Gefahr für die Gesundheit: Schmerzmittel-Wahn im Freizeitsport

CorbisSchmerzen in den Knien, Zwicken in der Wade: Überraschend viele Ausdauersportler schlucken vor dem Wettkampf Schmerzmittel, oft sogar nur als Prophylaxe. Für Herz, Magen-Darm und Nieren kann das aber schwere Folgen haben - und sogar zum Tod führen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...812671,00.html
  1. #70

    Doping

    Am kommenden Sonntag ist "Ironman" in Regensburg: 3,8 km Schwimmen 180 km Radfahren 42,3 km Laufen mit mehr als 1000 Teilnehmern, davon mehr als die Hälfte mit Schmerzmitteln gedopt. Das Ganze wird als "Volkssport" von der Stadt Regensburg mit 250.000 € gesponsort. Ich habe keine Lust mehr, für so einen Scheißdreck Steuern zu bezahlen.
  2. #71

    Ist schon komisch

    Da treiben welche Sport , weil der ja soooo gesund ist und fit hält. Da das so gut klappt , schlucken diese Sportler pillen , damit sie sich auch mal beim Arzt vorstellen können. Herr Doktor ich bin gestern 100 Meter in in zwei Stunden gelaufen , 1 Stunde und 55 Minuten war ich zwischendurch auf dem Pott.
    Treib Sport , oder du bleibst gesund !
  3. #72

    Ibuprofen

    Ich habe Ibuprofen (200mg) mal bei Liebeskummer genommen. Hat geholfen. Aber für Sport? Never!
  4. #73

    Widerspruch

    Zitat von ernstl1704 Beitrag anzeigen
    Pauschale Aussagen sind immer abzulehnen und sicher ist nicht jeder der hinten ankommt in seiner Gesundheit gefährdet.

    Allerdings kann man sich auch realistische Ziele setzen und sagen OK lauf ich 10km Läufe in 1h oder 1:15 oder wg. mir auch noch eine Halbmarathon in 2.5h.

    Eine Marathon in 5h zu laufen, halte ich allerdings schon für fahrlässig. 5h die Gelenke auf den Asphalt zu hauen kann nicht gesund sein, insbesondere wenn man Übergewicht hat.
    Und das hat dann auch nichts mehr zu tun mit: Unsere Vorfahren sind den ganzen Tag durch den Wald gejagt, die sind nämlich nicht auf Asphalt gelaufen, sondern im Wald halt oder der Savanne und die haben das jeden Tag gemacht nicht einmal im Jahr und waren nicht zu dick.

    Schmerz oder Rauschmittel die gab es allerdings auch schon immer, die sind keine Erfindung morderner Zeiten. S. z.b. Kokablätter in Südamerika.
    Werter Ernstl,
    warum soll man nicht 5 h laufen können und dabei seiner Gesundheit einen guten Dienst erweisen?
    Es ist grundsätzlich nicht die Distanz, die dem Körper schadet, sondern die Intensität beim Laufen.

    Wenn Sie etwas Ahnung vom Langstreckenlaufen hätten, wüßten Sie, daß es auch 6 h, 12 h, 24 h, 48 h ja sogar 72h-Rennen gibt.

    Ich selbst hatte auch schon mal 217 km am Stück ausschließlich auf einem amerikanischen Highway zurückgelegt, noch dazu bei über 50 Grad Celsius und beendete das Rennen im Ziel gänzlich ohne orthopädische oder Kreislaufprobleme und war dabei genau 54 Stunden und 18 Minuten unterwegs!

    Bei einem vorausgesetzen gesunden Körper ist dies nur eine Frage der Willensaktivierung und des ausreichenden Trainings.

    Als Beispiel sei Dr. Adolf Weidemann genannt, der erst nach seiner Pensionierung mit 66 Jahren mit dem Joggen begann; dann 2 Jahre später das erste Mal die 100 km von Biel lief und dann dieses Rennen jedes Jahr bis zu seinem 92. Lebensjahr wiederholte. Er starb dann mit 94 Jahren als "junger" Mann, ohne vorher an "Alterswehwehchen" gelitten zu haben!
  5. #74

    Magnesium

    Ich hatte jahrelang zunehmende Wadenkrämpfe im Schlaf. Auf Anraten begann ich (Aldi's) Mg zu nehmen. Die Krämpfe verschwanden. Nach einigen Monaten machte ich die Gegenprobe und setzte das Mg wieder ab. Resultat? Wadenkrämpfe kamen zurück. Also, seitdem habe ich weiter Mg genommen und habe meine Ruhe.
  6. #75

    Aspirin

    Schockierend finde ich die Aspirin-Werbung, in der zwei junge Frauen einen Turm hinauflaufen und die eine sagt ihr tun die Beine weh. Daraufhin schlägt die andere Ihr vor Schmerzmittel einzunehmen und die Vorzüge des Schmerzmittels werden präsentiert. Glücklich endets: "Also runter nehmen dann auch die Treppe".

    Interessant, dass der Artikel gerade jetzt kommt, wenn Bayer Lieferschwierigkeiten hat, weil ein Grundstoff für Aspirin knapp ist. Einige Krankenhäuser bekommen schon nicht mehr die bestellten Mengen ausgeliefert.
  7. #76

    Placebo-Effekt

    Zitat von stefan.albrecht@virgilio. Beitrag anzeigen
    Habe das bei einer (damals noch nicht Massentouristischen) Alpenüberquerung 1995 mit dem MTB am eigenen Leib erfahren, bei der ich zur Not Magnesium Brausetabletten mitführte: Nach einem halben knallharten Tag, hatte ich vor Einstieg an einen weiteren Pass starke Krämpfe- Nach einwerfen von 3 Braustabletten verschwanden diese und ich konnte den letzten Pass (1200 Hm hoch zu Fuss, 400 runter zu Fuss und dann 100 runter auf MTB) überwinden.
    Magnesium hat daher durchaus seinen Zweck, aber falls es jemand mit der Absicht, die Leistung zu steigern, einsetzt, hat er nichts verstanden.
    Ich habe ebenfalls gut Erfahrungen mit Magnesium gemacht und nehme abundzu Magneisum zusätzlich ein. Das was Sie schildern kann aber eigentlich nicht funktionieren, da Magnesium längere Zeit braucht von der Einnahme bis zur Wirkung. Für die Akutbehandlung ist es nutzlos bzw. hilft wegen des Placeboeffekt.
  8. #77

    Starke Transferleistung!

    Zitat von creatext Beitrag anzeigen
    Am kommenden Sonntag ist "Ironman" in Regensburg: 3,8 km Schwimmen 180 km Radfahren 42,3 km Laufen mit mehr als 1000 Teilnehmern, davon mehr als die Hälfte mit Schmerzmitteln gedopt. Das Ganze wird als "Volkssport" von der Stadt Regensburg mit 250.000 € gesponsort. Ich habe keine Lust mehr, für so einen Scheißdreck Steuern zu bezahlen.
    Haben Sie sich auch alle Beiträge zum Thread durchgelesen?
    Dann ist Ihnen sicherlich aufgefallen, daß bereits die Fragestellung der Studie eine enorme Ungenauigkeit in ihrer Beantwortung bereithält.
    Medikamentierung direkt vorm Marathon?
    Während des Trainings?
    Gegen Kopfschmerz oder Schmerzen verursacht durch den Sport?

    Mal was Anderes: Ist Ihnen klar, daß (meines Wissens) mehr als 90% der Profisportler Asthmatiker sind? ;-)
    Nur mal so als Denkanstoß....
  9. #78

    Mhh

    Zitat von sample-d Beitrag anzeigen
    Logisch werden die Beine schwer nach 30km, aber da hilft auch kein Aspirin.
    Das einzige was Sinn macht ist meiner Meinung nach bei Gelenkschmerzen sehr niedrig dosiertes Diclofenac (in Tablettenform, 20/25mg) - verbunden mit Reduktion der Entfernungen.
    Das wirkt nämlich tatsächlich entdündungshemmend und nicht ausschliesslich schmerzstillend, und damit bekommt man solche Probleme leichter weg...
    Mal 2 Dingen.

    Aspirin wirkt ebenfalls entzündungshemmend, deswegen ja auch in einer Gruppe mit Diclofenac.

    Wenn Diclofenac allerdings helfen soll, würde ich mindestens 50mg einnehmen. 20/25mg bei einem Erwachsenen lösen nicht mehr als einen Placeboeffekt aus.

    Zitat von ekenkis Beitrag anzeigen
    Ich hatte jahrelang zunehmende Wadenkrämpfe im Schlaf. Auf Anraten begann ich (Aldi's) Mg zu nehmen. Die Krämpfe verschwanden. Nach einigen Monaten machte ich die Gegenprobe und setzte das Mg wieder ab. Resultat? Wadenkrämpfe kamen zurück. Also, seitdem habe ich weiter Mg genommen und habe meine Ruhe.
    Ich muss Sie da leider enttäuschen. Mehr als einen Placeboeffekt (und etwas Durchfall) bewirken Magnesiumpräparate nicht bzgl. Wadenkrämpfen o.ä. . Einzige Indikation sind bestimmte Herzrhytmusstörungen in der Notfallmedizin, und da wird es i.v. gegeben. Außerdem kann man Magnesiumslaze noch bei Verstopfungen nehmen :).

    Aber solange die Niere in Ordnung ist, kann auch nicht viel passieren. Wenns hilft ist es ja egal ob die Wirkung vom Oräparat oder vom Kopf kommt, da es ja ungefährlich ist.
  10. #79

    Zitat von Centurio X Beitrag anzeigen
    Werter Ernstl,
    warum soll man nicht 5 h laufen können und dabei seiner Gesundheit einen guten Dienst erweisen?
    Es ist grundsätzlich nicht die Distanz, die dem Körper schadet, sondern die Intensität beim Laufen.

    Wenn Sie etwas Ahnung vom Langstreckenlaufen hätten, wüßten Sie, daß es auch 6 h, 12 h, 24 h, 48 h ja sogar 72h-Rennen gibt.

    Ich selbst hatte auch schon mal 217 km am Stück ausschließlich auf einem amerikanischen Highway zurückgelegt, noch dazu bei über 50 Grad Celsius und beendete das Rennen im Ziel gänzlich ohne orthopädische oder Kreislaufprobleme und war dabei genau 54 Stunden und 18 Minuten unterwegs!

    Bei einem vorausgesetzen gesunden Körper ist dies nur eine Frage der Willensaktivierung und des ausreichenden Trainings.

    (...)
    Was so´ne steile These
    Zitat von walter_e._kurtz Beitrag anzeigen
    Den Marathon an sich sollte man auch nur wagen, wenn man entsprechend vorbereitet ist. Ob dies der Fall ist, wenn man auf eine Zielzeit zw. 4h (die Otto Normalo "Schallmauer) und 4:30h hinarbeitet, möchte ich jetzt einfach mal anzweifeln, auch wenn ich gleich sicher "Gegenwind" bekomme. Bei einer solchen Zielzeit spricht einfach viel dafür, daß der Marathoni gar nicht austrainiert ist.
    Auch sollte jedem Läufer bewußt sein, daß es irgendwann nach km 30 anfängt, weh zu tun. Wer das nicht in der Lage ist auszuhalten, sollte sich auf Läufe bis eben max. 30km beschränken, statt zu schlucken; es hat schließlich noch nie jemand behauptet, daß der Marathon an sich gesund sei; ganz im Gegenteil!
    doch für Facetten in der Betrachtung bereithält!
    Ich bin dabei immer davon ausgegangen, daß jemand, der einen gezeiteten Lauf bestreitet, eben auch auf die Zeit (beim 6, 8, 24h etc. analog auf die zurückgelegte Strecke) scharf ist.
    Und eben darum erschließt sich mir der Sinn einer 5h-Zeit/42,2km nur ansatzweise.
    Laufen um der Strecke Willen kann ich beim Wandern, um´s mal überspitzt zu formulieren.