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Gehältervergleich der Industriestaaten: Deutschland ist Lohnminus-Meister

In den meisten Industriestaaten sind die Löhne in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Nicht so in Deutschland: Hier schrumpfte das Durchschnittsgehalt um 4,5 Prozent. Damit liegt die Bundesrepublik bei einem Vergleich der Internationalen Arbeitsorganisation auf dem letzten Platz.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...734794,00.html
  1. #370

    Nunja

    Zitat von panamericano Beitrag anzeigen
    Aber ihre Umgangs- und Ausdrucksformen gegenüber Usern hier im Forum: "gesabbel" was ist das denn und "peinlich" na was ist das denn erst.
    Mein Ausdruck "peinliches Gesabbel" ist eben gerade nicht persönlich, sondern bezieht sich explizit auf das Gesagte. Obendrein qualifizierte ich, _warum_ es sich um solches handelt.

    Zitat von panamericano Beitrag anzeigen
    Alles in allem brauch ich mir da ja keine Gedanken mehr über meinen mitunter deutlichen Tonfall zu machen.
    Als aufgeklärter Demokrat mit physikalischen, technischen und ökonomischen Grundkenntnissen brauche ich hierzulande ohnehin ein dickes Fell, also tun Sie sich keinen Zwang an.
    Zitat von panamericano Beitrag anzeigen
    Und Sie reden gegenüber anderen Usern von Ideologien. Das Sie ideologisch festgefahren sind, daran besteht bei ihren Äusserungen gegenüber anderen Usern absolut kein Zweifel und auf welcher Seite festgefahren wird im Handumdrehen klar.
    Jetzt hätte ich zu gerne gewußt, welche "Ideologie" Sie mir denn unterstellen. Schade.

    Zitat von panamericano Beitrag anzeigen
    Was hat das Eintreten für Standards, die in den vergleichbaren EU-Staaten
    Das mag ja sein, aber europäische Standards waren hier gar nicht das Thema.

    Zitat von panamericano Beitrag anzeigen
    Wir befinden uns in der stärksten EU-Volkswirtschaft vergleichbar in etwa mit den skandinavischen Ländern und den Niederlanden.
    Zwar sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der von Ihnen genannten Volkswirtschaften vergleichbar, nicht aber die politischen und gesetzlichen. Wenn die BRD versuchen würde, mit ihren Arbeitslosen so umzuspringen, wie die Niederlande das tun, wäre der Aufschrei ohrenbetäubend -- und, abgesehen davon, wäre mehrere der niederländischen Regelungen hierzulande verfassungswidrig. Insofern hinkt Ihr Vergleich auf mehr als einem Fuß.

    Abgesehen davon ist der Mindestlohn in den Niederlanden in vielen Fällen geringer als HartzIV, knapp 1.400 Euro für einen Familienvater mit Frau und Kind (Beispiel siehe [1]). Hierzulande bekäme eine ebensolche Familie insgesamt 1650,- Euro HartzIV (berechnet mit: [2]).

    Ich persönlich habe auch grundsätzlich gar nichts gegen einen Mindestlohn, solange er nicht zu hoch ist. Aber genau das ist ja die Befürchtung: daß mit der Einführung eines Mindestlohnes ein politischer Wettbewerb um vollmundige Versprechen zur dessen immer weiterer Erhöhung entbrennt. Wenn man sich anschaut, wie billig und bereitwillig sich unsere Mitwähler regelmäßig von allen Parteien einlullen lassen, ist diese Befürchtung ja wohl auch nicht gänzlich von der Hand zu weisen.

    Und dann haben wir wieder das Problem, von dem wir uns gerade erholen: alle, deren Produktivität geringer als der Mindestlohn ist, sind dann arbeitlos. Damit würden Leute, die zu ihrem Lebensunterhalt etwas beitragen können, daran gehindert und gleichzeitig von den sozialen Funktionen des Berufslebens und damit von einem wesentlichen Teil unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens abgehängt. Das Problem mit der strukturellen Arbeitslosigkeit und das, was daraus entsteht -- nämlich bildungsferne Parallelgesellschaften und ein abgehängtes Prekariat -- kennen wir doch schon seit der Amtszeit der Bundeskanzler Brandt und Schmidt. Finden Sie das denn sinnvoll?


    [1] http://www.stern.de/politik/ausland/...ma-602749.html

    [2] http://www.sozialhilfe24.de/hartz-iv...2-rechner.html
  2. #371

    Das Märchen von den Lohnkosten

    Als ob die direkten Lohnkosten das eigentliche Problem wären, wie uns von Politik und Management permanent eingeredet wird. Erst zusammen mit den noch oben drauf zu schlagenden Sozialabgaben und Zwangssubventionen, wie dem Solidaritätszuschlag erkennt man das wirkliche Problem. Die öffentliche Infrastruktur in Bund und den Ländern will eben wohl alimentiert sein, damit sie weiter ungehemmt in allen Bereichen wachsen kann.

    Den Preisdrückern und Schnäppchenjägern in den Einkaufsabteilung deutscher Großkonzerne sei gedankt, dass inzwischen eine Ingenieurarbeitsstunde deutlich billiger eingekauft wird, im Vergleich zu einer normalen Werkstattstunde in der Autowerkstatt. Ein guter Bekannter von mir macht jedenfalls mit seiner LKW-Werkstatt mehr Marge und Gewinn als mit seinem zweiten Standbein, einem feinen und für seine Leistung anerkannten Ingenieurdienstleister.

    Die Entwicklung der Löhne in Deutschland über die letzten 15 Jahre verärgert mich schon länger. Während sich die Geschäftsführungsbereiche gerne den kräftigen Schluck aus der Pulle genehmigt haben, wurde den Mitarbeitern großzügig z.B. 1% Prozent Lohnsteigerung gewährt, bei einer gleichzeitig hinzunehmenden Inflationsrate von 2-3% Prozent. Dafür strich man dann aber auch gleichzeitig gerne einmal den variablen Gehaltsanteil des Mitarbeiters in Höhe von 10% Prozent, wegen der ach so schlechten Geschäftsentwicklung. Naja, irgendwie muss ja alles gegenfinanziert werden.

    Kein Wunder also, wenn ein industriell kaum wahrnehmbarer Staat wie Irland zwischenzeitlich ein höheres Prokopfeinkommen durch seine Luftbuchungsbranche aus dem Finanzglücksspielhaus gemeldet hat, als die Bundesrepublik als ausgewiesene Industrienation.
  3. #372

    BILD-Niveau?

    Zitat von Rene W. Beitrag anzeigen
    ... und für die Schulden der anderen aufkommen, wie die Zahlmeister:-(
    Sie meinen doch wohl eher, für die Banken aufkommen?
    Oder für wen sollten nach Ihrer Meinung Deutsche denn angeblich zahlen?








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