Gefeuerte Gleichstellungsbeauftragte: "Für diesen Job braucht man eine Gebärmutter"

Monika Ebeling ist streitbar. Ihren Job als Gleichstellungsbeauftragte in Goslar verlor die Sozialpädagogin, weil sie sich zu sehr für Männer einsetzte.*Im Interview kritisiert sie einen Feminismus, den sie als verzopft, ideologisch, männerfeindlich beschreibt.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...777422,00.html
  1. #160

    x

    Zitat von leni.pfeiffer Beitrag anzeigen
    Es heißt Elternzeit, d.h. auch Männer können zu Hause bleiben.
    Mir ist durchaus bewusst, dass diese da noch mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Aber wenn die Männer es so gern möchten, warum setzen sie sich dann nicht stärker für ihre Rechte ein?
    Weil sobald Männer Misstände anprangern, sie selbstverständlich "Weicheier" und "Jammerlappen" sind, die eigentlich gar keine richtigen Männer sind, weil sie nicht jeden Mist schweigend ertragen. Das schreckt doch einige ab.
  2. #161

    Tja....

    Zitat von leni.pfeiffer Beitrag anzeigen
    Es heißt Elternzeit, d.h. auch Männer können zu Hause bleiben.
    Mir ist durchaus bewusst, dass diese da noch mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Aber wenn die Männer es so gern möchten, warum setzen sie sich dann nicht stärker für ihre Rechte ein?
    Das ist genau die Art von Argumentationsstrategie, die einfach nur nervt.
    Das Thema wurde lediglich als Beispiel dafür genannt, daß es zu viele Ungerechtigkeiten zu Lasten der Männer gibt, als daß eine Gleichstellungsbeauftragte, welche die Belange von Frauen vertritt, angebracht ist. Nix weiter. Und was kommt als Antwort: Ein schnippischer Kommentar à la "wenns Dir so wichtig ist dann tu halt was dafür". Das eigentliche Argument "fragwürdige Daseinsberechtigung einer Gleichstellungsbeauftragten" wird völlig ignoriert.

    Klar, daß viele Männer irgendwann nur noch sagen: Laß mir doch meine Ruhe, Du willst ja im Grunde gar nicht über ein Problem reden, sondern nur streiten.

    Martl
  3. #162

    Ein Beruf als Schreckgespenst ?

    Mir kommt es langsam in den Sinn, das Gleichstellungsbeauftragte für die meisten Männer und einige Frauen als gespenstische Schrecken der Gesellschaft angesehen werden. Niemand den ich in den letzten Tagen fragte, mochte freiwillig mit ihr zu tun haben.

    In meiner Erinnerung erscheinen verdrehte Augen und zusammengekniffene Gesichter, als hätte man in eine Zitrone gebissen, wenn ich mein "Gegenüber" auf ein beliebiges Thema einer Gleichstellungsbeauftragten anspricht.

    Könnte es sein, das dieser GB-Posten einer der am schlechtesten angesehenen Jobs bei den Bürgern in der BRD ist? Es sich nur niemand so klar zu benennen traut?

    Könnte es sein, das viele es vermeiden, mit einer Gleichstellungsbeauftragten zu tun zu haben? Es gibt doch sicher Umfragen, wie hoch das Ansehen eines Berufs oder Berufsstandes ist. Wurde das schonmal erfragt und veröffentlicht?

    Meines Wissens brauchen GB`s sich nicht weiterbilden, um die sich den verändernden gesellschaftlichen Strömungen anzupassen und damit ihrem Aufgabenfeld gerecht zu werden, auch wenn sie schon seit 10 oder 20 Jahren in Amt und Würden stehen.

    Ich werde mehr und mehr das Gefühl nicht los, das die meisten Gleichstellungsbeauftragten nichts mehr zu tun haben, oder nicht wissen, wie man mit den vom Gesetzgeber gedachten Vorgaben zur Geschlechtergerechtigkeit umgeht.

    Und hier stellt sich wirklich ernsthaft die Frage, ob sich unsere Gesellschaft diese einseitige Verhinderungskosmetik jedes Jahr noch so viele Millionen kosten lassen sollte, statt dieses Geld besser ins inzwischen marode Bildungssystem einfließen zu lassen.
  4. #163

    Die LINKE will in jeder Kommune der BRD eine GB

    Gerade regte ich mich noch etwas über die Ungerechtigkeiten im Alltag und die inzwischen selbst erkannte Überflüssigkeit einer Gleichstellungsbeauftragten auf, da flattert mir doch diese Pressemitteilung auf den Tisch:

    http://www.tlz.de/startseite/detail/...mune-359234716

    Na dann wählt man schön....
  5. #164

    Verwechselung

    Leider verwechseln scheinbar sehr viele Menschen die Position der/s Gleichstellungsbeauftragten mit der der/s Frauenbeauftragten.
    Aber wie der name schon eindeutig besagt: Gleistellung bedeutet die Gleichberechtigung beider Geschlechter.
    Hut ab, Fr Ebeling, dass Sie den Mut haben Ihren Job ziel- und aufgabenorientiert zu machen.
    Einem Stadtparlament unter FDP Führung hingegen kann man nur zurufen: Schämt euch, das ist keine Liberalität.
  6. #165

    ...

    Zitat von Martl Beitrag anzeigen
    Das ist genau die Art von Argumentationsstrategie, die einfach nur nervt.
    Das Thema wurde lediglich als Beispiel dafür genannt, daß es zu viele Ungerechtigkeiten zu Lasten der Männer gibt, als daß eine Gleichstellungsbeauftragte, welche die Belange von Frauen vertritt, angebracht ist. Nix weiter. Und was kommt als Antwort: Ein schnippischer Kommentar à la "wenns Dir so wichtig ist dann tu halt was dafür". Das eigentliche Argument "fragwürdige Daseinsberechtigung einer Gleichstellungsbeauftragten" wird völlig ignoriert.

    Klar, daß viele Männer irgendwann nur noch sagen: Laß mir doch meine Ruhe, Du willst ja im Grunde gar nicht über ein Problem reden, sondern nur streiten.

    Martl
    Das war eine Antwort auf den Kommentar, dass Frauen Elternzeit nehmen koennen, Maenner diese Wahl aber nicht haben. Das ist aber so nicht richtig, der Anspruch auf Elternzeit ist fuer Vaeter und Muetter gleichermassen geregelt.
    Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit aussagen.
  7. #166

    .

    Zitat von lippgloss Beitrag anzeigen
    Gerade regte ich mich noch etwas über die Ungerechtigkeiten im Alltag und die inzwischen selbst erkannte Überflüssigkeit einer Gleichstellungsbeauftragten auf, da flattert mir doch diese Pressemitteilung auf den Tisch:

    http://www.tlz.de/startseite/detail/...mune-359234716

    Na dann wählt man schön....
    Obwohl mir der Wahl-o-mat desöfteren schon diese Partei empfahl, werde dieser mit Sicherheit meine Stimmenicht gegen.
    Allein schon aufgrund des von den GRÜNINNEN abgeschriebenen verfassungsfeindlichen Frauenstatuts.
  8. #167

    .

    Zitat von leni.pfeiffer Beitrag anzeigen
    Das war eine Antwort auf den Kommentar, dass Frauen Elternzeit nehmen koennen, Maenner diese Wahl aber nicht haben. Das ist aber so nicht richtig, der Anspruch auf Elternzeit ist fuer Vaeter und Muetter gleichermassen geregelt.
    Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit aussagen.
    Damit ist meine Frage, ob sie bewußt die Unwahrheit in die Welt setzen beantwortet: Sie lügen bewußt.

    Es ist definitiv falsch, dass Väter die gleichen Rechte auf Elternurlaub haben wie Mütter:

    Aus der Broschüre des Ministeriums für alle außer Männer (PDF):

    Zitat von Seite 58
    Wer hat Anspruch auf Elternzeit?
    Einen Anspruch auf Elternzeit haben Mütter und Väter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können Elternzeit geltend machen zur Betreuung

    I ihres Kindes (bei fehlender Sorgeberechtigung mit Zustimmung des sorgeberechtigten Elternteils)
    Allein aus diesem einem Punkt ergibt sich, dass ca. 30% aller Väter aufgrund eines menschenrechtswidrigen Schandparagraphen 1626a BGB keinen eigenen Anspruch auf Erziehungsurlaub haben.
    Weitere Punkte, die es weiteren Vätern unmöglich machen Erziehungsurlaub durchzusetzen kommen noch hinzu.
    Aber allein aufgrund des einen hier genannte Punktes steht damit fest, dass Ihre Behauptung "der Anspruch auf Elternzeit ist fuer Vaeter und Muetter gleichermassen geregelt" eine Lüge ist.

    Ich fordere Sie auf die noch nicht beantworteten Fragen nicht mit weiteren Lügen zu beantworten:

    1. Ist der Kündigungsschutz für elternzeitnehmende Väter inzwischen vergleichbar dem der Mütter ausgebaut?

    2. Wird die vom Vater geleistete Erziehungszeit inzwischen nicht mehr automatisch der Mutter auf die Rente angerechnet?

    Oder sind auch noch in diesen Punkten die Voraussetzungen für elternzeitnehmende Väter anders (und zwar schlechter) als für Mütter?
  9. #168

    ...

    Zitat von chrima Beitrag anzeigen
    Damit ist meine Frage, ob sie bewußt die Unwahrheit in die Welt setzen beantwortet: Sie lügen bewußt.
    Die Elterngeldregelungen, die den meisten bekannt sind, beziehen sich tatsächlich gleichermaßen auf Frauen wie Männer. Wer nicht alle Spezialfälle kennt oder miterwähnt, ist daher noch lange kein Lügner...

    Es ist definitiv falsch, dass Väter die gleichen Rechte auf Elternurlaub haben wie Mütter:...
    Das hat auch erstmal nichts mit Benachteiligung von Vätern oder Müttern zu tun, da auch Väter das Sorgerecht haben könnten und dann jeweils die Mutter von deren Zustimmung abhängig ist. Sicher stimme ich Ihnen aber natürlich zu, dass alleiniges Sorgerecht in D zu leicht den Müttern zugesprochen wird.

    Elternzeit ans Sorgerecht zu koppeln macht aber durchaus Sinn. Denn wenn man kein Kind zu versorgen hat (ob freiwillig oder gezwungenermaßen), gibt es auch keinen Grund, warum man bis zu drei Jahre lang eine speziell geschützte Pause von der Arbeit braucht... (Oder wenn man die Pause nehmen will, darf man das ja gerne, aber dann auf eigene Verantwortung wie jeder andere auch, der kein kleines Kind versorgt...)


    Allein aus diesem einem Punkt ergibt sich, dass ca. 30% aller Väter aufgrund eines menschenrechtswidrigen Schandparagraphen 1626a BGB keinen eigenen Anspruch auf Erziehungsurlaub haben.
    Ich glaube kaum, dass 30% der Väter eines Kleinkinds unter drei Jahren kein Sorgerecht für dieses haben... Auch wenn viele Eltern nicht verheiratet sind oder sich irgendwann (doch nicht alle davon schon in den ersten Jahren) scheiden lassen, heißt das ja nicht, dass immer nur die Mutter alleiniges Sorgerecht hat.

    1. Ist der Kündigungsschutz für elternzeitnehmende Väter inzwischen vergleichbar dem der Mütter ausgebaut?
    Wenn ich mir das BEEG §18 anschaue, sehe ich keine Einschränkung für Väter darin... http://www.gesetze-im-internet.de/be...274810006.html Können Sie mir erklären, wo eine Kündigung für Väter in Elternzeit für rechtens möglich erklärt wird?

    2. Wird die vom Vater geleistete Erziehungszeit inzwischen nicht mehr automatisch der Mutter auf die Rente angerechnet?
    Das ist tatsächlich nicht in Ordnung, zumal auch hier dann die Mutter zustimmen muss, wenn sie dem Vater zugerechnet werden soll. (In unserem Fall, ich arbeitete, mein Mann kümmerte sich um das Kind, ließen wir das änderen, worauf eine RV-Mitarbeiterin doch recht unfreundlich "warum wollen sie denn sowas machen" meckerte...) Das sollte natürlich daran gekoppelt sein, wer tatsächlich die Zeit mit dem Kind verbringt und deshalb nicht arbeiten kann...

    Im übrigen tut es mir leid, dass Sie anscheinend sehr unglückliche und unfaire Erfahrungen gemacht haben. Ich hoffe aufrichtig, dass sich mit der Zeit einiges wieder einrenkt bzw. sich neue Perspektiven auftun...
  10. #169

    Ob

    Zitat von chrima Beitrag anzeigen
    Geschlecht ist ein Konstrukt, Guteste.

    Deshalb möchte ich Sie bitten sich ein Geschlecht zu konstruieren, welches nicht dem meinigem entspricht.
    Lila Pudel sind tatsächlich das peinlichste was es gibt.
    mit dgl. Ausstülpungen Streit od. Unterhaltung gesucht wird: Sie fallen jedenfalls immer auf sowohl durch gewöhnliches Polemisieren wie sachferne Substanzlosigkeit auf.