Gehimdienstinformationen zu verbreiten ist immer noch etwas anderes, als über korrupte Politiker zu schreiben.
Die eigentlich interessante Seite der Affaire scheint zu sein, dass China und die Vereinigten Staaten von Amerika durchaus über ein "verdecktes Verständnis" zu verfügen scheinen. Wie sonst lässt es sich erklären, dass die Außenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika die für beide Seiten peinliche Affäre mit dem Bürgerrechtler verhältnismäßig still und leise aus der Welt schaffen konnte, ohne, dass chinesische Nationalisten einen "Sturm der Entrüstung" wegen eines recht frisch enttarnten amerikanischen Spiones lostreten?
Bedauerlich ist wohl, dass sie den Spion nicht ebenfalls mit nach Hause nehmen konnte. Republikaner mögen sie deswegen angreifen, aber realistischerweise scheint sie schon einen fast unmöglichen Job unter schwierigen Umständen möglich gemacht zu haben.
Ein bisschen erinnert das fast an die Zeit, als Dienste der Vereinigten Staaten von Amerika und der Volksrepublik China kooperierten, um Aufklärungseinrichtungen an der Grenze der Sovietunion zu betreiben.

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