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Generation Bachelor: Optimiert und abgeschmiert

DPASchneller, besser, effizienter: Der Turbo ist das Markenzeichen der Generation Bachelor. Das kann man beeindruckend finden - oder langweilig. Denn wenn alle brillieren, fällt keiner mehr auf. Etwas wirklich Besonderes sind nun Lebensläufe mit Brüchen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...834713,00.html
  1. #1

    Personaler an die Macht

    Es scheint, als seien Personaler heute die führenden Meinungsgeber. Warum eigentlich?

    Es sind nicht die Studenten, die Logik-Knoten im Konzept haben. Studiert man zwei Jahre länger, ist man schlecht, da man mit dem harten System nicht zurecht kam.
    Studiert man in der 2 Jahre weniger, ist man schlecht, da man stromlinienförmig einem verschulten System gefolgt ist, statt Erfahrungen zu sammeln.

    Man man keine Praktika, hat man keine Erfahrung. Macht man Praktika, ist man schon etwas älter als die Konkurrenz.

    Personaler scheinen nicht zu verstehen, dass Erfahrung Zeit braucht. Den 25 jährigen, der 30 Praktika und trotzdem Regelstudienzeit geschafft hat, gibt es so nicht.
  2. #2

    Überbietungstendenz?

    ...ich würde es Rattenrennen nennen.

    Wie real oder realistisch diese Einschätzung "der Jugend" (diesmal in Gestalt des Bachelors) ansonsten ist, das sollte sich jeder selber anschauen.
  3. #3

    Kein Wunder

    Und sobald sich so ein Student mit indivuellem Lebenslauf beim Unternehmen bewirbt, hagelt es Absagen. Begründung: Kein Auslandssemester/nicht genügend Praktika/keine Praktika bei bedeutenden Firmen/kein auf den Job zugeschnittenes außeruniversitäres Engagement etc. (oder gleich keine Begründung, Anti-Diskriminierungsgesetz und wachsweiche Arbeitsweise der Personalabteilung sei's gedankt)

    Wenn die besagten Personaler in den Bewerbungsgesprächen Leute mit individuellem Lebenslauf vermissen, dann sollten sie nicht nur die aalglatten einladen. Zum individuellen Lebenslauf gehört etwas Mut, zum Unternehmertum und gutem Personaler auch.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schneller, besser, effizienter: Der Turbo ist das Markenzeichen der Generation Bachelor. Das kann man beeindruckend finden - oder langweilig. Denn wenn alle brillieren, fällt keiner mehr auf. Etwas wirklich Besonderes sind nun Lebensläufe mit Brüchen.

    Bachelor-Studenten: Eine Generation unter Druck - SPIEGEL ONLINE
    Der Inhalt dieses Artikels gefällt mir sehr, insbesondere der Satz:

    "Weil der Einzelne ständig seine Schwächen ausbügelt, könne er seine Stärken nicht finden"

    Mein Sohn wird davon profitieren, dass ich diesen Satz gelesen habe, ich denke über diesen Satz sollten auch noch viele andere Eltern nachdenken.
  5. #5

    Genau das erlebe ich als

    nach 27 jährigem Aufenthalt im Ausland mit einer Unmenge an gesammelter Erfahrung und Reife, allerdings ohne die von Deutschland verlangten zertifizierten Abschlüsse, scheint es mir nicht zu gelingen, einen Arbeitgeber zu finden, der auf all diesen Papierkram verzichtet und mir als wertvollem Mitarbeiter, der im Leben schon so einiges aufgebaut hat, eine reelle und vor allem ehrliche Chance zu geben. Das hab ich in keinem anderen Land erlebt.
  6. #6

    über den Bachelor (u. die meisten Master) kann man nur schmunzeln

    Zu was der Bachelor führt hätte man erkennen können, wäre man mal in die USA gegangen. Das Niveau ist unterirdisch. Jeder studiert halt mal, irgend ne Uni lässt sich immer finden. Jeder kriegt nen Abschluss. Das ist die DSDS-Generation – jeder will Superstar sein, die meisten sind nur peinlich.
    Naja, heute kann man ja schon auf dem zweiten Bildungsweg ein Master machen. Natürlich für Geld. Auf gut deutsch: man kauft ihn sich. Das sind Leute die haben vorher nie ne Uni von innen gesehen. Hauptsache man hat nen Master.
    Auf der anderen Seite lassen sich eben viele davon beeindrucken. Das war schon immer so. Wieviele wissen, dass Ärzte ihren 'Dr.' in ein oder zwei Jahren bekommen oder Promotionen auch zu zweit schreiben können? Mit Promotionen für die man 5 Jahre hart abeiten musste, hat das nichts zu tun. Aber wen interessiert das schon? Die Show ist doch alles was zählt!
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schneller, besser, effizienter: Der Turbo ist das Markenzeichen der Generation Bachelor. Das kann man beeindruckend finden - oder langweilig. Denn wenn alle brillieren, fällt keiner mehr auf. Etwas wirklich Besonderes sind nun Lebensläufe mit Brüchen.

    Bachelor-Studenten: Eine Generation unter Druck - SPIEGEL ONLINE
    somit werden gewisse entscheidungsträger aus der verantwortung genommen. wenn irgendwann alle bewerber gleich sind, brauchen sie sich nicht mehr zu rechtfertigen, wenn sie eine pflaume angestellt haben. ich frage mich nur wie ein unternehmen herausstechen will mit einer horde von turbostudenten, die auf gleichmacherei getrimmt wurden.
  8. #8

    optional

    Zitat:"Eine Abnabelung kann sich so aber schlecht entwickeln; am Grunde rumort immer die subtile Angst, die Eltern nicht zu enttäuschen. Studenten wie der Marburger Absolvent Marcel Wicker, 23, beschreiben gerade diese so verständnisvoll offen gehaltenen Multioptionen als Druck. "Egal, was du machst, wir unterstützen dich, es ist okay" - mancher Student entwickelt darüber unbemerkt eine Neigung, Anerkennung zu suchen und kaum noch für sich selbst zu studieren. " Ja wie sollen Eltern denn dann sonst reagieren? Mit Desinteresse? Dann verachlässigen sie ihre Kinder. Mit strenger Hand? Dann fühlen sich die Studenten erst recht gestresst. Zum Thema: Natürlich kann es sein, dass vielen Bachelor-Absolventen die Reife fehlt. Aber: Nur weil jemand zig Jahre ffürs Studium gebraucht hat und noch Ewigkeiten im Ausland Selbstfindung betrieben hat, heißt das ja auch nicht automatisch dass er die nötige Reife für den Beruf hat. Es heißt nur dass er älter ist. Ergo muss ein guter Personbaler erkennen können, ob jemand geistige Reife besitzt oder nicht, und dazu reicht weder ein optimierter Bachelor-Lebenslauf noch ein Trödel-Lebenslauf eines Magisters mit 10 Jahren Pause zwischendurch.
  9. #9

    Soll das ein Witz sein?

    Wer möchte bitte schön, daß jemand nachdenkt und Fragen stellt???? Oder sogar komplex denken kann? Ich bezweifel, daß auch nur ein Unternehmen daran ein Interesse hat. Und deshalb tut diese Generation, daß was ihr UMFELD ihr vermittelt hat: keine Fragen stellen, glatt studieren, nicht viel Mitleid haben und dann soll bitte das Geld rollen. Die Unternehmen sind dann überfordert mit solchen Kandidaten, weil sie Raubtier-Benehmen an den Tag legen, vielleicht bekommen die Unternehmen ja dann Angst??? Aber diese Generation wurde von Ihnen herangezüchtet, sollen die Unternehmen doch damit klar kommen. Und die Eltern werden auch in den Dienst genommen, die müssen bei dem Sozialsystem ja immer Angst haben um den Nachwuchs: denn sie sind rechtlich verpflichtet so oder so für den Nachwuchs aufzukommen bis er 25 ist. Diese Zusammenarbeit ist also von staatswegen gewollt. Das kommt allerdings im dem Artikel nicht vor. Wenn von staatswegen die Selbstständigkeit des Nachwuchses gefördert werden würden: Elternunabhängiges Bafög und Krankenversicherung, sähe die Situation anders aus. Aber jetzt sind ja erst einmal die Kinderkrippen dran.....Der Artikel hätte die ganze Situation mal tiefergehend durchleuchten können, jedoch bleibt er wie die Bachelorstudenten im Mainstream.








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