Forum


 

Gefahr durch Zoonosen: Der Killer, der aus dem Stall kommt

Corbis2,5 Milliarden erkrankte Menschen im Jahr, fast drei Millionen Todesfälle: Infektionen, die von Tieren auf Menschen überspringen können, sind weltweit erschreckend häufig. Am größten ist das Problem durch die sogenannten Zoonosen in Indien und Afrika - doch auch Europa bleibt nicht verschont.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...842711,00.html
  1. #1

    Keime

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2,5 Milliarden erkrankte Menschen im Jahr, fast drei Millionen Todesfälle: Infektionen, die von Tieren auf Menschen überspringen können, sind weltweit erschreckend häufig. Am größten ist das Problem durch die sogenannten Zoonosen in Indien und Afrika - doch auch Europa bleibt nicht verschont.

    Salmonellen, Tollwut, Sars: Weltkarte zeigt Häufigkeit von Zoonosen - SPIEGEL ONLINE
    aus dem Text:
    "Ob Europa tatsächlich ein Zentrum neu auftretender Krankheiten darstellt, ist allerdings etwas fraglich: Die Daten, die die Forscher ..."


    neu sind die in Europa auftretenden Keime nicht. Sie werden mit Lebensmitteln und durch Urlauber "importiert". Viele der resistenten Keime werden aus anderen Ländern wie z.B. Indien oder Griechenland eingeschleppt.

    gefunden hier:
    Neue Hühnerställe statt Antibiotika - BUND findet Keime auf Hähnchen | Mahlzeit | Deutschlandradio Kultur
    und
    Neue Resistenzen neues Unglück - ESBL-Keime auf Fleisch entdeckt | Mahlzeit | Deutschlandradio Kultur

    Lösungen zur Reduzierung der Auswirkungen sind dort auch vorgeschlagen. Nur leider werden sie hier verhindert.
  2. #2

    EHEC und ESBL

    Zitat von spiegelleser987 Beitrag anzeigen
    aus dem Text:
    "Ob Europa tatsächlich ein Zentrum neu auftretender Krankheiten darstellt, ist allerdings etwas fraglich: Die Daten, die die Forscher ..."


    neu sind die in Europa auftretenden Keime nicht. Sie werden mit Lebensmitteln und durch Urlauber "importiert". Viele der resistenten Keime werden aus anderen Ländern wie z.B. Indien oder Griechenland eingeschleppt.

    gefunden hier:
    Neue Hühnerställe statt Antibiotika - BUND findet Keime auf Hähnchen | Mahlzeit | Deutschlandradio Kultur
    und
    Neue Resistenzen neues Unglück - ESBL-Keime auf Fleisch entdeckt |

    Mahlzeit | Deutschlandradio Kultur



    Lösungen zur Reduzierung der Auswirkungen sind dort auch vorgeschlagen. Nur leider werden sie hier verhindert.
    Womit wir wieder beim Thema "EHEC" sind, das uns letztes Jahr intensiv und heftig beschäftigt hat: EHEC-Darmkeime gehören zu den ESBL-Keimen ( Antibiotica-Resistenz durch Beta-Laktamase-Bildung).

    Wenn "EHEC" wieder in die öffentliche Diskussion kommt, und dann auch noch im Sommerloch, wird das unsere Fleischfabriken ganz und gar nicht freuen. Bin gespannt auf die ersten entsprechenden Reaktionen.
  3. #3

    Um eine Antwort...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2,5 Milliarden erkrankte Menschen im Jahr, fast drei Millionen Todesfälle: Infektionen, die von Tieren auf Menschen überspringen können, sind weltweit erschreckend häufig. Am größten ist das Problem durch die sogenannten Zoonosen in Indien und Afrika - doch auch Europa bleibt nicht verschont.

    Salmonellen, Tollwut, Sars: Weltkarte zeigt Häufigkeit von Zoonosen - SPIEGEL ONLINE
    ...wird sich geschickt herumgedrückt:

    Warum sind solche Zoonosen nicht zu einer Zeit aufgetreten sind, als die Menschen sehr viel häufiger und sehr viel näher mit den Tieren zusammengelebt haben...

    Vor hunderten von Jahren war es nicht ungewöhnlich, bspw. im Winter mit den Tieren zusammen im Stall zu schlafen, um deren Wärme zu nutzen.
  4. #4

    Korrektur

    Schweinegrippe mit Schwein als Zoonose stimmt so nicht - die Zoonose bei der Influenza sind Wasservögel.
    Mögliche Übertragung ist allerdings sowohl auf den Menschen, wie auch auf Schweine möglich. Im Schwein dann erfolgte ein sog. Antigenshift, der eine Übertragung vom Schwein auf den Menschen ermöglichte, die das eigentliche (von Wasservögeln übertragene) Virus damit kontagiöser machte und sich als Pandemie in dieser neuen Form schnell von Mensch zu Mensch verbreiten konnte.
  5. #5

    Quote

    Also ich finde ja lächerliche 3. Mio von insgesamt 2,5 Milliarden (!) Krankheitsfällen pro Jahr ;-) nicht besonders viel. Ich erkranke auch alle zwei Jahre an Tierbissen, mein Beruf ist Zoowärter, wie der von der anderen Welthalbkugel auch....zum abschießen dieser Artikel!
  6. #6

    Das Auftreten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2,5 Milliarden erkrankte Menschen im Jahr, fast drei Millionen Todesfälle: Infektionen, die von Tieren auf Menschen überspringen können, sind weltweit erschreckend häufig. Am größten ist das Problem durch die sogenannten Zoonosen in Indien und Afrika - doch auch Europa bleibt nicht verschont.

    Salmonellen, Tollwut, Sars: Weltkarte zeigt Häufigkeit von Zoonosen - SPIEGEL ONLINE
    dieser Zoonosen in Indien und Afrika macht dem enormen Bevoelkerungswachstum in diesen Laendern aber offenbar nichts aus.
  7. #7

    optional

    Der Killer, der aus dem Garten kommt...
    Wieviel Druckerschwärze wird verwandt, um exotische Erkrankungen als sensationelle Gefährdungen zu beschreiben...
    Sicherlich nicht zu unrecht.
    Aber diesen hunderten, vielleicht auch tausenden Neuerkrankungen pro Jahr stehen über eine Million Neuerkrankungen pro Jahr zur Seite (allein in Deutschland!), über die kaum berichtet wird: die Übertragung der Borreliose und weiterer Koinfektionen durch Zecken (siehe: Die verschwiegene Epedemie).
    Hier in Diagnose und Therapie Fortschritte zu erzielen wäre den Schweiß der Edlen wert und würde millionenfaches Leid mindern.
  8. #8

    Verhinderungs-Vollpfosten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2,5 Milliarden erkrankte Menschen im Jahr, fast drei Millionen Todesfälle: Infektionen, die von Tieren auf Menschen überspringen können, sind weltweit erschreckend häufig. Am größten ist das Problem durch die sogenannten Zoonosen in Indien und Afrika - doch auch Europa bleibt nicht verschont.

    Salmonellen, Tollwut, Sars: Weltkarte zeigt Häufigkeit von Zoonosen - SPIEGEL ONLINE
    Gegen eine Situationsneubewertung steht die Kombination von Vollpfosten in Politik und Wirtschaft und die gerade noch funtionierenden persoenlichen Bereicherungsmoeglichkeiten aus der alten Wirtschaftsweise.
    Beispiel Gensoja als Billigfuttermittel aus Paraguay, die zu legalem Genfood bei uns und Zusammenbruch nachhaltiger Wirtschaftweisen im Ursprungsland fuehren. Auch deutsche Raubbauer sind als Finanziers dort taetig.
    Solange beide Schwaechen weiterbestehen (Vollpfosten mit Falschwirtschsftsbereicherungsmoeglichkeiten), wird sich nichts aendern.

    Es ist daher zu befuerchten, dass wir erst am Anfang der Bewusstwerdung stehen, was wir uns mit der ueberbordenden Asasfresserei alten Stils als Art mittelbar alles noch antun werden.
    Auch mit der naturwidrigen Ueberduengung ohnehin schon kaputter Humusboeden aufgrung von Monokultur-Landwirtschaft mit Viehjauche werden zahlreiche Zoonosen befoerdert, von denen sich zukuenftig vermutlich weit mehr zeigen werden, als es jetzt bereits der Fall ist.

    Dabei gibts Auswege aus dem Dilemma, vor Jahrhunderten bereits erfunden, wissenschaftlich untersucht, oekologisch vertretbar, oekonomisch sehr sinnvoll. das Doppelte der Weltbevoelkerung satt machen koennend ohne Agrarland auszuweiten, welches bisher zu sage und schreibe 70 % zur Aufzucht und Fuetterung armer Schweine, Rinder, Gefleugel okkupiert wird.
    Und neuerdings zunehmend sogar noch zur idiotischen Autospritproduktion.

    Als einige der Loesungen ist der Einsatz von Terra preta-Technik zu nennen und Insektenfarmen, die, gemessen an Ressourceneinsatz ueber das 900fache an Nahrungsmitteln liefern koennten und dazu auch noch in biologisch weit gesuenderer Qualitaet als bisher.
    Aber, wie gesagt, unsere Vollpfosten verhinderns noch.
  9. #9

    Haustiere

    Ein Problemregion ist Asien. warme Region mit hoher Luftfeuchtigkeit. Mensch und Tier lebt auf engsten Raum zusammmen. Dort können dann auch Bakterien und Vieren mutieren und überspringen die nomalerweise nicht übertragbar sind.

    Was aber weniger beachtet wird, auch in Europa leben viele Tiere mittlerweile in der Wohnung mit dem Mensch, schlafen Teilweise mit im Bed usw. Was leider außer Acht gelassen wird. Die Nutztiere (Schwein, Rind) erhalten nicht die selben Antibiotikas bzw. Wirkgruppen wie der Mensch. Hund und Katze erhalten aber die gleichen Antibiotikas wie der Mensch. Diese Kombination ist auf dauer nicht sehr gut. Auch haben die meisten Allgemeinärzte wenig Ahnung von Resistenzmanagment und Wirkstoffgruppen wechsel.








TOP



TOP