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Gehaltsverhandlungen: Ey Chef, ich will mehr Geld!

In Gehaltsverhandlungen kann man viele Fehler machen. Drei Experten sagen, wie es richtig geht: Mit welchen Argumenten punkten Angestellte? Und was sollte ein Chef im Gehaltsgespräch beachten? Eines ist sicher: Der Satz aus der Überschrift gehört nicht in die Trickkiste*...

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...753646,00.html
  1. #10

    Wieso soll man betteln?

    Wieso soll man betteln? Es geht nämlich auch ganz anders. Wenn ein Arbeitgeber glaubt er könne beim Gehalt drücken und betrügen, dann besinnt man sich halt auf den Grundsatz von "leistungsgerechter Entlohnung" und "entlohnungsgerechter Leistung" und stellt hier ein ausgewogenes Verhältnis her.
    Wenn ein Arbeitgeber glaubt er könne durch Lohndrückerei sparen, dann muß man ihm eben klar machen, daß das eine Milchmädchenrechnung ist.

    Niemand profitiert von unmotivierten Mitarbeitern oder gar ehemaligen Leistungsträgern, die sich in die innere Kündigung geflüchtet haben, weil sie beim Lohn betrogen werden.
    Als Arbeitnehmer, der etwas kann hat man doch alle Möglichkeiten den Arbeitgeber am langen Arm verhungern zu lassen, indem man Leistung zurückhält und ihn so vor die Wahl stellt entweder mit hohen Fluktuationskosten ein neues Opfer zu suchen, daß in den ersten Jahren sicher weniger leistet als man selbst oder anständig zu bezahlen.

    Für ältere Arbeitnehmer ist dies eine win-win-Situation. Man kann es sich gemütlich machen und wenn der Arbeitgeber tatsächlich das Arbeitsverhältnis auflösen will, gleitet man über einige Zeit der Arbeitslosigkeit locker in die Rente.

    Das ist allemal besser, als lange mit überschlauen Lohndrückern herumzufeilschen.
  2. #11

    Mehr Kohle

    "Chef, Sie haben mir doch mehr Geld versprochen, wenn Sie mit meinen Leistungen zufrieden sind!?"

    "Das schon. Aber wie kann ich mit jemandem zufrieden sein, der mehr Geld fordert?"

    ;-)
  3. #12

    Ganz...

    Zitat von reinhard_m Beitrag anzeigen
    Wenn ein Arbeitgeber glaubt er könne beim Gehalt drücken und betrügen, dann besinnt man sich halt auf den Grundsatz von "leistungsgerechter Entlohnung" und "entlohnungsgerechter Leistung" und stellt hier ein ausgewogenes Verhältnis her.
    Wenn ein Arbeitgeber glaubt er könne durch Lohndrückerei sparen, dann muß man ihm eben klar machen, daß das eine Milchmädchenrechnung ist.
    ...netter Vorschlag, wenn ich 63 Jahre alt bin und die Rente am Horizont sehe.
    Mit 45 sieht das anders aus und es ist unbefriedigend. Deshalb bleibe ich bei meinem Vorschlag: kündigen und anderen Job suchen. Und mutig dabei sein.

    Schaust Du hier: http://www.welt.de/wirtschaft/karrie...t-handeln.html
    Ist zwar von den Mitbewerbern, liebe Redaktion, aber es geht ja um das Buch.
  4. #13

    Fata Morgana die immer kleiner wird

    Zitat von reinhard_m Beitrag anzeigen
    Niemand profitiert von unmotivierten Mitarbeitern oder gar ehemaligen Leistungsträgern, die sich in die innere Kündigung geflüchtet haben, weil sie beim Lohn betrogen werden.
    Oh je, ich glaube die Einstellung hatte ca. in 80-er Jahren bestand. Heute ist es nur wichtig Aktionäre zufrieden zu stellen und unmotivierte Mitarbieter sitzen heute auf Hartz4 zu Hause.
    Gehaltserhöhung gibt es heute auch nach Jahren nicht mehr: sie wird in der Regel angeboten wenn man schon gekündigt hat und eine andere Stelle bekommen hat, wo man so wie so mehr Geld verdient. Daher sind heutige Gehaltsverhandlungen so was wie Fata Morgana.

    PS: Nicht so dass ich Ihnen nicht zustimmen würde: bloß hält sich heute keiner mehr daran.
  5. #14

    Stimmt

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Verdi mal den Finger zeigen....denn die sind an den Löhnen Schuld, immerhin sind sie die Verhandlungsführer, machen den Tarifvertrag, auf den dann jeder Arbeitgeber verweist.
    Und dann ist es auch egal ob sie sich anstrengen, es gibt eben den Durchschnittslohn.
    der ÖTV verdankte ich beim Wechsel an eine andere Uni ein Tarifstufe niedriger eingestuft worden zu sein.
    Man wollte Sparwillen zwigen nur nicht auf Kosten der schon Beschäftigten.
    Habe mir dann auch die Mitgliedschaft in dieser Sozitruppe gespart.
  6. #15

    so ist das

    Zitat von hasimen Beitrag anzeigen
    VERDIENEN und BEKOMMEN sind bekanntlich zweierlei !
    Manche bekommen zuviel und andere nicht das was sie verdienen. Anspruch und Wirklichkeit klaffen hier besonders auseinander - insbesondere wenn es um gleiche Löhne für gleiche Leistung geht.
    Damit stimme ich überein - teilweise. Sicherlich haben Personen der von ihnen genannten Berufsgruppen mehr 'verdient', denn sie tragen eine wichtigen Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft bei. Nach meiner Einschätzung wird aber in wenigen Fällen nach wirklicher Leistung gezahlt. Massgeblich für die Bezahlung sind doch oft Verantwortung und Auswechselbarkeit.
    Eine Kassierin, die mit ihrem Job nicht zufrieden ist, kann sich beklagen - mit dem Risiko morgen auf der Strasse zu stehen und ersetzt worden zu sein durch eine Person, die den Job bestimmt genauso gut macht.
    Das ist beim Jurist oder Ingenieur mit spezialisierter Ausbildung, langjäriger Erfahrung und jobspezifischem Wissen oft nicht so. Gute bezahlung ist oft vorbeugende Belohnung dafür, dass mein bleibt und seinen Job der Verantwortung entsprechend ernst nimmt.

    Ist das fair? Gute Frage - vielleicht. Die vorhandenen Diskrepanzen tragen jedoch Sicherheit nicht zur Stabilität unserer Gesellschaft bei, weil eben nur auf dem Papier jeder die gleichen Chancen hat dort hinzukommen wo Arzt, Jurist & co. sind.
    Und was ist mit Menschen, die vielleicht gar nicht die Fähigkeiten (körperlich, intellektuell, psychisch) dazu haben, sind die weniger Wert?

    Meine Antwort: Don't hate the player, hate the game.
  7. #16

    -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Gehaltsverhandlungen kann man viele Fehler machen. Drei Experten sagen, wie es richtig geht: Mit welchen Argumenten punkten Angestellte? Und was sollte ein Chef im Gehaltsgespräch beachten? Eines ist sicher: Der Satz aus der Überschrift gehört nicht in die Trickkiste*...

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...753646,00.html
    Naja, ich als Chef kann von den Expertentips nur abraten.
    Ein offenes, ehrliches Gespräch - ohne MArketing und Personalsprech führt eher zum Erfolg, als "berufliche Perspektive"
  8. #17

    -

    Zitat von README.TXT Beitrag anzeigen
    Dezent den Scheff wissen lassen dass man im Sinn hat zur Konkurenz zu wechseln.
    Wenn man wirklich gebraucht wird wird er alles versuchen einen zu halten, was mit höherem Gehalt üblich ist.
    Ansonsten: Tschüss!
    Das Dümmste was am als Angestellter machen kann. Wenn Sie wirlich so wichitg sind, hält der Chef Sie bevor Sie fragen können - die Drohung zur Konkurrenz zu gehen, ist die Kündigung - wenn der Chef clever ist, verbaut er Ihenn dort den Weg - man kennt sich ja untereinander.

    Funktioniert nat. nur wenn man 'wichtig' ist, was für 99% der Angestellten nicht der Fall ist und somit solche Gehaltsverhandlungstippsartikel für die Tonne. Liest halt jeder gerne weil er glaubt dort zu erfahren wie er mehr Geld rausholen kann. Nur sind wie gesagt 99% der Angestellten vom Chef erpressbar und nicht umgekehrt.

    Also schminkt euch die Illusionen ab jetzt knallhart mit eurem Chef über euer kümmeriches Gehalt zu verhandeln.
    ja - :-) - knallhart ist sowieso der falsche Weg.
  9. #18

    -

    Zitat von Alf.Edel Beitrag anzeigen
    Woher haben diese Theoretiker nur solche Ratschläge? Im dunklen Kämmerlein selbst ausgedacht?

    Ein höheres Gehalt gibt's nur beim Jobwechsel!
    Ist man nämlich schon im Job drin, ist man nur noch Eigentum...
    nein, das stimmt nicht. Wenn einer wirklich gut ist - und wirklich leistet, dann kann man auch über Geld reden. Offen und ehrlich - gerecht.
  10. #19

    Amen

    Zitat von Alf.Edel Beitrag anzeigen
    Ein höheres Gehalt gibt's nur beim Jobwechsel!
    Das ist auch die Erfahrung von den Meisten hier.








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