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Geheimdienst-Affäre: China nimmt angeblichen US-Spion fest

Ein spektakulärer Spionagefall belastet die Beziehungen zwischen den USA und China. In Peking wurde laut Zeitungsberichten ein ranghoher Beamter festgenommen. Die CIA soll ihn schon vor Jahren in eine "Pretty-Woman"-Falle gelockt und erpresst haben.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...836571,00.html
  1. #10

    ...

    Zitat von rujia1994 Beitrag anzeigen
    ... der Agent sei bereits irgendwann zwischen Januar und März festgenommen worden (umso erstaunlicher, dass es in China nach wie vor "angeblicher Spion" heißt) und habe für seine Informationen ein "Preisgeld" von 100.000 $ erhalten. Bin mal gespannt, was in den nächsten Tagen noch so ans Licht kommt. Selbst die sich sonst mit viel Energie und Freude auf solche Themen stürzende chinesische Bloggergemeinde ist bisher ungewöhnlich still...
    Gehimdienstinformationen zu verbreiten ist immer noch etwas anderes, als über korrupte Politiker zu schreiben.

    Die eigentlich interessante Seite der Affaire scheint zu sein, dass China und die Vereinigten Staaten von Amerika durchaus über ein "verdecktes Verständnis" zu verfügen scheinen. Wie sonst lässt es sich erklären, dass die Außenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika die für beide Seiten peinliche Affäre mit dem Bürgerrechtler verhältnismäßig still und leise aus der Welt schaffen konnte, ohne, dass chinesische Nationalisten einen "Sturm der Entrüstung" wegen eines recht frisch enttarnten amerikanischen Spiones lostreten?

    Bedauerlich ist wohl, dass sie den Spion nicht ebenfalls mit nach Hause nehmen konnte. Republikaner mögen sie deswegen angreifen, aber realistischerweise scheint sie schon einen fast unmöglichen Job unter schwierigen Umständen möglich gemacht zu haben.

    Ein bisschen erinnert das fast an die Zeit, als Dienste der Vereinigten Staaten von Amerika und der Volksrepublik China kooperierten, um Aufklärungseinrichtungen an der Grenze der Sovietunion zu betreiben.


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