Gemeißelte Geheimnisse: Forscher entziffern jüdische Grabinschriften

Auf dem ältesten jüdischen Friedhof Europas stehen jahrhundertealte Grabsteine, aber ihre Inschriften sind kaum noch lesbar. Mit einem 3-D-Scanverfahren haben Forscher nun begonnen, die verwitterten Wormser Tafeln zu entschlüsseln. Die Botschaften sind romantisch - und grausig zugleich.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...703508,00.html
  1. #1

    achäologisch ganz wichtig so etwas

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf dem ältesten jüdischen Friedhof Europas stehen jahrhundertealte Grabsteine, aber ihre Inschriften sind kaum noch lesbar. Mit einem 3-D-Scanverfahren haben Forscher nun begonnen, die verwitterten Wormser Tafeln zu entschlüsseln. Die......
    wahrscheinlich sucht man in den Inschriften nach Entschädigungskapazitäten...
  2. #2

    Nett...

    Zitat von coitusveritatis Beitrag anzeigen
    wahrscheinlich sucht man in den Inschriften nach Entschädigungskapazitäten...
    Für die Juden?

    Nett... Wie pro-jüdisch...
    Man sucht eher nach Anhaltspunkten für das jüdisch-christliche "Zusammenleben" der damaligen Zeit. Und dass die Christen dort maßgeblich eher die Aggressoren waren als Juden, liegt auf der Hand.
  3. #3

    ...interessantes Thema

    So deutet das Grabmal des 1140 offenbar jung verstorbenen "Herrn Joel, Sohn des Herrn Me'ir - Frommer der Priesterschaft, Pflanzstätte von Märtyrern" auf das Massaker von 1096 hin, als marodierende Kreuzritter alleine in Worms mindestens 400 Juden ermordeten.

    ...aber wir kann den ein 44 Jahre nach dem Massaker jung verstorbener auf dieses Massaker hindeuten? Oder will man wieder umbeding das Thema zur Sprache bringen? Schade um das interessante Thema.
  4. #4

    Archäologie und ihr Nutzen

    Zitat von coitusveritatis Beitrag anzeigen
    achäologisch ganz wichtig so etwas
    Tag,

    wenn Sie einen Nutzen von den Geschichtswissenschaften erwarten: insofern für uns Europäer "wichtiger" als beispielsweise Ausgrabungen im Alten Ägypten, als wir daraus mehr Politisches für die Zukunft lernen können. Man soll ja aus der Geschichte lernen; an dieser Stelle ist die Situation der Juden im europäischen Mittelalter näher an uns dran. Man kann daraus mehr praktische Schlüsse ziehen als aus Tutenchamuns Todesursache.

    Grüße
  5. #5

    bierzeltboxer

    Eine berechtigte Frage.

    Da hat man uns wohl noch einige Details vorenthalten ?

    Ich bin gespannt, ob wir über dieses Thema zukünftig noch einmal etwas lesen können, mit etwas mehr Inhalt, wenn möglich.
  6. #6

    genauer lesen

    Zitat von Bierzeltboxer Beitrag anzeigen
    So deutet das Grabmal des 1140 offenbar jung verstorbenen "Herrn Joel, Sohn des Herrn Me'ir - Frommer der Priesterschaft, Pflanzstätte von Märtyrern" auf das Massaker von 1096 hin, als .....
    es geht in der inschrift u.a. auch um den vater des verstorbenen, der "frommer" dieser gemeinde war, deren mitglieder massakriert wurden.
  7. #7

    wird ja sowieso-

    Zitat von rotakiwi Beitrag anzeigen
    Tag,

    wenn Sie einen Nutzen von den Geschichtswissenschaften erwarten: insofern für uns Europäer "wichtiger" als beispielsweise ....
    - von der EU gesponsort solche Grabungen und die Löcher buddeln auch die 1 Euro Jobber. Irgendo muss ja auch das Geld ausgegeben werden das sonst nur verwittert.
    Bei uns in der Stadt gibts auch solche Friedhöfe, genau so alt und verfallen dort wie in Worms.
    Nur wird hier mehr nach Römern gegraben.
  8. #8

    +

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf dem ältesten jüdischen Friedhof Europas stehen jahrhundertealte Grabsteine, aber ihre Inschriften sind kaum noch lesbar. Mit einem 3-D-Scanverfahren haben Forscher nun begonnen, die verwitterten Wormser Tafeln zu entschlüsseln. Die Botschaften sind romantisch - und grausig zugleich.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...703508,00.html
    Ich habe das so verstanden, daß die Schrift gemeißelt und nicht geschrieben ist. Was soll denn das Ende des Artikels sagen ?
    Wer konnte überhaupt schreiben, von den damaligen Steinmetzen ? Also ist erstens "Sprache" falsch, zweitens ist die Schrift nicht geschrieben sondern gemeißelt und somit ist es unerheblich in welcher Richtung die Vorlage aufgetragen wurde, aber drittens, ist es sehr unwahrscheinlich, das Angehörige christlicher Zünfte gleich zwei Schriften lesen konnten.
    Da es ja doch ziemlich schwierig war und ist, "heimlich" Steinmetz zu sein, denke ich wohl eher, daß das von den Handwerkern hergestellt wurde, die auch sonstige Inschriften in Steine meißelten.
    Sogar das eine Signatur fehlt deutet eher darauf hin.
    Denn wer sollte die weglassen, wenn der Text sowieso nur in Hebräisch ist ?
  9. #9

    Bilder und Text...?

    Hervorragend! Der abgebildete Text ist zwar der selbe wie der auf dem Grabstein, aber von einem Joel oder gar Meir ist da überhaupt nix zu lesen!