Forum


 

Gerichtsentscheidung: Neonazis demonstrieren am Gedenktag für Neonaziopfer

Getty ImagesAusgerechnet am Tag der Gedenkfeier für die Mordopfer der Zwicker Terrorzelle dürfen Rechtsextremisten eine sogenannte Fackelmahnwache in Pforzheim abhalten - der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg gab sein Einverständnis zu der Veranstaltung.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816919,00.html
  1. #30

    Wie deutsche Gerichte entscheiden

    Wenn Bürger irgendwelcher Couleur den Nahestehenden, die bei dem verheerenden Fliegerangriff in Pforzheim ihr Leben lassen mussten, mit einer Mahnwache zu gedenken wünschen, ist das ehrbar und anerkennenswert. Wenn aber Neonazis sich zusammenrotten und den Anlass für ihre Zwecke zu einer Fackeldemo umfunktionieren zu wollen, so steckt dahinter mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Wille der Toten zu Gedenken, sondern im Gegenteil den wahrhaft und ursächlich dafür Verantwortlichen des Tausendjährigen Reichs ein Ständchen zu bringen und damit gleichzeitig die eigentlich Betroffenen zu düpieren. Die gerichtliche Freigabe dieser Show sollte ein politisches Nachspiel haben.
  2. #31

    Freispruch für das Gericht.

    Die Gerichte entscheiden nach bestehendem Recht. Das einzige nach diesem Gerichtsurteil anzuklagende wäre der Gesetzgeber und Gesetzgeber ist der Bundestag. Wenn hier ein Verfehlung gibt, trägt dafür einzig und alleine der Bundestag die alleinige Verantwortung.
  3. #32

    Das ist

    Zitat von neanderspezi Beitrag anzeigen
    Wenn Bürger irgendwelcher Couleur den Nahestehenden, die bei dem verheerenden Fliegerangriff in Pforzheim ihr Leben lassen mussten, mit einer Mahnwache zu gedenken wünschen, ist das ehrbar und anerkennenswert. Wenn aber Neonazis sich zusammenrotten und den Anlass für ihre Zwecke zu einer Fackeldemo umfunktionieren zu wollen, so steckt dahinter mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Wille der Toten zu Gedenken, sondern im Gegenteil den wahrhaft und ursächlich dafür Verantwortlichen des Tausendjährigen Reichs ein Ständchen zu bringen und damit gleichzeitig die eigentlich Betroffenen zu düpieren. Die gerichtliche Freigabe dieser Show sollte ein politisches Nachspiel haben.
    jetzt aber Ihre reine Spekulation. Oder haben Sie rechtskräftige Beweise?
  4. #33

    stimmt

    Zitat von kurt-aus-kienitz Beitrag anzeigen
    ... in diesem Fall die Betonung auf "Rechts" steht!
    Voll und ganz der gleichen Ansicht !
    Links wird niedergeknüppelt und rechts geschützt.
    Nicht in jedem Bundesland gleich, aber doch auffällig
    seit Jahrzehnten.
  5. #34

    Naziphobiker

    Zitat von CA-Fire Beitrag anzeigen
    an alle hier postenden "Naziphobisten":
    ...
    Jeden als Nazi, Rechtsradikalen oder Neo-Nazi zu beschimpfen, der nicht diesem "Multikulti-Wahn" anhängt, ist das Gegenteil davon.
    Wieso nur erinnert mich Ihr Beitrag an einen Sketch aus PinkPunkPantheon vor Jahren: "Ich bin kein Rassist, ich empfinde nur so!"
    Meine Eltern haben die Nazis nie gewählt, sie waren schlicht zu jung dazu, haben aber die Lasten voll getragen (mein Vater von Anfang an Soldat, dann bis Ende 1949 in russischer Gefangenschaft), meine Mutter (hochschwanger mit mir) ausgebombt, meine Oma etwas später auch, auch ich habe Verwandte verloren, wir spielten in Ruinen, jahrelang liefen die Männer mit den (wie wir als Kinder sagten) appen Armen und appen Beinen, die Kriegsblinden und Hirnverletzen als lebende Anklage durch die Stadt. Aber eben als Anklage an die Verbrecher, die diesen Krieg angefangen hatten und nicht an die Völker, die sich gewehrt hatten.
    Und weil es uns eben nicht gelungen ist, ganz England zu Coventrieren (oTon Schnalli, der Reichsjägermeister) sind die doch glatt gekommen und haben uns was auf die Dächer geworfen, sowatt aber auch.
    Jetzt stellen sich doch glatt die "geistigen" (soweit man davon reden kann) Nachfolger der damaligen Machthaber hin und versuchen, die von uns angegriffenen Völker als Mörder hinzustellen, die im anscheinend friedlichen und -lieben Deutschland ohne jeden Grund die Zivilbevölkerung bombadierten.
    Ich halte den Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung auch für Terror, aber die Kriegsherren - auch unsere - waren da anderer Meinung.
    Wir wehrten uns lange Zeit gegen (fast) die gesamte Welt (wie der Name des Krieges ja auch sagt), da ist es doch nachzuvollziehen, dass die damaligen amerikanischen und englischen Strategen, die das gesamte Kriegsgeschehen ja nur als Fähnchen an einer Wandkarte kannten, glaubten, sie müssten den Rückhalt in der Bevölkerung zusammenbomben. Heute wüssten die auch, dass eine Revolte gegen die Nazis allein vom Personalstand her nicht zu machen gewesen wäre.

    Dass das Gedenken an die Opfer der NSU ausgerechnet an dem Tage stattfindet, an dem die Neonazis (wie auch ich erst heute durch diesen Artikel erfuhr) seit Jahren der Bombardierung Pforzheims gedenken und somit diese Veranstaltung erst publik machen, ist mit Ungeschicklichkeit ja wohl nicht hart genug benannt.


TOP



TOP