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Gentechnik: Bakterien verwandeln Seetang in Biosprit

Bei der Suche nach Erdöl-Alternativen richtet sich der Blick aufs Meer: Algen könnten Bioethanol liefern, wenn sie nur gut zu verarbeiten wären. Nun berichtet ein Biotech-Unternehmen von einem wichtigen Fortschritt. Gentechnisch veränderte Bakterien haben den Seetang geknackt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...810155,00.html
  1. #1

    Endlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Suche nach Erdöl-Alternativen richtet sich der Blick aufs Meer: Algen könnten Bioethanol liefern, wenn sie nur gut zu verarbeiten wären. Nun berichtet ein Biotech-Unternehmen von einem wichtigen Fortschritt. Gentechnisch veränderte Bakterien haben den Seetang geknackt.

    Gentechnik: Bakterien verwandeln Seetang in Biosprit - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Geil! Und wenn die Bakterien mal aus den Labors entkommen, ziehe ich an die Küste und fülle meine Spritkanister direkt aus dem Meer. Wer braucht schon Fische und die anderen Lebewesen, dann können wir endlich unseren ganzen Abfall im Meer versenken, Gewissensbisse wegen Zerstörung von Lebensräumen brauchen wir und dann nicht mehr machen. Es lebe die Gentechnik!
  2. #2

    ich glaube, sie haben da eine etwas verdrehte vorstellung von der "funktionsweise" dieser bakterien.
    die algen werden durch die bakterien nur anerob (unter ausschluss von sauerstoff) zu ethanol verarbeitet. anerobe umgebung findet sich dort, wo diese algen wachsen, jedoch nicht. die bakterien arbeiten nach dem gleichen prinzip wie die von uns so geliebte bakterien, die unser pils alkoholisch machen und diese haben meines wissens noch nicht zum kollaps eines ökosystems beigetragen.
    und selbst wenn diese bakterien ethanol ins meer ausscheiden würden, würde dieser von anderen bakterien aerob (mit sauerstoff) zu CO2 weiterverarbeitet werden.
  3. #3

    nicht ganz richtig

    Zitat von BöHsling Beitrag anzeigen
    ich glaube, sie haben da eine etwas verdrehte vorstellung von der "funktionsweise" dieser bakterien.
    die algen werden durch die bakterien nur anerob (unter ausschluss von sauerstoff) zu ethanol verarbeitet. anerobe umgebung findet sich dort, wo diese algen wachsen, jedoch nicht. die bakterien arbeiten nach dem gleichen prinzip wie die von uns so geliebte bakterien, die unser pils alkoholisch machen und diese haben meines wissens noch nicht zum kollaps eines ökosystems beigetragen.
    und selbst wenn diese bakterien ethanol ins meer ausscheiden würden, würde dieser von anderen bakterien aerob (mit sauerstoff) zu CO2 weiterverarbeitet werden.
    aber fast.
    Unser Pils wir immer noch von Hefen alkoholisch gemacht
    und die verarbeiten den Zucker genauer den Malzzucker.
    Der beim mälzen aus den Kohlehydraten der Gerste entsteht.
    Da man Algen wohl nicht mälzen kann, braucht es eben Bakterien
    die den Allohol (hicks) direkt aus den Kohlehydraten herstellen können.

    Der Rest war schon ok. Kommen nämlich die armen Sklaventierchen
    mit Sauerstoff in Berührung gehen sie jämmerlich ein.

    Aber unserer Lieben Ökofreunde brauchen mal wieder ein kuscheliges Feindbild.
    Lassen wir ihnen die Freude. Wir wissen es besser. ;-)
  4. #4

    Ach, das halt mal scho aus

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    . Kommen nämlich die armen Sklaventierchen
    mit Sauerstoff in Berührung gehen sie jämmerlich ein.
    Na, so schlimm isses nich'.
    Escherichia coli ist fakultativ anaerob.
  5. #5

    Danke für den Hinweis

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Na, so schlimm isses nich'.
    Escherichia coli ist fakultativ anaerob.
    Jetzt musste ich echt mal in die Wiki schauen.
    denn "fakultativ anaerob" erschloss sich mir nicht gleich auf Anhieb.

    Ok da bin ich mit den armen Tierchen wohl etwas hart umgegangen.
    Wobei Tierchen, wie ich grad lese, auch nicht ganz richtig ist.
  6. #6

    Vibrionen nehmen alles krumm

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    "fakultativ anaerob" erschloss sich mir nicht gleich auf Anhieb.
    .
    vornehm für: "kann mit und ohne" (Luft)


    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    Ok da bin ich mit den armen Tierchen wohl etwas hart umgegangen.
    Wobei Tierchen, wie ich grad lese, auch nicht ganz richtig ist.
    Ich glaub, die kleinen Scheißerchen* werden's nicht krumm nehmen.
    Falls doch, droht Durchfall :-)

    *Darmbakterien, die reichlich im menschlichen Exkrement vorkommen.
  7. #7

    Re

    Zitat von dummbrummjewski Beitrag anzeigen
    Geil! Und wenn die Bakterien mal aus den Labors entkommen,
    Ich bin hier ja als Kritiker der Freisetzung von GVOs in die Biosphäre bekannt, aber in diesem Falle denke ich, muss man sich wenig Sorgen machen. Es gibt schon diverse Bakterienstämme, in die man Plasmide mit interessanten Genen eingebracht hat - das macht man heute in fast jedem Genetik-Grundkurs an den Universitäten. Die im Artikel genannten Bakterien stürzen sich jetzt ja auch nicht auf die lebenden Braunalgen, sondern sind "nur" in der Lage, deren spezielles Kohlenhydrat ab- bzw. umzubauen - wenn man es ihnen vorgereinigt in die Nährlösung gibt.

    Etwas ähnliches gibt es ja auch bei Termiten: diese Insekten nehmen zellulosehaltige Nahrung auf, und die anaeroben Darmbakterien zerlegen diese in verwertbare Saccharide. Setzt man die Termiten einer Atmosphäre mit erhöhtem Sauerstoffpartialdruck aus, so daß die Sauerstoffkonzentration im Darm ein bestimmtes Niveau übersteigt, sterben die Bakterien ab und die Termiten verhungern.
  8. #8

    Prost

    Dieses Bakterium brauche ich für meine Verdauung!
    Ich werde dann Vegetarier und brauch mir keinen Schnaps mehr zu kaufen. Geil.
  9. #9

    Meersalat

    Zitat von alles_wisser Beitrag anzeigen
    Dieses Bakterium brauche ich für meine Verdauung! Ich werde dann Vegetarier und brauch mir keinen Schnaps mehr zu kaufen. Geil.
    Da kann man sehen, daß die kreative Auseinandersetzung mit neuen Erfindungen zu ganz neuen Anwendungsmöglichkeiten führt !

    Eine hübsche Idee. Allerdings muss man dann wohl regelmäßig Seetang essen, um blau zu werden.


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