CorbisSalomé liebt ihren Beruf - und spricht dennoch fast nie darüber: Als Escort-Dame begleitet sie Männer, meist auch ins Bett. Sie ist Gespielin und Sozialtherapeutin zugleich. Und kann sich in ihrem Gewerbe nur eine katastrophale Situation vorstellen.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...837498,00.html
Die Anzahl der tatsächlich zwangsprostituierten Frauen, also solcher Frauen, die nur aufgrund direkten Zwangs durch Dritte zu dem Job gezwungen werden, ist nur relativ gering. Auch die Frauen aus Osteuropa und Afrika werden in diesem Sinne meist nicht gezwungen, daran ändern keine Definitionen von Menschenhandel was, die eine wenig erfolgreiche, ursprünglich freiwillige Migration nachträglich zu Menschenhandel erklären und auch keine wissenschaftlich sehr zweifelhaften Studien, wie sie z.B. vor einiger Zeit in der Sendung Panorama gezeigt wurden, die das Vorkommen von Menschenhandel daran bemessen, wie oft solche Fälle in der Presse genannt werden und nicht daran, wie oft sie wirklich vorkommen.
Allerdings bleibt trotzdem noch die Prostituierung aufgrund wirtschaftlicher Not, aber auch da besteht die Not oft darin, wenigstens ein etwas besseres Leben zu haben (was ich nicht verwerflich finde) als viele andere in ansonsten gleich schlechter wirtschaftlicher Situation.
Natürlich.... Danach muss man halt Stütze ziehen, ob man will oder nicht. Oder man hat halt in jungen Jahren im gehobeneren Bereich der Prostitution gearbeitet und genügend angelegt um für den Rest des Lebens ausgesorgt zu haben.(Ja, es gibt Prostituierte(allerdings auch nur ein winziger Bruchteil) welche mit anfang Dreißig mehrere vermietete Mehrfamilienhäuser besitzen und so ganz gut leben können! - Bei den meisten ist schnell verdientes Geld allerdings auch schnell wieder ausgegeben. Das ist aber kein spezielles Problem dieser Branche)
ZU meinem vorigen Posting hat mich allerdings dieser etwas hochnäsige Kommentar mit dem Tenor "niemand muss sich prostituieren, man kann ja Sozialleistungen beziehen" gereizt. Irgendwie klingt der nach denselben Leuten welche sonst schreien "Sozialschmarotzer, leben viel zu gut, sollen doch mal Arbeiten gehen!"
vielleicht bin ich mit den Jahren ja desillusioniert geworden, aber ich weiß nicht, warum hier Beziehungen so verklärt und Prostitution so verteufelt wird. Ich unterstelle mal, dass 95% aller Beziehungen Tauschgeschäfte sind ... frei nach Volkswirtschaftslehre, 1. Semester: Ein brauchendes Haben trifft ein nichthabendes Brauchen. Ich z.B. habe mir keine Illusionen darüber gemacht, dass mein wirklich bildschöner, 10 Jahre jüngerer Exfreund aus reiner Liebe mit mir zusammen war. Dafür haben die strahlendblauen Äuglein vor der GUCCI-Auslage viel zu sehr geleuchtet ... udn hieß es anfangs noch handzahm gesäuselt: "sowas hätte ich gern", wurde das schnell zu einem "kaufst du mir das?" und mit steigender Selbstverständlichkeit letztlich zum "Gib mir Geld!" Da wurde jemandem schnell klar, dass seine Schönheit Ware ist, die er sich teuer bezahlen lassen kann. Warum man(N) das mitmacht? Nun, zuerst mal: Liebe lässt sich leider nicht immer vermeiden. Dann: natürlich fühlt es sich gut an, sich mit so jemandem im Theater etc. zu zeigen. Der schöne Mann als Statussymbol. Entsprechend macht es auch Spaß, ihn schick einzukleiden. Man isst ja auch keinen Hummer von Plastikgeschirr. Aber: Irgendwann guckt man sich doch um und fragt sich: Denken die Leute jetzt wirklich: "Der Typ da ist bestimmt erfolgreich, wenn der sich so einen schönen jungen Freudn leisten kann!" oder denken sie nicht doch eher: "Die arme Sau da kreigt in freier Wildbahn keinen mehr ab und muss sein Ego an dem niedlichen kleinen Stricher da hochziehen." Irgendein fader Beigeschmack ist also immer, wenn man keine Beziehung auf Augenhöhe betreibt. (Also gleicher Status, gleiches Schönheits- und Intelligenzlevel etc.) Und er? Nun, der warf mir natürlich irgendwann vor, er habe es satt "immer nur der Schöne /das Anziehpüppchen" zu sein und wolle auch als Mensch wahrgenommen werden. Prostitution macht also doch nicht glücklich — auch nicht, wenn man das Kind nicht einmal beim Namen nennt. Zusammengefasst will ich mit der Story sagen: Auch viele "Beziehungen" sind Prostitution, aber für mich ist das nix. Q.e.d.
Es ist nichts verwerfliches daran, überhaupt nichts, wenn Männer davon träumen und/oder sich auch tatkräftig darum bemühen, dass beim Sex auch die Frau auf ihre Kosten kommt. Egal, ob die Frau es gegen Geld, gegen Liebsversprechen, gegen Aufwertung ihres Status oder wirklich nur "einfach so" macht.
Das ist die bakannte Alice-Schwarzer-Logik: "Der Mann bezahlt für Sex, ergo muss was faul sein". Wieso?
Auch die interviewte Prostituierte hatte die "Da-muss-was-faul-seien"-Logik drauf, siehe Titel: "Ich hatte erwartet, mich dreckig zu fühlen". Bis sie zum Glück feststellte, dass es ganz natürlich ist, was sie macht. Und zwar für beide Partner.
Bleibt die Frage, warum Männer öfters für Sex bezahlen als Frauen. Da können die Biologen aber eigentlich ganz gut eine Antwort drauf geben: Bei einer Frau wirken die Glückshormone nach einem Orgasmus im Durschnitt viel länger. Sie schwebt dann noch tagelang auf "Wolke 7", während er schon nach dem nächsten Mal Sex sucht.
Jag