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Geopolitik*nach 9/11: Die Lüge vom humanitären Krieg

Mit den Anschlägen von New York begann der Kolonialismus des 21. Jahrhunderts, erklärt der britische Intellektuelle Tariq Ali in einem Beitrag für SPIEGEL ONLINE. Ob Afghanistan-Krieg oder Libyen-Einsatz - die*vorgeblich humanitären Interventionen sollen nur die Dominanz der USA und ihrer Verbündeten sichern.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...784452,00.html
  1. #50

    das übliche

    wenn libyen und 9/11 ein "willkommener vorwand" für die usa waren, scheint die imperalistische interessenspolitik mit blick auf die enorme staatsverschuldung aber gewaltig gescheitert zu sein. die langfristigen schäden sind enorm - da werden auch die eventuell(!) geopolitischen vorzüge nichts dran ändern.

    der "intellektuelle" artikel ist einseitig und (so abgedroschen es auch klingt) antiamerikanisch - passt aber gut zur leserschaft hier. amerika, dicht hasst sichs halt besser.
  2. #51

    differenzieren

    Zitat von Torfstecher Beitrag anzeigen
    Wir haben es hier grundsätzlich mit inkompatiblen Gesellschaftsmodellen zu tun. Auf der einen Seite der fortschrittliche Westen, auf der anderen die rückständige islamische Welt.
    Vor allem haben wir es mit Vorurteilen, einfachen Sichtweisen und Stimmungsmache zu tun, nicht wahr?
    Wußten Sie, daß in vielen muslimischen Ländern Zins oder Zinseszins verboten sind? Wissen Sie, was eine der größten Problemursachen in unserer fortschrittlichen westlichen Welt ist? Die Verteilungsfrage durch das Zinssystem.

    Wissem Sie wodurch viele Volkskrankheiten verursacht werden? Falsche Ernährung und Darmentzündungen. Fasten würde vielen überfetteten Freßhalsen zu etwas Zurückhaltung verhelfen.
    Klar, zwei Beispiele machen aus einer angeblich rückständigen Gesellschaft keine fortschrittliche, aber es sollte aufhören die Welt pauschal in "gut" und "böse" einzuteilen.

    Die Freiheit in unserer westlichen Welt ist zwar aktuell gefährdet, aber in der Sache immer noch großartig. Gleichzitig hat diese Freiheit auch das Böse in Form von Abzockern im Finanzsektor entfesselt.

    Klug ist, differenziert und mit Respekt zu urteilen.

    Murmel.
  3. #52

    Völlig realitätsferne Kriegsgründe

    Zitat von Von F. Beitrag anzeigen
    Bitte mal mit seriöser Quellenangabe verlinken. Danke
    Wie wäre es mit diesem Link:
    http://www.becklog.zeitgeist-online....-bombardieren/
    Prima das der Westen dieses Land endlich befreit hat. Es war sicherlich das Notwendigste auf dem Erdball...
  4. #53

    Die Geister, die ich rief...

    Zitat von Wolf_68 Beitrag anzeigen
    Wenn dem so ist, dann kann man die Taschen packen und weg aus Afghanistan und es wieder den Taliban überlassen - so schnell es nur geht.
    Eine Option wäre gewesen, gar nicht erst reinzugehen. Damit meine ich aber Sowjet- und amerikanische Truppen gleich zu Beginn des ganzen Filzes. Schon mal Gedanken darüber gemacht, wie viele Taliban es überhaupt gab vor der "Nordallianz"?
  5. #54

    Orwell

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit den Anschlägen von New York begann der Kolonialismus des 21. Jahrhunderts, erklärt der britische Intellektuelle Tariq Ali in einem Beitrag für SPIEGEL ONLINE. Ob Afghanistan-Krieg oder Libyen-Einsatz - die*vorgeblich humanitären Interventionen sollen nur die Dominanz der USA und ihrer Verbündeten sichern.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...784452,00.html
    Nach 9/11 wurde ein rechtsfreier Raum für Geheimdienste geschaffen, der keinen Vergleich mit autoritären Systemen mehr scheuen muss. Die Grundprinzipien der westlichen Demokratien wurden dabei willentlich verkauft und verraten.

    Und während der ORF diese Orwell'schen Zustände in den USA und Europa beklagt - Der Aufbau des Kontrollstaats - Überwachung im rechtsfreien Raum - will uns SPON erklären, dass wir es ja gar nicht anders wollen:
    Die Europäer sehen die USA einer Studie zufolge mehrheitlich positiv, begrüßen die Anti-Terror-Politik von Präsident Obama und favorisieren "strong leadership". Immer vorne dabei: die Deutschen.

    Für wie dumm halten uns eigentlich diese Hofberichterstatter?
  6. #55

    Wenn Sie schon Vergleiche ziehen,

    Zitat von rosomak Beitrag anzeigen
    "Die USA und ihre europäischen Verbündeten haben die Ereignisse des Jahres 2001 lediglich als Vorwand benutzt, um die Welt neu zu ordnen und diejenigen Staaten abzustrafen, die sich nicht fügen wollten."

    Die Kernlüge in dieser Aussage besteht darin, dass sie verschweigt dass von diesen Ländern durchaus ein Aggressionspotential ausgeht. Eine Aggression die selbst vor Massenmord durch Suizid nicht zurückschreckt. Damit muss man fertig werden wenn man z.B. Brite ist. Oder doch eher nicht?
    müssen Sie schon z.B das Aggressionspotential der drangsalierten Afghanen mit dem der Besatzer oder das der seit Jahrzehnten unterdrückten Palästinenser mit dem Ihrer Peiniger vergleichen. Es wird immer Wunschdenken von Ewiggestrigen bleiben, daß man den "Kreuzfahrern" von heute, Blumen zuwerfen und alle Tore weit öffnen sollte.
  7. #56

    ....

    Zitat von gehacktes Beitrag anzeigen
    Fragen Sie Ihre Eltern oder

    Ansonsten gilt:
    "The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants." - Thomas Jefferson
    Ob diese Zitat sinngemäß zum Thema paßt, können vermutlich nur die Völkerrechtler beurteilen... Ich, rein subjektiv, empfinde sie, wie eine, die von einem Politkomissar kommt, der die Todgeweihte für ihren letzten Kampf pushen will... Sorry, nicht für ungut.
  8. #57

    Wow …

    … tatsächlich mal ein Artikel der einfach aneinanderreiht was ist. Schade dass SPON dafür erst ausländische Autoren bemühen muss um mal ein derart einleuchtendes Werk abzuliefern. Wer hat den denn zur Veröffentlichung freigegeben *g* dem sei nochmals besonders gedankt.

    Da gibt es übrigens noch einen feinen Auswuchs der zu dieser Geschichte gehört und der noch vor Jahrzehnten als undenkbar galt: Erinnern sie sich mal an die Todesschwadronen, das Thema Präventivtötung, Todeslisten … alles heute ganz normal, wir fahren durch die Lande und schießen die Leute ab wenn sie auch so einer Liste erscheinen … Link. Und niemand regt sich mehr darüber auf? Mit welchem recht werden da eigentlich andere und frühere Despoten dafür kritisiert? Ach, die töteten aus verwerflichen Motiven … wir töten jetzt für Freiheit und Demokratie? Sorry jetzt hab ich's verstanden.

    Ja und wie wäre es denn nun in der Folge mal etwas härter an den ganzen übrigen Lügen zu arbeiten die 9/11 noch so umgeben, statt nur die daraus erwachsenen „Humanitären Kriege“ zu beschreiben. Den Rückschluss sollte man durchaus nicht außer acht lassen … wer unter fadenscheinigen und erlogenen Bedingungen in den Krieg zieht (heißt dann Verteidigung), der kann ganz generell nicht unbedingt die besten Absichten nicht haben …
  9. #58

    ?

    Zitat von HolyGhost Beitrag anzeigen
    Wer heute den NATO-Einsatz in Libyen ähnlich kritisiert, setzt sich perfiden, persönlichen Anfeindungen durch Westentaschen-Cheguevaras aus,
    ...was kein Wunder ist, denn es handelt sich nicht um einen NATO - Einsatz, sondern um ein von Frankreich initiiertes Gemeinschaftsprojekt diverser Staaten.
  10. #59

    Zitat von AFH Beitrag anzeigen
    Natürlich haben gewisse Leute ein Problem damit, wenn der Welt "westliche Werte" wie Menschenrechte und Demokratie aufgezwungen werden sollen. Man kann dann halt nicht mehr im Namen der eigenen Ideologie .....
    Ach meinen Sie diese westlichen Werte der Demokratie wie wir sie im Moment innerhalb Europa erleben?.
    diese Demokratie die es erlaubt Demos mit Schlagstöcken zu beenden?, (siehe Spanien Demos und Griechenland Demos und Stuttgart 21 Demo).
    Da frage ich mich wirklich über welche Demokratie wir hier sprechen !!.








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