Zitat von
JDR
Ach wissen Sie, ich habe micht nicht so sehr mit indischer Philosophie beschäftigt, wie Sie es Ihrem Nickname nach getan haben müssten.
Hier im Westen glaubt man, dass - Neutrinos hin oder her - die Ursache immer vor der Wirkung liegt. Die "Besatzung" der Westbank kann also dieser Logik zu Folge nicht die Ursache für einen Terror sein, der schon vorher wöchentlich Anschläge produziert hat.
Es mag Ihnen natürlich gleich wieder um die bloße Existenz des Staates Israel gehen, aber ich bin nicht bereit, darüber in diesem Kontext zu diskutieren. Der Staat Israel existiert und wird dies auch weiterhin tun. Wer ihn beseitigen will, wird die selben Lehren lernen, wie andere vor ihm.
Hier aber geht es um Gilad Shalit. Und Nein:
Gilad Shalit ist kein "Engel" der in die Familie zurückkehrt, kein Heiliger. Er ist kein "Märtyrer", wie so viele palästinensische Araber es gerne wären. Er ist ein ganz normaler junger Mann, der im Dienst an seinem Volk Furchtbares erleiden musste und nun zurückgeholt wird. Ein ganz normaler junger Mensch, wie Tausende gleich ihm, welche das Leben ihrer Familien, Freunde und Kameraden schützen.
Ja, viele der freigelassenen palästinensischen Araber sind gefährlich. Manche sind Mörder. Und dennoch kehren auch sie heim in eine Welt, die sich verändert hat, eine Welt, welche sie in vielerleit Hinsicht zurückgelassen hat.
Wir wissen, dass es nicht diesen Handel braucht, um Entführungsversuche von Terroristen zu produzieren. Wir wissen, dass es nicht diese Gefangenen braucht, damit Hamas und Co. Morde an Israelis und Juden planen.
Dieser Handel gilt allen Israelis. Auch, wenn man verstehen kann, dass die Seelen der Opferfamilien nach Gerehtigkeit schreien. Dies ist ein Moment der Menschlichkeit. Die Söhne und Töchter, welche ermordet wurden sind ebensowenig vergessen, wie Gilad Shalit vergessen wurde.
Heute wiegt sein Leben so viel, wie die ganze Welt.