Forum: Blogs
Gefeuerte Gleichstellungsbeauftragte: "Für diesen Job braucht man eine Gebärmutter"
Monika Ebeling ist streitbar. Ihren Job als Gleichstellungsbeauftragte in Goslar verlor die Sozialpädagogin, weil sie sich zu sehr für Männer einsetzte.*Im Interview kritisiert sie einen Feminismus, den sie als verzopft, ideologisch, männerfeindlich beschreibt.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...777422,00.html
- #160 22.08.2011 12:28 von
- #161 22.08.2011 15:41 von
Tja....
Das ist genau die Art von Argumentationsstrategie, die einfach nur nervt.
Das Thema wurde lediglich als Beispiel dafür genannt, daß es zu viele Ungerechtigkeiten zu Lasten der Männer gibt, als daß eine Gleichstellungsbeauftragte, welche die Belange von Frauen vertritt, angebracht ist. Nix weiter. Und was kommt als Antwort: Ein schnippischer Kommentar à la "wenns Dir so wichtig ist dann tu halt was dafür". Das eigentliche Argument "fragwürdige Daseinsberechtigung einer Gleichstellungsbeauftragten" wird völlig ignoriert.
Klar, daß viele Männer irgendwann nur noch sagen: Laß mir doch meine Ruhe, Du willst ja im Grunde gar nicht über ein Problem reden, sondern nur streiten.
Martl - #162 22.08.2011 16:50 von
Ein Beruf als Schreckgespenst ?
Mir kommt es langsam in den Sinn, das Gleichstellungsbeauftragte für die meisten Männer und einige Frauen als gespenstische Schrecken der Gesellschaft angesehen werden. Niemand den ich in den letzten Tagen fragte, mochte freiwillig mit ihr zu tun haben.
In meiner Erinnerung erscheinen verdrehte Augen und zusammengekniffene Gesichter, als hätte man in eine Zitrone gebissen, wenn ich mein "Gegenüber" auf ein beliebiges Thema einer Gleichstellungsbeauftragten anspricht.
Könnte es sein, das dieser GB-Posten einer der am schlechtesten angesehenen Jobs bei den Bürgern in der BRD ist? Es sich nur niemand so klar zu benennen traut?
Könnte es sein, das viele es vermeiden, mit einer Gleichstellungsbeauftragten zu tun zu haben? Es gibt doch sicher Umfragen, wie hoch das Ansehen eines Berufs oder Berufsstandes ist. Wurde das schonmal erfragt und veröffentlicht?
Meines Wissens brauchen GB`s sich nicht weiterbilden, um die sich den verändernden gesellschaftlichen Strömungen anzupassen und damit ihrem Aufgabenfeld gerecht zu werden, auch wenn sie schon seit 10 oder 20 Jahren in Amt und Würden stehen.
Ich werde mehr und mehr das Gefühl nicht los, das die meisten Gleichstellungsbeauftragten nichts mehr zu tun haben, oder nicht wissen, wie man mit den vom Gesetzgeber gedachten Vorgaben zur Geschlechtergerechtigkeit umgeht.
Und hier stellt sich wirklich ernsthaft die Frage, ob sich unsere Gesellschaft diese einseitige Verhinderungskosmetik jedes Jahr noch so viele Millionen kosten lassen sollte, statt dieses Geld besser ins inzwischen marode Bildungssystem einfließen zu lassen. - #163 22.08.2011 17:02 von
Die LINKE will in jeder Kommune der BRD eine GB
Gerade regte ich mich noch etwas über die Ungerechtigkeiten im Alltag und die inzwischen selbst erkannte Überflüssigkeit einer Gleichstellungsbeauftragten auf, da flattert mir doch diese Pressemitteilung auf den Tisch:
http://www.tlz.de/startseite/detail/...mune-359234716
Na dann wählt man schön.... - #164 22.08.2011 17:48 von
Verwechselung
Leider verwechseln scheinbar sehr viele Menschen die Position der/s Gleichstellungsbeauftragten mit der der/s Frauenbeauftragten.
Aber wie der name schon eindeutig besagt: Gleistellung bedeutet die Gleichberechtigung beider Geschlechter.
Hut ab, Fr Ebeling, dass Sie den Mut haben Ihren Job ziel- und aufgabenorientiert zu machen.
Einem Stadtparlament unter FDP Führung hingegen kann man nur zurufen: Schämt euch, das ist keine Liberalität. - #165 22.08.2011 19:57 von
...
- #166 22.08.2011 22:24 von
- #167 22.08.2011 22:55 von
.
Damit ist meine Frage, ob sie bewußt die Unwahrheit in die Welt setzen beantwortet: Sie lügen bewußt.
Es ist definitiv falsch, dass Väter die gleichen Rechte auf Elternurlaub haben wie Mütter:
Aus der Broschüre des Ministeriums für alle außer Männer (PDF):
Allein aus diesem einem Punkt ergibt sich, dass ca. 30% aller Väter aufgrund eines menschenrechtswidrigen Schandparagraphen 1626a BGB keinen eigenen Anspruch auf Erziehungsurlaub haben.Zitat von Seite 58
Weitere Punkte, die es weiteren Vätern unmöglich machen Erziehungsurlaub durchzusetzen kommen noch hinzu.
Aber allein aufgrund des einen hier genannte Punktes steht damit fest, dass Ihre Behauptung "der Anspruch auf Elternzeit ist fuer Vaeter und Muetter gleichermassen geregelt" eine Lüge ist.
Ich fordere Sie auf die noch nicht beantworteten Fragen nicht mit weiteren Lügen zu beantworten:
1. Ist der Kündigungsschutz für elternzeitnehmende Väter inzwischen vergleichbar dem der Mütter ausgebaut?
2. Wird die vom Vater geleistete Erziehungszeit inzwischen nicht mehr automatisch der Mutter auf die Rente angerechnet?
Oder sind auch noch in diesen Punkten die Voraussetzungen für elternzeitnehmende Väter anders (und zwar schlechter) als für Mütter? - #168 23.08.2011 14:17 von
...
Die Elterngeldregelungen, die den meisten bekannt sind, beziehen sich tatsächlich gleichermaßen auf Frauen wie Männer. Wer nicht alle Spezialfälle kennt oder miterwähnt, ist daher noch lange kein Lügner...
Das hat auch erstmal nichts mit Benachteiligung von Vätern oder Müttern zu tun, da auch Väter das Sorgerecht haben könnten und dann jeweils die Mutter von deren Zustimmung abhängig ist. Sicher stimme ich Ihnen aber natürlich zu, dass alleiniges Sorgerecht in D zu leicht den Müttern zugesprochen wird.Es ist definitiv falsch, dass Väter die gleichen Rechte auf Elternurlaub haben wie Mütter:...
Elternzeit ans Sorgerecht zu koppeln macht aber durchaus Sinn. Denn wenn man kein Kind zu versorgen hat (ob freiwillig oder gezwungenermaßen), gibt es auch keinen Grund, warum man bis zu drei Jahre lang eine speziell geschützte Pause von der Arbeit braucht... (Oder wenn man die Pause nehmen will, darf man das ja gerne, aber dann auf eigene Verantwortung wie jeder andere auch, der kein kleines Kind versorgt...)
Ich glaube kaum, dass 30% der Väter eines Kleinkinds unter drei Jahren kein Sorgerecht für dieses haben... Auch wenn viele Eltern nicht verheiratet sind oder sich irgendwann (doch nicht alle davon schon in den ersten Jahren) scheiden lassen, heißt das ja nicht, dass immer nur die Mutter alleiniges Sorgerecht hat.Allein aus diesem einem Punkt ergibt sich, dass ca. 30% aller Väter aufgrund eines menschenrechtswidrigen Schandparagraphen 1626a BGB keinen eigenen Anspruch auf Erziehungsurlaub haben.
Wenn ich mir das BEEG §18 anschaue, sehe ich keine Einschränkung für Väter darin... http://www.gesetze-im-internet.de/be...274810006.html Können Sie mir erklären, wo eine Kündigung für Väter in Elternzeit für rechtens möglich erklärt wird?1. Ist der Kündigungsschutz für elternzeitnehmende Väter inzwischen vergleichbar dem der Mütter ausgebaut?
Das ist tatsächlich nicht in Ordnung, zumal auch hier dann die Mutter zustimmen muss, wenn sie dem Vater zugerechnet werden soll. (In unserem Fall, ich arbeitete, mein Mann kümmerte sich um das Kind, ließen wir das änderen, worauf eine RV-Mitarbeiterin doch recht unfreundlich "warum wollen sie denn sowas machen" meckerte...) Das sollte natürlich daran gekoppelt sein, wer tatsächlich die Zeit mit dem Kind verbringt und deshalb nicht arbeiten kann...2. Wird die vom Vater geleistete Erziehungszeit inzwischen nicht mehr automatisch der Mutter auf die Rente angerechnet?
Im übrigen tut es mir leid, dass Sie anscheinend sehr unglückliche und unfaire Erfahrungen gemacht haben. Ich hoffe aufrichtig, dass sich mit der Zeit einiges wieder einrenkt bzw. sich neue Perspektiven auftun... - #169 23.08.2011 16:53 von
Die aktuellen Top-Themen



