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Geplante Waffenlieferung: Drohnen für Kenia

Getty ImagesDie USA wollen offenbar Kenia und andere ostafrikanischen Staaten im Kampf gegen somalische Milizen aufrüsten. Laut einem Zeitungsbericht stehen unter anderem ferngelenkte Aufklärungsflugzeuge auf der Lieferliste.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...845734,00.html
  1. #1

    hat "man" nicht auch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA wollen offenbar Kenia und andere ostafrikanischen Staaten im Kampf gegen somalische Milizen aufrüsten. Laut einem Zeitungsbericht stehen unter anderem ferngelenkte Aufklärungsflugzeuge auf der Lieferliste.

    USA wollen Aufklärungsdrohnen an Syrien liefern - SPIEGEL ONLINE
    Irak,
    Afghanistan,
    Iran,
    Syrien,
    Libanon,
    Lybien
    mit den Segnungen der Waffenindustrie "aufgerüstet".

    Bis sich dann irgendwann das ganze umkehrte.
    Aber egal, das Geschäft war dann längst gemacht und ein neues Geschäft im Anmarsch:
    Bekämpfung und Zerstörung der eigenen Waffen.
    Das ist das Perpetuum mobile des Geldverdienens.
  2. #2

    Quatsch mit Soße

    Zitat von prontissimo Beitrag anzeigen
    Irak,
    Afghanistan,
    Iran,
    Syrien,
    Libanon,
    Lybien
    mit den Segnungen der Waffenindustrie "aufgerüstet".

    Bis sich dann irgendwann das ganze umkehrte.
    Aber egal, das Geschäft war dann längst gemacht und ein neues Geschäft im Anmarsch:
    Bekämpfung und Zerstörung der eigenen Waffen.
    Das ist das Perpetuum mobile des Geldverdienens.
    Die Länder, die Sie hier aufgezählt haben, kämpften gegen den Westen in ganz überwiegender Zahl mit Waffen noch aus sowjetischer Produktion. AK47-Gewehre, mit denen die Aufständischen vornehmlich unterwegs sind, werden heute meist in pakistanischen Hinterhofschmieden hergestellt. Ja, so einfach ist das. Da fallen die paar Dutzend G36 Gewehre, dessen Fund in Libyen die linke Systempresse stolz verkündete, nicht wirklich ins Gewicht.

    Auch ist mir unklar, inwiefern, selbst wenn Ihre dumpfen Parolen der Wahrheit entsprächen, Drohnen mit der Komplexität eines etwas besseren Modellflugzeugs hier in dieses Bild passen sollen.

    Aber wer schert sich in linken Kreisen denn noch um Logik und Kohärenz der eigenen Aussagen. Das hat man ja gar nicht nötig. Der Westen führt Krieg um Öl (Anteil amerikanischer Firmen am irakischen Ölgeschäft 16%, Export nach China 78%) und liefert Waffen an Schurkenstaaten aus purer Boshaftigkeit, mit denen später dann die eigenen Soldaten getötet werden (90% der Opfer in Afghanistan durch primitive Sprengfallen aus z.T. Düngemitteln).

    Ach, muss das schön sein, wenn man in dieser einfachen Welt lebt.
  3. #3

    Perplex

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA wollen offenbar Kenia und andere ostafrikanischen Staaten im Kampf gegen somalische Milizen aufrüsten. Laut einem Zeitungsbericht stehen unter anderem ferngelenkte Aufklärungsflugzeuge auf der Lieferliste.

    USA wollen Aufklärungsdrohnen an Syrien liefern - SPIEGEL ONLINE
    So, so, Kenia aufruesten fuer den Kampf gegen die somalischen Milizen. Wenn man aber sieht wer die somalischen (aber auch eritreaeischen) Milizen unterstuetzt, kann man sich nur an den Kopf greifen. Katar und Saudi-Arabien finanzieren den Spuk in Somalia, das ist nun mal kein Geheimnis.
    Also somalische Milizen sind boese, syrische Aktivisten sind gut, obwohl beide von den gleichen Maechten und aus gleichen Motiven finanziert werden, einfach unfassbar.
    Weiterhin gibt es seit Neuem auch ein weiteres Gebiet in dem Al Qaida/Islamisten ihr Unwesen treiben, der Nord-Mali. Na ja, Kolateralschaden des arabischen Fruehlings.
  4. #4

    Es gibt die Farben Schwarz und Weiss und viele Farbtoene dazwischen

    Zitat von geleb Beitrag anzeigen
    Aber wer schert sich in linken Kreisen denn noch um Logik und Kohärenz der eigenen Aussagen. Das hat man ja gar nicht nötig. Der Westen führt Krieg um Öl (Anteil amerikanischer Firmen am irakischen Ölgeschäft 16%, Export nach China 78%) und liefert Waffen an Schurkenstaaten aus purer Boshaftigkeit, mit denen später dann die eigenen Soldaten getötet werden (90% der Opfer in Afghanistan durch primitive Sprengfallen aus z.T. Düngemitteln).

    Ach, muss das schön sein, wenn man in dieser einfachen Welt lebt.
    Nur zwei Anmerkungen (wobei viele andere moeglich waeren)
    - Bei Irak, da wurde doch von den Amerikanern als Argument angebracht, nur wer sich an dem Feldzug gegen Irak beteilige wuerde auch bei der Verteilung der Schuerf- und anderen Rechte auf Erdoel beruecksichtigt (ging damals hauptsaechlich an die Adresse Frankreichs)
    - Zu den Waffenlieferungen, in einem Interview zur Zeit des Libyenkrieges wurde der franzoesiche Waffenexporteur Dassault gefragt, ob er denn Bedenken gehabt haette wenn die (dann doch nicht verkauften Rafales an Gadaffi), also franzoesische Waffen gegen franzoesische Truppen eingesetzt wuerden. Die Antwort war erstaunlich: Wenn ein Kunde eine Ware kauft, dann will er sie auch ausprobieren (einsetzen). Soviel zum Argument dass Waffen aus Waffenvdrkaeufen nicht eines Tages gegen eigene Truppen eingesetzt werden.
  5. #5

    Zitat von seine-et-marnais Beitrag anzeigen
    - Zu den Waffenlieferungen, in einem Interview zur Zeit des Libyenkrieges wurde der franzoesiche Waffenexporteur Dassault gefragt, ob er denn Bedenken gehabt haette wenn die (dann doch nicht verkauften Rafales an Gadaffi), also franzoesische Waffen gegen franzoesische Truppen eingesetzt wuerden. Die Antwort war erstaunlich: Wenn ein Kunde eine Ware kauft, dann will er sie auch ausprobieren (einsetzen). Soviel zum Argument dass Waffen aus Waffenvdrkaeufen nicht eines Tages gegen eigene Truppen eingesetzt werden.
    1. Ich hätte dafür gerne einen Beleg.
    2. Es ging bei dem Geschäft darum, dass alte, libysche Mirages wieder flugfähig gemacht werden sollen. In jedem Fall waren es uralte Gurken, die gegen ein halbwegs modernes Kampfflugzeug keine Chance gehabt hätten.
    3. 99,9% des libyschen Schiess- und Fluggeräts waren "Made in the USSR".
  6. #6

    Der Beleg:

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    1. Ich hätte dafür gerne einen Beleg.
    2. Es ging bei dem Geschäft darum, dass alte, libysche Mirages wieder flugfähig gemacht werden sollen. In jedem Fall waren es uralte Gurken, die gegen ein halbwegs modernes Kampfflugzeug keine Chance gehabt hätten.
    3. 99,9% des libyschen Schiess- und Fluggeräts waren "Made in the USSR".
    Dieses Interview von Dassault im Parlamentsfernsehen hat Geschichte gemacht Dassault et les armes de Kadhafi : «Quand on vend du matériel, c'est pour que les clients s'en servent » - SudOuest.fr, und es ist ein offenes Staatsgeheimnis dass Sarkozy Gadaffi Waffen, Dassaults Rafales und Kernkraftwerke verkaufen wollte. Pierre und Paul (entspricht Hinz und Kunz ) wissen das. Kadhafi, un client de choix pour les armes françaises - Le Point Sarkozy, le gros trou de mémoire libyen
  7. #7

    @ Heinz und Kunz: nur zur Vervollständigung

    Wenn man die an Libyen gelieferten Lockheed C-130, die Aermacchis aus Italien und die Bells und die Chinooks usw. abzieht, so war der Rest vielleicht 99,9% made in Ex-UdSSR ... aber das alles hat nichts mit Kenia zu tun.

    Kenia ist ein weiteres trauriges Kapitel in den Annalen der UN und leider ein höchst erfolgreiches der internationalen Waffenindustrie - aus Ost und West!
  8. #8

    Valides Geschäftsmodel

    Gestern belieferte man die Taliban , heute ihre Gegner. Übermorgen wieder die Taliban. Die eigenen Firmen helfen natürlich beim Aufbau wenn das Land in Schutt liegt.








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