Geringe Einnahmen: Griechenland will Elite der Finanzbeamten absetzen

REUTERSDen Leitern der griechischen Finanz-, Steuer- und Zollbehörden droht die Ablösung. Die Regierung will offenbar die gesamte Führungsriege des Fiskus austauschen. Die neuen Chefs sollen genaue Einnahmeziele bekommen - und bei mangelndem Erfolg ebenfalls abgesetzt werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-862471.html
  1. #1

    optional

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Den Leitern der griechischen Finanz-, Steuer- und Zollbehörden droht die Ablösung. Die Regierung will offenbar die gesamte Führungsriege des Fiskus austauschen. Die neuen Chefs sollen genaue Einnahmeziele bekommen - und bei mangelndem Erfolg ebenfalls abgesetzt werden.
    Für mangelnden Erfolg vorzeitig in die exorbitante Rente entlassen - das ist ein genialer Plan, das wird künftig Missbrauch verhindern.

    Nur unser Plan die Pleite einfach zu verbieten ist noch besser weil noch viel teurer und sinnfreier.
  2. #2

    Zeit-Arbeit-für-drei-Jahre ???

    Wenn dann jemand ordentlich seine Arbeit verrichtet, dann kann es das wohl maximal 3 Jahre tun. Das ist für eine Tätigkeit dieser Art etwas mehr als eine ordentliche Einarbeitungszeit. Und wenn die Mitarbeiter dann gut ihren Job verrichten, müssen sie gehen. PRIMA !!!
  3. #3

    Vom Vorschlag her...

    ...geht das in eine sehr gute Richtung. Aber wie wir alle wissen, ist nicht der Vorschlag und die Idee massgeblich, sondern deren Umsetzung in die Realität. Und dort wird sich zeigen, was am Ende von der Idee übrig bleibt. Daher lautet die Devise wohl, erstmal abwarten und Bier (oder Ouzo) trinken.

    Die Bürger in Griechenland müssen sich aber auch bewusst sein, das sie in Zukunft wenn der Apparat zur Einziehung der Steuern tatsächlich mal aufgebaut wird, das auch sie ihren Anteil abliefern müssen. Keiner zahlt gerne Steuern, auch nicht die Deutschen, Franzosen oder sonst jemand. Aber die Griechen müssen nun auch in ihr Mass an Steuern halt an den Staat abliefern. Das gilt auch für Sachen wie die Mwst.

    Das aber die Reichen, wie etwa die Reeder, besteuert werden müssen, daran besteht kein Zweifel. Ebenso besteht aber auch kein Zweifel, das Taxifahrer in Zukunft eine Quittung ausstellen und ihre Einnahmen protokollieren müssen und dem Staat dementsprechend die Steuern zu entrichten.

    Ansonsten könnten ja Ich-AG's und Kleinunternehmer etwa in Deutschland auch jammern, sie könnten wegen den Steuern nicht mehr leben und so weiter. Aber die werden vom Staat gnadenlos bis zum letzten Cent besteuert. Daher müssen auch die Griechen, selbst die ärmeren Schichten, das in Zukunft ertragen können, Steuern an den Staat zu entrichten.

    Freundliche Grüsse
    diamorphin

    P.S. Gibt es eigentlich irgend etwas weltweit und unabhängig von Epoche, Kultur und Geographie das derart unbeliebt ist wie die Erhebung von Steuern (früher der klassische Zehnt usw.) ? Ich denke nicht. Jeder hasst das. Aber es muss einfach sein, es geht nicht ohne...
  4. #4

    Griechenland wird bald ein Vorbild für Deutschland

    Das in Griechenland Finanzbeamte leistungsbezogen bezahlt werden und vor allem nicht lange auf dem Posten bleiben koennen ist eine längst überfluessige Idee auch für das ach so vorbildliche Deutschland.

    Unsere Staatsquote (GROB "Anteil der Staatsausgaben an der Gesamtwirtschaftsleistung") liegt mit knapp 50% auch nur knapp unter dem von Griechenland.

    D.H. auch wir haben viele faule und ueberluessige "beamtetet (nicht) Leistungsträger" auf der Payroll der Buerger - nur weil uns in Deuschland "das Wasser noch nicht so zum Halse steht wie den Griechen heiss, das aber noch lage nicht, das wir den ueberbordenden Staatsapparat mit seiner ganzen Ineffizienz und ungewuenschten Dienstleistungen (HamstergleichstellungsRecyclingEnergiverbrauchsbl ockwarteundsonstigeBeauftragte) die von ein bischen Steuern und noch viel mehr Neuschulden finanziert werden, nicht endlich in die Produktion entlassen sollten.
  5. #5

    Bierdeckel

    Ich drücke den Griechen alle Daumen, daß sie nicht unsere Fehler wiederholen müssen.
    Möglicherweise kann unsere Finanzelite dann noch von den Griechen lernen!
  6. #6

    Richtig so

    Richtige Massnahme
    Wie heisst der Spruch?
    Der Kabeljau stinkt vom Kopf her,oder so ähnlich.
    Dann aber auch Neueinstellung von unbescholtenen Beamten,
    damit die Umstrucktuierung nicht zu lange dauert
  7. #7

    Wollen und Sollen

    " will offenbar die gesamte Führungsriege des Fiskus austauschen.

    Die neuen Chefs sollen genaue Einnahmeziele bekommen"

    Ja.. man WILL ..es SOLL geschehen. Hört man derlei nicht seit vielen Jahren aus Griechenland?
  8. #8

    Zitat von caty24 Beitrag anzeigen
    Dann aber auch Neueinstellung von unbescholtenen Beamten,
    damit die Umstrucktuierung nicht zu lange dauert
    So, wie das in GR läuft, gibt es hinterher die alten und dazu die neuen Beamten.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Den Leitern der griechischen Finanz-, Steuer- und Zollbehörden droht die Ablösung. Die Regierung will offenbar die gesamte Führungsriege des Fiskus austauschen.
    Das ist eine sehr wichtige und richtige Massnahme. Nicht, weil die bisheriger Beamten nicht fähig gewesen wären, die Steuern ordnungsgemäss einzuziehen, sondern weil sie zum Großteil korrupt waren bzw immer noch sind. Das wichtigste wird sein, sie durch Beamte aus anderen Regionen des Landes zu ersetzen, die in keine lokalen Korruptionsnetzwerke eingebunden sind.