschaftssystems sehr umstritten, richten wir doch einfach einen Ausschuss ein, der dieses Thema umfassend untersucht (und das kann dauern).
    Ich bin mir nicht wirklich sicher, dass Sie und ich auf dem gleichen Planeten, zur gleichen Zeit leben...
  6. #85

    Für diese Art von Rhetorik gibt es einen Begriff

    Zitat von caiman Beitrag anzeigen
    ... "Argument" pro Termingeschäfte mit Agrarprodukten soll das denn bitte sein? Weil sich im Mittelalter die ersten christlichen Bänker und Pfeffersäcke im wahrsten Sinne des Wortes den Teufel um das Zinsverbot scherten, ist das nun eine Art Naturgesetz und muss ewig so ..........
    Googeln Sie mal: Rabulistik
  7. #86

    Na da.....

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Daraus wird Biosprit oder es wird entsorgt.

    Nach Afrika exportieren wollen Sie doch sicher nicht. Das zerstört ja die lokalen Märkte, schon vergessen. Das ist ganz böse.
    ...frag ich mich doch glatt warum 1,49 € für 10kg Kartoffeln verschwenden?
    Also Sachen gibts.....
  8. #87

    Nicht einmal rabulistische Qualitäten

    Zitat von Maynemeinung Beitrag anzeigen
    Googeln Sie mal: Rabulistik
    Die gesamte Argumentation contra spekulation an den Rohstoffmärkten geht fehl.

    z.B. die die nur noch Positionen für so genannt realwirtschaftliche Zwecke zulassen wollen, verkennen oder wissen nicht, dass es hierfür auch die jeweilig spekulative Gegenposition benötigt

    Alle verkennen, dass ein illiquider Markt gerade die Kleinen benachteiligt und dass ohne einen funktionierenden Markt wegen fehlender Liquidität die Geschäfte wieder "im Dunkeln" direkt und vor allem zwischen den Partnern abgewickelt werden. Die Preisbildung wird intransparent und erratisch.

    Aber einigen Hauptprotagonisten ist das völlig egal, denn sie wollen einen Systemwechsel hin zu marktfernem Staatsdirigismus, in dem dann die Preise per Order von oben festgesetzt werden. Jegliche, durch ihre verrückten, zerstörerischen Forderungen erzeugte Not wird dann als Argument hergenommen werden um, diese selbsterzeugte Ineffizienz durch ein generell ineffizientes sozialistisches oder kommunistisches System zu institutionaliseren

    Diese üble demagogische Propaganda - bar jeglichen Wissens ngiert natürlich auch die wirklichen Ursachen von Hunger in der Welt, die mitnichten in irgendwelcher Spekulation liegen


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