Forum


 

Geschäft mit Studienplatz-Klagen: Anwalt der Reichen

Gunter GlücklichDen Studienplatz nicht bekommen oder die Prüfung verhauen? Immer häufiger ziehen junge Leute gegen Unis vor Gericht. Für Anwälte ist die akademische Klagewelle eine Goldgrube. Doch meist können sich das nur Kinder wohlhabender Eltern leisten - manchmal steigen die Kosten auf 20.000 Euro.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...830949,00.html
  1. #1

    Es wird für die angehende Psychologin auch dringend nötig sein, dass möglichst viele Kommilitonen den Saal und möglichst das Studium verlassen. Denn wenn man ihre Motivation, Fähigkeiten und persönliche Einstellung zusammenzählt, kann man davon ausgehen, dass sie sich sonst in ein paar Jahren auch einen Arbeitsplatz erklagen muss. Oder Papa kauft ihr eine Praxis... (...und sie beantragt gerichtlich einen "gerechten" Anteil an Kunden. Wäre doch gelacht!)
  2. #2

    Es kann halt nicht jeder studieren

    Und schon gar nicht, wenn das Abizeugniss die Vermutung zulässt, dass der vermeintlich hochbegabte Nachwuchs, mit einem Studium in der Wunschrichtung wohl überfordert wäre.
    Unsere Tochter wollte Medizin studieren hat Ihr Abitur allerdings
    etwas schleifen lassen. Abi-Abschluss 2,0 reicht eben nicht für ein Medizinstudium, wurde Ihr mitgeteilt. Na und ? das Leben ist kein Wunschkonzert. Sie hatt dann einen Pharmaziestudium begonnen, wird in diesem Jahr fertig und ist glücklich damit.
  3. #3

    O weh!

    ... und solche Leute werden dann später vielleicht Ärzte. Die armen Patienten!
  4. #4

    Sie hat den Studienplatz eben nicht genau so wie jeder andere verdient, denn wer sich in der Schule hinsetzt und sich wirklich den Ar*** aufreißt um den entsprechenden Notenschnitt zu erreichen um das Wunschstudium starten zu können hat es verdient. Wer aber im Abschlussjahr die Schule schleifen lässt, hat es schon dreimal nicht verdient zu studieren was andere sich hart erarbeitet haben...vor allem weil diese Personen es in 80% der Fälle sowieso nicht schaffen werden ihr Studium abzuschließen...
  5. #5

    Das leben ist kein Wunschkonzert

    Zitat von Xircusmaximus Beitrag anzeigen
    Und schon gar nicht, wenn das Abizeugniss die Vermutung zulässt, dass der vermeintlich hochbegabte Nachwuchs, mit einem Studium in der Wunschrichtung wohl überfordert wäre.
    Unsere Tochter wollte Medizin studieren hat Ihr Abitur allerdings
    etwas schleifen lassen. Abi-Abschluss 2,0 reicht eben nicht für ein Medizinstudium, wurde Ihr mitgeteilt. Na und ? das Leben ist kein Wunschkonzert. Sie hatt dann einen Pharmaziestudium begonnen, wird in diesem Jahr fertig und ist glücklich damit.
    Das Leben ist kein Wunschkonzert. Dieser Spruch ist ein Totschlagargument, das jede sachliche Auseinandersetzung im Keim erstickt.

    Abischnitt 2 reicht halt nicht für ein Medizinstudium? 2.8 nicht für Psychologie? Warum nicht? Über die Befähigung, ein solches Studium durchzustehen, sagt der Abischnitt alleine jedenfalls nichts. Er sagt auch nichts darüber aus, ob der fertige Student später mal ein guter Mediziner oder ein guter Psychologe wird! Und genau darauf sollte es ankommen.

    Vielleicht sollte man gerade vor dem Hintergrund, dass es einen Mangel an bestimmten Medizinergruppen gibt, besonders an jenen, die ihren Beruf aus Leidenschaft, auch auf dem Land, ausüben mal überlegen, ob das Notenkriterium wie derzeit praktiziert das richtige Mittel der Wahl ist. Es könnte nämlich sein, dass in einem Beruf, bei dem es neben Wissen und Leistung auch auf Empathie, interdisziplinäres Arbeiten, Vernetzung, breites Wissen etc. ankommt, so einseitig auf Abinoten zu schielen.

    Eine Note, die übrigens rein gar nichts darüber aussagt, wie jemand Wissen erwirbt und anwendet.

    Wer also die Einstiegsvorgaben schon falsch setzt, muss sich später nicht wundern, wenn das Output auch entsprechend ist.
  6. #6

    Wo kommen wir da nur hin

    Also studiert wird jetzt also nach Geldbeutel und nicht nach Kompetenz oder Berufung. Ich würde der jungen Dame mal eine Therapiestunde bei der Mutter empfehlen. Die armen Patienten!!!
  7. #7

    Man braucht keinen Anwalt um sich

    Das einzige was man können muss, um sich einzuklagen, ist seinen Namen schreiben können. Ich habe mich in Berlin eingeklagt, und das einzige was man letzendlich tun muss, ist die Klage bei Gericht einwerfen. Dafür gibt es bei den Berliner Asta's Vordrucke. Danach muss man nur noch warten. Die Uni muss ja nachweisen, dass sie alles richtig berechnet hat und nicht ich muss beweisen das es falsch ist.
  8. #8

    Abi-Schnitt

    Wobei der Abi-Schnitt bei einem Medizinstudium nicht oberste Priorität haben sollte. In vielen Bereichen wäre eine hohe soziale Kompetenz und Hingabe auch nicht ganz unwichtig.
  9. #9

    Zwei Seiten

    Die eine Sache ist - Ich finde es reichlich unfair, sich mit dem Geld der Eltern einen Studienplatz zu verschaffen, den jemand anderes, der wenig Geld, aber die passenden Fähigkeiten hat, dringend brauchen würde.
    Die andere Seite: Nach meinem Eindruck geben Abiturnoten tatsächlich nicht immer die Fähigkeiten eines Schülers wieder - das gilt vor allem für "Spätpubertierende", bei denen die Motivation etwas zu wünschen übrig lässt. So mancher blüht dann mit der Wahl des richtigen Studienfachs regelrecht auf und macht einen hervorragenden Abschluss. Auf der anderen Seite gibt es auch hervorragende Schüler, die "baden gehen", weil sie einfach nicht wissen, was sie wirklich wollen und am besten können. - Ich denke, es wäre für alle besser, wenn die Schule jedem ein viel genaueres Bild der eigenen Fähigkeiten mitgeben würde. Wer mit dem eigenen Können und Nicht-Können im Reinen ist, hat gar nicht erst das Bedürfnis nach juristischen Tricksereien. Womit man anfangen könnte, wäre, nicht einen Großteil der Abschlussnote auf einer einzigen Prüfung beruhen zu lassen - das kann nicht fair sein! Rein statistisch betrachtet - jedes andere Experiment wiederholt man doch auch zehn - oder hundert Mal, bevor man annimmt, dass es aussagekräftig ist!








TOP



TOP