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Gehälterdebatte: Frauen bescheiden sich beim Einkommen
Es klingt absurd: Frauen verdienen in Deutschland fast ein Viertel weniger als Männer - doch offenbar sehen sie darin kein großes Problem. Laut mehreren Studien geben sich weibliche Mitarbeiter mit niedrigeren Einkommen zufrieden als ihre männlichen Kollegen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...704847,00.html
- #1 06.07.2010 09:42 von
Natürlich ist das so
Es ist eine Binsenweisheit, dass auch Frauen sich selbst schlechter bewerten als Männer. Das macht das ganze nicht richtiger. Viel mehr ist es eine Haltung, die bei unseren gesellschaftlichem Wertesystem zu erwarten ist.
Wir kommen nun mal aus einer Gesellschaft, die Männer als Ernährer sieht und Frauen sympathisch und nett selbst zurücknehmen sollen. Das heißt nicht, dass es richtig ist und es heißt nicht, dass wir nicht was anderes anstreben sollten. Z.B. Gleichen Lohn für gleiche Arbeit auch wenn Frauen/Männer meinen, dass SIE sich doch bescheiden sollte und IHM die Dominanz zu lassen.
Wir haben noch lange keine wirkliche Gleichberechtigung in den Köpfen der Leute, auch nicht in denen der Frauen, auch wenn sie sich dessen zum Teil gar nicht bewusst sind. - #2 06.07.2010 09:43 von
Wäre natürlich interessant zu wissen wo man denn da nachgefragt hat. Gibt ja auch Unternehmen in denen tatsächlich gleich bezahlt wird und wenn man dann dort die Frauen fragt die soviel verdienen wie ihre männlichen Kollegen kann es ja durchaus vorkommen dass die dann tatsächlich "zu Recht" zufrieden sind.
Aber frag doch mal eine Frau "Dein Kollege der genau das gleiche schafft wie du kriegt 20% mehr, findest du das gerecht?" - #3 06.07.2010 09:46 von
Unnötige Diskussionen
Jedes halbe Jahr wird diese Sau durch's Dorf getrieben.
Ich habe bisher noch keinen Tarifvertrag bzw. eine Lohntabelle gesehen, wo es zwei Spalten für Männer bzw. Frauen gibt - die natürlich auch nicht legal wäre. Diese "Gehälterdebatte" ist unnötig wie ein Kropf, weil das Ungleichgewicht aus der statistischen Erfassung der Gehälter kommt.
Es arbeiten viel mehr Frauen nur halbtags wie Männer und das noch in vergleichbaren "Billiglohnjobs". Daher auch das statistische Ungleichgewicht.
Auf diese Art und Weise kam auch vor einiger Zeit die wohl unsinnigste Behauptung raus, das Beamtinnen weniger verdienen würden als Beamte... Jeder Journalist, der so etwas zum besten gibt und ernst meint, sollte sich auf seinen Geisteszustand hin untersuchen lassen.
Bei AT Verträgen verkaufen sich Frauen schlechter als Männer, weil sie dem Thema "Geld" nicht absolute Priorität einräumen. Wem soll man das vorwerfen? - #4 06.07.2010 09:46 von
Allmählich wird´s eng für den Femninismus
Die zitierten Studien bestätigen genau die Forschungsergebnisse, die schon Susan Pinker in ihrem Buch "Das Geschlechterparadox" vorgestellt hat, die aber in der Feminismusforschung lediglich "belächelt" wurden. Demnach setzen Frauen ihre Prioritäten im Leben anders als Männer und sind eher bereit, sich zugunsten eines erfüllteren Privatlebens mit weniger Lohn zufriedenzugeben. Allmählich dürfte sich also auch in eher dogmatischen Kreisen herumsprechen, daß diese Behauptungen keineswegs erfunden, sondern sehr gut fundiert sind.
Die interessante Frage ist aber jetzt, wie wir mit diesen Erkenntnissen umgehen? Wollen wir die Frauen "männlicher" machen, bis sie wie diese nur noch leben um zu arbeiten und ihrer Karriere und ihrem Einkommen alles andere unterordnen, weil ihnen von klein auf eingehämmert wird, das sei nun mal ihre Rolle in der Welt? Oder sollten wir nicht eher den Männern nahebringen, daß es so, wie es die Frauen machen, auch geht. Vor allem, wenn man(n) eine berufstätige Frau als Partnerin hat. Eine Welt, in der beide Eltern Zeit für ihr Familienleben und ihre Kinder haben, weil sie beide wissen, daß es auch noch ein Leben hinter der Stechuhr gibt und niemand erwartet, daß einer nur das Arbeitstier, aber niemals wirklich präsent ist, erscheint mir jedenfalls durchaus erstrebenswert und auch nicht frauendiskriminierend. - #5 06.07.2010 09:46 von
Arg
Ich gehe jetzt in den Keller und schreie.
Es ist kein Wunder, dass Frauen kein Problem damit haben, dass sie weniger verdienen, sie arbeiten ja auch weniger dafür, während der Löwenanteil dann von den Ehegatten erwirtschaftet wird, weswegen Frauen sich so eine Arbeitshaltung überhaupt erst erlauben können.
Frauen wird für absolut gleiche Arbeit auch das gleiche Salär bezahlt, keinesfalls 25 % weniger, eine Diskriminierung gibt es nicht.
Wie oft wird diese ewige Ente denn noch publiziert? - #6 06.07.2010 09:47 von
zuhause bleiben
ist doch klar, ist die einzige Rechtfertigung mit Kindern dann zuhause zu bleiben.
- #7 06.07.2010 09:55 von
Mal ganz provokativ
Vllt sind nicht die Frauen unter- sondern Männer überbezahlt? Vllt sind Frauen deshalb zufrieden mit ihrem Gehalt?
- #8 06.07.2010 09:58 von
- #9 06.07.2010 09:59 von
unterschiedliche Selbsteinschaetzung
Diese Studie taugt vielleicht zur Erforschung psychologischer Unterschiede zwischen Mann und Frau, nicht jedoch zur Rechtfertigung fuer unterschiedliche Gehaelter. Genauso gut haette man Maenner und Frauen nach der Einschaetzung der Penislaenge fragen koennen - Maenner neigen vermutlich aufgrund ihrer Biologie zu einer anderen Selbsteinschaetzung als Frauen.
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