Diejenigen, die nichts dafür können, werden abgestraft.
Ich habe daher volles Verständnis für den Generalstreik.
Brandsätze und Steine fliegen, die Polizei reagiert mit Tränengas und Blendgranaten auf die Attacken der Randalierer: In Athen ist der Protest gegen die Sparpolitik der griechischen Regierung eskaliert. Es soll bereits erste Verletzte geben.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...792767,00.html
Diejenigen, die nichts dafür können, werden abgestraft.
Ich habe daher volles Verständnis für den Generalstreik.
Solange Europa, mit kräftiger deutscher Beteiligung, gelobt, Griechenland wieder auf die Beine zu helfen, kosten diese Unruhen die Griechen nicht viel. Die Kosten tragen vielmehr die anderen Länder - mit hohem deutschen Anteil -, da Griechenlands wirtschaftlicher Wiederaufbau nun noch teurer wird.
Der richtige Schritt, der es Griechenland ermöglichte, selbst wieder auf die Beine zu kommen und gleichzeitig die Geber- und Garantieländer entlastete, wäre ein Ausstieg Griechenlands aus dem Euro. Den wird es aber aus ideologischen Gründen jedenfalls für eine ganze Weile (noch?) nicht geben.
Wir bedienen eure Schulden, wir bezahlen die Zinsen für eure Kredite und oben drauf begleichen wir jedes Jahr euere Primärdefizit:
Staatausgaben (ohne Schuldzinsen und Tilgungen) - Staatseinnahmen
in Milliardenhöhe (das liegt allein 2011 weit über 10 Milliarden), und als EU-Nettoempfänger bekommt ihr weitere Milliarden (2009 waren es über 3 Milliarden) und trotzdem ist das keine Rettung?!
Immer wenn ich in Griechenland bin und Essen gehe, wundere ich mich, daß kein Grieche eine Rechnung verlangt.
Es sind nicht nur die Reichen, auch die "Kleinen" drücken sich um die Steuer, wo es nur geht. Und eine Freundin erzählte mir, daß sie immer noch Rente für ihre tote Mutter bekommt, obwohl sie bereits dreimal die zuständige Behörde darauf hingewiesen hat.
So funktioniert ein Staat halt nicht!
Ganz so einfach ist das nicht. Die Griechen haben ihrerseits auch die Kreditgeber kräftig ausgeplündert und plündern jetzt die Steuerzahler anderer EU-Länder aus.
Es muss endlich ein Konzept her, damit Griechenland wieder alleine seine Probleme lösen kann. Das bedeutet eine soziale Umverteilung innerhalb Griechenlands, aber auch eine Austeritätspolitik. Irgend jemand muss schließlich für den Wohlstand zahlen
Das ist doch Unsinn, ohne Zins funktioniert ein Wirtschaftssystem so wenig wie ohne Lohn, Miete oder Rente.
Hätte Griechenland durch den Euro keine Dumpingzinsen erhalten, sondern marktgerechte Zinsen, wäre es heute weniger verschuldet.
Sie erwähnen die falschen Leute.
Die Verursacher sind diejenigen, die Griechenland in die Euro-Zone hinein gelassen haben und nichts überprüft-kontrolliert haben.
Das war die Rot-Grüne-Regierung mit Schröder an der Spitze.
Andere Mitwirkende in verantwortlichen Positionen damals: der Franzose Chirac,
Eichel, Künast, Trittin, Clement und sein Freund Steinbrück, der sich heute als Finanzexperte hinstellt und Kanzlerkandidat werden möchte.
Diese "Experten" haben sich damals nur mit der unsäglichen Agenda 2010 beschäftigt und nicht über den Tellerrand geschaut.
Die momentan herrschenden Berufspolitiker-Eliten machen sich keine Vorstellungen, wie aufmerksam die Vorgänge in Griechenland von den meisten hiesigen Schutzpolizisten verfolgt werden. "Klammheimliche Freude" ist dabei oft nur mildeste Form der gezeigten Emotionen. Durch alle Dienstränge hindurch warten viele der diskriminierten, unterbezahlten Ordnungshüter doch nur darauf, dass es auch hierzulande endlich losgeht.
Als Berufspolitiker würde ich auf die Solidarität der hiesigen Schutzpolizei jedenfalls keinen Pfifferling geben.