nach wie vor das Vermeiden von Demotivation.
CorbisDienstwagen? Steigert die Motivation nicht wirklich. Gehaltsbonus? Weckt nur den Neid der anderen. Motivationsforscher Lutz von Rosenstiel sagt, was skandinavische Chefs den deutschen voraushaben und wodurch sich Mitarbeiter wirklich anspornen lassen.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-878723.html
nach wie vor das Vermeiden von Demotivation.
... sind die entscheidenden Punkte. Aber das lernt der Deutsche wohl nimmer, auch nicht im Bildungssystem.
Wer ständig nach Motivation schreit, sollte seinen Arbeitsvertrag lesen. Gehalt gegen Leistung und basta. Beide Parteien müssen erfüllen. Von Streicheleinheiten, Wein, Weib und gesang ist keine Rede. Punkt. Weitere Infos dazu Betriebssoziologie, Niklas Luhmann.
ich empfehle die kurze aber treffende Lektüre des Beitrags von BBTurpin.
Falls Sie in leitender Position Ihr Unwesen treiben sollten, bedauere ich
jetzt schon alle Ihnen unterstellte Mitarbeiter. Es ist in leitender Funktion immens wichtig, Mitarbeiter auch mal deutlich für gute Arbeit zu loben dann wird notwendige Kritik auch ernst genommen. Das mag
nach Ihrer denkweise etwas für Weicheier sein. Sie sind dann wohl eher
der Elefant im Porzellanladen oder die (seelige) Thatcher in Europa.
Feedback ist was tolles, muss dann aber auch in beide Richtungen kommen. Der Chef weis oft selber nicht, ob er seinen Job in Richtung Mitarbeiter gut macht.
Habe mal fuer nen Devisenhaendler, einen ehemaligen Marineoffizier, gearbeitet. Da gabs kurz und knackig, und wenn irgendwo was falsch war auch mal laut, Feedback. Hat aber sehr gut funktioniert, weil political correctness und sowas dergleichen einfach ignoriert wurde, damit das Geschaeft laeuft.
Von Überstunden ist auch keine Rede. In meinem Vertrag steht "Die Wochenarbeitszeit beträgt 40 Stunden." - ich habe aber hier noch nie eine volle Woche mit nur 40 Stunden gehabt, durchschnittlich sind es 47,6 Stunden (minutengenaue Zeiterfassung ist was Feines...). Das mache ich solange, wie ich das Gefühl habe, dass der übervertragliche Einsatz wertgeschätzt wird. Ist das nicht (mehr) der Fall, lese ich nochmal genau in meinem Arbeitsvertrag, welche Leistung ich für mein Gehalt eigentlich erbringen muss, und das könnte sich für den AG dann letztlich recht nachteilig darstellen,denn gezwungen werden kann ich nicht. Dass Mehrarbeit "erwartet" wird, ist keine schriftlich fixierte Nebenabrede und damit irrelevant für mein Arbeitsverhältnis, denn laut Arbeitsvertrag gibt es keine nicht schriftlich niedergelegten Nebenabreden. So kann man den Spieß als AN übrigens mal umdrehen. :-)
Also ich wünsche mir weder einen Arbeitgeber, noch Kollegen mit solch einer limitierten Einstellung. Gewisse Anreize sind Grundlage für die Erzielung von Ergebnissen über das übliche Maß hinaus. Ansonsten herrscht nur Dienst nach Vorschrift. Das kann man sich vielleicht im Staatsdienst oder gegenüber Niedriglöhnern erlauben, im Hochqualifiziertensektor geht der Arbeitgeber mit solch einer Einstellung irgendwann baden.
Wo lebt der Rosenstiel?
... hat noch keinen Betrieb weitergebracht. Aber genau das ist es, was Sie beschreiben. Gerade in Großbetrieben behindern die etablierten Prozesse oft eher den Arbeitsfortschritt als dass sie ihn fördern. Auch bieten sich demotivierten Mitarbeitern mannigfaltige Möglichkeiten, sich das Leben so einfach wie möglich zu gestalten. Ohne motivierte Mitarbeiter haben diese Betriebe schon verloren...