Ich bin wieder einmal fasziniert, wie diese angeblich "Kulturschaffenden" ihre "Schnorrerleidensstory" in die Medien wie den "Spiegel" unterbringen können. Mir kommen gleich die Tränen. Wieder einmal ein völlig überhöhtes Thema:
Das Postfuhramt und die darin enthaltene Foto-Gallerie machen dicht, weil das ganze Areal umgebaut werden soll (wenn es tatsächlich umgebaut und nicht nur für Spekulationszwecken unverändert vorgehalten wird). Jedes Provisorium endet einmal. Deswegen stirbt die Oranienburger Strasse oder die Stadt Berlin nicht. Die müssen sich halt eine neue Location suchen, die vermutlich teurer ist. Die billige Nachwendezeit dürfte auch in Berlin vorbei sein.
Noch weniger gilt dies m.E. für das Tacheles, das von bestenfalls kunstgewerblich schaffenden Schnorrern okkupiert ist. Man hat 20 Jahre nahezu 0 Miete in Berlin Mitte bezahlt und ist seinen kleinen profitablen Geschäften nachgegangen. Das will man natürlich nicht aufgeben. Aber auch hier ist jetzt Schluss. Niemand kann ein millionenschweres Grundstück in zentraler Lage über Jahre liegen lassen, nur damit einige unbedeutende "Kunst-"Freaks ihren Geschäften nachgehen können. Die zahlen ja nicht mal ihre Wasserrechnung. Der Förderverein des Tacheles ist pleite. Die meisten der früheren "Künstler" sind nicht mehr da. Vor 20 Jahren hatte das Tacheles noch eine gewisse folkloristische Bedeutung aber heute ist es nur noch ein Schandfleck, der beseitigt gehört.



