Forum


 

Gegen die Single-Ideologie: Liebe ist alles, sonst ist alles nichts

Manche Menschen behaupten ja, dass die Liebe überbewertet ist, weil jedes Paar irgendwann gemeinsam unglücklich wird. Das ist Unsinn - und gefährlich. Denn dieses großartige Gefühl ist das einzige, das die Menschheit noch vor dem Untergang bewahren kann.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...838662,00.html
  1. #10

    Stimmt, reicht aber noch nicht ganz!

    Ich freue mich, daß offensichtlichermaßen auch Sie lernfähig sind. Zur so, wie Sie sie beschreiben, recht ernsthaften Liebe sollten allerdings noch eine unbändige Lust und Freude an Rhythmus, Musik und Sex hinzukommen und ein spielerisches und lustvolles Einbeziehen dieser Elemente in unsere alltägliche Zwischenmenschlichkeit.
  2. #11

    da wird gemixt, bis der Rührer qualmt..

    Zitat von RTS Beitrag anzeigen
    Ja, so ist das. Wir reden uns ständig ein, Liebe sei überbewertet, verlieren unser Vertrauen, meinen, niemanden zu brauchen. Dann werden wir alt. Nichts hat Bestand, außer eine echte Freundschaft.
    Was soll echte Freundschaft mit dem völlig überbewerteten Begriff Liebe zu tun haben? Zuneigung, Freundschaft, geistige Nähe, Emotionen.. alles schöne Dinge, die wichtig sind und das Leben angenehm machen.. Aber weil es sich so viel besser anhört, wird das alles in die Liebesdecke eingewickelt.. Liebe ist ein Kunstwort, welches uns so lange eingeprügelt wurde, bis es sich zum absoluten Must Have manifestiert hat und für jede Liäson und jedes Promi-Geknatter gebraucht wird. Ich würde nicht sagen, dass Liebe überbewertet wird, ich würde sagen, dass es Liebe nicht gibt und dies nur ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche emotionale Zustände in der Interaktion mit unserer Umwelt ist. Man gebraucht dieses Wort, wenn man zu faul oder nicht in der Lage ist, sich klarzumachen, was man tatsächlich fühlt.. Und am liebsten sind mir die, die einen Mangel von etwas, was sie selbst nicht ausdifferenzieren können, anderen vorwerfen.. Frau Berg.. ihr Text ist nichts.. inhaltsloses Geschwafel, wie es in jeder Promipostille mit einen paar dollen Bildern und vielleicht etwas rudimentärerem Sprachduktus zu finden ist..
  3. #12

    Frau Sybille, det tut joot!

    Immer lesenswerter, die Zeilen von Frau Sybille. Liegt wohl auch an den Zeiten wie Lebenszeiten, wo sich Materialismus und hohle Verheissungen immer mehr als das herausstellen was sie sind; Ablenkung von nicht vorhandener Liebe.
  4. #13

    Make war not love

    Zitat von Koana Beitrag anzeigen
    ... eines gut konditionierten parasitären Zellhaufens, den es in dieser Form bald nicht mehr geben dürfte.

    Übrigens man sollte die Liebe nicht auf seine Artgenossen beschränken und wer mit Liebe - Sex impliziert, der hat die Liebe nicht verstanden.

    Körperliche Nähe und auch sexuelle Interaktion sind nur ein winziger Aspekt der Liebe.
    ...
    Ja, meinetwegen... im Krieg und in der Liebe sind alle Mittel erlaubt :-)
  5. #14

    Rhytmus

    Zitat von prüderiegegner Beitrag anzeigen
    Ich freue mich, daß offensichtlichermaßen auch Sie lernfähig sind. Zur so, wie Sie sie beschreiben, recht ernsthaften Liebe sollten allerdings noch eine unbändige Lust und Freude an Rhythmus, Musik und Sex hinzukommen und ein spielerisches und lustvolles Einbeziehen dieser Elemente in unsere alltägliche Zwischenmenschlichkeit.
    Was jetzt noch konkret fehlt: Salsa.... *würg*
  6. #15

    Frau Berg in Höchstform ...

    Unglaublich, liebe Frau Sibylle, da ist Ihnen ja nun Ihr Meisterstück der Ironie / des Sarkasmus gelungen: Abrotzen darüber wie Verwerflich die Welt und alles ist und nur die Liebe über allem steht, dabei aber einfach so, en passant, über ein Buch abrotzen, das Sie nie gelesen haben, das anhand von 2 Sätzen im Abort der Ignoranz abgelegt wird, genau dorthin, wo die ganze Welt alle Werte ablegt, was Sie kritisieren. Damit habe Sie Ihre Ironieschraube nochmal 2 Umdrehungen mehr angezogen.

    Oder war es gar keine Absicht, daß Sie sich so verhalten wie Sie es in der Welt kritisieren? Im Gegensatz zu den ganzen anderen Kommentaren hier, die diese Kolumne die erste gute aus Ihrer Feder finden, halte ich sie für die erste Schlechte. Schade eigentlich.

    Das Buch von Frau Rösinger ist mit einem Urteil nach 2 Sätzen aus dem Inhalt vorschnell verurteilt. Was die Autorin kritisiert, ist der Imperativ mit dem sie in die Heteronormativität gezwungen werden soll, sie spricht für sich, so wie Sie, Frau Berg, auch für sich sprechen.

    Ich hoffe, Sie kommen zu Ihrer alten Form zurück.

    Beste Grüße, volpe
  7. #16

    F... the ego!

    Mal wieder ein schöner Artikel. Zustimmung. Man sollte das allerdings weiter denken über die Liebe in der Beziehung hinaus zur Liebe im Allgemeinen in all ihren Manifestationen bis hin zu dem, was all diese Formen der Liebe verbindet. Liebe ist die Befreiung aus der Sklaverei durch das ICH. Und dieses ICH, seine Überbewertung, das mehr haben, sich abgrenzen wollen, die Gier nach Geld und Macht, das allumfassende Diktat des Kapitalismus ist das Grundübel unserer Zeit. Und da hat Frau Berg Recht, die Liebe – als das Ich transzendierende – kann wirklich eine Rettung sein.

    Am glücklichsten ist man doch, wenn man sich selbst egal ist, wenn man in der Liebe zu was auch immer aufgeht, die einen von den Fesseln des ICHs befreit. Während alle Welt schreit: „Du musst sein, Du muss haben, DU musst siegen“. Pustekuchen: ICH muss gar nichts. Ich muss mich nicht mal ernst nehmen.

    Das Problem in der Partnerschaft ist dann allerdings oft, dass jemand anderes, der noch nicht so weit ist, das schamlos ausnutzt.
  8. #17

    Liebe vs. Partnerschaft

    Ich glaub, das geht ein klein bißchen aneinander vorbei. Christiane Rösinger schrieb über das zwanghafte Muss zur 'romantischen' Partnerschaft, Sybille Berg schreibt über Liebe zwischen Menschen im allgemeinen. Dass Liebe zu den Mitmenschen, Hilfsbereitschaft und Solidarität, Bindungen und Beziehungen - all das kann mit romantischer Pärchenbildung, der ewig wahren Liebe zusammengehen, muss aber nun mal nicht. Und Menschen, die zwanghaft danach suchen und es unbedingt wollen und darüber sich gegenseitig unglücklich machen, stehen ihrer eigenen Fähigkeit, zu lieben, vielleicht ein bißchen im Weg.
  9. #18

    Yes Ma'am.
  10. #19

    Beziehungen sind überbewertet

    Zu erstmal: Sie gefallen mir besser, wenn Sie wütend sind. Und zum anderen: Alles romantisierend-nostaligischer Anachronismus und damit Mist. Wenn der Kapitalismus dran schuld sein soll, dass die Liebe - oder eben Beziehungen - überbewertet sind, dann nur, weil wir alle mitgemacht haben, ihn zugelassen haben, den Wandel von Gesellschaften zu Wirtschaftsstandorten, deren größte nachwachsende Ressource eben der Mensch ist. Was kümmert's uns, dass Menschen sich nicht mehr in die Augen sehen, dass sie sich "texten" anstatt miteinander zu reden, dass sich niemand auch nurmehr auf ein Gespräch einlassen mag, dass unser gesamtes Dasein seine Bestimmung in möglichst hoher Wirtschaftsleistung und anschließendem Konsum der erzeugten Güter findet? Wir haben es zugelassen.
    Das könnte nun eigentlich ein Stichwort für Ihre nächste Kolumne sein, die wieder wütend ist. Ich mach' mir ja richtig Sorgen um sie - fehlt Ihnen was?
    Herzliche Grüße.








TOP



TOP