Na wenn ´s der wirtschaftlichen Gesundung hilfreich ist.
REUTERSGriechenland ist erneut zum Brandherd in der Euro-Krise geworden: Die Gewerkschaften legen aus Protest gegen Sparmaßnahmen das öffentliche Leben lahm, im Haushalt klaffen neue Milliardenlöcher. Wie dramatisch ist die Lage für das pleitebedrohte Land? Ein Überblick über die wichtigsten Fakten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-858006.html
Na wenn ´s der wirtschaftlichen Gesundung hilfreich ist.
das wäre dann zwar hart geworden, aber wir hätten uns davon schneller erholt, als diesen undankbaren Geldverschwendern, jedes Jahr Milliarden zu schenken.
Da gibt es doch keine Alternative.
Ich gehe jetzt für Griechenland arbeiten. Das ist mir die Solidarität wert!
Nicht Arbeiten dürfte keine Lösung sein. Auch in Deutschland wird massiv gekürzt, so sinken die Renten um mehr als 26%! (Rentenniveau von 51% auf 43% macht ca. 16% Kürzung, dazu zusätzlich 2 Jahre arbeiten, macht bei einer aktuellen Rentenbzugsdauer von 20 Jahren zusätzlich eine Kürzung von 10%). Dann ist künftig noch einer größer Teil steuerpflichtig, so dass um mehr als 1/3 gekürzt wird! Trotdem legt hier niemand die Arbeit nieder.
Also 6-Tage-Woche und 13 Stunden-Arbeitstage (von denen die Griechen höchstens 2 etwas tun) sind auch keine Lösung. Also raus aus der Eurozone. Ähnlich könnte es aber bald Portugal, Spanien und Italien gehen. Da müssen wir den Laden wohl komplett dicht machen. Ich habe noch 200 Mark in kleinen Scheinen, gut, das ich die noch nicht umgetauscht habe.
Seit Jahr und Tag wird dem verwunderten EU Bürger erklärt:
Ja, man hilft mit unwahrscheinlich hohen Summen, ja, die Experten der Troika schauen tiefer in die Finanzen, ja, der griechische Staat konsolidiert auf Ausgabenseite.
Die Entwicklung ist dadurch geprägt, daß früher noch Meilensteine verkündet wurden, zu denen bestimmte Kriterien, an die weitere Hilfen gebunden seien und heute keine Meilensteine mehr verkündet werden, stattdessen stellt Griechenland in regelmässiger Abfolge neue Rechnungen.
Diese Rechnungen werden stets akzeptiert und bezahlt.
Die EZB hat Asmussen isoliert und schickt ihn als letzten Mohikaner vor, um einen Schuldenerlass zu negieren. Draghi hingegen erzählt wachsweiches Geeiere.
Die Entwicklung ist weiterhin davon geprägt, daß über griechische Medien mit steigender Boshaftigkeit gegen Deutschland polemisiert wird, sowie, daß die Krise in Spanien und Italien die Aufmerksamkeit etwas von Griechenland ablenkte.
So kommt es wie es kommen musste: Die griechsiche Regierung wird allmählich daran gewöhnt, daß unglaubliche Forderungen auch real durchsetzbar sind. Da das irrsinnig lukrativ ist, wird man dieses bewährte Konzept der letzten Jahre auch in die Zukunft fest zur Staatsfinanzierung etablieren.
Da die deutsche Regierung beschlossen hat, dies zu tragen, wird man die Leistung in Deutschland steigern müssen und den Sparkurs im Inland fortsetzen müssen.
Für die Armen, die Arbeitslosen, die Rentner, die nicht mehr zum Arzt können, für Familien ohne politiknah ersessene Pfründen, für die ist die Lage dramatisch.
Diese Leute streiken aus Verzweiflung, und sie sind das Volk!
Nochmal, weil es sich anscheinend so schwer herumspricht: die Brüsseler Finanzlobby hat bei den dortigen Funktionärsferkeln dafür gesorgt, daß eine ebenso korrupte und verlogene griechische Regierung ihre getürkten Zahlen in Brüssel abgehakt bekam. Und alle neoliberalen Regierungen haben vor Begeisterung in die Hände geklatscht: endlich ein neues Volksvermögen zum Abzocken.
Die griechischen Regierungen erzählten dem Wahlvolk: schaut mal, die lieben uns, und die bestätigen, daß es dem Staatshaushalt wunderbar geht! Und weil es uns so wunderbar geht, lassen wir in den Rängen unserer Einheitsparteien ein paar Kröten Richtung Basis wandern. Und selbstverständlich bezahlen unsere Superreichen keine müde Möhre Steuern, denn es geht uns soooo gut, das brauchen wir nicht.
(Alle Zeitungen, die was anderes schrieben, bekamen keine Anzeigenaufträge aus Konsum- und Finanzindustrie, alle Parteien, die etwas anderes erzählten, wurden fleißig als links- oder rechtsradikal ausgegrenzt.)
Die Wahlbürger rechneten mit etwas Lüge, aber nicht mit einer brüsselgestützten Riesenlüge, und außerdem glaubt der Mensch seit Jahrtausenden das gerne, was ihm angenehm ist - na ja, und Griechen sind nun mal nicht zu hundert Prozent kritische Top-Politologen, sondern ganz einfach Menschen wie wir hier auch.
Dann platzte der Schwindel. Und jetzt sollen die damals Angelogenen dafür herhalten, daß die Reichen und deren Steigbügelhalter in den Systemparteien sich die Taschen vollgemacht haben? Sie sollen den Forderungen der Brüsseler Betrugshelfer nachkommen, um den ausländischen Bankaktionären und ggfls. deren Regierungen in Paris usw. eine unrealistische ausfallrisikofreie Rendite bis zum St.-Nimmerleinstag zu erarbeiten?
Dauerpatient?
Wenn der Arzt nur Schmerzmittel verteilt, statt das gebrochene Gelenk zu operieren, dann wird jeder Patient zum "Dauerpatienten".