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Generalabrechnung: Ackermann zerpflückt europäische Krisenpolitik
Falsch, spät, mutlos: In einer Grundsatzrede zu Europa rechnet Deutsche-Bank-Chef Ackermann mit dem Krisenmanagement der Euro-Staaten ab - und richtet einen dramatischen Appell an Bürger und Regierungen, nun endlich den Ernst der Lage zu erkennen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...801329,00.html
- #400 09.12.2011 22:56 von
Gegen welche Gesetze hat er denn verstossen?
Oder wollen Sie Leute mal einfach so einbuchten ? Wenn die Bevölkerung Gesetze blöd/nicht zeitgemäss/unmoralisch findet, müsst Ihr Politiker wählen, die in eurem Sinne die Gesetze abändern. Bloss, dass genau diese Politiker dann in anderen Themengebieten untragbar sind. Bin ja mal gespannt, ob auf Ackis Nachfolgern ebenso rumgehackt werden wird.
Egal was die DBVoVos machen es ist nie richtig. Handeln sie im Interesse der Bürger (nicht deren Job), verdient die Bank weniger, Länder werden ihre Anleihen nicht mehr los, der Aktienkurs sinkt ect. Dann wird über unfähige Banker geschimpft. Ist leider dann kein Schweizer, denn über die Schweizer lässt es sich ja besonders genüsslich schimpfen.
Bänker sind unmoralisch, wenn sie im Interesse ihrer Arbeitgeber handeln oder gelten als Nieten, wenn sie zu gutmenschlich die Interessen der Bank vertreten und damit ein Absacken an der Börse verursachen. Hauptsache, alle Banker sind Schweine.
Leider hat der Mann keine Lust in die Politik zu gehen. Verständlich. - #401 09.12.2011 23:07 von
- #402 09.12.2011 23:22 von
- #403 09.12.2011 23:25 von
- #404 10.12.2011 00:08 von
Und die VoVo^s der anderen Banken sind natürlich alles Altruisten, die die nur das Wohl des Kleinsparers im Kopf haben. Aber für all die Linken hier ist es eine richtige Lust, ausnahmslos auf Ackermann zu schimpfen - der ist nicht nur Ausländer, sondern, oh Graus, auch noch Schweizer. Dann bedient er noch nicht mal die handelsüblichen Cliches vom hinterwäldlerischen ungehobelten Bauern, der sich nur von Schokolade und Käse ernährt.
- #405 10.12.2011 01:41 von
Komisch, als ich die Idee hatte, nach costa rica auszuwandern, wurde ich gewarnt, dass ich dort als schweizerin von den einheimischen bei jeder sich bietenden gelegenheit abgezockt werden würde. das berühmte $ zeichen blinkt offenbar nicht nur in schweizer augen - andere haben es diesbezüglich auch geschnallt. bin seit 17 jahren in frankreich und da es auch nicht besser - ausnahmen bestätigen die regel hüben wie drüben. in zwei monaten wandere ich nach uruguay aus - mal sehen, ob es dort besser ist. persönlich denke ich, dass weltweit jedem das eigene hemd am nächsten ist und von einem volk, dem es nicht um profit geht, habe ich noch nie gehört. es ist einfach praktisch, immer erst auf andere zu schimpfen, vor allem, wenn es einem nicht so goldig geht. und dass die schimpfenden brasilianer besser sind als die schweizer glaub ich schon mal gar nicht. immerhin musste ich in der schweiz nicht jeden kleinen deal schriftlich eingeschrieben "untermalen". da galt und gilt in den meisten fällen noch ein wort und ein handschlag (im gegensatz zu frankreich wo ich doch öfters auf "vergessliche" bewohner treffe als von der schweiz her gewohnt. dass man rechnungen ende des monats bezahlt, wie in der schweiz üblich - kennt man in frankreich auch kaum - die zahlungsmoral ist wohl nicht so top.
sorry, meine feststelltaste ist im moment auch nicht top. - #406 10.12.2011 01:58 von
lebe seit 17 Jahren in verschiedenen Gegenden Frankreichs und kann Ihre Aussage nur bestätigen. Im Elsass gibt es naturgemäss recht viele Bewohner, die Deutsch als Zweitsprache sprechen. Im Süden ist Spanisch/Italienisch je nach Grenznähe die Zweitsprache. Englisch finde ich, wenn überhaupt (verständlich) am ehesten noch im Tourismus (cote dÂzur). Sie sind weniger mehrsprachig als die Nordeuropäer, aber um Längen besser als die Briten. Also wohl ähnlich sprachbegeistert wie die Italier, Spanier und Portugiesen?
- #407 10.12.2011 07:31 von
Ich sehe da durchaus Unterschiede zwischen einer Idee und Visionen. Und von meiner Aussage, dass Politiker eine Idee haben sollen (also wissen, wo sie hinwollen und nicht nur auf Volkes Maul schauen), darauf zu schließen, dass ich das Demokratiedefizit der europäischen Institutionen gut finde, ist echt krass. Außerdem stehen hier alle vier Jahre Wahlen an, da können sie den Politiker ihrer Wahl wählen. Somit sind die Aktionen Merkels demokratisch abgesichert. Denn meines Wissen hat die keine Vollwende in europäischen Fragen gemacht. Was sie aber hinsichtlich der Finanzkrise abzieht, steht auf einem anderen Blatt ...
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