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Genforschung: Wie sich Bettwanzen vor Pestiziden schützen

Wenn sich Bettwanzen in einem Haus festsetzen, sind sie nur schwer zu vertreiben. Die Plagegeister sind gegen viele Pestizide immun. Genetiker haben jetzt ihr Erbgut untersucht, damit sie besser bekämpft werden können.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...740569,00.html
  1. #1

    Viel zu kompliziert

    Wieso nicht Borsalz? Habe ich bestens gegen Flöhe eingesezt. Bis jetzt habe ich noch keinen Report gesehen, der das zumindest ansprach!
  2. #2

    Resistenzen

    Zum Verschwinden der Bettwanzen gibt es noch eine weitere These, nämlich die weltweit unaufhaltsame Zunahme der Schaben in diesen Jahren. Die Kakerlaken fressen gerne Bettwanzen und ihre Eier.

    Zur Rückkehr der Bettwanzen gibt es sogar mindestens zwei Alternativ-Theorien.
    Die Schaben verschwanden erst vor wenigen Jahren aus den Ritzen, mit der Einführung hochwirksamer Köderverfahren. Entsprechend nehmen die Bettwanzen zu. Von anderen wird das Ende der Großraum- und Flächenbehandlung gegen Schaben für die Zunahme der Bettwanzen verantwortlich gemacht.

    Ab der 10. - 15. Anwendung eines jeden Wirkstoffs muß mit Resistenz gerechnet werden. Die Resistenzbildung wird durch den Mißbrauch von Pestiziden beschleunigt. Spätestens seit Global 2000 (1980) kann keiner mehr sagen, er hätte das nicht gewußt. Bettwanzen haben bis zu 10 Generationen pro Jahr. Das hängt hauptsächlich von der Temperatur ab. Entwicklungsstopp ist bei etwa 13°c. Es ist also eine Frage der Zeit, bei jedem Gift; Grund genug, mal in eine andere Richtung zu schauen, auch aus Kostengründen.

    Zum Schutz vor Bettwanzen gibt es viele Möglichkeiten. Das beginnt mit kompetenter Aufklärung über die Biologie dieser Schädlinge. Vorsorge und Wachsamkeit, Früherkennung vorher bzw. flankierende Maßnahmen, Erfolgskontrolle und laufende Überwachung nach der Bekämpfung sind Hausaufgaben für die Eigenverantwortung Gestochener. Alle sind für die nachhaltige Abwehr der Plagegeister unerlässlich.
    Ein weiteres Essential ist die Zeit: Je länger die Blutsauger Zeit hatten, sich ungestört zu entwickeln, desto schwerer wird es, sie wieder los zu werden. Sofortige Behandlung ist daher angesagt

    Wer Resistenzen vermeiden helfen will, muß den Gifteinsatz auf die Fälle beschränken, in denen es keine Alternative gibt. Von einer solchen sparsamen Verwendung der für Notfälle lebensnotwendigen Wirkstoffe sind wir in der Praxis der Schädlingsbekämpfung insbesondere in Deutschland noch Lichtjahre entfernt, obwohl das Knowhow und die Konzepte international längst vorhanden sind. Chemische Schädlingsbekämpfung ist unbedingt den Fachunternehmen zu überlassen; Referenzen verlangen!

    Bettwanzen vollständig zu erwischen ist eher Kunst als Frage des richtigen Mittels, denn sie leben tief in den Ritzen versteckt. Bei vielen „Resistenzen“ dürfte es sich in Wirklichkeit um Behandlungsfehler handeln.


    @naturhuf: Borsalz wirkt nur als Frassgift. Da Bettwanzen und ihre Kinder nur Blut saugen, geht es ihnen buchstäblich am A*** vorbei. Das ist bei Flöhen anders. Deren Kinder fressen Schmutz. Soweit ich weiß, ist es nur noch für den Holzschutz zugelassen
  3. #3

    klar, einfach weiter drauf schlagen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sobald man die Mechanismen, mit denen die Bettwanze den Pestiziden entgeht, besser versteht, könnte man auch effektivere Mittel gegen sie entwickeln, hoffen die Forscher.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...740569,00.html
    Damit die Biester auch dagegen wieder resistent werden. Für mich sieht die Logik ganz einfach aus. In unseren Betten stellen wir Menschen eine riesige Nahrungsquelle für die verschiedensten Insekten dar.
    Und die Natur findet einen Weg sich diese Nahrungsquelle zu nutze zu machen. Und wenn wir die Bettwanzen erfolgreich ausgerottet haben, kommt garantiert die nächste Plage... die wir wahrscheinlich auch noch selbst ausgelöst haben und wieder mit der Wissenschaft bekämpfen um weitere Plagen zu haben... irgendwie drehe ich mich im Kreis.
  4. #4

    Doch, doch!

    Zitat von ephas@t-online.de Beitrag anzeigen
    @naturhuf: Borsalz wirkt nur als Frassgift. Da Bettwanzen und ihre Kinder nur Blut saugen, geht es ihnen buchstäblich .....
    Doch , doch, das hilft, denn es trocknet auch das Ektokelett aus :-) Oder Kieselerde - wäre auch einen Versuch wert!
  5. #5

    Bor

    Zitat von Naturhuf Beitrag anzeigen
    Wieso nicht Borsalz? Habe ich bestens gegen Flöhe eingesezt. Bis jetzt habe ich noch keinen Report gesehen, der das zumindest ansprach!
    Weil Borverbindungen inzwischen als beim Menschen krebseregend eingestuft sind.
  6. #6

    Kakerlaken

    Zitat von ephas@t-online.de Beitrag anzeigen
    Die Kakerlaken fressen gerne Bettwanzen und ihre Eier.
    Wenn das stimmt gibt es ja schon ein ein ideales Mittel gegen Bettwanzen, oder sind Kakerlaken in irgendeiner Weise auch schädlich?
  7. #7

    Bor & Kiesel: total verschieden

    Zitat von Naturhuf Beitrag anzeigen
    Doch , doch, das hilft, denn es trocknet auch das Ektokelett aus :-) Oder Kieselerde - wäre auch einen Versuch wert!
    nö, aber danke für den Einwand!
    Erklärung:
    Kieselerde hat noch gefehlt. DIE trocknet und wirkt NUR bei Kontakt.
    Bor ist ein Gift für die Zellatmung in den Mitochondrien. Da kommt es von außen nicht dran.

    Fazit:
    Bor ist den Wanzen wurscht.
    Kiesel - qualifiziert eingesetzt - hilft, sogar dauerhaft.
  8. #8

    Keimschleuder Kakerlake keine Alternative, es sei denn, ...

    Zitat von Ishibashi Beitrag anzeigen
    Wenn das stimmt gibt es ja schon ein ein ideales Mittel gegen Bettwanzen, oder sind Kakerlaken in irgendeiner Weise auch schädlich?
    ... Sie fangen die fleissigen Jäger danach wieder ein - knusprig gebraten sind sie ganz lecker.
    Kakerlaken sind Keimschleudern Erster Güte und daher leider keine sinnvolle Alternative.
    Als Fressfeinde der Wanzen kommen übrigens auch Ameisen in Frage. Wer z.B. Pharaoameisen hat, braucht sich weiter keine Sorgen zu machen. Das ist allerdings nur ein schwacher Trost, denn auch da sind die Bettwanzen - hygienisch und aus heutiger Sicht - trotz den Stichen das geringere Übel.
  9. #9

    Sehr schöner Beitrag. Danke

    Zitat von ephas@t-online.de Beitrag anzeigen
    Zum Verschwinden der Bettwanzen gibt es noch eine weitere These, nämlich die weltweit unaufhaltsame Zunahme der Schaben in diesen Jahren. Die Kakerlaken fressen gerne Bettwanzen und ihre Eier.
    Zur Rückkehr der Bettwanzen gibt es sogar mindestens.....
    Ich möchte noch meine Praxis zur Vermeidung der Einschleppung ins eigene Haus oder Wohnung dazu tun, nachdem das durch den Tourismus für alle zivilisierten Ländern zum Problem geworden ist: wenn ich aus Indien komme stelle ich das gesamte Gepäck in die Badewanne. Dann ziehe ich mir alles vom Leib und stecke es sofort ohne zu schütteln in die Waschmaschine gleich daneben. Das Moskitonetz als erstes gleich dazu. Und dann wird alles durchgewaschen einschliesslich Seesack, den ich für solche Länder benutze statt Koffer usw.. Die Kakerlaken sofern dabei, haben keine Chance aus der Badewanne zu entkommen. Und die Wanzen samt Eiern in den Kleidungsstücken usw. überleben den 60° Waschgang nicht. Schuhe werden bei 60°C in der Backröhre gegart. Ich habe noch nie etwas eingeschleppt. Etwas weniger Vorsichtige schon!!!








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