Geldmangel: Bund*erwägt Verstaatlichung*der Commerzbank

Es ist kein gutes Zeichen für die Commerzbank: Nach SPIEGEL-Informationen schließt die Bundesregierung eine Verstaatlichung des Instituts nicht aus. Das Geldhaus braucht spätestens bis zum Sommer frisches Kapital.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...801598,00.html
  1. #10

    Die Verstaatlichung ist überfällig

    Schon einmal wurde die marode Commerzbank mit 18 Milliarden Steuergeld gerettet. Schon damals hätte man sie komplett verstaatlichen müssen, da sie nur einen Bruchteil der 18 Milliarden wert war. Dann wären auch die Gewinne staatlich gewesen. Jetzt braucht diese Bank schon wieder Staatshilfe, es ist unglaublich, Blessing sollte zurücktreten!
  2. #11

    Verstaatlichung

    Im Sozialismus hat man die Banken verstaatlicht und gingen dann pleite, während im Kapitalismus die Banken pleite gehen und dann verstaatlicht werden.

    Für die staatlichen Banken haben wir am meisten an Steuergeld bezahlen müssen. Dort waren die Unfähigsten. Es bringt nichts Banken zu vestaatlichen.
  3. #12

    Money for nothing

    Zitat von WolfHai Beitrag anzeigen
    Anstatt eine Bank im Krisenfall zu stützen, sollte der Staat sie in eine solchen Situation übernehmen, sanieren, und dann so bald wie möglich wieder verkaufen (bzw. die Aktien am Markt platzieren). Auf keinen Fall sollte er die Bank behalten, denn in einem Land mit verstaatlichten Banken möchte ich nicht leben - man denke nur an die Horrorgeschichten der verschiedenen Landesbanken.
    Das mit den Landesbanken geht immer noch weiter, die bauen noch mehr Mist als die Privatbanken und keinen interessiert es. Hochsubventionierte Arbeitsstellen, Beamtenstatus und dabei mit den Big Boys in New York und London mitspielen (fette Bueros, bezahlte Wohnungen in den Top Wohngegegenden fuer mehr als 6.000 Euro im Monat)

    Wer braucht die Landesbanken, fragen wir doch mal die Unternehmer, ausser fuer einem Kredit oder Schuldschein wird derren Expertise garnicht angefragt. Der Mittelstand kann mit den Sparkassen und Privatbanken arbeiten, die grossen ohnehin nur mit den letzteren.

    Um ihre Existenz zu rechfertigen, und weil diese Landesbanken halt auch gerne mitmischen, werden Risikopositionen eingegangen die sie nicht verstehen - das Ergebnis sehen wir seit Jahrzehnten. Mit billigen Staatsgeld ging ab und an gut, aber seit diese Quelle versiegt ist....nein, doch nicht versiegt. Aendern tut sich trotzdem nichts.
  4. #13

    manager

    Zitat von kellitom Beitrag anzeigen
    Schon einmal wurde die marode Commerzbank mit 18 Milliarden Steuergeld gerettet. Schon damals hätte man sie komplett verstaatlichen müssen, da sie nur einen Bruchteil der 18 Milliarden wert war. Dann wären auch die Gewinne staatlich gewesen. Jetzt braucht diese Bank schon wieder Staatshilfe, es ist unglaublich, Blessing sollte zurücktreten!
    Sie haben ja den größten Teil Geldes an den Staat zurückgezahlt. Wenn Blessing zurücjtritt, dann hilft das niemanden. Keiner der guten Manager will diese Firma leiten, niemand würde diesen Job für 500.000€ im Jahr machen. Auf dem Arbeitsmarkt herscht Angebot und Nachfrage, daher kann sich die Commerzbank gute Manager nicht leisten.

    Man sollte überlegen die Gehaltssperre aufzuheben und frischen Wind ins Management zu bringen, die würden dann die Commerzbank gesundschrumpfen, aber leider auf Kosten tausender Arbeitsplätze...
  5. #14

    @Runzelrocker

    Zitat von Runzelrocker Beitrag anzeigen
    Für die staatlichen Banken haben wir am meisten an Steuergeld bezahlen müssen. Dort waren die Unfähigsten.
    In Sachen unverantwortlichem Gezocke sind den Landesbanken genau so viel Vorwürfe zu machen wie ihren privaten Pendants. Das das meiste Rettungsgeld in die Landesbanken geflossen ist, ist allerdings Unsinn.
  6. #15

    Böse, böse Aktionäre

    Zitat von WolfHai Beitrag anzeigen
    ... Außerdem würden die Aktionäre der Bank durch Verlust ihres Kapitals angemessen am Schaden beteiligt werden, anstatt wie sonst die Gewinne zu behalten und die Verluste sozialisieren zu lassen.
    Das wüsste ich mal gerne: ich habe (weil Freiberufler und für meine Rentenvorsorge selbst verantwortlich) u.a. auch mal ein paar Aktien der CoBa erworben. Die ursprünglich 6.000 € haben heute einen Wert von 400 €. So viel zum Verlust sozialisieren.

    Dennoch gebe ich WolfHai dem Grunde nach Recht - aber das würde ich gerne auf die Spekulanten beziehen. Denn sonst ist jeder mit seiner Lebensversicherung am A..., bei der er ja auch auf Aktiengewinne (der Versicherer) gesetzt hat.
  7. #16

    Wenn man ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist kein gutes Zeichen für die Commerzbank: Nach SPIEGEL-Informationen schließt die Bundesregierung eine Verstaatlichung des Instituts nicht aus. Das Geldhaus braucht spätestens bis zum Sommer frisches Kapital.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...801598,00.html
    Wenn man 2008 richtig gehandelt hätte, wäre die Commerzbank schon damals komplett in Staatshand gekommen. Denn der Bund hat damals mehr als 100% des damaligen Wertes der Commerzbank als Hilfen direkt überwiesen, aber sich nur 25% der Aktien übertragen lassen. Das war eigentlich schon ein Skandal. Wenn jetzt der Staat nochmal Geld hinterherschießen muss, um die restlichen 75% zu bekommen, haben wir als Steuerzahler ja quasi doppelt bezahlt.
    Ich hoffe, wir können den Saftladen billig einkaufen und dann Stück für Stück abwickeln. Dann können die wenigstens in Zukunft keinen Schaden mehr anrichten. Die Privatkunden können dann zu den Sparkassen und Volksbanken wechseln. Ich glaube, da sind die meisten Privatkunden sowieso tendenziell besser aufgehoben als bei der privaten Zockermafia, auch wenn es bei den unzähligen Sparkassen einige wenige schwarze Schafe gibt. Insgesamt dann also ein privater Zocker-Saftladen weniger, um den wir uns sorgen müssen.

    MfG
  8. #17

    @ofelas

    Zitat von ofelas Beitrag anzeigen
    Um ihre Existenz zu rechfertigen, und weil diese Landesbanken halt auch gerne mitmischen, werden Risikopositionen eingegangen die sie nicht verstehen - das Ergebnis sehen wir seit Jahrzehnten.
    Und die privaten Banken haben das immer verstanden? Wie manche Leute die Geschichte umschreiben können, finde ich immer erstaunlich.
  9. #18

    ...

    Zitat von Runzelrocker Beitrag anzeigen
    Im Sozialismus hat man die Banken verstaatlicht und gingen dann pleite, während im Kapitalismus die Banken pleite gehen und dann verstaatlicht werden.

    Für die staatlichen Banken haben wir am meisten an Steuergeld bezahlen müssen. Dort waren die Unfähigsten. Es bringt nichts Banken zu vestaatlichen.
    Richtig, deswegen muss endlich ein Weg geschaffen werden, nach dem auch "systemrelevante" Banken ordentlich abgewickelt werden können.

    Pleite gehen zu können ist doch der absolute Grundmechanismus des Kapitalismus, denn nur durch die reinigenden Kräfte die Insolvenzen mit sich bringen funktioniert er überhaupt. Wieso dieser Weg gerade in der Finanzwelt quasi einem Denkverbot unterliegt, werde ich nie verstehen.
  10. #19

    Gute Idee

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist kein gutes Zeichen für die Commerzbank: Nach SPIEGEL-Informationen schließt die Bundesregierung eine Verstaatlichung des Instituts nicht aus. Das Geldhaus braucht spätestens bis zum Sommer frisches Kapital.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...801598,00.html
    Staatliche Beteiligung an notleidenen Banken ist immerhin besser, als den Banken wie bisher üblich Steuerzahlers Geld nahezu bedingungslos zu schenken.
    Dauerhaft täte es dem Staat gut, neben Steuern über weitere Einnahmequellen zu verfügen. Da wäre eine Bankenbeteiligung sicher das richtige.
    Alternativ könnte man den Banken auch ein Rückkaufsrecht anbieten, ähnlich wie es bereits in der Schweiz mit der UBS praktiziert wurde.
    Aber wahrscheinlich sind das wieder mal nur leere Versprechen, um den gebeutelten Bürger bei Laune zu halten.