Schon beim Berufsstart verdienen Frauen weniger als Männer - bei gleicher Qualifikation. Ein Grund: Männer treten dreister auf, wenn sie mit dem Chef feilschen. Frauen hingegen wird Vorwitz im Gehaltspoker meist übelgenommen. Hinzu kommt ihr Hang zur Selbstverzwergung.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...799708,00.html
Wie gesagt, manche haben sogar mehr bekommen, als sie gefordert hatten...
Das passiert nur im ÖD, sonst gibt es nirgendwo einen Grund, eine Frau einem Mann vorzuziehen. Und da jede Schwangerschaft einen AG Geld kostet, werden die meisten AG im Zweifelsfall vorsorglich eher den Mann nehmen...hatte aber Kommilitoninnen, die da knallhart waren und locker fürstliche Gehälter aushandelten. Darum halte ich die Kernaussage des Artikels auch für zweifelhaft. Und wieviele Männer kommen gar nicht in die Verlegenheit Anfangsgehälter zu verhandeln, weil statt ihrer eine Frau mit gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt wurde?
Mag auf manche zutreffen, aber die Kollegen dort schienen eher selbst ehrlich überrascht...
Hallo,
Der Autor hat damit Recht, dass unsere Sozialisation dazu führt, dass man unterschiedliches Verhalten von Frauen und Männern erwartet. Wer wüsste das besser als Männer von denen man seit Jahrhunderten erwartet hat sich in Kriegen vernichten zu lassen damit einem der Dank des Kaisers oder der Queen gewiss war. Und wer würde sowas von Frauen verlangen??
Ich würde dem Autor auch gerne eine Strategie vorschlagen. Schaffen sie sich mehr Verbündete!! Ich weiß, die Frauenbewegung glaubt, besoffen von den eigenen Erfolgen, dass dies nicht notwendig ist. Klar, warum Männer auf die eigenen Seite bringen, die sind nutzlos, Fisch braucht kein Fahrrad usw..
Aber zumindest könnte man gemeinsam schneller die Gesellschaft modernisieren.
Wie könnte man die Unterstützung von mehr Männern gewinnen? Indem man ihnen klar macht, dass man ihr Benachteiligungen genauso ernst nimmt und sie damit aktiv an der Gleichberechtigungspolitik beteiligt und nicht wie bisher ausschließt.
Die größte Diskrimminierung besteht nämlich darin die Benachteiligung von Männern in unendlich vielen Bereichen gar nicht zu beachten weil man gemäß Stereotyp denkt dass man auf den "Kerlen" rumtrampeln kann wie man will, die müssen halt alles so hinnehmen sonst sind sie ja Jammerlappen (Stichwort: Männer weinen nicht).
Wenn man ehrlich ist, kann man denen wohl kaum verübeln wenn sie wenig Interesse an den Benachteiligungen von Frauen haben solange sie selbst in nahezu allen wichtigen Bereichen der Gesellschaft schlechter abschneiden, ohne das dies zum Skandal gemacht wird.
Männer stellen nämlich 95% der Gefängnisinsassen, über 90 % der Obdachlosen, die Mehrzahl der Suchtkranken, der Schulabbrecher, der Haupt und Sonderschüler, 3 mal soviele Selbstmörder, 90% der Berufsunfalltoten und Berufskranken etc.
In Studien sieht man, dass Frauen glücklicher sind, mehr als 70 % der privaten Konsumausgaben tätigen, obwohl sie weniger verdienen, und die längere Lebenserwartung ist nur zu ca. 1-2 jahren biologisch bedingt.
In jedem zweiten Nachrichtenblock bei dem über ein Unglück berichtet wird heißt es "unter den Opfern waren auch Frauen"(dann ist es nämlich doppelt so schlimm, man hört nie bei einem Unglück, dass auch Männer unter den Opfern sind.)
Was ich damit sagen will ? Wenn man diese und viele andere Aspekte genauso häufig und mit dem selben Engagement thematisiert und diese Umstände ebenfalls alle zwei Wochen im Spiegel skandalisiert, dann wird sich die Bereitschaft vieler Männer erhöhen an einer gleichberechtigten Gesellschaft aktiv mitzuwirken.
Wahrscheinlich, werden Frauen schon in wenigen Jahren mehr verdienen als Männer, einfach wegen der der besseren Bildung und durch die Quote werden sie auch in absehbarer Zeit den Männern verbieten auf dem Feld der Führungspositionen erfolgreicher zu sein. Somit kann ich verstehen, dass keine große Notwendigkeit gesehen wird auf meinen Vorschlag einzugehen (ist auch irgendwie weniger ritterlich als sich für Frauen einzusetzen oder ?).
Aber wenn sie ganz tief in sich hineinhorchen, glauben sie wirklich, dass es gerecht ist, aus dem Geschlecht der extreme, dass der Säufer, Selbstmörder und ungebildeten zu machen? Sie können als Journalist etwas tun, überwinden sie ihren Ekel vor jammernden und damit unmännlichen Kerlen und schreiben sie über deren nichtbeachtete Diskrimminierung genauso oft und mit dem selben ehrgeiz. Dann haben sie zumindest einen Unterstüzer mehr.
mfg
Ronin3
Stimmt so, in einer mir gut bekannten Firma wird genauso verfahren, wird eine Frau zum Vorstellungsgespräch eingeladen, ist von vornherein klar, daß ein niedriges Gehalt verhandelt wird als bei einem Mann. Das scheint ein ungeschriebendes Gesetz zu sein. Auch wenn das einigen Forenmännern nicht gefällt, Deutschland ist da sehr rückschrittlich. Im Mutterkonzern in den USA arbeiten weit mehr Frauen in gut dotierten Positionen und haben dabei noch Familie.
Der Autor hätte vielleicht zwei Kandidaten auf gleichem Niveau vergleichen sollen.
Der Mann ist drei Jahre älter und hatte zum Zeitpunkt der Einstellung als Berater schon Führungserfahrung aus einer anderen Branche. Mittlerweile hat er sein eigenes Beratungsunternehmen und einen Lehrauftrag an der Hochschule. Mit 30 Jahren.
( Team )
Ich wage zu bezweifeln, dass die Dame qualitativ auf dem gleichen Level agiert.
Mir wurde gar nichts im Vorstellungsgespräch angeboten. Ich wurde gefragt was ich haben will und genau das habe ich bekommen.
Selbstverzwergung ist ein guter Begriff und trifft genau. Da kommt ein Mann zum Vorstellungsgespräch und mir ist relativ klar, das er eine ziemlich große Klappe und oftmals weniger Sachkenntnisse hat. Frauen sind da durchweg realistischer was die Einschätzung ihres Leistungsvermögens betrifft. Mir sind die Frauen angenehmer.