Geplante Waffendeals: USA rüsten Verbündete in Nahost massiv auf

Kampfjets für Saudi-Arabien, Panzer für den Irak: Während der Konflikt mit Iran sich verschärft, will Washington seine wichtigsten Partner in der arabischen Welt mit milliardenschweren Waffenlieferungen*stärken. Dabei sind die Geschäfte sogar in der US-Regierung umstritten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...806153,00.html
  1. #30

    Binsen

    Zitat von josifi Beitrag anzeigen
    Darf ich bei dem ganzen USA-Bashing mal dran erinnern, dass auch die BRD eine Ladung Kampfpanzer an Saudi-Arabien liefern will?
    Und sowieso der drittgrößte Waffenexporteur ist?
    Das ist, so denke ich, hier allen bewusst und auch Teil der Kritik am eigenen Land. Nichtsdestotrotz bleibt die USA der größte und skrupelloseste Kriegstreiber, und auch zweifellos ganz objektiv die größte Kriegsverbrechernation seit 45 - eundeutiger Historie diesbezüglich.
  2. #31

    fundiert

    Zitat von josef rosenberg Beitrag anzeigen
    Statt einer ernsthaften Diskussion lese ich hier nur wieder plumpen Antiamerikanismus.
    Also mein Antiamerikanismus, wenn man es so nennen will, denn das ist ja ein völlig absurder und total unpassender Begriff, ist gar nicht plump sondern höchstfundiert, geschichtlich/empirisch/usw. - das wird bei den meisten hier so sein. Die anderen darf man sicher als Ignoranten und Medienopfer bezeichnen, denn mit offenen Augen darf schliesslich jeder durchs Leben gehen.
  3. #32

    Sine amicitia vita est nulla

    Zitat von HansOch Beitrag anzeigen
    Habe jetzt mal wieder eine Dokumentation amerikanischer Herkunft über das Imperium Romanum gesehen. Grottenschlecht, wenn man die vergleicht mit der Serie, in der der neben anderen Fachleuten auch der Generral a.D. Reinhard kommentiert.

    Die jetzt von mir gesehene Serie fällt die absurdesten historischen Wertungen, die ich jemals vernommen habe. Cäsar war unabhängig gegenüber der Korruption, weil er sich ein grosses Vermögen erworben hat. Und andere Blüten mehr.
    Hauptfrage, die die Macher - neben dem opulenten, wenn auch z. T. völlig falschen Einsatz von Kostümen und Pferden umtrieb war die danach, wann ein Imperium zerbricht. Das kommt dabei heraus, wenn man nur noch private Dokukanäle hat, wenn Historiker sich ihre Brötchen beim Pentagon verdienen müssen.

    Der bescheidene Film kommt zu der Auffassung, das Reich zerbricht, wenn es überdehnt ist. Obwohl sich die amerikanischen Freunde ja damit zu begnügen scheinen, alles ins Chaos zu stürzen und kämpfen lassen, scheinen sie doch sehr von der Angst - vor der Überdehnung geplagt zu sein. Die Welt ist wohl kein globales Dorf von Freunden? Eine schöne Gemeinschaft wie die längst vergangenen US-Vorstädte mit ihren Nachbarschaften?
    Hajü
    Dies gilt nur im menschlich persönlichen Umfeld. Dies gilt nicht bei Geschäftsbeziehungen, wozu ich zwischenstaatliche Beziehungen auch dazuzähle. Wenn schon Latein, dann das hier auch noch:

    Qui desiderat pacem, bellum praeparat
  4. #33

    Gerne,

    Zitat von NochNeMeinung Beitrag anzeigen
    Derart unqualifizierte Behauptungen sind leider häufig im dann nicht mehr politischen Diskurs. Dem Unwissenden sei mitgeteilt, dass eine Mindestvoraussetzung für Faschismus das Fehlen der Demokratie ist. Dass die Wähler sich nicht gegen die Abschaffung von Bürgerrechten wehren, ist bedauerlich, aber nicht entscheidend für das Wesen des politischen Systems. Mit der Faschismuskeule sollte man besser sparsam umgehen. Wenn schon die USA ein "faschistischer Polizeistaat" sein sollen, was ist dann bitte ein Staat wie Nordkorea?
    Nordkorea ist eine stalinistsiche Diktatur mit konfuzianischem Unterbau.

    Leider, und ich betone leider, verwandeln sich die USA tatsächlich in einen faschisitischen Polezeistaat. Angekommen sind sie noch nicht - haben aber ein Gutteil des Weges zurückgelegt.

    Lager, wo man ohne Grund weggesperrt wird, sind Ihnen gewiss bekannt?
    Allmächtige Geheimdienste auch?
    Eine gewissenlose Führungsclique mit Steuerung durch die Wirtschaft auch?
    Ständige Überfälle auf andere Staaten auch?
    Bespitzelung der eigenen Bevölkerung auch?

    Es bitter dies zu sehen, vorallem wenn man glücklich war einer Diktatur entronnen zu sein.
  5. #34

    Demos, das Volk!

    Zitat von NochNeMeinung Beitrag anzeigen
    Dem Unwissenden sei mitgeteilt, dass eine Mindestvoraussetzung für Faschismus das Fehlen der Demokratie ist.
    Der US-Senat hat mit 86 zu 14 Stimmen den National Defense Authorization Act of 2011 (NDAA) verabschiedet, der die unbeschränkte militärische Inhaftierung von amerikanischen Staatsbürgern ohne ordentliche Anklage und Rechtsverfahren erlaubt.

    Wo erkennen Sie hier noch Demokratie?
  6. #35

    also bitte...

    Zitat von Doctor Feelgood Beitrag anzeigen
    Ich muß gestehen, daß mir die Russen und Chinesen ebenfalls weitaus vertrauenswürdiger erscheinen! Zudem sind sie - im Gegensatz zu den USA und GB - nicht dauernd damit beschäftigt, andere Länder zu bombardieren.
    Schlußendlich darf ich Sie darauf aufmerksam machen, daß auch in den gepriesenen westlichen Demokratien Menschen wegen ihrer politischen Überzeugungen im Gefängnis sitzen - natürlich NUR zur Verteidigung der Demokratie.....
    Was macht Russen und Chinesen denn bitte "Vertrauenswürdiger" als die USA ?? Ein Beispiel würde mir schon genügen.

    Und das diese beiden nicht andauernd damit beschäftigt sind "andere Länder zu Bombadieren" liegt möglicherweise daran das diese beiden andere Länder einfach besetzen und annektieren. Was bitte glauben sie machen die mit Tschetschenen oder Tibetern ? Nur weil sie darüber nicht ständig neues in BILD oder SPON lesen, bedeutet das nicht das die Welt dort in Ordnung ist.
    Welch Lupenreiner Demokrat der Genosse Putin ist durften wir den kürzlich abgehaltenen Wahlen in Russland ja erleben. Und wann wurde eigentlich in China das letztemal frei gewählt ?

    Und zu guterletzt würde ich gerne wissen wo und wer in "westlichen Demokratien" im Gefängnis sitzt, weil er/sie die Regierung kritisiert hat.

    Sie sollten doch, auch bei all ihrem Hass auf die USA und unsere Westlichen Werte, sachlich und realistisch bleiben.
  7. #36

    irgendwie, ergibt sich der leise verdacht, dass das system hat, eine armee (am besten eines landes, der reiche ressourcen hat) voellig zu zerstoeren - vor allem die flugzeuge und panzer, die sind am teuersten - und dann, nach ein paar jahren (oder noch schneller) diesen wieder die gleichen waffen zu verkaufen...
    wenn sarkozy anfaengt mirrage kampfjets an libyen zu liefern, wird dieser verdacht weiter bestaetigt...

    die waffen an saudi arabien sind - regionalpolitisch - keine grosse sache. jeder, der die saudis gut kennt, erahnt, dass das nur spielzeugwaffen sind, die - hoechstens - gegen die eigene unbewaffnete bevoelkerung eingesetzt werden koennen. aber in der regel ist das auch nicht noetig, dafuer haben sie ja genug geld. und die panzer und flugzeuge zerfallen langsam im wuestensand wie eh und je... saudis interessieren sich ueberhaupt nicht fuer alles militaerische, die kaufen den amis die waffen bloss als freundschaftsdienst ab. das wissen die israelis und alle anderen auch.

    und ueber dem iran: iran muss! atomanlagen bauen (zur stromerzeugung) - sonst kollabiert die wirtschaft, die muessen schon jetzt unmengen an energie von aussen kaufen. dass die die anlagen auch militaerisch nutzen wollen, ist zunaechst nur eine moeglichkeit (wenn auch ziemlich wahrscheinliche) - und eine bombe, wenn sie sie denn fertig kriegen, ist aus strategischen betrachtungen gar nicht so schlecht fuer sie... dann waeren die amerikaner auch vorsichtiger mit ihren drohungen...
  8. #37

    Titel

    Zitat von Wunderheiler Beitrag anzeigen
    Naja. Ich glaube nicht, dass Ihnen Russland und China da lieber wäre. Amerika mag ein Schwein sein, aber von den 3 großen Schweinen USA, Russland und China ist die USA wohl noch das sympathischste Schwein, mit dem man noch am besten ausgekommen kann.
    Aber nur so lange wie man auf der Seite der USA ist steht man auf der anderen Seite sieht es anders aus. Nein Europa muss sich emanzipieren und sich vereinen um so eine vierte Macht auf der Welt zu bilden um so als Vorbild mit unseren hohen moralischen, sozialen und solidarischen Werten ein Gegenpol zu setzen und den anderen Staaten eine Alternative zu bieten.
  9. #38

    Die Dummheit der USA ist unfassbar

    Wie schafft man es als Land so Geschichtsresistent zu sein wie USA?
    Wie bekommt man es hin immer und immer wieder die gleichen Fehler zu machen?

    Die Antwort ist ganz einfach: Für den militärisch industriellen Komplex der USA sind das keine Fehler. Es sind glänzende Geschäfte!

    Mann rüstet den Iran auf! Geschäft!!
    Dann rüstet man den Irak auf! Geschäft!
    Dann rüstet man den Irak ab indem man eigene Materialverluste hat!
    Doppelgeschäft!!

    Egal wie unglaublich kurzsichtig und dämlich die Politik auch anmuten mag. Es geht immer nur um das gleiche!

    Geschäft!
  10. #39

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das langfristige Ziel der USA, den Irak als regionales Gegengewicht zu Iran aufzubauen, ist gefährdet, wenn die Regierung in Bagdad näher an den schiitischen Gottesstaat in Teheran heranrückt.
    Das war der Irak mal. Unter Saddam. Aber die jämmerliche US-Marionettenregierung kann den Irak nicht zusammenhalten. Heute haben die Perser gute Chancen, den schiitischen Teil des Iraks einfach zu schlucken. Vielleicht muss man vorher einen Bürgerkrieg vom Zaun brechen, aber das wäre für Teheran auch kein Hindernis.


    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Der Iran wird ja bestimmt bald Saudi Arabien und den Irak angreifen und die USA wollen doch bloß helfen!!! (Ionie Ende).
    Nunja, der Iran ist die aufsteigende Lokalmacht (nachdem nach Saddams Sturz keiner mehr da ist, der sie unter Kontrolle halten kann) und Saudi-Arabien steht sowieso immer mit einem Bein im Umsturz.

    Dass der Iran die Saudis allerdings tatsächlich militärisch angreifen müsst, um den Staat zu zerschlagen, das ist tatsächlich Unfug. Da hat Saudi-Arabien genug Selbstzerstörungspotential, das man nur lostreten muss.


    Zitat von luwigal Beitrag anzeigen
    Apropos Iran und Atomwaffen ...
    Die sind für den Iran so etwas von nutz- und sinnlos und ich verstehe nicht, was die sich in Teheran davon versprechen.
    Tja, vermutlich sehnen sie sich nach dem Paradies.
    Der Einsatz derartiger Waffen wäre Selbstmord.
    Nutz- und sinnlos? Hallo? Nordkorea hat Atomwaffen und sonst gar nichts zu bieten, und es kann den Rest der Welt erpressen, sein Volk zu ernähren.
    Der Iran ist eine Lokalmacht, umgeben von Feinden und hält sich nebenbei noch für Gottes Vertretung auf Erden. Und da soll es so überraschend sein, dass sie welche wollen? Wer Atomwaffen hat, wird respektiert. Punkt.


    Zitat von drouhy Beitrag anzeigen
    Noch enttäuschender ist die sklavische Ergebenheit einer Presse, die jedes Kriegsabenteuer mitmacht, statt es zu hinterfragen.
    Auflagen und Einschaltquoten kriegt der, der das beste Material hat. In Kriegszeiten hat nur die Regierung das beste Material. Wer also weiter Material bekommen will, um mit der Konkurrenz mithalten zu können, darf es sich mit der Regierung nicht verderben.


    Zitat von NochNeMeinung Beitrag anzeigen
    Dem Unwissenden sei mitgeteilt, dass eine Mindestvoraussetzung für Faschismus das Fehlen der Demokratie ist. Dass die Wähler sich nicht gegen die Abschaffung von Bürgerrechten wehren, ist bedauerlich, aber nicht entscheidend für das Wesen des politischen Systems.
    Stimmt. Da ist es viel entscheidender, dass die Regierungsgewalt seit Ewigkeiten nur zwischen zwei Parteien hin- und herpendelt, dass Präsidenten wechseln aber führende Seilschaften in den Parteien, in Wirtschaft und Militär die Gleichen bleiben.
    Also... die USA faschistisch? Nein. Aber auf einem guten Weg dahin.


    Zitat von Layer_8 Beitrag anzeigen
    Und wer hat's erfunden? Verfolgte Europäer, welche in den USA wenigstens ihres Lebens sicher waren.
    Das Adjektiv "verfolgt" ist nur leider überhaupt kein Zeugnis geistiger oder moralischer Überlegenheit. Auch im Dritten Reich hat man Kinderschänder verfolgt.