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Genmais-Rattenversuche: Forscher wollen Hinweise auf Toxizität gefunden haben
Der Streit um die Sicherheit von gentechnisch verändertem Mais geht in eine neue Runde: Französische Forscher wollen in einer Studie an Ratten Hinweise auf Toxizität gefunden haben, vor allem Leber und Nieren sollen betroffen sein. Die Studie ist jedoch wissenschaftlich umstritten.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...674189,00.html
- #1 26.01.2010 16:31 von
"Genmais"
Wieso verwenden eigentlich vorgebliche seriöse Medien solche Unsinnswörter wie "Genmais"? Der Begriff ergibt schlichtweg keinen Sinn, da kein Mais ohne Gene existiert, logischerweise. Wenn man also schon eine kernige Bezeichnung sucht, wieso nicht einfach "Gentech-Mais"?
Ähnlich verhält es sich mit dieser völligen Pauschalisierung. Die Studie hat sich schliesslich mit drei spezifischen Sorten befasst, ein Rückschluss auf gentechnisch veränderten Mais im Generellen ist dadurch natürlich nicht möglich und entsprechende Aussagen in dem Artikel unhaltbar. Zumal da der fehlende Zusammenhang ja eigentlich offensichtlich ist: Gentechnik ist lediglich eine technische Methode, kann also per se keine bestimmten Auswirkungen haben, diese können nur in Bezug zu der konkreten Veränderung stehen. Weshalb der "Gentech-Mais" für sich auch keine spezifische Wirkung oder sonstige Attribute haben kann, sondern halt nur die jeweiligen existierenden Sorten.
Kurzum: Das sprachliche Niveau des Artikels ist einer Rubrik "Wissenschaft" nicht würdig. Das ist maximal tumbes Boulevard-Niveau, insofern sollte man das Ganze vielleicht besser zu "Panorama" verschieben.. - #2 26.01.2010 16:32 von
flüssiger als flüssig = überflüssig
.....zu keiner Zeit habe irgendeine Gefahr für die Bevölkerung bestanden...............
- #3 26.01.2010 16:52 von
Verschwörungstheoriengeblubber
Das ganze ist eine Ente die bei Weitergen (http://www.scienceblogs.de/weitergen...ei-criigen.php) schon umfassend aufgedeckt wurde. Auf den Panikmacheversuch aufzuspringen finde ich bedenklich und zeugt von Wissenschaftsignoranz!
- #4 26.01.2010 16:55 von
Ein insgesamt widerwärtiges Spiel
Mir fällt auf, daß sich "Das Spiel" immer wieder wiederholt.
Hier eine genmanipulierte Maissorte oder ein mit neuen Wirkstoffen angereichertes Arzneimittel mit auffällig
unzureichend unterlegten Wirkungsnachweisen. - Dort Ex-
pertisen von unabhängigen Forschern.
Die Herstellerseite preist ihre Produkte hinsichtlich des Gefährdungspotentials für die Verbraucher als uneinge-schränkt ausreichend getestet an und verwirft das Gegen-
teil andeutende Testergebnisse generell als unzureichend.
Der Verbraucher ist der Tragik hilfslos ausgeliefert, weil
beide ein Stück weit recht haben. - Hersteller beschän-
ken den notwendigen Forschungsumfang aus Kostenoptimie-
rungsgründen; unabhängigen Testern sind aus ähnlichen
Gründen breiter angelegte Testfolgen unmöglich.
Vor der Markteinführung scheitert ein Zusammentreffen an
der Geheimnistuerei der Hersteller; nach der Markteinfüh-
rung wird sich wegen der befürchteten Verluste unerbitt-
lich bekriegt.
Auf der Strecke bleibt z. B. der Landwirt, der seine Kühe
über einen längeren Zeitraum mit genmanipulierten Mais
gefüttert hat und ein objektiv feststellbares Dahinsiechen
seines Tierbestandes beobachtet.
Auf der Strecke bleiben Produzenten und Verbraucher natür-licher Nahrungs- und Genußmittel, die sich auf den letzt- lich alles ausgleichenden Evolutionsprozeß allen Essbaren verlassen.
Vor diesem Hintergrund ist die Großzügigkeit Brüssels
schlicht unverständlich. - Da die EU-Mitgliedsstaaten
nach wie vor die exekutive Hoheit besitzen, sollten
sie darauf achten, daß genmanipulierte Produkte ihren
Märkten solange ferngehalten werden, bis deren Unbedenk-
lichkeit ohne wenn und aber nachgewiesen ist. - Nach
dem Verursacherprinzip hat der Hersteller einen solchen
Nachweis zu führen. Das Nachweisverfahren hat der Staat
festzulegen.
Jordan Sokoł - #5 26.01.2010 17:00 von pu_king81
Toxizitaet
Liegt es nun an der Technologie oder doch eher am Herbizid bzw. Insektizid? Klaert mich doch bitte auf!
P.S.: Gabs eigentlich auch ne Vergleichsgruppe welche mit BIO-Mais entsprechend gefuettert wurde? Falls nicht so hat die Studie ueberhaupt keine Aussagekraft! - #6 26.01.2010 18:04 von
Zeit
Unbedenklich bei bestimmungsgemässem Anbau...
Na klasse. Ob Tiere auch wissen wie sie bestimmungsgemäss mit diesem Mais umgehen müssen?
Wer kann die Auswirkungen nur dieses Mais über, sagen wir mal, 100 Jahre betrachten?
Das grosse Bienensterben 2006 hat nichts mit diesem Mais zu tun?
Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Mich erinnert die Gentechnik unheilvoll an den Zauberlehrling von Goethe.
Die Geister die ich rief werd´ ich nun nicht mehr los.
Bei DIESEM Lehrling kam der Meister noch rechtzeitig.
Bei diesen machbar-ist-alles Forschern, wird auch da ein Meister rechtzeitig kommen?
Was denken Sie? - #7 26.01.2010 18:06 von EuliX
Wer informiert falsch… ?
… das Standortregister des Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, oder der Spiegel?
Unter http://apps2.bvl.bund.de/stareg_web/showflaechen.do kann ich nur Flächen finden, auf denen der geplante Anbau von Genmais (vor allem MON810) verboten wurde.
Die 0,18% der gesamten Anbaufläche von Mais als Genmais, die der Spiegel erwähnt, stehen dazu in krassem Gegensatz.
Ich bitte die Spiegel-Redaktion um Aufklärung. - #8 26.01.2010 18:35 von
Es gibt nur einen ehrlichen Weg
1. Der Hersteller/Entwickler 'neuer' Lebewesen muss aktiv nachweisen, dass sein Produkt (auch bei versehentlicher Auswilderung) keinen Schaden anrichtet. (Ich denke da z.B. an eine sich unkontrolliert in Kanda ausbreitende Maissorte, die gegen jedes aktuelle Herbizid resistent ist und damit selbst zum 'Unkraut' geworden ist!)
2. Sollte dieser Nachweis gelingen, ist jedes zugelassene Endprodukt inklusiv aller Zwischenprodukte DEUTLICH als 'gentechnisch manipuliert' zu kennzeichnen, damit der Verbraucher über den Erfolg solcher Produkte mitentscheiden kann.
Um Missverständnisse zu vermeiden: Es geht hier nicht um züchterische Auswahl, die langfristig auch genetische Veränderungen bewirkt, aber den natürlichen Evolutionsmechanismus nicht aushebelt. Es geht um die synthetische Konstruktion von 'Leben' (eine Fruchtfliege wird sich niemals mit einem Maiskolben paaren).
Alles andere Ge-Eiere um Kennzeichnungsverordnungen usw. halte ich für simplen, Profit gesteuerten Betrug, der auch entsprechend kriminalisiert werden muss. - #9 26.01.2010 22:33 von Maenander
Klingt nach viel Lärm um nichts
Es wurde in Studien ja auch schon gezeigt, dass Handystrahlung Krebs erzeugt...
Solange die allermeisten Experten diese Studie verwerfen, bin ich zufrieden. Mit einer methodisch schlechten Studie kann man so ziemlich alles zeigen.
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