Forum


 

Gema-Streit: Was das YouTube-Urteil bedeutet

DPAWer hat gewonnen im Rechtsstreit zwischen Gema und YouTube? Werden bei der Plattform nun weniger Beiträge gesperrt - oder mehr? Warum sind einige Musikvideos problemlos abrufbar? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum YouTube-Urteil.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...828830,00.html
  1. #70

    Das eine Diskrepanz zwischen gefühltem und tatsächlichen Recht gibt ist seit Einführung eines Rechtstaats so. Wer das nicht in Kauf nehmen möchte, der muss in einen Staat mit mittelalterlichem Rechtssystem auswandern. Dort wird üblicherweise nach gusto des Mobs entschieden. Das hieße dann also Zwangskastrationen, Todesstrafe und Sippenhaft (das sind alles Dinge die im Internet bei entsprechenden Taten üblicherweise so gefordert werden).

    Zu dem Fall: Die GEMA ist selbstverständlich im Recht. Wenn ich irgendwo das Werk eines Künstlers aufführen, und damit Geld verdienen möchte, dann muss ich den Künstler dafür geringfügig vergüten. Das war schon immer so im Radio, das war schon immer so im Fernsehen und das war schon immer so bei öffentlichen Aufführungen. Warum also sollte es im Internet anders sein?
    Und YouTube alias Google ist kein Unternehmen mit dem man Mitleid haben muss. YouTube verdient viele Millionen Euro im Jahr indem sie u.a. Inhalte anbieten für die man anderswo zahlen muss - sie tun das indem sie sich einfach weigern die Rechung zu bezahlen. Spotify bspw. zahlt Gema-Gebühren. Und das obwohl hinter Spotify nicht eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, sondern ein Start-up steckt.
    Wenn YouTube weiterhin Musikvideos streamen möchte, müssen sie ebenso Gemagebühren zahlen. Online-Werbung nach dem Google-Modell ist dafür nunmal nicht profitabel genug. Google würde gerne alles kostenlos anbieten und möglichst ohne den User zu behelligen - sie sehen das als Alleinstellungsmerkmal. Aber das geht nunmal in diesem Fall nicht, ganz besonders weil andere Unternehmen in der Branche es mangels einer Hundertschaft von Anwälten eben auch nicht können.

    Ich komme ebenfalls aus der Onlinewerbe-Branche, dort ist der größte Konkurrent natürlich Google. Ich bin der Meinung, dass YouTube eine Wettbewerbsverzerrung darstellt. Google kann sich millionenschwere Rechtsstreitigkeiten leisten, andere nicht.
  2. #71

    Zitat von chagall1985 Beitrag anzeigen
    Wie zum Teufel will man die Kopie verhindern?
    Jeder drittklässler braucht heute nur noch einige Klicks und kann jede beliebige Platte brennen, vervielfältigen und Verlustfrei verteilen. Das ist so als wenn es Geld regnet und es unter Strafe steht es aufzuheben.
    Das Urheberrecht im privaten Gebrauch lässt sich nicht mehr durchsetzen. Es lässt sich damit nur noch Abzocken und Ahnungslose ausnehmen.
    Die Kriminalisierung der Privatkopie muss abgeschafft werden. Und es wird sich dadurch kaum was ändern.
    Denn diejenigen die Geld haben um sie zu kaufen machen das eh kaum! grins
    Sie verstehen nicht worum es geht.
    Die Uploader zu kriminalisieren ist nicht das Thema.
    Google verdient mit YouTube Geld, weil sie Werbung zum Video präsentieren. Das können sie, weil bestimmte Videos so attraktiv sind, dass sie millionen von Nutzern anziehen. Viele dieser Videos sind Mitschnitte oder direkt Aufnahmen professioneller Künstler. Das heisst Google nutzt fremde Werke um Geld zu verdienen.
  3. #72

    Zitat von alexreil Beitrag anzeigen
    Das passiert doch schon. Man muss sich nur mal richtig auf Youtube umsehen. Da gibt es massig Künstler, die Youtube als Plattform nutzen um sich selbst zu vermarkten und sich nicht den Rechteverwerten ausliefern. So sind schon einige bekannt geworden - meines Wissens auch ein ein Justin Bieber. Hätten die nicht die Klicks gehabt, von denen "die ja nur klauen wollen", dann hätten einige nicht den Erfolg - den sie jetzt haben.
    1.) Wieso sollte das Gema-Modell verhindern das Künstler durch YouTube bekannt werden? Ein Künstler ist er dann Mitglied der GEMA wenn er bereits erfolgreich ist. Davor ist die GEMA für ihn ohnehin nicht zuständig.

    2.) Es wurde im Artikel und hier mehrfach erwähnt, dass Künstler bereits jetzt die Möglichkeit haben die YouTube-Aufführung zu erlauben.

    3.) Diese Einzelbeispiele von erfolgreichen Künstlern, die auf YouTube setzen sind völlig nutzlos in einer Diskussion. Es ist selbstverständlich, dass Künstler mit bestimmter Zielgruppe und Hauptaktivitäten von der Publicity profitieren können. Andere Künstler tun das aber nicht. Wäre es für andere Künstler vorteilhaft würden sie das in Punkt 2.) beschriebene tun. Tun sie aber nicht, und da es ihr Werk ist, ist es ihre Sache was sie tun. Punkt.
  4. #73

    Zitat von GoBenn Beitrag anzeigen
    Dort hat Youtube auch einen Vertrag mit den Rechteverwertern geschlossen. Hierzulande möchte sich Youtube die Kosten eben sparen.
    Nein, Youtube wäre schon längst bereit, auch in Deutschland in etwa soviel zu bezahlen wie in den anderen Ländern, nur möchte die Gema ein mehrfaches der Beträge, die die dortigen Rechteverwerter verlangen - und deren Künstler dort seit Jahren an jedem Aufruf verdienen - im Gegensatz zu den deutschen die von der Gema vertreten werden.
  5. #74

    Es gibt ein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer hat gewonnen im Rechtsstreit zwischen Gema und YouTube? Werden bei der Plattform nun weniger Beiträge gesperrt - oder mehr? Warum sind einige Musikvideos problemlos abrufbar? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum YouTube-Urteil.

    Gema-Streit: Was das YouTube-Urteil bedeutet - SPIEGEL ONLINE
    ganz einfaches Mittel die GEMA bis zur Pleite zu treiben, so Google es denn möchte.
  6. #75

    Zitat von dedie Beitrag anzeigen
    Mit Verlaub sie sind ein Dummschwätzer.

    7,5 mio. hits sind wieviel % der täglichen Hits auf Youtube?

    Ich muß feststellen das sie keinerlei Ahnung von Umsatzzahlen und Rendite haben
    ich stelle fest, daß sie, trotz illustrem beispiel, nicht verstehen (wollen).

    mit ihrer einschätzung von youtube als vermeintliche urlaubsvideo-plattform haben sie zudem offen demonstriert, daß sie keinen blassen schimmer von den auf youtube hinterlegten inhalten bzw deren jeweiligen abrufen haben.

    vllt haben sie mehr ahnung von "Umsatzzahlen und Rendite", aber zu wissen, welche marge ein straussenei hat, bringt nicht viel, wenn man nicht weiß, wieviele eier der strauss eigentlich legt. ids, gute nacht.
  7. #76

    Zitat von GoBenn Beitrag anzeigen
    Dort hat Youtube auch einen Vertrag mit den Rechteverwertern geschlossen. Hierzulande möchte sich Youtube die Kosten eben sparen.
    Nein, Youtube wäre schon längst bereit, auch in Deutschland in etwa soviel zu bezahlen wie in den anderen Ländern, nur möchte die Gema ein mehrfaches der Beträge, die die dortigen Rechteverwerter verlangen - und deren Künstler dort seit Jahren an jedem Aufruf verdienen - im Gegensatz zu den deutschen die von der Gema vertreten werden.
  8. #77

    Interessanterweise

    Zitat von Andre Beitrag anzeigen
    Ich glaube man sollte ehrlich mal ein attentat auf die Organisation ''GEMA'' machen .. oder den mal die ganzen Leute da ne Gehirnwäsche verpassen !
    Die sind doch nicht mehr ganz dich !
    Wenn man mal beachtet das Youtube ein sogenanntes Sozial Network ist und es dafür da ist um Menschen aller Welt zu Unterhalten , ob mit Comedy oder Musik etc.
    Und wenn man sich ein Video anschaut wo beispielsweise auf einer Party was Geiles Passiert und man es mit der Menschheit teilen will und man kann es nicht ansehn weil ein Uhrhebergeschütztes lied im Hintergrund Läuft. was soll die scheisse ..
    Das ist der beginn von ACTA.
    Die Lobbyisten die sich den Scheiss ausgedacht haben, haben echt keine ahnung von Internet.
    Internet braucht man größtenteils zur Kommunikation , zur Unterhaltung und zur Recherche von Informationen die man vielleicht für die Arbeit oder der Schule braucht!
    Und wenn man das alles einschränkt wird die Welt in tiefer Depression versinken!
    versucht die GEMA sogar für Traditionals Kohle zu verlangen. Wenn man die sach auf die Spitze treibt, könnte man ganz einfach sagen, daß alle Tonfolgen in irgendeiner Form von Traditionals stammen und somit nicht geschützt werden können, es sei denn die GEMA macht ihren Kunden klar, daß sie eben solche Tonfolgen aus ihren Aufnahmen verbannen müssen, wenn sie geschützt werden sollen. Wie wollte ein Richter aufgrund von Fakten dagegen urteilen ?
  9. #78

    Zitat von stephan87 Beitrag anzeigen
    Das heisst Google nutzt fremde Werke um Geld zu verdienen.
    Verstehe. So wie die Berliner Philharmoniker, wenn sie Beethovens Neunte spielen. Oder ich, wenn ich Newtons Mechanik lehre.
  10. #79

    hat irgendeiner überhaupt schon mal hinterfragt was wirklich mit den ganzen millionen euro passiert die die GEMA von überall abpresst.es wird langsam zeit,das sich die politik bzw. die justiz mal dieser geschichte bzw. diesen fragwürdigen unternehmen annimmt und endlich diesen treiben ein ende setzt.das sind nämlich die wahren mafioiden verbrecher und nicht der kleine youtube uploader bzw. nutzer !








TOP



TOP