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Geheimberuf Redenschreiber: Die Vordenker im Hintergrund

Manche lügen, sobald die Sprache auf ihren Beruf kommt. Bei Redenschreibern gehört Diskretion zum Geschäft, fast nie geben sie sich zu erkennen. Minita von Gagern erklärt, warum sich kein Politiker mit seinem Ghostwriter fotografieren lässt - und warum sie diesen Job dennoch liebt.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...830720,00.html
  1. #1

    Da greift die Frau von Gagern wohl doch etwas kurz, denn das gilt nur für die Arbeit für ´neue Klienten´, eine gut geschriebene Rede ist aber dem Redner so ´auf den Leib` geschrieben, dass er eben etwas ändern kann, aber nicht muß, und trotzdem identisch wirkt. Gerade wenn man für Nachfolger im Amt auch schreibt, die eben ´anders´ sind und anders rüberkommen wollen, merkt man, was eine gut geschriebene Rede ausmacht...
  2. #2

    interessanter artikel, ist nach meiner erfahrung jedoch zu pauschal. in unternehmen wird man als redenschreiber nicht unbedingt fotografiert, aber auch nicht in der schreibkammer versteckt. professionelle vorstandskommunikation hat viel außenkontakt zu konferenzveranstaltern und denen ist - genauso wie der presse - ganz klar, wer die rede schreibt.
  3. #3

    optional

    Zum Teil eine etwas seltsame Berufsauffassung, finde ich. Denn die Leistung eines Redenschreibers beschränkt sich doch nicht nur aufs "Schreiben", auf die „Vorarbeit“ und das „Abliefern eines Textes“... Einen guten Job hat der Redenschreiber vielmehr gemacht, wenn die gehaltene Rede gut ist. Daher kann eine gute Rede auch nur in intensiver Zusammenarbeit von Redenschreiber und Redner entstehen. Sich die geschriebenen Reden also NICHT anzuhören - sogar nicht anhören zu WOLLEN (!) - geht daher an der eigentlichen Aufgabe vorbei.. Für einen Redenschreiber ist es sogar unerlässlich, den Redner zu kennen, ihm regelmäßig beim Reden zu hören und auch mit ihm über das Reden und die gehaltenen Reden zu sprechen.








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