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Gefahr für die Gesundheit: Schmerzmittel-Wahn im Freizeitsport

CorbisSchmerzen in den Knien, Zwicken in der Wade: Überraschend viele Ausdauersportler schlucken vor dem Wettkampf Schmerzmittel, oft sogar nur als Prophylaxe. Für Herz, Magen-Darm und Nieren kann das aber schwere Folgen haben - und sogar zum Tod führen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...812671,00.html
  1. #40

    Zitat von walter_e._kurtz Beitrag anzeigen
    und möchte erweitern:
    Den Marathon an sich sollte man auch nur wagen, wenn man entsprechend vorbereitet ist. Ob dies der Fall ist, wenn man auf eine Zielzeit zw. 4h (die Otto Normalo "Schallmauer) und 4:30h hinarbeitet, möchte ich jetzt einfach mal anzweifeln, auch wenn ich gleich sicher "Gegenwind" bekomme. Bei einer solchen Zielzeit spricht einfach viel dafür, daß der Marathoni gar nicht austrainiert ist.
    Keine Gegenwind sondern volle Zustimmung.

    Füher vor dem Boom war bei Marathons nach 3 h Zielschluss, Heute wird sich noch mit 5h reingequält, weil viele unter Missachtung ihre Leistungsfähigkeit glauben sie müssten irgendwas beweisen.

    Ich mache nur Wettkämpfe bei denen ich mich noch wohl fühle und nicht als letzter ins Ziel kommen sondern im Mittelfeld.
  2. #41

    Keine Verschreibungspflicht

    Hallo qoderrat,
    Diclofenac ist nicht verschreibungspflichtig in geringen Dosen udn Quantitäten.
  3. #42

    vítasprint atosil

    magnesium ist tatsächlich nutzlos wenn sie im rollstuhl sitzen. eine tierärztin mit erfahrung aus dem kongo meinte, sie gebe ihren katzen vitasprint und atosil.
    ging gut bis die katzen sie grosse ohren bekamen und sie auffrassen.
  4. #43

    Ausdauersport

    Leider ist der Ausdauersport in den letzten Jahren immer mehr zum Hype verkommen. Bei den Citymarathons liegt der Zielschluss mittlerweile bei mindestens sechs Stunden so dass sich zehntausende schlurfend dem Ziel nähern. Mit Laufen hat diese Art des forcierten Walkens nichts zu tun. Häufig aus einer Laune oder Wette geboren, wagen sich dann nach wenigen Monaten Training Firmengruppen beraten durch selbsternannte und gut bezahlte Laufexperten auf die Strecke. Mit hochrotem Kopf und Übergewicht laufend wird Bändern und Gelenken das maximale abgefordert. Die mangelnde körperliche Anpasssung welche durch Schmerzen signalisiert wird, fangen Schmerzmittel auf. Wichtig ist am Ende das Shirt auf dem irgendein Städtemarathon, HEW Cyclassics oder Ironman Logo prangt.
    Sport wird nicht als langfristige Herausforderung begriffen sondern im Fokus steht der schnelle repräsentative Erfolg. Es gibt heute fantastische Möglichkeiten der Leistungsdiagnostik, Trainingsplanung, des HF und Wattgesteuerten Trainings. Jedes kleinstädtische Bad hat eine Saunalandschaft zur Regeneration. Massagen sind günstig und extrem effektiv. Doch dies alles erfordert Zeit und Lernbereitschaft.
  5. #44

    Studie um Einfluss Werbung erweitern ...

    Wie oft sehen wir die alten und jungen Leut vor dem Wetter oder den Nachrichten, die noch dynamisch mobil über den Bildschirm hüpfen, weil sie das "richtige" Medikament nehmen und die Werbung die schnelle Gesundheitslösung verspricht. Diese Werbung hat garantiert Einfluss auch auf viele Freizeitsportler, weil Werbung "Glaube" produziert. Diese Werbung ist evtl. mit Zigarettenwerbung gleichzusetzen.
    Selbst auf den Marathonmessen wird immer so ein Mist angeboten. Übrigens ist ein Marathon nur ein Marothon, der geistigen und körperlichen "Schmerz" bereitet, aber nur soweit, das keine echten Schäden bleiben.
  6. #45

    ---Zitat---

    ---Zitat--- "Schmerzen weisen auf Überbelastung hin"

    ich habe ständig kopfschmerzen. besonders wenn ich foren lese.
  7. #46

    Gängige Praxis bei Schmerzen

    Zitat von qoderrat Beitrag anzeigen
    Mir würde nicht im Traum einfallen sowas zu nehmen um meine Leistungsfähigkeit im Breitensport zu erhöhen. Davon abgesehen, das Zeugs ist doch verschreibungspflichtig, wo bekommen die Leute die Rezepte her?
    Das kann ich ihnen sagen. Gehen sie einfach einmal mit vorhandenen oder auch eingebildeten Fußschmerzen, die das Gehen stark einschränken, zum Hausarzt. Dieser wird ihre Füße begutachten, wie bei jedem Menschen vorhanden, eine Fehlstellung diagnostizieren und ihnen ein bis drei derartige Schmerzmittel verschreiben und sie zusätzlich auch noch krank schreiben.
    Als ich einmal genau diesen Fall selbst hatte und wirklich nicht laufen konnte, las ich mir genau wie sie die Beipackzettel durch und schluckte weder das verschriebene Ibuprofen noch Dicloflenac. Stattdessen schonte ich, durch die Krankschreibung ermöglicht, einfach meinen Fuß genau 24 Stunden lang, am nächsten Tag wieder etwas Belastung, um die Muskulatur nicht unnötig zu schwächen, und am dritten Tag waren die Schmerzen von alleine verschwunden und kamen auch nie wieder.

    Bei ähnlichen Schmerzen im Bewegungsapparat wird vermutlichseitens der Mediziner, ähnlich verfahren und schnell verschrieben. Beflügelt wird dieses Verhalten sicherlich durch die neueren Erkenntnisse bezüglich des Schmerzgedächtnisses. Allerdings sollte man das auch nicht überbewerten, schon gar nicht wenn es ausschließlich um den Bewegungsapparat geht und kein Knochenbruch vorliegt. Bei Organschmerzen braucht man ohnehin richtige medizinsche Hilfe, bleiben nur noch Kopfschmerzen übrig, für die, wenn sie heftig ausfallen, Schmerzmittel eine schnelle und sinnvolle Wirkung haben, solange man sie nicht regelmäßig einnimmt. Als Doping für überzogenen sportlichen Ehrgeiz, oder gar als Dauerhilfsmittel für Berufssportler, sind sie gewiss immer fragwürdig und auch gefährlich für die Gesundheit.
  8. #47

    Leistungsorientierter Sport als Freizeitbeschäftigung ist nicht meins. Und auf die Idee, mich mit Schmerzmitten zu dopen, käme ich im Leben nicht.

    Anlassbedingt habe ich im letzten Jahr gelernt: Schmerzmittel nimmt man nicht ohne Not und wenn es heftigere Präparate sind nur unter ärztlicher Anleitung. Z.B. hat man mir in der ersten Zeit, als die Mittel noch kombiniert wurden und hoch dosiert waren, auch (vorbeugend) ein Präparat für den Magen gegeben.

    Und ansonsten: Ich treibe Sport. Mittlerweile sogar wieder sehr regelmäßig. Aber nach den Grundsätzen:

    - Ich mache nur, was mir Spaß macht. (traditionelles Bogenschießen, Radfahren, Schwimmen, (Reha-)Gymnastik)

    - Ich mache es um der Ausübung willen, nicht wegen einer Leistungssteigerung. Die stellt sich von alleine ein. Man muss es nur erwarten können.

    - Wenn mir hinterher etwas weh tut, nehme ich das als Signal, dass es etwas zu weit ging. Keinesfalls nehme ich dann Schmerzmittel.

    Damit geht's eigentlich gut.
  9. #48

    Na ja!

    Zitat von ernstl1704 Beitrag anzeigen
    Keine Gegenwind sondern volle Zustimmung.

    Füher vor dem Boom war bei Marathons nach 3 h Zielschluss, Heute wird sich noch mit 5h reingequält, weil viele unter Missachtung ihre Leistungsfähigkeit glauben sie müssten irgendwas beweisen.

    Ich mache nur Wettkämpfe bei denen ich mich noch wohl fühle und nicht als letzter ins Ziel kommen sondern im Mittelfeld.
    Ich erinnere mich gut, als ich vor 3 Jahren beim Kandel-Marathon bei einer Zeit von ca. 4.45 h finishte und wenig später in der Halle mit Lauffreunden in der Leichtigkeit des Seins in bester Laune freudvolle Gespräche führte. Da wurde ich von einem gleichaltrigen (63 Jahre) Läufer angesprochen und gefragt, ob man denn einen Marathon schmerzfrei laufen könnte.

    Ich gab ihm zu verstehen, daß ich dies meistens absolut schmerzfrei bewältige. Er sagte dazu nichts...Da bemerkte ich seine auf seinem Tisch vor ihm liegende Finisherurkunde und schaute mir seine Zeit an.

    2.59 h hatte er als 63 benötigt. DIESE ZEIT KANN MAN IN DIESEM LEBENSALTER NICHT SCHMERZFREI LAUFEN; ABER BEI 5 STUNDEN WOHL!

    So viel zu Ihrer versuchten Diskreditierung von 5 h-Läufern!
  10. #49

    Na, dann geht´s jetzt in die Differenzierung ;-)

    Zitat von Centurio X Beitrag anzeigen

    2.59 h hatte er als 63 benötigt. DIESE ZEIT KANN MAN IN DIESEM LEBENSALTER NICHT SCHMERZFREI LAUFEN; ABER BEI 5 STUNDEN WOHL!

    So viel zu Ihrer versuchten Diskreditierung von 5 h-Läufern!
    Die Distanz schaffen Sie nur Schmerzfrei, wenn Sie, wie ich´s angesprochen habe, austrainiert sind.
    Mir ging´s in meiner Behauptung hauptsächlich um die Mainstream-Läufer, die sich ein Mal im Leben noch was beweisen müssen, von März bis zum Herbstmarathon trainieren und dabei 20 Pfund abnehemen und sich dennoch mit 10kg Übergewicht ins Ziel schleppen. Ich für mich teste gerne meine (Schmerz-)Grenzen aus und deshalb auch der provokante Ausspruch. Beim gezeiteten Lauf nehme ich dann die Schmerzen in Kauf um zu erfahren, was noch geht.
    Mir würde aber im Traum nicht einfallen, mit Wampe an den Start zu gehen um die Belastungen noch zu potenzieren.
    Daß dies nicht auf jeden zutrifft und irgendwer darauf anspringt, war mir auch vor Ihrem Post klar.








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