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Geldtransfer per Handy: Der blinde Banker

Christoph TitzIm Univiertel der Kenyatta Universität kennen ihn alle als den Banker, der nichts sehen kann. Dennis Nyariaro, 25, ist blind und das ist sein größtes Plus: Ob ein Geldschein falsch ist, kann er erfühlen. Seine Konkurrenten treibt er zur Verzweiflung.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...-a-878411.html
  1. #1

    Da sieht man mal wieder kurzfristig unsere hochbezahlten Konzernlenker denken.

    Anstatt hier den Markt vorzubereiten sitzt man auf dem hohen Ross und wartet mal wieder ab, bis eine "Garagenfirma" vorreitet.
    Wahrscheinlich lautet die Stellungnahme der in Frage kommenden Konzerne:

    "Wir beobachten den Markt sehr wachsam"
  2. #2

    optional

    Na der Mann ist einfach cool... Respekt! Ein halbes Jahr ist ja jetzt aber noch nicht so lange, hoffentlich passiert da auch in Zukunft nichts.
  3. #3

    Ich erinnere mich ...

    ... an eine Podiumsdiskussion an der FU (glaube ich) Ende der 90er in der es um die sozialen Folgen von Internet und Mobiltelefonie ging und in einem waren sich die Experten einig: Die neuen Technologien würden die Kluft zwischen den reichen Industrieländern und zb. "Afrika" wachsen lassen, denn es sei ja klar, dass diese Hochtechnologie dort noch lange auf sich warten liesse. Wie schön zu erfahren, dass das Podium irrte.
  4. #4

    Zitat von loops-2000 Beitrag anzeigen
    Da sieht man mal wieder kurzfristig unsere hochbezahlten Konzernlenker denken.

    Anstatt hier den Markt vorzubereiten sitzt man auf dem hohen Ross und wartet mal wieder ab, bis eine "Garagenfirma" vorreitet.
    Wahrscheinlich lautet die Stellungnahme der in Frage kommenden Konzerne:

    "Wir beobachten den Markt sehr wachsam"
    Mhh, nein , Banken haben kein Interesse an richtigem Geld - das geben sie lieber direkt an die Notenbank = Geldbasis!

    Banken interessieren sich nur für ihr Giralgeld - einen gigantischen Topf im Computer in dem alle Banken und Unternehmen ihre Transaktionen zwar aufbewahren, aber dafür dicke löhnen müssen!

    Bis 1925 war "bargeld" noch wichtig für die banken, allerdings waren sie da eben auch nur "Dienstleister" mit letztlich hohem Risiko. Mit dem Giralgeld haben sie kein Risiko mehr - sie benötigen Faktsich auch kein Geld mehr und können durch Täuschung der Menschen für sich gigantische Gewinne und für die Menschen eine Massentäuschung von "Mehr Geld/Gewinnen/Guthaben" inzscenieren - das ist deren Geschäft heute - keine Dienstleistungs sondern Abzocken!
  5. #5

    Aha

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Univiertel der Kenyatta Universität kennen ihn alle als den Banker, der nichts sehen kann. Dennis Nyariaro, 25, ist blind und das ist sein größtes Plus: Ob ein Geldschein falsch ist, kann er erfühlen. Seine Konkurrenten treibt er zur Verzweiflung.

    Kleinbanker in Kenia: Blinder M-Pesa-Händler fürchtet Überfälle nicht - SPIEGEL ONLINE
    Bankster gibt es weltweit. Nur Abzocke und nichts für das Gemeinwohl tun, von wegen "Risiko für ein paar Cent abnehmen". Bei uns in D ist das ein absolutes No-Go.
  6. #6

    Zitat von loops-2000 Beitrag anzeigen
    Da sieht man mal wieder kurzfristig unsere hochbezahlten Konzernlenker denken.

    Anstatt hier den Markt vorzubereiten sitzt man auf dem hohen Ross und wartet mal wieder ab, bis eine "Garagenfirma" vorreitet.
    Wahrscheinlich lautet die Stellungnahme der in Frage kommenden Konzerne:

    "Wir beobachten den Markt sehr wachsam"
    Was bitte wollen Sie? Dass das hier auch eingeführt wird? Und welche hochbezahlten Konzernlenker meinen sie konkret? Was interessiert das z.B. den VW Konzern?

    Garagenfirma trifft es wohl auch nicht so ganz bei 20Mio Mobilfunkkunden und 14Mio M-Pesa Nutzern.

    Bei uns sehe ich keine Notwendigkeit für die Etablierung eines ähnlichen Systems, da man hier relativ beruhigt mit 200€ Bargeld durch die Straßen laufen kann ohne gleich überfallen zu werden.
    Im Übrigen gibt und gab es ja schon Systeme zum mobilen Bezahlen, z.B mPass
  7. #7

    Antwort an loops-2000

    Es ist nicht ganz so wie Sie meinen. Wichtig hierbei zu wissen, und da hätte ich vom Spiegel schon mehr journalistische Recherche erwartet ist, das das System, welches M-PESA betreibt von der Vodafone Group entwickelt und betrieben wird. Und jetzt wird es erstaunlich: Jedes Geschäft das Herr Nyariaro tätigt wird über Server abgewickelt, die IN Ratingen bei Düsseldorf stehen. Übrigens gibt es dieses System nicht nur in Kenia. Es wird in Süd Afrika, Tanzania, Afghanistan, Mozambique, Ägypten und Fidji betrieben.
    Soweit man hört ist der Einstieg auf dem Europäischen Markt in Süd-Osteuropa für das dritte Quartal diesen Jahres geplant.
    Also Garagenfirma dürfte in diesem Fall höchstens als britisches understatement zu verstehen sein.
  8. #8

    (°_°)

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... sein größtes Plus: Ob ein Geldschein falsch ist, kann er erfühlen. Seine Konkurrenten treibt er zur Verzweiflung.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... Noch schwieriger mache sein Geschäft, dass alle Banknoten in Kenia fast gleich groß sind. So bleibt ihm meist nichts übrig, als zu glauben, was ihm die Fremden vor dem Gitter erzählen.
    what a feeling ..
  9. #9

    Warum nicht hier?

    Dieses System soll auch nach Deutschland. Dann können auch Menschen mit negativer Schufa oder Menschen ohne Konto am Zahlungsverkehr teilnehmen und der Handel hat weniger Kosten wegen dem Bargeld.








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