Forum


 

Geringerer Steuersatz: Frankreichs Regierung senkt Spritpreise

REUTERSIn Frankreich wird Benzin auf Anordnung der Regierung sechs Cent billiger. Das gab der französische Finanzminister Pierre Moscovici bekannt. Die Preissenkung gilt vorerst für drei Monate. Möglich wird sie, weil Staat und Mineralölkonzerne auf Geld verzichten.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...852571,00.html
  1. #50

    Prof. Dr. rer. nat. phil.

    Zitat von Flusher Beitrag anzeigen
    Wettbewerbsverzerrung - eine drollige Aussage. Haben Sie mal geschaut woraus sich die Spritkosten zusammensetzen? Überwiegend aus Steuern, welche durch eine (illegale) Doppelbesteuerung des Mosts herrührt - der Staat hat da bereits längst den Wettbewerb verzerrt. Die derzeitigen Überschüsse des Staatshaushaltes sind zu grossen Teilen durch die gestiegenen Einnahmen bei der Mineralöl- und Ökosteuer entstanden.
    OMG! Wie weldfremd muss man eigentlich sein um sowas zu behaupten? Erst gestern kam in der Tagesschau, dass die Mehreinnahmen fast ausschließlich aus den sprudelnden Sozialversicherungseinnahmen kommen. Ein bißchen mehr Lesen würde Ihnen gut tun.

    @ Mods: lasst das mal durchgehen!
  2. #51

    Zitat von Flusher Beitrag anzeigen
    Die derzeitigen Überschüsse des Staatshaushaltes sind zu grossen Teilen durch die gestiegenen Einnahmen bei der Mineralöl- und Ökosteuer entstanden.
    Dumm nur, dass es in Deutschland keine Ökosteuer gibt und die Mineralölsteuer pro Liter erhoben wird - Spritpreissteigerungen somit gar nicht zu höheren Mineralölsteuereinnahmen führen können.
  3. #52

    Zitat von gewgaw Beitrag anzeigen
    Populismus pur.
    Habe monatliche Spritkosten von über 400 € und nur deswegen interessiere ich mich für Elektroautos von Renault oder warte mit Interesse auf den Golf Elektro...
    Wenn Sie wirklich sparen wollen dann würde ich Ihnen einen Wagen mit Gasantrieb empfehlen.
    Am besten ist natürlich Erdgas aber da wird wohl ein Neuwagen fällig.
    Allerdings gibts da vom VW Up bis zu E-Klasse mitlerweile eine nette Auswahl.
    Bei LPG sollte man nur zu wirklich hochwertigen Anlagen greifen und diese von Vollprofis montieren lassen.
    Man sollte sich da auch nicht von irgendwelchen Stammtischschwätzern verunsichern lassen. Sowohl Haltbarkeit als auch Erhalt der Leistung sind heute absolut auf dem Niveau von klassischen Verbrennern.
    Nur auch hier gilt "Wer billig kauft der kauft zweimal".

    Ich kenne zwar ihr Fahrverhalten nicht aber was man momentan an Elektroautos bekommt, empfinde ich schlicht und ergreifend als unkpraktikabel im Alltag. Es sei denn man fährt wirklich nur in der Stadt.
    Habe da einen Nissan Leaf und einen Fiat 500 gefahren. Das geht ganz gut aber für Leute wie mich nicht dauerhaft.
    Bis wir aber mit der Entwicklung von E-Autos so weit sind, dass wir genau so flexibel wie jetzt sind, dann haben wir so viel Energie verbraten, dass wir mit effizienteren Verbrennern besser drann wären.

    Mit einem guten Gasmotor ist man heute meist besser dabei.
  4. #53

    Richtig

    Zitat von cyrill.sneer Beitrag anzeigen
    scheinen die Gemüter immer wieder aufs neue zu erhitzen. Jeder sollte sich selbst fragen, wie er mit dem Thema Mobilität umgeht. Aus meiner Sicht scheint mir selbige immer noch viel zu billig. Keiner in meinem Bekanntenkreis (und da schließe ich mich ein) zuckt auch nur mit den Wimpern, wenn es am WE mal ebend zum Shopping 50km entfernt geht. Und ich würde nicht behaupten, dass ich als Elektroniker mit Ausbildung zu den Großverdienern der Nation gehöre. Welche populistischen Klimzüge F unternimmt, um ein Wahlversprechen einzulösen interessiert mich nicht die Bohne :-)
    trotz steigender Benzinpreis kenne ich niemanden der jetzt konkret deswegen weniger fährt. Zur Not könnte auch (fast) jeder auch auf den öffentlichen Nahverkehr oder Fahrrad umsteigen oder auf unnötige Spritztouren verzichten. Ansonsten ein wenig komfortabler kann man auf einen SUV verzichten und ein kleineres Auto kaufen. Ist zwar unbequem, aber machbar. In der Realität ist allerdings niemand so richtig bereit für Opfer ...
  5. #54

    Zitat von karhu1 Beitrag anzeigen
    trotz steigender Benzinpreis kenne ich niemanden der jetzt konkret deswegen weniger fährt. Zur Not könnte auch (fast) jeder auch auf den öffentlichen Nahverkehr oder Fahrrad umsteigen oder auf unnötige Spritztouren verzichten. Ansonsten ein wenig komfortabler kann man auf einen SUV verzichten und ein kleineres Auto kaufen. Ist zwar unbequem, aber machbar. In der Realität ist allerdings niemand so richtig bereit für Opfer ...
    - Die Steuersenkung wird durch die Preiserhöhung der Ölmultis aufgefangen. Jede Wette!
    - Preispolitik ist nicht Aufgabe des Staates.
    - So wie die Leute fahren ist der Sprit immer noch viel zu günstig.
  6. #55

    Warum

    Zitat von TheDevil’sAdvocate Beitrag anzeigen
    Wer glaubt, er könnte mit einem Elektroauto auf Dauer den hohen Kosten entkommen, muss schon sehr blauäugig sein! Neben den weiterhin ungelösten technischen Problemen dieser Antriebsart steht der Geldbedarf des Staates. Dieser wird bei steigender Nutzung von Elektrofahrzeugen und Rückgang der Spritverkäufe mit Sicherheit nicht auf die Milliarden aus der Mineralölsteuer verzichten und einen Weg finden die Besteuerung entsprechend auf den (PKW)-Strompreis umzulegen.
    sollte der Staat das machen. Er wünscht Elektromobilität und steuert dies mit Steuern. Er senkt also die Steuern oder verzichtet ganz darauf. Ihr Szenario wäre nur logisch, wenn der Staat die Elektromobilität verhindern wollte. Er wird eher die Fenstersteuer wieder einführen, als die Elektromobilität zu besteuern. Der Fenstersteuer können Sie nicht entgehen ohne die Stromsteuern zu zahlen.
  7. #56

    Ich

    Zitat von taladega Beitrag anzeigen
    Der Ölpreis ist gesunken, nicht aber für den Verbraucher; die Strompreise sollten sinken, nicht aber für den Verbraucher. Das ist doch Abzocke! Weil wir in der Regierung Leute haben, die nicht mit dem Steuergeld umgehen können (siehe Beck und Nürnburgring oder Wowereit und der Flughafen) und zusätzlich Spekulanten (Lebensmittel, Börse, Banken usw.) und Pleiteregierungen (selbst verschuldete!) unterstützt. Und was macht man dann, wenn es nicht gut läuft? Man zockt den Bürger, mit sämtlichen erfundenen Argumenten, ab.
    Wir hätten längst keine Schulden mehr, hätten ein top Gesundheitssystem, eine sehr gute Infrastruktur und vieles mehr! Doch unsere Politiker WOLLEN das doch NICHT!
    verstehe das Wort Abzocke nicht. Es wird kein billiges Öl mehr geben. Es wird auch keinen billigen Staat mehr geben. Das hat nicht das Geringste damit zu tun, ob Sie fähige oder unfähige Politiker haben.
    Wie Sie wissen hatten wir vor 17 und vor neun Jahren die fähigsten Politiker der Welt und jetzt haben wir Billionen Schulden. Was soll also der Unsinn. Ich will keinen Schulden freien Staat. Wenn Sie das wollen ist das Ihr Problem. Wenn der Staat keine Schulden machen soll, soll er sich doch das Geld über die Steuern bei Ihnen holen. Ihr Wunsch ist dem Staat genehm.
    Wieso hat Beck Sie denn abgezockt mit dem Nürburgring? Das Geld ist doch direkt in die Eifel geflossen und Beck hat keinen Pfennig mehr oder weniger Gehalt in der Tasche. Was meinen Sie also mit Abzocke ? Ich verstehe in diesem Kontext das Wort nicht. Welchen Vorteil hatte Beck, welchen Nachteil hatten Sie?
  8. #57

    Umsetzung

    Zitat von palbiez Beitrag anzeigen
    Man sollte das doch einfach auf Deutschland übertragen. Wenn die Ölmultis in Frankreich auf 3 Cent pro Liter verzichten können, warum dann nur in Frankreich?
    Dafür müsste man erstmal schauen, wie die Franzosen verhindern wollen, dass die Ölmultis eben jene 3c nicht vorher noch schnell auf die Preise draufschlagen?
    Wie will ich denn fix 3c weniger von den Ölkonzernen verlangen, wenn die die Preise quasi selbst bestimmen?

    Und Natürlich wächst Sprit nur bedingt nach. Wenn man den BioEthanol anteil erhöht müsste man nur wegkommen vom Wahnsinn aus immer kleineren Motoren immer mehr Leistung rauszuholen und eher größere Motoren bauen die dafür nachwachsendes Ethanol auch verbrennen können. :-)
    Genau - nutzen wir lieber alle Bio-Kraftstoffe und treiben dafür die Getreidepreise weiter nach oben.
    E10 (und jede weitere Variante davon) ist nix als eine große Öko-Lüge...
  9. #58

    Ich

    Zitat von JBond Beitrag anzeigen


    Genau - nutzen wir lieber alle Bio-Kraftstoffe und treiben dafür die Getreidepreise weiter nach oben.
    E10 (und jede weitere Variante davon) ist nix als eine große Öko-Lüge...
    denke auch, dass Biokraftstoffe der falsche Weg sind. Allerdings dass E10 irgendetwas auch nur im entferntesten mit dem Hunger auf der Welt zu tun hat, glaube ich nicht. Die Maisvorräte sind jedenfalls momentan 5% höher als im Vorjahr. Kein Hungriger bekommt einen Löffel mehr Polenta durch Verzicht auf E 10, dann wird eben Futtermais draus.
    Der entscheidende Punkt ist m.E. für Niebel und Co. dass sich bei den gestiegenen Preisen die Produktion von Biokraftstoff nicht mehr lohnt. Das wird für die ein Zusatzgeschäft und deshalb fällt das dem jetzt leicht zu sagen: Stellen wir die Produktion ein, macht sich gut im Wahlkampf.
    Das ethische Problem Nahrung versus Energie/Mobilität besteht seit der Sesshaftwerdung des Menschen im Neolithikum. Vorher bei den Nomaden war das nicht das Problem. Da waren Pflanzen in erster Linie Treibstoff und Futter. Erst die sesshaften Menschen der Jungsteinzeit konnten sich fragen : Esse ich oder isst das Pferd.Pflanze ich Weizen oder Hafer? Die Antwort fiel unterschiedlich aus, ob Sie Ritter oder Bauer waren.
  10. #59

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    denke auch, dass Biokraftstoffe der falsche Weg sind. Allerdings dass E10 irgendetwas auch nur im entferntesten mit dem Hunger auf der Welt zu tun hat, glaube ich nicht. Die Maisvorräte sind jedenfalls momentan 5% höher als im Vorjahr. Kein Hungriger bekommt einen Löffel mehr Polenta durch Verzicht auf E 10, dann wird eben Futtermais draus.
    Der entscheidende Punkt ist m.E. für Niebel und Co. dass sich bei den gestiegenen Preisen die Produktion von Biokraftstoff nicht mehr lohnt. Das wird für die ein Zusatzgeschäft und deshalb fällt das dem jetzt leicht zu sagen: Stellen wir die Produktion ein, macht sich gut im Wahlkampf.
    Das ethische Problem Nahrung versus Energie/Mobilität besteht seit der Sesshaftwerdung des Menschen im Neolithikum. Vorher bei den Nomaden war das nicht das Problem. Da waren Pflanzen in erster Linie Treibstoff und Futter. Erst die sesshaften Menschen der Jungsteinzeit konnten sich fragen : Esse ich oder isst das Pferd.Pflanze ich Weizen oder Hafer? Die Antwort fiel unterschiedlich aus, ob Sie Ritter oder Bauer waren.
    Ich denke Biosprit ist die Lösung aus der Abhängigkeit menschenverachtender arabischer Ölstaaten. Man kann die heute verfügbare Verbrennerstruktur behalten und muss nicht erst teuere Neuinvestitionen machen (Elektrofahrzeuge, Gas, etc.)

    Die EU hat genug Ackerfläche (auch viel Brachland) um Energiepflanzen zu pflanzen. Das müsste aber staatlich reguliert sein.


TOP



TOP