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Geplante Luftangriffe vor Somalia: EU will Piraten auch im Landesinnern jagen

dapdAuch aus der Luft will die EU an der somalischen Küste gegen die Piraterie vorgehen. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE sollen dabei Angriffe bis zwei Kilometer ins Landesinnere hinein erlaubt sein. In Berlin regt sich Protest gegen die erneute Ausweitung des Mandats.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...823845,00.html
  1. #1

    Warum so kompliziert

    a) Jeden Schiffsverkehr an der Küste Somalias als Piraterie erklären und sofort angreifen/versenken.

    (Führt dazu das die normale Küstenbevölkerung kein Einkommen mehr hat)

    b) Ein Kopfgeld von 100 Dollar pro totem Piraten anbieten
    (gibt der Bevölkerung eine neue Einkommensmöglichkeit)
  2. #2

    Falls sich jemand tatsächlich dafür interessieren sollte,

    WARUM manche Afrikaner zu "Piraten" werden, dann sehe er sich doch einmal diesen Film an:
    "Vergiftete Geschenke - Wie die EU Afrika in die Armut treibt"
    Vergiftete Geschenke-Wie die EU Afrika in die Armut treibt 1/10 - YouTube
    (1. Teil, von dort aus weiter)
    Wenn ich etwas abgrundtief hasse, dann ist es Verlogenheit.
  3. #3

    Hilfloses Flügelschlagen der Polithühner

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch aus der Luft will die EU an der somalischen Küste gegen die Piraterie vorgehen. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE sollen dabei Angriffe bis zwei Kilometer ins Landesinnere hinein erlaubt sein. In Berlin regt sich Protest gegen die erneute Ausweitung des Mandats.

    Geplante Luftangriffe vor Somalia: EU will*Seeräuber auch im Landesinnern jagen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Präventions- und Strafmaßnahmen gegen diese Strolche sind grundsätzlich keine schlechte Idee.

    Allerdings scheint es äußerst fraglich, ob man mit militärischen Mitteln polizeiliche Aufgaben umsetzen kann.

    Noch unterhalten die Piraten keine chicen Büropaläste, die z. B. als "Chamber of Piracy" leicht auszumachende Ziele wären.

    Zum anderen muß man wohl davon ausgehen, daß die Herren möglicherweise Geiseln als menschliche Schutzschilde einsetzen werden.

    Einzig gezielte Kommandounternehmen sind dazu geeignet, Abschreckung zu bewirken.

    Alles andeere ist Bürokraten-/ Politikeerquatsch mit Soße.
  4. #4

    Titellos

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... Fall schleifte eine aufgebrachte Menge die Leichen der Piloten durch die Hauptstadt Somalias.
    Liebes SPON-Team, das ist falsch. Die geschändeten Soldaten waren keine Piloten, sondern die beiden Delta Force Scharfschützen Gordon und Shugart.

    Ansonten hat das SPD Argument durchaus was wahres. Sollte ein Hubschrauber notlanden müssen, selbst wenn das Mandat das deckt, haben wir ein schönes großes Problem.
  5. #5

    "In einer Analyse argumentierten kürzlich Experten des Bundesnachrichtendienstes (BND) in kleiner Runde, dass die kleinen Basen der Piraten kaum von denen normaler Fischer zu unterscheiden seien, die Gefahr von Kollateralschäden bei Luftangriffen sei damit hoch. Zudem würden mögliche Luftschläge nur dazu führen, dass die Piraten ihre Benzinlager weiter ins Hinterland oder in von Zivilisten bewohnte Dörfer verlegen würden.
    Solche Bewegungen würden für den Geheimdienst auch das Lokalisieren von Geiseln der Piraten erschweren."

    Hiermit ist alles gesagt, es würde nur zu einer weiteren Eskalationsstufe führen, nach den Erfahrungen von Afghanistan wäre auch die Falkenfraktion gut beraten kleinere Brötchen zu backen.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die deutschen und internationalen Einheiten der bisher rein maritimen EU-Anti-Pirateriemission "Atalanta" sollen künftig in Somalia Piraten und deren Logistik bis zwei Kilometer ins Landesinnere hinein bekämpfen dürfen.
    Besteht eigentlich auch die Bestrebung, in Deutschland die Piraten bis zwei Kilometer ins Landesinnere bekämpfen zu dürfen?
  7. #7

    Zitat von gegenrede Beitrag anzeigen
    Hiermit ist alles gesagt, es würde nur zu einer weiteren Eskalationsstufe führen, nach den Erfahrungen von Afghanistan wäre auch die Falkenfraktion gut beraten kleinere Brötchen zu backen.
    Falsch, das Problem hierbei ist, das nur halbe Sachen gemacht werden. Es dürfte klar sein, das Luftangriffe auf einem 2km breiten Küstenstreifen nicht die Lösung sein können (ist ja nicht so, dass die Somalis keine Zeitung lesen könnten, gehen sie halt 2,5km ins Hinterland). Das ist ein typisch europäischer, bürokratischer und halbherziger Kompromiss.
    Wollte man WIRKLICH gegen die Piraten vorgehen, dann bräuchte man die militärische, polizeiliche, wirtschaftliche und politische Komponente, das heißt: Piraten auf hoher See und an Land aufspüren und ihre Basen vernichten, ja. Aber dann mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und nicht mit Helikoptern, die ohne Bodenaufklärung gar nicht wissen können, was genau in dieser spezifischen Wellblechhütte ist. Das heißt aber auch, und das mag dem ein oder anderen Forumsfritzen zuerst ganz doll böse vorkommen: Die Rädelsführer durch Kommandounternehmen entweder zu fangen oder noch besser zu töten. Das heißt außerdem, wirtschaftliche und politische Hilfe zu leisten und Ursachen für Armut und Piraterie zu bekämpfen.

    Kurz gesagt, man versucht hier Symptome und nicht die Krankheit zu heilen.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch aus der Luft will die EU an der somalischen Küste gegen die Piraterie vorgehen. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE sollen dabei Angriffe bis zwei Kilometer ins Landesinnere hinein erlaubt sein. In Berlin regt sich Protest gegen die erneute Ausweitung des Mandats.

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    auch aus der luft will man die piraten jagen ?

    ein solcher satz unterstellt ja irgendwie das man sie derzeit auf see jagen würde, was aber definitiv nicht der fall ist.

    man nimmt sie freundlich auf den bw-schiffen auf, beköstigt sie (natürlich werden eigens dafür religiös korrekte piraten-lunchpakete vorgehalten) und dann ?
    dann übergibt man ihnen ein schlauchboot mit dem sie an land fahren, das schlauchboot wird dann am strand von einem bw-hubschrauber aus zerstört.

    so sehen derzeit die abläufe aus und falls jemand meint ich halluziniere kann er ja gern mal googeln.

    künftig wird man dann wohl am strand ein piraten-lunch-büffet aufbauen mit fahrservice hinter die 2 km-zone.
    die fahrzeuge zerstört man dann vom hubschrauber aus, man will ja schliesslich was gegen die piraten tun.
  9. #9

    Man muss die Piraten da bekämpfen wo man sie kriegen kann.
    Es darf keine sicheren Rückzugsräume geben. Ansonsten bekommt man das Problem nie in den griff.


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