Forum


 

Geringe Wahlbeteiligung: Forsa-Chef will Wahlen auf Werktag verlegen

dapdWie kann man mehr Deutsche dazu bringen, bei Wahlen ihre Stimme abzugeben? Verlegt den Wahltermin auf einen Werktag, fordert Forsa-Chef Manfred Güllner. Dann seien die Menschen eh unterwegs und viel motivierter.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...848226,00.html
  1. #40

    Wahlen in Schulen

    Zitat von widower+2 Beitrag anzeigen
    Ich wähle seit mehr als 30 Jahren und habe in dieser Zeit 6-7 verschiedene Wohnorte und somit auch Wahllokale gehabt. Ich habe IMMER in Schulen gewählt.

    Viele Schüler würden sich vielleicht über einen zusätzlichen Ferientag freuen, aber deren Eltern (zumindest bei Kindern im Grundschulalter) m´üssten dann einen Tag Urlaub nehmen, um die Kinderbetreuung zu gewährleisten.

    Der Vorschlag dieser Forsa-Marionette ist so wenig durchdacht und so substanzlos, dass das heftige Kopfschütteln bei mir zu akuten Kopfschmerzen geführt hat.

    Sollten Folgeschäden bleiben, muss ich wohl eine Klage gegen diesen geistigen Tiefflieger in Erwägung ziehen.
    Wieso soll der Schulbetrieb eingestellt werden? Die Wahlen können parallel zum Unterricht stattfinden.

    Außerdem kann man während der Pause auch die Kinder wählen lassen, das würde zusätzliche Legitimation verschaffen.

    Man bräuchte nur Bonbons oder Haribos Cola-Bärchen in den Wahlkabinen auslegen, schon stiege die Wahlbeteiligung.

    (Haribo: Es muß ja nicht jedes Kind gleich ins Klassenbuch eingetragen werden, damit es gerne wählen geht.)
  2. #41

    Es muss doch ein Güllener-genehmes Ergebnis erzielbar sein!

    Aus der Sicht des Herrn Güllner ein durchaus verständliches Ansinnen, sind doch wahrscheinlich potentielle Wähler ihm unangenehmer Parteien während Öffnungszeiten der Wahllokale beruflich verhindert. Wenn z. B. eine Partei die Umfairteilung in ihr Programm aufnehmen würde, bekäme diese Partei sicher erstaunlichen Stimmenzulauf und als Nebeneffekt würde die Wahlbeteiligung nach oben schnellen. Die erschreckend niedrige Wahlbeteiligung ist die logische Folge des gegen die breite Masse des Volkes gerichteten Regierungshandlungen der letzten Jahrzehnte. Es wird doch für die da unten immer klarer fast alle bundesrepublikanischen Parteien unterliegen dem Diktat der ganz reichen da oben. Man kann also wählen wie man will, immer bestimmen die „Märkte“ die Richtlinien der Politik.
  3. #42

    Wahlprämie

    Zitat von kael Beitrag anzeigen
    Deshalb halte ich Herrn Güllners Idee für "wenig hilfreich".

    Hilfreich wäre es, die "Wahlkampfkostenerstattung" nicht den Parteien sondern den Wählern zukommen zu lasssen. Wenn jede abgegebene Stimme mit z. B. 5 € honoriert würde, wären die Wahllokale mit einiger Sicherheit voll und die Wahlbeteiligung würde gegen 100% tendieren.

    Ist das nicht eine hübsche Idee?
    Ja!
    Zur Gleichstellung mit der Praxisgebühr würde ich sogar für 10€ plädieren...
    Allerdings hat dieser Vorschlag wenig Chancen auf Annahme, da vor allem Geringverdienende motiviert würden, und deren Abstimmverhalten wird oft nicht den jeweils aktuellen Koalitionsparteien zugute kommen.. :-(
  4. #43

    Haben Sie Ihren Kommentar durchdacht?

    Zitat von rama-6 Beitrag anzeigen
    Was hier einige schreiben,geht aber nicht auf einen
    durchdachten Kommentar zurück !!

    Bei einer Wahl am Werktag,Beginnt die Öffnung der Wahllokale um
    8 Uhr,bei einer Wahlzeit bis 21 Uhr,könnte auch jeder Beschäftigte die Wahl ohne Arbeitszeitverlust wahrnehmen.

    Wobei das Wahllokal in der unmittelnbaren Nähe der Wohnung ist.

    Die Abschaffung der Briefwahl geht nicht,wie sollen sonst im Ausland
    lebende Deutsche wählen?
    Viele Arbeitnehmer sind inklusive Arbeitsweg von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr aus dem Haus. Bei einer Öffnungszeit bis 21:00 Uhr blieben diesen also noch 2 Stunden ihrer Freizeit nach einem harten Arbeitstag. Warum diese Menschen dann eher motiviert sein sollten, ihren kostbaren Feierabend zu opfern und zu wählen als an einem Sonntag in einem Zeitrahmen von 10 Stunden irgendwann einen kleinen Spaziergang zum Wahllokal um die Ecke zu unternehmen und ihren Wahlzettel einzuwerfen, erschließt sich mir nicht.

    Und das mit dem Wahllokal in der unmittelbaren Umgebung ist, wie von mir und anderen Foristen bereits angemerkt, auch ein Problem, wenn nicht gerade Ferien sind. Wollen Sie Zelte aufstellen oder Arztpraxen requirieren lassen?
  5. #44

    man könnte es auch einfach...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie kann man mehr Deutsche dazu bringen, bei Wahlen ihre Stimme abzugeben? Verlegt den Wahltermin auf einen Werktag, fordert Forsa-Chef Manfred Güllner. Dann seien die Menschen eh unterwegs und viel motivierter.

    Forsa-Chef Güllner: Wahl verschieben für mehr Wahlbeteiligung - SPIEGEL ONLINE
    mal damit versuchen eine Politik F Ü R die M E N S C H E N im Land zu machen, anstatt für Märkte, Lobbyisten-Klüngel, Banken, Hotelketten usw.

    Ansonsten hilft dann niúr noch Freibier im Wahllokal !
  6. #45

    Zitat von ulijoergens Beitrag anzeigen
    Oder doch einfach online abstimmen, wenn es denn wirklich etwas zu entscheiden gibt.
    Online-Abstimmung ist eine wirklich tolle Idee. Dann gebe ich und noch tausende andere böseonkels meine Stimme ab.
  7. #46

    Der Gesetzgeber sollte sich fragen, warum in Deutschland immer weniger Bürger wählen

    Das ist doch einfach , eine vom Volk beschlossene Verfassung, Einhaltung der Wahlgesetze(unmittelbare Wahl),
    bei wichtigen Angelegenheiten Volksabstimmung und schon sieht es anders aus. Der Wähler geht zur Zeit nicht wählen , da ja ganz offiziell das Wahlgesetz nicht eingehalten wird(unmittelbare Wahl), das Grundgesetz durch die Politiker missachtet und gebeugt wird(keine unabhängige Richter und Staatsanwälte ), Bundeswehrsoldaten gegen das Grundgesetz in auslandeinsätzen , Missbrauch und Verschwendung von Steuergeldern, unberechtigte Diätenzahlungen an die politiker, Sie sollen laut Gesetz eine aufwantentschädigung erhalten, da sie ja Verdiensausfall hätten , schaut , wer von den Politikern wieviele Nebenjobs nachgeht und was sie dabei kassieren,
    Lasst es uns anpacken , eine neue Verfassung und diese dann auch durchsetzen und schon lohnt es dann auch wieder wählen zu gehen. Der Bürger glaubt nicht mehr das alles richtig bei den wahlen zugeht , siehe Nichteinhaltung der Wahlgesetze !
  8. #47

    Zitat von kölnfreund Beitrag anzeigen
    Was für ein Stuss. Die leute, die nicht wählen gehen, gehen aus Desinteresse an dem, was zur Wahl steht, nicht zur Wahl. wer sich dafür interessiert, nimmt auch 5 Minuten dafür seines freien Tages in Kauf. Man sollte einfach zur Kenntnis nehmen, dass sich die Menschen zusehens von der Politik abwenden und sich fragen, warum. Weil sie keine Macht mehr hat, wie man auch bei der Eurokrise sieht. Gewinne werden privatisiert, Schulden sozialisiert, alles mit dem Segen der machtlosen Politik. Warum also wählen? Ob Samstag, Sonntag oder Montag ...
    Sehe ich auch so. Zumal ein Großteil der Volkszertreter offensichtlich nicht einmal den ESM-Vertrag gelesen und überhaupt verstanden haben, um was es da geht und worüber sie da abstimmen. Momentan ist ohnehin keine Partei wählbar.
  9. #48

    Güllner plädierte auch dafür, die Briefwahl abzuschaffen: "Sie ist die größte Möglichkeit zur Wahlmanipulation, die ich kenne". Denn dabei würden die Sympathien für die Parteien nicht an einem Stichtag gemessen, sondern über einen Zeitraum von sechs Wochen. "In dieser Zeit passieren Dinge, die eine Entscheidung beeinflussen könnten."

    Ohne Briefwahl würde ich nicht wählen gehen.

    Außerdem ist es sowieso Unsinn an einem Stichtag zu wählen. Das Problem ändert sich doch deswegen nicht. Dann tun die Parteien nur Alles, um genau für diesen Tag die Sympathie zu bekommen. Politik ist aber nicht Olympia, es ginge vielmehr darum, daß Parteien immer ihre Leistung erbringen und immer für etwas Bestimmtes einstehen. Deswegen gibt es ja eigentlich auch Parteiprogramme, bloß interessieren die weder die Bürger noch die Parteien selbst.

    Ich bin für die tägliche Wahl. Technisch ohne Probleme machbar. Von mir aus auch mit Wahlpflicht. Man vergibt jeden Tag Bewertungen und Kommentare an seine Parlamentarier. So wie man im Internet heute schon Filme bewertet und kommentiert und was weiß ich noch alles.

    Volksvertreter sollten ständig unter dem Druck stehen, sich für ihr Verhalten rechtfertigen zu müssen. Das ist Teil des Jobs. Wer das nicht will, soll es nicht machen. Vor allem eine Legislaturperiode, that's it. Danach zumindest eine Zwangspause. Im Grunde sind auch Parteien überflüssig. Was spricht gegen freie Abgeordnete, die sich nach Sachthema so oder so positionieren?
  10. #49

    Das ist kompletter Blödsinn

    Ich gehe seit nunmehr 40 Jahren zu Wahlen. Werde dies aber in Zukunft nicht mehr tun. Aber nicht weil die Wahlen Sonntags sind, sondern weil die zur Wahl stehenden Personen es immer weniger Wert sind, gewählt zu werden. Da liegt m.E. der Hund begraben.


TOP



TOP