Gesellschaftsordnungen, in denen wahnsinnig nette Leute den Müll nicht wegräumen, sind irgendwie auch doof.
REUTERSMit dem Protestcamp in Frankfurt verliert die Occupy-Bewegung ein zentrales Symbol: Ihr utopischer Kleinstaat im Zentrum des Kapitalismus ist im Müll erstickt. Doch der Protest war nicht umsonst. Die Demonstranten haben eine wichtige Debatte angeregt - und erschließen für diese schon neue Plattformen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...848593,00.html
Gesellschaftsordnungen, in denen wahnsinnig nette Leute den Müll nicht wegräumen, sind irgendwie auch doof.
Eines Tages wirde die Merkel Administration für die Vernichtung der Demokratie bezahlen.
Leider geht es im Leben oft mehr um die Frage "Wer macht den Dreck weg" als um die Frage nach der "besseren Welt", auch wenn viele lieber diskutieren, als den Dreck weg zu räumen. Und solange das so ist, wird sich auch nichts ändern, ganz egal, wie man das politische System gerade nennt. In jedem System beginnt sofort der Kampf um die Plätze/Posten/Positionen, die sich nicht mit Dreck befassen müssen.
Ich bin sicher, die Philosophen, die das Camp besuchten, waren sich auch zu fein dafür, aufzuräumen.
Was bringt SPON dazu so diffamierend zu formulieren? - Das Camp in Frankfurt ist nicht am Müll erstickt, sondern von der Stadt Frankfurt verboten worden und auf Grund eines verbots-bestätigenden Verwaltungsgerichtsurteil von der Polizei aufgelöst worden. Es ist nicht erkennbar, dass die räumenden Polizisten Gelegenheit zur Säuberung des Platzes gegeben hätten.
Kann es sein, dass die Stadtverwaltung Frankfurt das Abholen des Mülls blockiert hat? Um die Demonstranten als Schmierlappen dastehen zu lassen? Irgendwie muss es doch möglich sein, diese Leute zu diskreditieren.
Ein Blick auf den Gini-Koeffizienten für die BRD kann als Erklärung dienen, warum sich die Proteste noch nicht ausweiten konnten - Vermögen und Einkommen sind in der BRD einfach noch nicht ungerecht genug verteilt... Die 1% reiben sich nun die Hände, dass die Bewegung als Müllkippe endete und Ottonormalbürger wird das Ganze auch vorerst so in Erinnerung behalten. Ich halte die Bewegung für absolut notwendig und unterstützenswert - hatte sogar mal überlegt, selbst in Hamburg mitzuzelten - aber die Müllkippe vor der EZB ging echt gar nicht... Aber wie gesagt: Ein gutes Zeichen - der Leidensdruck ist für viele einfach (noch) nicht hoch genug...
Vor allem, wenn wie heute morgen in der Heimatpresse zu sehen war, die Occupyleute auf die Bäume klettern und auf die Polizisten herunterpinkeln und dann noch besoffen vom Baum fallen oder waren das Heroinabhängige?
Jedenfalls dauert es noch mindestens 14 Wochen bis dieser Schandfleck in den Wallanlagen soweit wieder hergestellt ist, dass die Bürger die Gallusanlage nutzen können.