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Gehälterdebatte: Frauen bescheiden sich beim Einkommen

Es klingt absurd: Frauen verdienen in Deutschland fast ein Viertel weniger als Männer - doch offenbar sehen sie darin kein großes Problem. Laut mehreren Studien geben sich weibliche Mitarbeiter mit niedrigeren Einkommen zufrieden als ihre männlichen Kollegen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...704847,00.html
  1. #130

    Gehalt

    Zitat von Wiggins Beitrag anzeigen
    Au weia! Zumindest hier in Bayern gibt es so etwas wie einen "Rahmenlehrplan" schon für Kindergärten (Falls der irgendwo auch im Netz steht müsste ich erst suchen). Klar wird gespielt und gebastelt, aber immer mit pädagogischem Ziel: Jahreszeiten, Natur, Landwirtschaftliches, Feste, also im Grunde.......
    Das ist sicher richtig, aber ich denke mal für so einen job ist in erster linie der charakter entscheident. Sie müssen kinder mögen und sie müssen viel geduld haben.

    Es bringt wenig wenn sie den kindern beibringen wie man sich gesund ernährt wenn zuhause die fertigpizza auf n tisch kommt :D. Ich finde es ehrlich gesagt sehr bedenklich wenn erzieher die aufgabe der eltern übernehmen müssen, weil diese dazu nicht in der lage sind. Wenn das zutreffen sollte, sind das schwerwiegende gesellschaftliche probleme.

    Bin selbst erst 24, also noch gar nicht solange aus diesem alter raus lol :).

    Mehr gehalt?! Vielleicht, dennoch kann man nicht das gleiche gehalt fordern wie jemand der ein zeitaufwändiges, anspruchsvolles studium mit hoher abbrecherquote abgeschlossen hat.
  2. #131

    Glückwunsch und auf ein Neues!

    Zitat von Deuterium Beitrag anzeigen

    Bin selbst erst 24, also noch gar nicht solange aus diesem alter raus lol :).
    Dann ganz herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Abitur! ;)

    Sie vermuten, wenn ErzieherInnen (und LehrerInnen) Aufgaben der Eltern übernehmen müssten, hätten wir ein schwerwiegendes gesllschaftliches Problem.
    Nun: Wir haben ein schwerwiegendes gesellschaftliches Problem. Tiefkühlpizza oder wahlweise Tütenessen, Bäckertüte statt ordentlichem Pausenbrot, Kinder, die keine Schleife mehr binden können, weil sie nur noch Klettverschlüsse kennen - ist alles längst Realität, das und noch mehr.
    Zu einem Teil ist das sicher dem Stress geschuldet. Beruf und Familie und Beziehung und dann noch die eigenen Bedürfnisse und Interessen unter einen Hut zu bringen ist nicht leicht. (Zu einem winzigen Bruchteil liegt es verm. auch daran, dass manchmal Tiefkühlpizza einfach lecker ist...). Zum Teil liegt es aber auch daran, dass Eltern es nicht können/wissen/umsetzen können. Alternative Eltern-Führerschein? So wünschenswert das manchmal wäre, so illusorisch und letztlich absurd ist es auch.
    Wenn Sie also dereinst Elter werden, kommen jedenfalls in vielerlei Hinsicht interessante Zeiten auf Sie zu. :)
  3. #132

    ...

    Zitat von DanielaMund Beitrag anzeigen
    c) Teilweise fällt - auch hier in Foren - der Spruch "man kann nicht alles haben", wenn es um die Vereinbarkeit von Kind und Karriere geht. Aber komischerweise trifft der immer nur die Frauen, nie die Männer.
    Selbstverständlich trifft das auch die Männer. Nur halt auf "umgekehrte" Weise, und sie beschweren sich auch nicht darüber (was nicht heißt, dass sie nicht das Recht dazu hätten). Sonst wäre das Modell "Hausmann" nicht so ein exotisches Phänomen.

    Und wenn man nicht alles haben kann, aber sich ernähren muss, lässt man halt das Kind weg.
    Das fängt doch schon viel früher an: bei der Partnerwahl bzw. bei dem, was Frauen alles so von einem Mann erwarten. Ich stelle hier jedenfalls immer wieder fest, dass sich diese Erwartungen mit einer modernen, flexiblen Rollenverteilung beißen.
  4. #133

    Mars und Venus

    Zitat von underdog Beitrag anzeigen
    Das fängt doch schon viel früher an: bei der Partnerwahl bzw. bei dem, was Frauen alles so von einem Mann erwarten. Ich stelle hier jedenfalls immer wieder fest, dass sich diese Erwartungen mit einer modernen, flexiblen Rollenverteilung beißen.
    Vermutlich würden die Frauen das selbe sagen.
    Soll toll aussehen, kochen wie Muttern, eine Kanone im Bett, das bisschen Haushalt macht sich von alleine, erfolgreich in ihrem Job, aber nie so, dass sie dem Mann an ihrer Seite Konkurrenz macht, charmante Gastgeberin, liebevolle Mutter,die zwei Wochen nach der Geburt ihre Wespentaille wieder hat, etc. pp. und würden sich beschweren, dass die Erwartungen der Männer sich mit der Realität beißen.

    Liegt das nun daran, dass die einen vom Mars und die anderen von der Venus kommen oder daran, dass so wenig Menschen beiderlei Geschlechts zwar wissen, was sie wollen sollen, aber nicht was sie wirklich möchten. Sowohl in Bezug auf sich selbst wie auf den Partner/ die Partnerin?
  5. #134

    ...

    Zitat von Wiggins Beitrag anzeigen
    Vermutlich würden die Frauen das selbe sagen.
    "Würden" ist gut - seit Jahrzehnten dürfen sich Männer sogar dafür rechtfertigen, überhaupt irgendwelche Ansprüche an Frauen zu haben. Dabei war mein Beitrag nicht einmal als Vorwurf gemeint, sondern einfach nur die Feststellung, dass bei der alltäglichen ideologischen Fixierung auf Männer als Hauptschuldige an allem Übel die weibliche Eigenverantwortung an den Geschlechterverhältnissen entweder völlig übersehen oder tabuisiert wird. Und das kann es ja wohl nicht sein.

    Liegt das nun daran, dass die einen vom Mars und die anderen von der Venus kommen oder daran, dass so wenig Menschen beiderlei Geschlechts zwar wissen, was sie wollen sollen, aber nicht was sie wirklich möchten. Sowohl in Bezug auf sich selbst wie auf den Partner/ die Partnerin?
    Sagen wir so: in den Medien nach dem "neuen Mann" jaulen, sich aber in der Praxis auf die "alten" stürzen und damit Verhalten belohnen, das frau angeblich doch ablehnt, ist nicht unbedingt eine Strategie, die nachhaltigen Erfolg verspricht. Umgekehrt natürlich auch.
  6. #135

    Klischees

    Zitat von Wiggins Beitrag anzeigen
    Vermutlich würden die Frauen das selbe sagen.
    Soll toll aussehen, kochen wie Muttern, eine Kanone im Bett, das bisschen Haushalt macht sich von alleine, erfolgreich in ihrem Job, aber nie so, dass sie dem Mann an ihrer Seite Konkurrenz macht, charmante Gastgeberin, liebevolle Mutter,die zwei Wochen nach der Geburt ihre Wespentaille wieder hat, etc. pp. und würden sich beschweren, dass die Erwartungen der Männer sich mit der Realität beißen.
    Wie ist eigentlich der so oft gehörte Vorwurf begründet, daß Männer ein grundsätzliches Problem mit Frauen haban, die ihnen im Beruf den Rang ablaufen? Gibt es dafür überhaupt irgendeinen Beleg? Mir ist jedenfalls keiner bekannt und ich als Mann finde es gar nicht so erstrebenswert, für die finanzielle Versorgung der Familie allein verantwortlich zu sein. Dafür beobachte ich oft, daß Frauen Beziehungen aufkündigen, wenn ihnen die Partner in beruflicher Hinsicht nicht deutlich überlegen sind.

    Zitat von Wiggins Beitrag anzeigen
    Liegt das nun daran, dass die einen vom Mars und die anderen von der Venus kommen oder daran, dass so wenig Menschen beiderlei Geschlechts zwar wissen, was sie wollen sollen, aber nicht was sie wirklich möchten. Sowohl in Bezug auf sich selbst wie auf den Partner/ die Partnerin?
    Das liegt wohl einfach nur andem altbekannten Problem, daß "Kopf" und "Bauch" selten ohne weiteres übereinkommen. Solange wir uns darüber aber im Klaren sind, sollte das kein völlig unüberwindliches Problem darstellen.
  7. #136

    Anspruch und Wirklichkeit

    Zitat von underdog Beitrag anzeigen
    "Würden" ist gut - seit Jahrzehnten dürfen sich Männer sogar dafür rechtfertigen, überhaupt irgendwelche Ansprüche an Frauen zu haben. Dabei war mein Beitrag nicht einmal als Vorwurf gemeint, sondern einfach nur die Feststellung, dass bei der alltäglichen ideologischen Fixierung auf Männer als Hauptschuldige an allem Übel die weibliche Eigenverantwortung an den Geschlechterverhältnissen entweder völlig übersehen oder tabuisiert wird. Und das kann es ja wohl nicht sein.
    Das ist momentan in der Tat eine ganz ausgeprägte Unsitte, die hoffentlich bald abflaut.

    Zitat von underdog Beitrag anzeigen
    Sagen wir so: in den Medien nach dem "neuen Mann" jaulen, sich aber in der Praxis auf die "alten" stürzen und damit Verhalten belohnen, das frau angeblich doch ablehnt, ist nicht unbedingt eine Strategie, die nachhaltigen Erfolg verspricht. Umgekehrt natürlich auch.
    Ja! Hier scheint das zu wirken, was ich schon Wiggins schrieb: Was der Kopf fordert, findet der Bauch noch lange nicht gut. Das ist ja auch nichts Neues. Schön wäre nur, wenn wir uns darüber mal klar würden. Wir Männer werden ja schon länger als "schwanzgesteuerte Neandertaler" bezeichnet, was ehrlicherweise, na sagen wir mal, nicht völlig aus der Luft gegriffen ist. Ifrgendwann werden auch die Frauen begreifen, daß sie über derartige "Altlasten" nicht so erhaben sind, wie sie es im Moment noch so gerne behaupten. Dann wird die Geschlechterdiskussion auch etwas konstruktiver werden, hoffe ich.
  8. #137

    Frauen leben nicht ohne Grund 6 Jahre länger, im Schnitt

    Zitat von DanielaMund Beitrag anzeigen
    Ich möchte mal eine These in den Raum schmeißen, von deren Stichhaltigkeit ich auch nicht vollkommen überzeugt bin, aber die eine mögliche Erklärung für die geringeren Forderungen seien könnte:
    Ich möchte eine ganz andere These in den Raum stellen: Frauen verlassen sich nach wie vor darauf, dass der männliche Partner die Hauptlast der Erwerbsarbeit schultert.

    Das legt jedenfalls ihr Verpartnerungsmuster nahe.
    (Mann 2-5 Jahre älter, einen Kopf größer, auch symbolisch, wobei, die Größe allein ist ja schon Symbol genug:)

    Sie können es sich leisten, ihre Berufe/Studien mehr nach Neigung als nach Verdienst auszuwählen, jene Sparten zu bevorzugen, in denen weniger Stress, weniger Konkurrenzdruck, geringerer Termindruck herrschen und daher mehr Teilzeit angeboten werden kann, größere Ausfallzeiten möglich sind, weniger intensiv, verdichtet, produktiv gearbeitet wird, aber damit such (von allen dort Beschaftigten!) weniger verdient werden kann.

    Frauen verdienen weniger, fordern weniger, kämpfen weniger um ein gutes Gehalt, weil sie es sich leisten können, weil der Erwerbsdruck, der Erfolgsdruck der auf ihnen lastet, geringer ist, weil sie zwar 23 % weniger verdienen, im Schnitt, dafür aber auch weniger erwerbsarbeiten und sehr viel mehr Geld, das sie nicht selbst durch Erwerbsarbeit (!) verdient haben, ausgeben können als Männer.

    Frauen bestimmen 80% der Konsumausgaben.
    Das können sie nur, trotz globalen Minderverdienstes aufgrund geringerer Erwerbsarbeit, weil tendenziell mehr Männer (noch) bereitwillig für Frauen zahlen als Frauen für Männer.
  9. #138

    Auch Männer können nicht alles haben.

    Zitat von DanielaMund Beitrag anzeigen
    a)

    c) Teilweise fällt - auch hier in Foren - der Spruch "man kann nicht alles haben", wenn es um die Vereinbarkeit von Kind und Karriere geht. Aber komischerweise trifft der immer nur die Frauen, nie die Männer. Und wenn man nicht alles haben kann, aber sich ernähren muss, lässt man halt das Kind weg.
    Natürlich trifft es Männer ganz genauso.
    Auch die können Kind/Kinder und Karriere nur vereinbaren, wenn sie einen Partner haben, der die Hauptlast der Familienarbeit schultert.
    Fehlt dieser Partner, dann müssen aich auch Männer entscheiden: Entweder-Oder.

    Es ist allerdings wahr, dass Frauen beruflich sehr viel häufiger zurückstecken, um Kinder zu betreuen als Männer das tun, weshalb Männer sehr viel häufiger einen Partner finden, der ihnen den Rücken frei zu halten bereit ist als Frauen.

    Umgekehrt finden Männer, die lieber Hausmänner wären, sehr viel schwerer einen Partner, der bereit ist, für sie die Erwerbsarbeit zu übernehmen als Frauen, die einen Versorger suchen.

    Vielleicht mögen Frauen ganz einfach, tendenziell, im Schnitt, Kinderbetreuung lieber leisten als Männer?
    Vielleicht sind Männer tendenziell, im Schnitt, lieber berufstätig?

    Das ist doch auch ihr gutes Recht.

    Wenn die Geschlechter unterschiedliche Präferenzen haben, wen stört's

    Die Frauen, die sich so entscheiden und die Männer, die sich so entscheiden, dürfen das doch.

    Sie tun es ja freiwillig.
    Niemand zwingt sie dazu.
  10. #139

    Aber, aber!

    Zitat von alexander roslin Beitrag anzeigen
    Natürlich trifft es Männer ganz genauso.
    Auch die können Kind/Kinder und Karriere nur vereinbaren, wenn sie einen Partner haben, der die Hauptlast der Familienarbeit schultert.
    Fehlt dieser Partner, dann müssen aich auch Männer entscheiden: Entweder-Oder.

    Es ist allerdings wahr, dass Frauen beruflich sehr viel häufiger zurückstecken, um Kinder zu betreuen als Männer das tun, weshalb Männer sehr viel häufiger einen Partner finden, der ihnen den Rücken frei zu halten bereit ist als Frauen.

    Umgekehrt finden Männer, die lieber Hausmänner wären, sehr viel schwerer einen Partner, der bereit ist, für sie die Erwerbsarbeit zu übernehmen als Frauen, die einen Versorger suchen.

    Vielleicht mögen Frauen ganz einfach, tendenziell, im Schnitt, Kinderbetreuung lieber leisten als Männer?
    Vielleicht sind Männer tendenziell, im Schnitt, lieber berufstätig?

    Das ist doch auch ihr gutes Recht.

    Wenn die Geschlechter unterschiedliche Präferenzen haben, wen stört's

    Die Frauen, die sich so entscheiden und die Männer, die sich so entscheiden, dürfen das doch.

    Sie tun es ja freiwillig.
    Niemand zwingt sie dazu.
    Sind Sie lebensmüde? Das war so ziemlich der Tenor von Esther Vilar, die daraufhin mit dem Tode bedroht und zur Emigration gezwungen wurde. Auch Eva Herrman ist es nicht gut bekommen, daß sie zu behaupten gewagt hatte, Haushalt und Kinderbetreuung seinen nicht das ultimative Instrument der Unterdrückung von Frauen. Immerhin wurde sie dafür nur noch beschimpft und aus der Talkshow gejagt.

    Und jetzt kommen Sie daher und behaupten, daß Frauen die Rolle der "Versorgten" oft genug nicht nur freiwillig wählen, sondern auch noch gerne, weil sie damit weit besser fahren als die Männer. Am Ende erwarten Sie von den Frauen womöglich auch noch Dankbarkeit dafür, anstatt sich dafür in Grund und Boden zu schämen, den Frauen die Vorzüge der Berufstätigkeit vorzuenthalten.

    So was!

    ;-)








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