Gehälterdebatte: Frauen bescheiden sich beim Einkommen

Es klingt absurd: Frauen verdienen in Deutschland fast ein Viertel weniger als Männer - doch offenbar sehen sie darin kein großes Problem. Laut mehreren Studien geben sich weibliche Mitarbeiter mit niedrigeren Einkommen zufrieden als ihre männlichen Kollegen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...704847,00.html
  1. #10

    .

    Stimme meinem Vorredner da zu. Aussagekräftig wäre eine Studie zum geschlechterspezifischen Einkommen nur, wenn die Vergleiche auch nur zwischen objektiv vergleichbaren Situationen gezogen werden. Dennoch wird jährlich wieder festgestellt, dass Männer durchschnittlich mehr verdienen. Ob dies auch branchenspezifisch und innerhalb vergleichbarer Arbeitsverhältnisse der Fall ist, scheint keinen zu interessieren.
    Völliger Humbug, solche Aussagen.

    Überdies müsste gleichzeitig berücksichtigt werden, ob das Einkommen pauschal oder erfolgsabhängig gezahlt wird. Statistisch gesehen lassen sich Männer in höheren Positionen häufiger auf erfolgsabhängige Prämien und ein dafür geringeres Grundeinkommen ein, während Frauen in vergleichbaren Positionen statistisch das sicherere Grundeinkommen ohne erfolgsbezogene Prämien bevorzugen. Alles Äpfel mit Birnen hier ;-)
  2. #11

    Verständnisfrage

    Ich hätte gern mehr, soviel ist klar. Und wenn ich weniger verlangen würde, bekäme ich weniger.

    Aber da die minderentlohnte Frau ja oft in der Presse ist, frage Ich mich, wie dieser Wert (meist um die 20 % weniger) überhaupt ermittlelt wird:
    -Ist es der Durchschnittslohn aller berufstätigen Frauen in Deutschland verglichen mit dem Durchschnittslohn aller berufstätigen Männer?
    -Ist es der Lohn eines z.B. BMW-Arbeiters am Montageband, der ein Viertel mehr bekommt als seine Kolegin links neben ihm, mit derselben Ausbildung und demselben Arbeitspensum?
    -Ist das das von allen Männern im Lande erwirtschaftete Bsp verglichen mit dem von allen Frauen im Lande erwirtschaftete Bsp?
    -Noch etwas anderes?
    Danke im Voraus für Antworten.
  3. #12

    ...

    Zitat von Eviathan Beitrag anzeigen
    Ich gehe jetzt in den Keller und schreie.

    Es ist kein Wunder, dass Frauen kein Problem damit haben, dass sie weniger verdienen, sie arbeiten ja auch weniger dafür, während der Löwenanteil dann von den Ehegatten erwirtschaftet wird, weswegen Frauen sich so eine Arbeitshaltung überhaupt erst erlauben können.
    Frauen wird für absolut gleiche Arbeit auch das gleiche Salär bezahlt, keinesfalls 25 % weniger, eine Diskriminierung gibt es nicht.
    Wie oft wird diese ewige Ente denn noch publiziert?
    Naja, ich enttäusche nur ungern. In unserer Ehe bin ich die Großverdienerin bei gleichem Arbeitsaufwand. Ist aber auch eher auf die unterschiedliche Qualifikation zurückzuführen (Diplom vs. Berufsausbildung). Also nix mit weniger arbeiten und zurücklehnen.

    Wobei ich mir nicht sicher bin, inwieweit man ihren Beitrag ernst nehmen sollte. Ich fütterer den Troll trotzdem mal.
  4. #13

    Re

    Ein herber Schlag für die Männerwelt.
    Wer will jetzt noch Männer einstellen, wenn Frauen sogar auf eigenen Wunsch hin billiger sind?
    So dreht sich die Lohnspirale weiter nach unten...
  5. #14

    Fehlinterpretation der Studie

    Ich denke, bei der Darstellung der Ergebnisse haben die Journalisten übertrieben (die aktuellen Überschriften klingen einfach besser) - die Fragestellung der Studie lautete doch gar nicht, ob Frauen akzeptieren, für die gleiche Arbeit weniger Geld zu bekommen. Frauen wollen für die gleiche Arbeit das gleiche Geld bekommen. Alles andere ist Mumpitz!
  6. #15

    nächstes Thema: Ost-West Verdienst

    wenn wir schon dabei sind. Trotz gleicher Lebenshaltungskosten, wird im Osten auch ca. ein viertel weniger verdient als im Westen. Und die (Ost)Frauen verdienen noch weniger. Und jetzt kommt mir nicht mit billigeren Mieten. Die Mieten sind in Leipzig, Magdeburg, Rostock sind nicht billiger als in Hannover, Wuppertal oder Bremen.
    Mann muss nicht immer alles mit München oder Köln vergleichen.
  7. #16

    Mediendebatte verharrt im Geschlechterk(r)ampf

    Wie lange braucht eigentlich die Medienlandschaft noch um zu kapieren, dass Gleichberechtigung nicht Gleichheit bedeutet? Natürlich sind Frauen mit weniger Geld zufrieden, weil sie anders sind als Männer und sich z.B. nicht den Stress antun für Kohle sich aufzugeben und mit Mitte 40 nen Herzinfarkt zu bekommen. Wer sich mit weniger zufrieden gibt ist mit weniger zufrieden. Ist doch klasse! Auch weil heutezutage "Karriere machen" doch eigentlich nur noch bedeutet, den Job nicht zu verlieren.

    Wird Zeit die Geschlechterhetze zu beenden und darauf zu setzen, dass wir eine Gesellschaft schaffen, in der die Unterschiede zwischen Mann und Frau sich positiv ergänzen.
  8. #17

    Auweia

    Zitat von Vanita Beitrag anzeigen
    Vllt sind nicht die Frauen unter- sondern Männer überbezahlt? Vllt sind Frauen deshalb zufrieden mit ihrem Gehalt?
    Wo soll denn hier die Logik sein?
    "Schatz ich habe heute zu meinem Chef gesagt, das ich bei gleicher Arbeitszeit auf 23% meines Gehaltes verzichte um mich mit den Frauen, die angeblich bei gleicher Leistung weniger verdienen, zu solidarisieren. Das findest Du doch voll in Ordnung nicht wahr? Na gut, dann musst Du mehr arbeiten, oder wir ziehen in eien kleinere Wohnung, Urlaub ist auch gestrichen, aber hey, wir leisten einen Beitrag für die Geschlechtergerechtigkeit. Dafür verzichten wir gern auf unseren bsiherigen Standard."

    Mann o mann, manchen Leuten ist echt nicht mehr zu helfen.W
  9. #18

    hm

    die studie sagt lediglich
    "frauen geben sich mit weniger lohn zu frieden als männer"

    nicht
    "frauen geben sich damit zufrieden, weniger lohn zu kriegen als männer"
    ein bisschen den kopf anmachen werte damen und herren autoren.
    leider ist dieser artikel dadurch völlig überflüssig.
  10. #19

    Lobbyarbeit

    In Deutschland scheint mittlerweile jede Personengruppe Ihre Lobby zu haben, ausgenommen heterosexuelle Single-Männer im Alter von 30-60 Jahren.

    Wenn diese bisher wirklich besser gestellt waren, dann sollte sich der Vorsprung so langsam aufgebraucht haben. ;-)

    Jetzt bitte nicht mit der Holzhammer-Methode kontern, wieviele Top-Manager denn männlichen Geschlechts sind, etc.
    Vielleicht einfach auch mal schauen wieviele 'Kunden' der ARGEn und Arbeitsämter männlich sind, dann dürfte sich das Bild wieder relativieren.
    Man könnte es z. B. auch zum Thema machen, für Frauen mehr Stellen im Handwerk, Straßenbau, Hochseefischerei, usw. zu schaffen, dies würde ich sehr begrüßen.