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Generation Boomerang in den USA: Mama,*darf ich wieder bei*Dir einziehen?

Wie*ein*Boomerang*kommen sie zurück:*Fast sechs Millionen jüngere Amerikaner*ziehen*wieder*bei*Mama und Papa ein,*weil sie ihren Job verloren haben oder nach der Uni erst gar keinen finden. Sie heiraten nicht, sie*kriegen keine Kinder - und werden deshalb jetzt zum Politikum.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...797286,00.html
  1. #50

    Gut, dass es

    Zitat von Alias_aka_InCognito Beitrag anzeigen
    In früheren Zeiten haben sich Leute ohne feste Jobs und Einkommen durchgebissen, sind täglich in den Überlebenskampf gezogen, waren zäh, hart und ausdauernd.
    Dieser Lebensstil war aber auch kultiviert und .....
    noch harte Männer, was sag ich, Helden, wie Sie gibt.
  2. #51

    .

    Ein System das auf ständiges Wachstum angewiesen ist um zu überleben wird irgendwann scheitern müssen. Ich habe nichts gegen den Kapitalismus, aber es kann nicht sein das wir in Zeiten leben wo es selbstverständlich ist das Menschen Vollzeitarbeitsstellen haben und der Verdienst trotzdem nicht zum leben reicht, wodurch der Staat mittels Hartz IV etc. aufstocken muss.

    Das hierbei die Menschen wieder vermehrt in Großfamilien langfristig zusammen leben werden erscheint nur logisch, da ja auch Kosten für z.b. Altenheime etc. nicht mehr bezahlbar sein werden. In Japan ist das auch nicht anders, hier leben zum Teil sogar mehrere Generationen zusammen, schlicht weil das Leben in bestimmten Gebieten einfach zu teuer ist.

    Es wird in Deutschland langfristig vermutlich stark zunehmen, da viele junge Menschen entweder keine Arbeit haben oder zum Großteil im Mindestlohnsektor bzw. der Leiharbeit angesiedelt sind, bzw. befristete Verträge haben. Jemand der wenig Geld verdient und damit potentiell Schulden machen wird trägt nie langfristig gesehen zur Gesellschaft bei bzw. kann an dieser nicht teilnehmen, er wird eher wenn er sich überhaupt etwas aufbauen kann in die Privatinsolvenz gehen müssen (gerade wenn Schicksalsschläge wie Krankheit, Arbeitslosigkeit etc. einen treffen).

    Die schlimmsten Ausläufer dieser Aussichtslogiskeit hinsichtlich Jobs, Verdienst etc. gepaart mit Konsumsucht bzw. deren Propagierung durch die Konzerne sah man vor kurzem in England: die Menschen sind plündernd durch die Straßen gezogen und haben was mitgenommen? Konsumgüter! Es ist schon bezeichnend das das einzige Geschäft eines großen Einkaufszentrums das nicht geplündert wurde eine Buchhandlung war.

    Zum Thema "früher war alles besser": früher war sicher nicht alles besser, aber die früheren Zeiten und das heute sind kaum vergleichbar. Während früher ein Taschenrechner bzw. Radio Luxus waren und entsprechend gekostet haben ist es heute eben ein z.b. ein iPhone. Was jedoch meiner Ansicht nach stark angestiegen ist sind die Kosten die man nicht vermeiden kann (Heizöl, Benzin, Lebensmittel etc.), also alles das was nicht unter dem Begriff Luxus, den man sich aus einer Laune heraus gönnt, läuft.
  3. #52

    Früher war alles besser

    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    Bauen sie mal ein Haus, dann werden Sie feststellen, wie groß der Facharbeiter-Mangel ist. Bauverzögerungen von mehreren Monaten sind die Regel! Gerade die heutigen Häuser mit effizienten Heiz-Systemen und Datenbus-gesteuerter Elektrik verlangen vom Projektingenieur und vom Handwerker viel; wenn man dann die Leistung bekommt.
    Die Bauverzögerungen sind immer ein Managementproblem und haben erst mal recht wenig mit dem Facharbeiter zu tun.
    Grundschätzlich hat es in den letzten 30 Jahren ein Lohnsprung eine Stufe nach unten gegeben. Ein durchschnittlicher Ingenieur bekommt Netto und inflationsbereinigt so viel, wie damals ein Meister. Der Meister soviel, wie damals der Facharbeiter und der Facharbeiter soviel, wie damals ein Hilfsarbeiter. Der Hilfarbeiter hat heute den prekären Niedriglohnjob. Auf der anderen Seite gab es auch eine starke Aufwärtstendenz bei der Ausbildung und eine starke Anforderungserhöhung bei den technischen Berufen. Mit anderen Worten: Wer halt solch eine Technologie, wie eine Datenbus-gesteuerte Elektrik durchdringt, der studiert heute. Da für solche Arbeiten aber keine Ingenieure (zu teuer), sondern lieber (billige) Facharbeiter genommen werden, muß man sich halt nicht wundern, wenn die auf dem Schlauch stehen, wenn mal was vom Schema F abweicht.
    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    ich bin fest davon überzeugt, daß in Deutschland gute Facharbeiter und Ingenieure(mit aktuellem know-how) kein Arbeitsplatz-Problem haben!
    Nö. Die Zeiten sind lange vorbei. Wir haben in allen Bereichen ein Überangebot an Bewerbern auf die jeweiligen Stellen. Da reicht es völlig aus, weils immer nur der Zweitbeste auf dem Bewerberstapel zu sein. Dank Bachelor/Master-System und dem privatwirtschaftlichen, tertiären Bildungssektor wird es immer schwieriger die Leistungen der Bewerber zu bewerten und angemessen zu würdigen.

    Auf der anderen Seite ist die Bezahlung immer schlechter und die Anforderungen an räumlicher Flexibilität und massig unbezahlten Überstunden werden immer größer. Wer sich bedingungslos diesen Anforderungen unterwirft, der ist zwar „maximal“ flexibel, bekommt aber im Laufe der Zeit ein schlechtes „Standing“, weil nach dem dritten Umzug auch die letzten ernsthaften Sozialkontakte futsch sind. Welche Beziehung oder gar Familie macht so etwas auf die Dauer mit? Zumal die Partnerin heute in der Regel auch in „die Bütt“ muß, weil sonst das Einkommen nicht reicht? Jede Firma bekommt im Laufe der Zeit halt die Mitarbeiter, die sie verdient.
  4. #53

    ....

    Zitat von mhwse Beitrag anzeigen
    ......
    Die Regierungen der USA haben für einen kurzen Gewinn Boom den meiner Meinung nach irreparablen Fehler gemacht, die sozialen Puffer einzusparen.
    US Regierungen fallen nicht vom Himmel, die werden demokratisch gewählt. Gut... manchmal gibt es ein wenig Nachhilfe, wenn das Ergebnis unerwünscht auszufallen droht.
    Aber, es ist doch trotzdem erfreulich, dass die Amerikaner jetzt von den Konsequenzen dessen eingeholt werden, was sie da permanent zu Präsidenten Dartellern wählen... finden sie nicht?

    Zitat von mhwse Beitrag anzeigen
    Nur mit einem gewaltigen Kraftakt, gegen den Willen der Konservativen könnte ein Rollback stattfinden.
    Sie belieben zu scherzen... "gegen den Willen der KOnservativen"? Von wem denn, "Mr Change"? Der ist doch bei jedem einzelnen Politikpunkt als erstes mal den Republikanern in den Allerwertesten gekrochen, um nachzufragen wie die es denn gerne hätten.... Haben sie die letzten drei Jahre durchgeschlafen?

    Zitat von mhwse Beitrag anzeigen
    Vermutlich werden aber grosse Teile der USA auf 2 Weltniveau in Bildung und Einkommen zurückfallen.
    Ich habe immer grosse Schwierigkeiten das breite Grinsen aus meinem Gesicht wieder wegzubekommen, wenn ich sowas lese...

    Zitat von mhwse Beitrag anzeigen
    Die reichen Küstenstädte bzw. mini Staaten, könnten ähnlich wie die reichen EU Länder darüber nachdenken sich finanziell und politisch abzutrennen..
    Da meinen, sie jetzt wohl Orte wie St Barbara? Denn alle die grösseren als das, sind ja selber Pleite und hoch verschuldet
    South Dakota könnte, nur... vor genau 150 Jahren fing schon einmal ein Sezessionskrieg wegen sowas an. Und machen sie sich jetzt bloss nicht lächerlich und behaupten der hätte damals der Sklavenbefreiung gedient. Nicht mal in amerikanischen Schulen wird solche Heuchelei noch gelehrt..
  5. #54

    ....

    Zitat von loky mcqueen Beitrag anzeigen
    ...... Verantwortlich dafür sind kaputte, korrupte beschiessen neoliberale Politiker wie die der Union samt ihrer upgefuckten Plutokraten der FDP. Dazu gesellen sich dann Manager und "Bangster" die mittlerweile Krieg in der dritten Welt und das Leid eben besagter Generation in den Industrienationen nur noch als profitables Geschäft betrachten, aber nicht mehr den Menschen hinter den Zahlen sehen.....
    Ich glaube sie sollten sich ganz dringend mal irgendwo ganz ruhig hinsetzen und ihrer Beitrag nochmal durchdenken...

    "Verantwortlich dafür sind .... Politiker", ach wirklich? Die sind alle vom Himmel gefallen oder haben sich an die Macht geputscht? Sie wissen schon, dass DE eine ganz reale Demokratie ist, in der zumindest die Möglichkleit für den Urnenpöbel besteht sich eine Regierungen zu wählen, die SEINE Interessen vertritt? Dass die Masse, ganz freiwillig, lieber Kohl und Schöder und Merkel gewählt hat, das scheint ihnen entgangen zu sein?

    "Dazu gesellen sich dann Manager und Bangster"...
    Diese Leute haben die Aufgabe die Profite ihrer Konzerne zu maximieren und nicht für das Wohlergehen des ganzen Volkes zu arbeiten. Es wäre Aufgabe der Regierungen durch Regulierungen dafür zu sorgen, dass die Konsequenzen dieser Arbeit nicht zum Schaden der Bürger ausarten....

    Womit wir also wieder beim ersten Punkt dem Wähler wären, oder?

    Was genau also haben sie denn an der jetzigen Situation auszusetzen? Wo läuft denn etwas falsch ihrer Meinung nach?
    Es ist der Bürger/Wähler/Steuertzahler der jetzt die Konsequenzen seiner Wahl-Entscheidungen zu tragen, bzw. zu bezahlen hat.
    Wo genau sehen sie denn da ein Problem?
    Ich kann da nur Gerechtigkeit sehen....
  6. #55

    Nur ein neuer Krieg rettet die USA!!?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie*ein*Boomerang*kommen sie zurück:*Fast sechs Millionen jüngere Amerikaner*ziehen*wieder*bei*Mama und Papa ein,*weil sie ihren Job verloren haben oder nach der Uni erst gar keinen finden. Sie heiraten nicht, sie*kriegen keine Kinder - und werden deshalb jetzt zum Politikum.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...797286,00.html
    Das amerikanische Ratingunternehmen, welches Frankreich abgestuft hat, und anschließend wieder heraufgestuft hat, und dies als bedauerlichen Fehler begründet hat, zeigt die Probleme in den USA.
    Unglaubwürdig! Und dies als Weltmacht?

    Welche Fehler finden Sie weiter innerhalb der USA?
    Man sollte sich schon damit beschäftigen, wenn man in das Gelobte Land zieht, Altes Testament.

    Mein Glaube ist Christlich, aber Betrüger sind Sünder!

    Also wo stehen wir, betrogen von Partnern, die Hilfe benötigen, obwohl Sie unser System bedrohen.
    Geben wir Ihm die Zeit, oder nutzen wir unser Druckpotenzial, um dem Partner zu helfen.

    Europa darf also Angebote an Amerika stellen.
    Die UN ist mit dem Vetorecht überfordert.
    Fordert Europa doch dieses Vetorecht ein, weil es nicht mehr aktuell ist.

    Es geht uns, den Völkern doch nicht mehr um das Interesse von Staaten, uns geht es um das Interresse an Uns, die Menschen, die auf dieser Welt leben.
  7. #56

    aaa

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    bloed halt nur, dass viele amerikanische kids lieber was luftiges wie fotografie studieren oder "women studies" (kein scherz, gibts wirklich) und nicht informatik, engineering oder zumindest ein solides bachelor of business studium.
    Und wenn dann alle Informatiker sind, dann verdient der Informatiker nur noch einen Hungerlohn. Und was den "bachelor of business" betrifft. Genau, BWLer gibt es ja echt viel zu wenig. Hätten wir mehr, dann würden die uns schon aus der Misere herausrechnen. Produktiv sind die ja ohne Ende ...

    Wissen Sie, dieses "hättest Du doch ... studiert", das ist Unsinn. Niemand weiss wie der Arbeitsmarkt der Zukunft aussieht. Nur ein paar Irre machen Prognosen über Dekaden und dann liegen die auch noch regelmäßig komplett daneben. Die Leute sollen das studieren woran Sie wirkliches Interesse haben. Dann werden die auch gut. Vergessen darf man auch nicht, dass einigen ja ziemlich wenig anderes übrig bleibt. Bei den Chancen die wir unserer Jugend im Moment bieten heisst "Student" immerhin auch "nicht arbeitslos".
  8. #57

    Jugendarbeitslosigkeit und überalterte westliche Gesellschaften

    Hallo!
    Ist es nicht etwas zu kurz gegriffen, den jungen Arbeitslosen in der westlichen Welt Chancenlosigkeit aufgrund eines Diploms in "Womens´ studies" vorzuwerfen?

    Ich bin 39 Jahre alt, Dipl. Betriebswirt und gehöre in Bezug auf Bewerbungen für Jobs im qualifizierten Technologievertrieb zum alten Eisen.
    Das sollte man mal meiner Frau und meinem 1-jährigen Sohn erzählen...
    "Junge" Leute, die Ahnung von Technik haben und sich in verschiedensten kulturellen Umfeldern sicher bewegen können, wachsen aber auch nicht auf dem Baum.

    Wir befinden uns in der Altersfalle und fröhnen umso mehr dem Jugendwahn. Die wirklich jungen Leute hingegen bekommen, trotz häufig guter Ausbildung, keine oder miese Jobs. "Alles erwarten und nichts bezahlen wollen" findet man als qualifizierter Bewerber desöfteren vor.

    Dabei lassen wir uns zumindest in Europa unsere Alten richtig etwas kosten. Vorruhestand, Doppelrenten, Renten für DDR-Bürger u.s.w. belasten die paar jungen Leute, die hier noch arbeiten, zusätzlich. Die hohen Lohnnebenkosten treiben seit Jahrzehnten Unternehmen aus dem Land oder hemmen Investitionen.

    Eine junge Familie kann in deutschen Großstädten trotz 1,5 Jobs kein Haus mehr kaufen. In z.B. München leider auch deshalb, weil zahlreiche heute ältere Menschen ihre "Scholle" vor 40 Jahren zum Spottpreis gekauft haben und heute 700.000 Eur für ein Reihenhaus mit orangefarbenem Bad verlangen, um sich zusätzlich zur hohen Rente noch ein Polster zu schaffen. Die jungen Leute zahlen dabei doppelt. Die 500%-Rendite auf das Haus sowie die Rentenbeiträge.

    In den USA finden wir das Gegenextrem in einer Gesellschaft, in der jeder sich um sich selbst kümmert und man nur ist, was man verdient. Man schert sich nciht um Alte und Schwache, es gibt keine nennenswerte Sozialversicherung. Ein Haus ist schnell und meist billig gebaut und genauso schnell wieder verlassen.
    Eine veraltete Großindustrie reißt ganze Regionen in den Abgrund (Auto), das Leben auf Pump rächt sich nun.

    Möglicherweise sollte man es mit einem Mittelweg versuchen.

    Europa wird allein aufgrund der demographischen Entwicklung keine 20 Jahre mehr so weiter machen können wie bisher. Wir müssen unsere überalterten Gesellschaften sehr schnell grundlegend umbauen.
    Meinem Sohn kann ich sonst nur empfehlen, seine Koffer zu packen und in ein Land mit Wachstum und Chancen zu emigrieren. Spanisch werde ich ihm, sobald möglich, beibringen...

    Gruß,
    M.
  9. #58

    na und?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie*ein*Boomerang*kommen sie zurück:*Fast sechs Millionen jüngere Amerikaner*ziehen*wieder*bei*Mama und Papa ein,*weil sie ihren Job verloren haben oder nach der Uni erst gar keinen finden. Sie heiraten nicht, sie*kriegen keine Kinder - und werden deshalb jetzt zum Politikum.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...797286,00.html
    Ist doch in Deutschland genauso..., also, Frage: Ist dieser Artikel inhaltlich wirkilch so Aufsehen erregend?
    Nein!
  10. #59

    .

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    ... vielleicht haette der herr auch was anderes als ausgerechnet: "Kunstwissenschaft mit Schwerpunkt Fotografie" studieren sollen?

    auch in guten zeiten muss man mit so einem abschluss wohl laenger auf jobsuche gehen verglichen mit jemandem der business administration, engineering, languages oder aehnlich studiert hat....
    Eben. Und eine Aussage wie
    Und das ungewohnte Arrangement wird pragmatisch wie in einer WG gelöst - ein Mehrgenerationenhaushalt unter anderen Vorzeichen.
    "Ich konnte viel reisen, die Welt entdecken, und es war ein gutes Gefühl, dass meine Eltern für mich da sind", sagt Karl. "Aber irgendwann reichte es auch. Außerdem bekam ich immer mehr Aufträge als Fotograf."
    finde ich sehr zynisch. Der Artikel spricht zwar ein echtes Problem hier drüben an (wir leben mittlerweile in den USA), aber der dargestellte Fall wirkt fehl am Platz wenn ich mir ansehe, was hier tatsächlich los ist.

    Problem ist nach unserer Erfahrung zum einen, daß Leute tatsächlich für Unsummen sinnlose Abschlüsse machen. Mein Favorit und gerne studiert ist ... Anthropologie. Wird studiert weil es Spass macht und interessant ist. Aber hat keinerlei berufliche Konsequenz oder Vorbereitung.
    Und da leider die meisten Unis und auch Schulen niemanden durchfallen lassen, der Unterricht oft lächerlich flach ist (damit niemand durchfällt) und das "Nobody left behind" (Niemand wird zurückgelassen) Prinzip staatlich verordnet wurde, ohne zu erkennen, was das mit wenigen Mitteln bedeutet (Verlust an Abschlußwert bei steigenden Gebühren) ... ist die Entwicklung nicht verwunderlich

    Zum Anderen ist es leider so, daß die Leute einen unglaublichen Bezug zu Geld haben - nämlich keinen. Auf Kredit kaufen ist normal, das ganze System ist so aufgebaut, da es keinen sinkenden Schufa-Wert gibt, sondern eine steigende (sich verbessernden!) Kreditgeschichte. D.h. man bekommt bessere Konditionen, wenn man viel auf Kredit gekauft hat - und mit den x Kreditkartenangeboten auch Gegenfinanzieren kann. Beispiel eines Kollegen anfang 20, kauft sich auf Kredit einen Sportwagen (er will ja was hermachen), miese Konditionen, ach egal, nach einem Jahr Ratenzahlung hat sich seine Kreditgeschichte dramatisch erhöht, er wird bombardiert von Kreditangeboten mit niedrigen Zinsen, also nimmt er diese, zahlt damit die hohen Zinsen seiner schlechten Autofinanzierung - und verbessert weiter seine Kreditgeschichte. Solange das schneeballartig funktioniert und man genug Geld verdient, ist das machbar. Wenn dann aber der Geldfluß ausbleibt, bricht das System dominoartig zusammen, Strafgebühren, sinkender Wert Kreditgeschichte ... Und oft muß nicht mal der Job verloren gehn, die Leute geben einfach viel zu viel aus und verlieren den Überblick. Was hier Kollegen am laufenden Band für Wochenend-Kurztrips ausgeben, obwohl sie mit Mitte 30 noch in der WG wohnen, weil sie sich kein eigenes Apartment (in der Pampa) leisten können - unglaublich. Und sparen kommt niemandem in den Sinn, wie auch, man bekommt hier selbst auf Spar-Konten nur um die 0.5% Zinsen, Tagesgeld gibt es nicht, oft bekommt man mehr, wenn man mit dem Geld etwas kauft - nämlich 1-2% Rückzahlung ...

    Das ganze System ist also darauf angelegt, daß Leute konsumieren und nicht merken, was sie da für einen übermäßig luxuriösen Lebensstil finanzieren, während sie sich weiter bei den Eltern einquartieren und keine Rücklagen bilden, weil es ja sonst nicht geht ...








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